Announcement

100 articles, 2016-07-05 18:00
(2.06/3)  1  Wiederholung der Stichwahl: Österreicher wählen Anfang Oktober erneut

Der Termin für die Wiederholung der Stichwahl in Österreich steht fest: Die Bürger dürfen am 2. Oktober erneut ihre Stimme für einen Präsidentschaftskandidaten abgeben. Das Verfassungsgericht hatte nach einer Beschwerde der Rechtspopulisten die erste Wahlrunde für ungültig erklärt. 2016-07-05 13:55 2KB www.tagesschau.de

(2.05/3)  2  Atommüll-Endlager: Gorleben bleibt in Betracht

Die Kommission "Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe" hat ihren Abschlussbericht fertig. Er schließt Gorleben als Standort nicht aus – zum Unmut von Kritikern. 2016-07-05 13:09 3KB www.heise.de

(1.06/3)  3  Regierung pumpt 185 Millionen in österreichische Start-ups

185 Millionen Euro sollen in die Gründung junger und innovativer Firmen fließen - und bis zu 15.000 neue Jobs schaffen. 2016-07-05 13:15 3KB diepresse.com

(1.03/3)  4  Ungarn lässt Bürger über Verteilung von Flüchtlingen abstimmen

Die Ungarn werden am 2. Oktober über die Flüchtlingspolitik der EU abstimmen. Konkret geht es um die von der Kommission geforderten Verteilungs-Quoten. Das Datum hat Sprengkraft für die EU: am selben Tag werden die Österreicher ihren Bundespräsidenten erneut wählen. 2016-07-05 13:01 2KB deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

(1.03/3)  5  Ungarn stimmen am 2. Oktober ab: Ja oder Nein zur EU-Flüchtlingspolitik?

Wohl keine Regierung eines EU-Mitglieds ist so offensiv gegen deren Flüchtlingspolitik wie die des rechtskonservativen Ungarn Orban. Schon vor Monaten kündigte er ein Referendum an, jetzt macht seine Regierung ernst: Am 2. Oktober sollen die Ungarn abstimmen. 2016-07-05 12:15 2KB www.tagesschau.de

(1.02/3)  6  Hausbesitzer muss nackten Nachbarn ertragen: Klage zurückgenommen

Dortmund (dpa) - Ein Dortmunder Hausbesitzer muss auch weiterhin den regelmäßigen Anblick seines nackten Nachbarn in dessen Garten ertragen. Das Dortmunder Land 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

(1.02/3)  7  Obdachloser in Rom verhaftet: US-Student fiel wohl Raubmörder zum Opfer

Ein 19-jähriger Amerikaner verschwindet nach einer Partynacht mit Freunden spurlos. Seine Leiche wird Tage später im Tiber entdeckt - mit einer klaffenden Wunde am Kopf. Nur Stunden nach dem Fund präsentiert die italienische Polizei einen Verdächtigen. 2016-07-05 13:49 3KB www.n-tv.de

(1.02/3)  8  Bombenalarm in El-Al-Maschine: Eurofighter-Einsatz über Tirol

Die israelische Passagiermaschine wurde im Tiroler Raum abgefangen und bis Villach begleitet. Die Bombendrohung stellte sich als falsch heraus. 2016-07-05 13:46 2KB www.tt.com

(1.02/3)  9  Uefa will keine spielenden Kinder auf dem Platz

Kinder sind bei den letzten Spielen der Fußball-Europameisterschaft nicht mehr auf dem Spielfeld erwünscht - das entschied die Uefa. Dabei sorgten die Kleinen zuletzt für Entzücken. 2016-07-05 13:30 4KB www.rp-online.de

(1.02/3)  10  Schloss Neuschwanstein: Chinesische Touristen vermisst

Das Ehepaar wollte das Märchenschloss besuchen - und kehrte nicht mehr zu seiner Reisegruppe zurück. Jetzt stellt die Polizei die Suche nach dem Paar ein. 2016-07-05 13:27 2KB www.sueddeutsche.de

(1.02/3)  11  Billa-Überfall: Auch Komplize zielte mit Waffe auf Polizei

Der 63-Jährige lag mit einer Pistole im Bett und richtete sie gegen die Cobra-Beamten, als er in seiner Innenstadt-Wohnung verhaftet wurde. 2016-07-05 12:40 3KB diepresse.com

(1.00/3)  12  Grindel will nur einen UEFA-Kandidaten

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich vor der Wahl des neuen UEFA-Chefs am 14. September in Athen für eine vorzeitige Einigung auf nur einen Kandidaten aus... 2016-07-05 12:43 1KB www.haz.de

(0.01/3)  13  NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen - Osnabrück/Emsland

411 weitere festangestellte Wiesenhof-Mitarbeiter in Lohne stehen vor dem Aus - sie verlieren nach dem Brand ihren Job. Unternehmen und Arbeitnehmer einigten sich auf einen Sozialplan. 2016-07-05 13:33 3KB www.ndr.de

(0.01/3)  14  Das Grusel-Geständnis des Kindermörders - Berlin - Bild.de

Tag 7 im Prozess gegen Silvio S., der Mohamed und Elias getötet haben soll. Es geht um seine Aussagen bei der Polizei nach seiner Festnahme. 2016-07-05 12:05 4KB www.bild.de

 15  Silvesternacht: Reker hält Einsatz der Stadt für fehlerlos

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am Montag als Zeugin vor dem Untersuchungsausschuss Silvesternacht im Landtag ausgesagt. An Kritik sparte sie nicht. Fehler sieht Reker nur bei anderen. Die Stadt habe nichts falsch gemacht. 2016-07-05 13:54 1KB www1.wdr.de

 16  BILD-Leser-Reporter

Bitte schildern Sie uns möglichst genau, was auf diesem Foto oder Video zu sehen ist. Sie erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass BILD... 2016-07-05 13:54 987Bytes www.bild.de

 17  Elbphilharmonie-Karten: Der Schwarzmarkt boomt

Der Andrang auf die Tickets für die ersten Elbphilharmonie-Konzerte war groß, viele Veranstaltungen waren schnell ausverkauft. Doch manchen Käufern ging es nicht um das Konzert, sondern um Profit. 2016-07-05 14:47 4KB www.ndr.de

 18  Roman "Der Überläufer" von Siegfried Lenz wird verfilmt

Bereits 1951 schrieb Siegfried Lenz die Geschichte eines Wehrmachtssoldaten, der zur Roten Armee desertiert. Doch erst heuer wurde sie veröffentlicht. 2016-07-05 14:43 2KB diepresse.com

 19  Microsoft-Chef kann sich Welt ohne Excel nicht vorstellen

Allerhand Produkte hat Microsoft in den gut 40 Jahren seines Bestehens auf den Markt gebracht. Eine Tabellenkalkulation hat es dem Unternehmens-Chef am meisten angetan. 2016-07-05 14:39 3KB www.heise.de

 20  Rezept "Selbst geräucherter Saibling mit gestovten Bohnen"

Rezepte aus verschiedenen Sendungen, Kategorien und Regionen zum Nachkochen. 2016-07-05 14:56 1KB www.ndr.de

 21  Erlebt das Deichbrand im N-JOY Festival Camp

Erlebt Alle Farben, Fanta 4, Seeed und viele mehr und nächtigt fürstlich im N-JOY Festival Camp mit eigener Dusche, Toilette und gekühlten Getränken. 2016-07-05 14:56 2KB www.n-joy.de

 22  EU-US-Datentransfer: EU-Kommission will Datenschützer beim Privacy Shield außen vorhalten

Beim überarbeiteten Entwurf für ein transatlantisches Datenschutzschild hat die EU-Kommission die europäischen Datenschutzbeauftragten nicht um Rat gebeten. Aus ihren Reihen heißt es nun, dies sei der Sache nicht angemessen. 2016-07-05 14:22 4KB www.heise.de

 23  Die Liebestattoos der Stars

Johnny Depp hat es bereits zum wiederholten Male getan: Er ließ sich den Namen seiner Herz-Dame tätowieren. Doch was passiert nach der Trennung? Lasern oder überstechen? 2016-07-05 14:56 4KB www.n-joy.de

 24  John McAfee steigt ins Bitcoin-Mining ein

Im großen Stil will John McAfee mit seiner Investmentfirma MGT Capital nach Bitcoins schürfen: Ein Mining-Rechenzentrum mit einer Leistung von bis zu 10 Petahash/s soll im US-Bundesstaat Washington entstehen. 2016-07-05 14:18 2KB www.heise.de

 25  "Toni Erdmann" für Filmpreis des EU-Parlaments nominiert

Die österreichische Koproduktion mit Peter Simonischek ist unter den zehn Finalisten für den Lux-Filmpreis. 2016-07-05 14:17 2KB diepresse.com

 26  Tennis Live-Ticker: Wimbledon; Simona Halep

Simona Halep gegen Angelique Kerber - Viertelfinale - Wimbledon im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de 2016-07-05 14:56 1KB liveticker.sueddeutsche.de

 27  Von Gulasch bis Geld: Was Wahlbeisitzer "verdienen"

In den Bundesländern werden Wahlbeisitzer unterschiedlich entlohnt: Die Möglichkeiten reichen von einer Wurstsemmel bis 80 Euro. 2016-07-05 14:09 4KB diepresse.com

 28  Belgischer Fehler ermöglichte Abdeslams Flucht

Die belgischen Behörden hatten Information über Radikalisierung von Paris-Attentäter nicht in die europäische Datenbank eingetragen. 2016-07-05 13:59 2KB diepresse.com

 29  Ackermann-Brücke in Augsburg eingestürzt

Bei Abrissarbeiten ist in Augsburg ein Teil der Ackermann-Brücke eingestürzt. Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt. Wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet, ist bei den Arbeiten ein Bagger mitsamt einem Brückenteil mehrere Meter tief gefallen. Na... 2016-07-05 13:59 1KB www.t-online.de

 30  Nvidia bereitet Angriff vor: GeForce GTX 1060 soll AMD Radeon RX 480 schlagen

Nvidia will die GeForce GTX 1060 ab Mitte Juli verkaufen. Die Konkurrenzkarte soll Gerüchten zufolge schneller sein als die Radeon RX 480 und wesentlich sparsamer ausfallen. 2016-07-05 13:57 3KB www.heise.de

 31  Hoher Gebäudeschaden nach Wohnungsbrand

53909 Zülpich (ots) - Einen Schaden im fünfstelligen Bereich verursachte ein Feuer am Montagnachmittag (17.15 Uhr) in einem Mehrfamilienhaus an der 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 32  Ins Heck gefahren und abgehauen

Landau (ots) - 01.07.2016, 08.40 - 15 Uhr Bereits am Freitag ereignete sich auf dem Schotterparkplatz nahe dem Kindergarten in der Dörrenbergstraße ein Unfall, 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 33  Kater gestohlen

Landau (ots) - 02. - 04.07.2016 Die urlaubsbedingte Abwesenheit einer Familie nutzten am Wochenende zwei junge Männer, um einen Kater aus einem Wohnhaus in der 2016-07-05 13:54 893Bytes www.t-online.de

 34  Heidenheim - Augen für Anderes / Nicht die Waren eines Geschäfts hatte am Montag in Heidenheim ein U

Ulm (ots) - Wie eine 20-Jährige später der Polizei schilderte, war sie gegen 18 Uhr beim Einkaufen. In dem Geschäft in der Wilhelmstraße legte sie ihren 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 35  Beim Abbiegen Fußgänger übersehen

53881 Euskirchen (ots) - Montagnachmittag (15.20 Uhr) befuhr eine 34-Jährige aus Euskirchen mit ihrem Pkw die Schallenbergstraße in Richtung Obere Burg. Nach 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 36  Präventionstag des Landkreises Vorpommern-Rügen

Stralsund (ots) - Am 08.07.2016 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr findet im Theater Stralsund der 2. Präventionstag des Landkreises Vorpommern-Rügen 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 37  Polizei warnt vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren +++ Zeugen gesucht

Delmenhorst (ots) - Die Polizei warnt vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren, die am Montagnachmittag, gegen 16:00 Uhr eine ältere Frau in der Brahmsstraße 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 38  Schalke 04: Donis Avdijaj reist nach Meniskusverletzung aus China ab

Guangzhou/China (dpa) - Für Fußball-Profi Donis Avdijaj vom FC Schalke 04 ist die China-Reise vorzeitig beendet. Der 19 Jahre alte Angreifer zog sich bei einer 2016-07-05 13:54 1KB www.t-online.de

 39  Initiative von NRW und Hessen im Bundesrat: Härtere Strafen für illegale Autorennen?

Bislang droht Teilnehmern illegaler Autorennen eine eher übersichtliche Strafe. Das soll sich nach dem Willen von NRW und Hessen möglichst schnell ändern: Wenn es nach ihnen geht, stimmt der Bundesrat schon am Freitag über ihre Gesetzesinitiative ab. 2016-07-05 13:51 2KB www.tagesschau.de

 40  Die Presse - weit mehr als nur Schreivorlage für Pegida

Nicht erst seit den "Lügenpresse"-Rufen wird intensiv über den Zustand der Medien diskutiert. Hat das Internet wirklich alles verändert? Einige Analyseansätze. 2016-07-05 13:48 4KB www.sueddeutsche.de

 41  Zwei Serben in Korneuburg wegen Schlepperei verurteilt

Zwei Cousins wurden zu drei Jahren bzw. 22 Monaten unbedingtet Haft verurteilt, weil sie mit Flüchtlingen besetzten Fahrzeugen von Budapest nach Wien gefahren haben. 2016-07-05 13:47 1KB diepresse.com

 42  Reform der Gewerbeordnung für Herbst 2016 angekündigt

Ein einheitlicher Gewerbeschein für alle 440 freien Gewerbe und Erleichterungen im Betriebsanlagenrecht sind die Eckpunkte der Reform. 2016-07-05 13:45 2KB www.tt.com

 43  Fugenkratzer im Praxistest

Mit einem Fugenkratzer sollen sich Gras, Moos und Unkraut zwischen Gehwegpatten und Terrassenfliesen im Garten leicht entfernen lassen. Im Test: fünf Modelle von 10 bis 80 Euro. 2016-07-05 13:45 1KB www.ndr.de

 44  Die EU - Projektionsfläche für alles Schlechte

Die Kritik an der Kommission beim Freihandelsabkommen Ceta ist unberechtigt. Es geht nun um eine Grundsatzfrage: Wollen wir Freihandel überhaupt noch? 2016-07-05 13:44 3KB www.sueddeutsche.de

 45  Gerüchte über Van der Bellen: Grüne prüfen rechtliche Schritte

Dem Hofburg-Kandidaten wurde vermehrt unterstellt, an Demenz oder Krebs zu leiden. Van der Bellen selbst hat dem bereits widersprochen. 2016-07-05 13:44 2KB diepresse.com

 46  Beat the Prof: Hast du Handy?

Oder heißt es im Kiez eher: Du Handy? Das ist ein ganz ein schwieriges Dialektequiz. Zwei Dozenten, 13 Fragen zu Kiezdeutsch, Schwäbisch oder Thüringisch: Beat the Prof! 2016-07-05 13:42 892Bytes www.zeit.de

 47  Cameron-Nachfolge: Wer kämpft gegen Theresa May?

Die Tories beginnen mit dem Auswahlprozess für das Premierminister-Amt. Ein Kandidat wird heute von der Liste gestrichen. Zwei Frauen gelten als Favoritinnen. 2016-07-05 13:40 5KB diepresse.com

 48  Wettfahrten auf Warnemünder Woche abgesagt

Wetterkapriolen vor Warnemünde: Aufgrund von fehlendem Wind hat die Rennleitung den Laser-Cup abgebrochen. Weitere 300 Regatta-Boote blieben im Hafen - wegen einer Unwetterwarnung. 2016-07-05 13:38 990Bytes www.ndr.de

 49  Merkel will unbedingt zum Halbfinale, aber … - Politik Inland - Bild.de

Angela Merkel (61, CDU) ist großer Fan unserer Nationalelf. Nach BILD-Informationen plant das Büro der Kanzlerin bereits seit Anfang der Woche den Besuch des Halbfinales zwischen Deutschland und Frankreich am Donnerstag in Marseille. Allerding gibt es erhebliche Termin-Schwierigkeiten. BILD erklärt Merkels EM-Problem. 2016-07-05 13:37 1KB www.bild.de

 50  Zahlen, bitte! 5330 Tonnen Glyphosat auf deutschen Äckern

Verbieten oder eingeschränkt zulassen? Die EU-Kommission wartet auf die wissenschaftlichen Ergebnisse der EU-Agentur für Chemische Produkte zum Einsatz von Glyphosat. Derweil wird ein interessanter Trend deutlich. 2016-07-05 13:37 4KB www.heise.de

 51  Lift blieb stecken: Notfallpatient in Oberösterreich gestorben

Die Feuerwehr konnte die Eingeschlossenen erst nach 30 Minuten befreien. Zu spät für einen 78-Jährigen: Er verstarb noch an Ort und Stelle. 2016-07-05 13:37 1KB www.tt.com

 52  Früherer IS-Kämpfer vor Gericht: Urteil erwartet

Ein 27-Jähriger steht in Hamburg wegen seiner Aktivitäten für den IS vor Gericht. Der Bundesanwalt forderte drei Jahre und neun Monate Haft. Heute soll noch das Urteil fallen. 2016-07-05 13:30 4KB www.ndr.de

 53  In Bilk droht Dauerstau

In weniger als einer Woche starten die Sommerferien - und mit ihnen beginnt auch die Hochphase der Baustellen in der Stadt. Besonders betroffen ist in diesem Jahr der Stadtteil Bilk. Hier drohen für Verkehrsteilnehmer lange Wartezeiten. 2016-07-05 13:27 1KB www.rp-online.de

 54  Lässt "Brüssel" die Nationalparlamente bei Ceta mitreden?

Sollte die Kommission verkünden, dass das Handelsabkommen mit Kanada ohne Ratifizierung der Parlamente vonstatten geht, wäre das der direkte Konfrontationskurs mit einigen EU-Staaten. 2016-07-05 13:25 2KB diepresse.com

 55  Jean-Claude Juncker kritisiert Brexit-Befürworter stark

Der Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hat im Europaparlament den Rücktritt des Brexit-Vorkämpfers Nigel Farage kritisiert. Die "strahlenden Brexit-Helden von gestern" seien die "traurigen Brexit-Helden von heute", sagte Juncker mit Blick auf Farage und den zweiten Anführer der Austrittskampagne, Boris Johnson. 2016-07-05 13:22 1KB www.sueddeutsche.de

 56  Streik bei Alitalia, auch Flüge nach Wien betroffen

Auch bei der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Meridiana wurde gestreikt. 2016-07-05 13:21 1KB www.tt.com

 57  Großbritannien: Pfund auf neues 31-Jahres-Tief gefallen

Die britische Währung ist auf den tiefsten Stand seit 31 Jahren gefallen. Die Notenbank rechnet mit einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums nach dem Brexit-Votum. 2016-07-05 13:21 2KB diepresse.com

 58  25 Jahre Arbeit für zwei Sekunden Messung

Mit einem einzigartigen Windkanal simulieren Forscher in Göttingen, was beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre passiert. Zusammengerechnet sind in den verg... 2016-07-05 13:18 920Bytes www.haz.de

 59  „Ach, wenn sich Liebe doch lernen ließe“

Peter Simonischek spricht im Interview über den Kinofilm „Toni Erdmann“, kreischende Fans – und sein schon jetzt berühmtes Partygebiss. 2016-07-05 13:17 812Bytes www.haz.de

 60  Biometrische Daten sollen schon bald Passwörter ersetzen

IT-Spezialisten sagen, nicht nur wegen der Leichtsinnigkeit der Nutzer, das Ende klassicher Kennwörter bis 2025 vorher. 2016-07-05 13:15 2KB www.tt.com

 61  Demenz - Essen gegen das Vergessen

Studien zeigen, dass einige Stoffe aus der Nahrung das Gehirn vor Demenz schützen können. Eine besondere Bedeutung haben Omega-3-Fettsäuren, sie kommen vor allem in Fisch vor. 2016-07-05 13:13 3KB www.ndr.de

 62  Mourinho teilt bei Vorstellung gleich aus

José Mourinho hat bei seiner Vorstellung als Teammanager beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United gleich richtig ausgeteilt. Auf die Frage, ob... 2016-07-05 13:12 1KB www.haz.de

 63  Klavierduo spielt gratis bei Victor's Residenz

Das Klavierduo Arte Mozart gibt am Mittwochabend ein Gratis-Konzert in Victor's Residenz Margarethenhof. In der Veranstaltungsreihe "Hört, Hört! " s... 2016-07-05 13:10 1KB www.haz.de

 64  Grazer Amokfahrt: Täter soll in psychiatrische Anstalt

Gut ein Jahr nach der blutigen Amokfahrt von Graz hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag für den Beschuldigten Alen R. einen Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht. 2016-07-05 13:08 3KB diepresse.com

 65  70 Jahre Bikini: skandalös, emanzipatorisch und sexy

Vor 70 Jahren versetzte der Franzose Louis Réard die Modewelt in Aufregung. In Paris zeigte er erstmals seinen Bikini. Seitdem wird er in allen Varianten getragen - auch oben ohne. 2016-07-05 13:00 3KB www.tt.com

 66  Bankenabgabe soll nach Abschlagszahlung reduziert werden

Allerdings sollen die Banken im Vorfeld eine Abschlagszahlung von bis zu einer Milliarde Euro leisten. 2016-07-05 12:55 2KB www.tt.com

 67  so rechtfertigt sie ihre Facebook-Postings

Kürzlich provozierte die AfD Bayern mit einem Facebook-Posting zu einem syrischen Flüchtling, der Geld gefunden hatte. Dann behauptete sie, Täter mit Migrationshintergrund würden milder bestraft als ohne. Ihr Landesvorsitzender Petr Bystron hat dazu nun Stellung genommen. 2016-07-05 12:53 6KB www.rp-online.de

 68  Rezension Dutschkismus: Wie Dutschke dachte

Als Wortführer der Studentenbewegung mischte Rudi Duschke die Republik auf. Carsten Prien versucht, die politische Vorstellungswelt des 68ers nachzuzeichnen. 2016-07-05 12:50 3KB www.sueddeutsche.de

 69  Berlusconi aus Klinik entlassen: "Schmerzhafte Erfahrung"

Nach einer Herzoperation muss sich der frühere italienische Regierungschef in seiner Mailänder Residenz erholen. 2016-07-05 12:47 1KB diepresse.com

 70  Stichwahl-Wiederholung findet am 2. Oktober statt

Die Regierung hat sich auf ein Datum für den Urnengang geeinigt. Nun muss nur noch der Hauptausschuss des Nationalrats formal zustimmen. 2016-07-05 12:45 3KB diepresse.com

 71  Berlusconi: China-Konsortium will 400 Mio. in den AC Mailand investieren

Nach Angaben von Eigentümer Silvio Berlusconi will ein chinesisches Konsortium in den nächsten zwei Jahren 400 Millionen Euro in den italienischen Fußball-Re... 2016-07-05 12:44 1KB www.haz.de

 72  Digitale Agenda: Sorgenkinder Breitband, Bildung, Fachkräfte und E-Government

Der IT-Branchenverband Bitkom hat nach zwei Jahren eine recht positive Bilanz der digitalen Agenda der Bundesregierung gezogen. Über die Hälfte der Projekte seien umgesetzt, es blieben aber noch große Baustellen. 2016-07-05 12:44 4KB www.heise.de

 73  Kaiserslautern: 22.000 Euro Strafe und Bewährungsverlängerung

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern wegen Verfehlungen seiner Fans in drei Fällen zu einer Geldstr... 2016-07-05 12:42 1KB www.haz.de

 74  RTL zeigt Racheporno gegen Willen des Opfers - TV - Bild.de

Vor fünf Jahren klaute ein Hacker Nacktfotos von Emma Holten. Sie kämpfte dagegen an. Jetzt hat RTL die gestohlenen Fotos im TV gezeigt. 2016-07-05 12:38 2KB www.bild.de

 75  Nachwuchs für Blunt und Krasinski

Das zweite Mädchen der beiden Schauspieler ist bereits vor zwei Wochen zur Welt gekommen und heißt Violet. 2016-07-05 12:34 1KB diepresse.com

 76  Elektroindustrie 2015 mit bestem Jahr seit 2008

Die Hauptexportmärkte Deutschland und USA verzeichneten einen starken Zuwachs. 2016-07-05 12:32 3KB www.tt.com

 77  Klimaverbände fordern Ausstieg: Zehntausende Todesfälle wegen Kohlekraft?

Klimaschützer warnen: Die Abhängigkeit von der Kohlekraft kostet uns unsere Gesundheit. Zehntausende Menschen in Europa sterben laut einer Studie jährlich an den Emissionen. Deutschland hat demnach EU-weit die meisten Kohlekraftopfer - aber auch die zweithöchsten Belastungen. 2016-07-05 12:28 3KB www.tagesschau.de

 78  Ausverkauf: Österreicher greifen bei Schnäppchen zu

„Minus 30 Prozent“ und „Bis minus 50 Prozent“ prangt vielerorts in großen Lettern auf den Auslagenscheiben der Geschäfte. 2016-07-05 12:27 1KB www.tt.com

 79  Künstliche Intelligenz: Google will Augenerkrankungen von Briten frühzeitig erkennen helfen

Viele Menschen müssten nicht erblinden, wenn ihre Erkrankungen frühzeitig erkannt werden. Die Google-Tochter DeepMind will mit maschinellem Lernen dabei helfen. Das Unternehmen geriet bereits in das Visier von Datenschützern. 2016-07-05 12:27 3KB www.heise.de

 80  EM-Aus von Mario Gomez könnte Mario Götzes letzte Chance sein

Mario Götze schien raus aus der Mannschaft, nach der Verletzung von Mario Gomez wird er vielleicht wieder gebraucht. 2016-07-05 12:25 3KB www.rp-online.de

 81  Hofburg-Wahl: Blecha kritisiert "weltfremden" VfGH

Der Entscheid der Höchstrichter, die Bundespräsidenten-Stichwahl zu wiederholen, sei "falsch" und "weltfremd", sagt der SPÖ-Seniorenchef. 2016-07-05 12:25 1KB diepresse.com

 82  Als flotte Schnitte ins Single-Leben - Auto-News - Bild.de

Früher war der Crafter eigentlich ein Mercedes: Er wurde von den Schwaben gebaut. Nun ist er ein echter VW. Und es gibt noch viel mehr Neues! 2016-07-05 12:24 1KB www.bild.de

 83  Zukunft der Europäischen Union: Schäubles Idee mit Sprengpotenzial

Wichtige Entscheidungen künftig lieber ohne die europäische Institutionen? Der Vorschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble schreckt nicht nur Opposition und Koalitionspartner auf. Experten fürchten eine Schwächung der EU. Von Julian Heißler. 2016-07-05 12:24 6KB www.tagesschau.de

 84  Oktoberfest: Keinen Zaun für die Wiesn

Nach einer heftigen Debatte scheitert Wiesn-Chef Josef Schmid mit seinem Vorschlag. 2016-07-05 12:20 2KB www.sueddeutsche.de

 85  250 Mio. Kinder leben in Chaos und Gewalt - Politik Ausland - Bild.de

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef schlägt Alarm: 250 Millionen Kinder weltweit wachsen in einem Kriegsgebiet auf – jedes neunte Kind! 2016-07-05 12:19 2KB www.bild.de

 86  Alltagsfrage: Machen Nudeln WIRKLICH dick?

Forscher haben Studien-Daten über die Ernährungsgewohnheiten von 23 000 Italienern ausgewertet. Lesen Sie hier das Ergebnis. 2016-07-05 12:16 884Bytes www.bild.de

 87  640.000 Kinderpornos: Sechs Jahre Haft für „tickende Zeitbombe“

Ein 42-jähriger Unterländer wurde nicht rechtskräftig verurteilt. Er hatte Kinderpornos mit einer Abspieldauer von 62 Tagen im Haus. 2016-07-05 12:12 2KB www.tt.com

 88  Razzia in der Autobranche: Kartellamt ermittelt gegen deutsche Autobauer

Das Bundeskartellamt ermittelt gegen die deutschen Autobauer VW, Daimler und BMW. Es bestehe der Verdacht auf illegale Absprachen beim Einkauf von Stahl. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte es am vergangenen Dienstag eine Razzia in der Branche und ihren Zulieferern gegeben. 2016-07-05 12:10 2KB deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 89  Schmerzhafte Lücken: BVB startet in "Saison des Umbruchs"

Der deutsche Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hat seine Saison des Umbruchs mit einem lockeren Trainingsauftakt eingeläutet. Nach dem Leistungstest am M... 2016-07-05 12:08 2KB www.haz.de

 90  Lauda: Hamilton randalierte in Team-Unterkunft - Formel 1 - Bild.de

Baku vor drei Wochen: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton macht seinem Ärger nach der Quali mal so richtig Luft. 2016-07-05 12:08 2KB www.bild.de

 91  Bundespolizei nimmt Schleuserbande in NRW fest

Die Bundespolizei hat in NRW am Dienstagmorgen eine Schleuserbande zerschlagen. Im Raum Wuppertal, Solingen und Ratingen wurden zahlreiche Objekte durchsucht, technische Geräte sichergestellt. Der Kopf der Bande wurde verhaftet. 2016-07-05 12:06 2KB www.rp-online.de

 92  Leere Reihen bei Pellets-Gläubigerversammlung

Es geht um viel Geld: Nach der Insolvenz der Wismarer German Pellets stehen in Schwerin vier Gläubigerversammlungen an. Beim ersten Termin kamen nur wenige Dutzend Gläubiger. 2016-07-05 12:05 1KB www.ndr.de

 93  Vanessas Videopremiere zu „Meilenweit“

Heiße Tanzeinlagen, verführerische Blicke und ein Song, der direkt ins Ohr geht. Das neue Video von Vanessa Mai macht Lust auf Sommer. 2016-07-05 12:01 1KB www.bild.de

 94  Boliviens Nationaltrainer freigestellt

Der bolivianische Fußball-Verband hat sich von Trainer Julio César Baldivieso (44) getrennt. Nach dem schwachen Abschneiden bei der Copa America in den USA z... 2016-07-05 11:50 820Bytes www.haz.de

 95  Wechsel umstritten: Golden State machte Platz für Durant

Nach dem Abgang von Durant in Oklahoma gab es heftige Reaktionen. Bogut und Barnes verlassen das neue NBA-Starensemble in Richtung Dallas. 2016-07-05 11:49 3KB www.tt.com

 96  Kostic sagt Ja zum HSV - Ablöse noch zu hoch

Stuttgarts von vielen Clubs umworbener Linksaußen Filip Kostic sieht seine Zukunft beim HSV. Doch noch sind die Hamburger nicht bereit, die Ablöseforderung des VfB zu erfüllen. 2016-07-05 11:37 2KB www.ndr.de

 97  Grimasse oder Grinsen? Emojis und ihre Missverständnisse

Kaum eine Nachricht ohne lachendes Gesicht oder gereckten Daumen: Emojis sollen unseren Texten mehr Bedeutung verleihen, ohne dass sie wortgewaltig werden. Doch die 1800 Symbole bergen auch Fallstricke für die Kommunikation. 2016-07-05 11:32 5KB www.tt.com

 98  Leverkusen: Hängepartie um Dragovic

Der Poker um den von Bundesligist Bayer Leverkusens umworbenen Innenverteidiger Aleksandar Dragovic (25) vom ukrainischen Fußball-Meister Dynamo Kiew droht z... 2016-07-05 11:31 1KB www.haz.de

 99  Das magische Tor-Dreieck der Franzosen

Antoine Griezmann, Dimitri Payet und Olivier Giroud lassen Gastgeber Frankreich vom EM-Titel träumen. 2016-07-05 11:29 3KB www.tt.com

 100  Eintracht Frankfurt verpflichtet Kroaten Rebic

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den kroatischen Nationalspieler Ante Rebic verpflichtet. Der 22 Jahre alte Stürmer wird zunächst für eine Saison... 2016-07-05 11:24 1KB www.haz.de

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100 articles, 2016-07-05 18:00

 

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Wiederholung der Stichwahl: Österreicher wählen Anfang Oktober erneut (2.06/3)

Der Termin für die Wiederholung der Stichwahl in Österreich steht fest: Die Bürger dürfen am 2. Oktober erneut ihre Stimme für einen Präsidentschaftskandidaten abgeben. Das Verfassungsgericht hatte nach einer Beschwerde der Rechtspopulisten die erste Wahlrunde für ungültig erklärt.
Die Wiederholung der Stichwahl um das Präsidentenamt in Österreich findet am 2. Oktober statt. Diesen Termin gab die Regierung in Wien bekannt. Ende vergangenener Woche hatte das Verfassungsgerichtshof die erste Stichwahl um das Präsidentenamt vom 22. Mai wegen Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung für ungültig erklärt. Damals hatte der Grünen-Politiker Alexander Van der Bellen mit nur hauchdünnem Vorsprung vor dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gesiegt.
Das Gericht gab mit seiner Entscheidung der rechtspopulistischen FPÖ recht. Als Begründung nannte Gerichtspräsident Gerhart Holzinger unter anderem "Rechtswidrigkeiten" bei 77.926 Stimmen. Das Urteil diene dazu, das Vertrauen in den Rechtsstaat und die Demokratie zu stärken. "Die Entscheidung macht niemanden zu einem Verlierer oder Gewinner", sagte Holzinger.
Bei der Auszählung der Stimmen der Briefwähler war es nach Angaben des Richters zwar nicht zu einem Wahlbetrug gekommen, aber Vorgänge wie das vorzeitigige Öffnen und vorschriftswidrige Lagern der Kuverts sowie das teilweise Auszählen durch Unbefugte seien Grund genug für eine Neuauflage. Das Wahlgesetz sei streng auszulegen.

 

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Atommüll-Endlager: Gorleben bleibt in Betracht (2.05/3)

Die Kommission "Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe" hat ihren Abschlussbericht fertig. Er schließt Gorleben als Standort nicht aus – zum Unmut von Kritikern.
Die Vorsitzende der für die Lagerung von Atommüll zuständigen Bundestagskommission hat die Entscheidung verteidigt, Gorleben als möglichen Standort nicht auszuschließen. Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte heute im rbb-Inforadio, der Auftrag der Kommission sei gewesen, Deutschland bei der Standort-Suche als "weiße Landkarte" zu betrachten. Wäre der niedersächsische Salzstock Gorleben aus dem Verfahren herausgenommen worden, wäre die Kommission diesem Auftrag nicht gerecht geworden, betonte Heinen-Esser.
Am Nachmittag will die Endlager-Kommission ihren Abschlussbericht an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) übergeben. Der Bericht soll bei der Suche nach einer Atommüll-Endstation helfen. Erste Ergebnisse waren bereits im März bekannt gegeben worden , darauf folgte eine öffentliche Konsultation.
Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) geht unterdessen weiterhin davon aus, dass ein Endlager künftig nicht in Gorleben eingerichtet werden kann. Die Gegebenheiten in dem Salzstock entsprächen nicht den Sicherheitsanforderungen an ein Endlager, sagte Wenzel am Dienstag im Deutschlandfunk. Wegen seiner geologischen Formationen werde Niedersachsen aber mit "hoher Wahrscheinlichkeit" für einen Standort in Betracht kommen.
Atomkraftgegner hatten für den heutigen Dienstag in Berlin Proteste gegen die Empfehlungen der Endlager-Kommission angekündigt. Grund für die Proteste sei unter anderem die "Sonderrolle" des Salzstocks Gorleben bei der künftigen Suche nach einer Endlagerstätte für hochradioaktiven Atommüll, sagte Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg.
Das deutsche Atomforum lobt hingegen den Bericht der Kommission. Sie habe "mit der Empfehlung des Entsorgungspfades geologische Tiefenlagerung und den technisch-wissenschaftlichen Entscheidungskriterien für ein wissenschaftsbasiertes Auswahlverfahren eine umfangreiche Grundlage für die nun folgende Gesetzgebung geschaffen", heißt es in einer Mitteilung.
Die 33 Mitglieder der Kommission haben zwei Jahre an Lösungen gearbeitet. In der Kommission saßen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Gesucht wird ein Bergwerk, das mindestens 300 Meter unter der Erde liegt. Der Atommüll soll dort in einer Gesteinsschicht eingelagert und abgeschirmt werden. In Frage kommen drei Wirtsgesteine: Salz, Ton und Granit. In verschiedenen Phasen werden die Suchkriterien angewendet, bis schließlich nur noch eine Handvoll Orte übrig bleiben, in denen ein Erforschungs-Bergwerk entstehen soll. Die Suche soll nächstes Jahr beginnen und bis 2031 dauern. ( mit Material der dpa ) / ( anw )

 

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Regierung pumpt 185 Millionen in österreichische Start-ups (1.06/3)

185 Millionen Euro sollen in die Gründung junger und innovativer Firmen fließen - und bis zu 15.000 neue Jobs schaffen.
05.07.2016 | 13:15 | 
( DiePresse.com )
Die Bundesregierung verabschiedete heute zwar kein großes Wirtschaftsprogramm, aber ein Paket zur Förderung von Start-ups. Das sind junge Firmen mit innovativen Geschäftsideen. Kommende Woche sollen die Details für eine gesenkte Bankenabgabe stehen , im Herbst soll eine große Reform der Gewerbeordnung folgen.
Das Start-up-Paket sieht vor, dass 185 Millionen Euro an frischem Geld und zusätzlich 100 Millionen Euro an Garantien für die Startphase von innovativen neuen Unternehmen aufgewendet werden. Damit sollen 1000 neue Start-ups entstehen. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sprach bei der Vorstellung am Dienstag nach dem Ministerrat von 10.000 bis 15.000 neuen Jobs. Die Unternehmen sollten aber nicht nur stark exportorientiert sein, sondern auch ein starkes Wachstumspotenzial haben.
"Natürlich wird das Geld kosten, aber wenn man davon ausgeht, dass diese Maßnahmen dazu führen sollen, dass 1000 neue Firmen gegründet werden, dann scheint das gerechtfertigt zu sein", sagte Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) vor dem Ministerrat. Man wolle klarstellen, dass Österreich ein guter Standort ist. Auch für Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist es ein "ganz massiver Schritt", der Österreich bei der Start-up-Förderung dort hinbringen werde, wo Großbritannien und Deutschland jetzt schon sind. Insbesondere sei es eine "gravierende Neuerung", dass die ersten drei Mitarbeiter in den ersten drei Jahren des Unternehmens gefördert werden, indem die Lohnnebenkosten teilweise gestundet werden.
Der Löwenanteil der Förderung entfällt mit rund 100 Mio. Euro auf eine Verringerung der Lohnnebenkosten in den ersten drei Jahren. Fünf Mio. Euro soll es für Unternehmensgründungen aus Universitäten heraus geben, hier ist die Schweizer ETH Zürich das Vorbild. Der Business-Angels-Fonds soll um fünf Mio. Euro aufgestockt werden. Hier besteht die Hoffnung, dass aus dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) weitere fünf Mio. Euro dazukommen. Die Business Angels sollten noch einmal 20 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Für die Finanzierung der Frühphase (Seed-Finanzierung) sind weitere 20 Millionen Euro vorgesehen.
Abgesehen von diesem frischen Geld, will die Bundesregierung auch die Garantien aufstocken, die Start-ups über das aws gewährt werden. Bisher sind es jährlich 200 Millionen Euro, ab 1. Jänner 2017 sollen weitere 100 Millionen Euro dazukommen. Das soll 350 Millionen Euro an Investitionen auslösen und 9000 Jobs schaffen bzw. sichern.
Weitere Leistungen sind beispielsweise Schecks über 10.000 Euro für die Einreichung von Patenten, neue Ideen können künftig für ein Jahr geschützt werden, auch wenn sie noch nicht patentreif sind.
(APA)

 

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Ungarn lässt Bürger über Verteilung von Flüchtlingen abstimmen (1.03/3)

Die Ungarn sollen am 2. Oktober über die EU-Flüchtlingspolitik abstimmen. Präsident Janes Ader setzte den Termin für das Referendum am Dienstag an. Die Frage werde lauten: „Wollen Sie, dass die Europäische Union die Befugnis erhält, ohne Zustimmung des Parlaments die verpflichtende Ansiedlung von nicht-ungarischen Bürgern in Ungarn vorzuschreiben?“ Die Regierung von Ministerpräsident Victor Orban lehnt es ab, dass Flüchtlinge per Quoten auf die einzelnen EU-Mitglieder verteilt werden. Reiche Staaten wie Deutschland, in die die meisten Migranten streben, erhoffen sich dagegen von der EU-Regelung eine Entlastung.
Der Quotenplan wurde im vergangenen Jahr gegen die Stimmen Ungarns, Tschechiens, Rumäniens und der Slowakei beschlossen, nachdem mehr als eine Million Menschen aus Angst vor Kriegen und Armut in ihrer Heimat in der EU Zuflucht suchten, die meisten von ihnen mit dem Ziel Deutschland. Ungarn und die Slowakei haben gar Klage beim EuGH gegen die Quote eingereicht. Das Votum der Briten für den Austritt aus der EU werten Kritiker der EU-Behörden wie etwa Orban als Rückenwind für ihren Kurs.
Der 2. Oktober ist für die EU relevant – an diesem Tag wird auch die Wiederholung der Stichwahl um das Präsidentenamt in Österreich stattfinden. Diesen Termin gab die Regierung in Wien am Dienstag bekannt. Das Verfassungsgericht hatte Ende vergangener Woche nach einer Beschwerde der rechtspopulistischen FPÖ die Stichwahl vom 22. Mai für ungültig erklärt, die der Grünen-Politiker Alexander Van der Bellen nur mit hauchdünnem Vorsprung vor FPÖ-Kandidat Norbert Hofer für sich entschieden hatte.
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Ungarn stimmen am 2. Oktober ab: Ja oder Nein zur EU-Flüchtlingspolitik? (1.03/3)

Wohl keine Regierung eines EU-Mitglieds ist so offensiv gegen deren Flüchtlingspolitik wie die des rechtskonservativen Ungarn Orban. Schon vor Monaten kündigte er ein Referendum an, jetzt macht seine Regierung ernst: Am 2. Oktober sollen die Ungarn abstimmen.
Die Ungarn stimmen am 2. Oktober in einem Referendum über die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union ab. Das Datum hat Präsident Janos Ader jetzt bekanntgegeben.
Die rechtskonservative Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban lehnt die von der EU beschlossene Verteilung von Flüchtlingen auf alle Mitgliedstaaten ab und hatte im Februar dazu einen Volksentscheid angekündigt.
Im September hatte die EU beschlossen, insgesamt 160.000 Flüchtlinge aus den Hauptankunftsländern Italien und Griechenland auf alle anderen Mitgliedstaaten zu verteilen. Ungarn soll dabei rund 2300 Flüchtlinge aufnehmen.
Die Regierung in Budapest sträubt sich gegen die EU-Beschlüsse. Im Dezember reichte sie eine Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Flüchtlingskontingente ein. Im Februar hatte Orban dann auch noch die Abstimmung angesetzt.
Den Ungarn soll die Frage vorgelegt werden, ob sie "wollen, dass die Europäische Union ohne Zustimmung des ungarischen Parlaments die verpflichtende Ansiedlung von nicht-ungarischen Bürgern in Ungarn anordnet", kündigte Orban an. Die EU dürfe nicht "im Rücken der Völker, gegen den Willen der Völker" Entscheidungen treffen, "die ihr Leben und das künftiger Generationen verändert".

 

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Hausbesitzer muss nackten Nachbarn ertragen: Klage zurückgenommen (1.02/3)

Dortmund (dpa) - Ein Dortmunder Hausbesitzer muss auch weiterhin den regelmäßigen Anblick seines nackten Nachbarn in dessen Garten ertragen. Das Dortmunder Landgericht erklärte, es sei hinnehmbar, dass der Nachbar einmal pro Woche nach der Sauna nackt durch seinen Garten spaziere. Wegen Aussichtslosigkeit zog der Kläger daraufhin die Klage zurück. In erster Instanz hatte das Amtsgericht noch die Persönlichkeits- und Eigentumsrechte des Klägers gestärkt und dem Saunabesitzer sämtliche Nacktaufenthalte im Freien verboten.

 

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Obdachloser in Rom verhaftet: US-Student fiel wohl Raubmörder zum Opfer (1.02/3)

Ein 19-jähriger Amerikaner verschwindet nach einer Partynacht mit Freunden spurlos. Seine Leiche wird Tage später im Tiber entdeckt - mit einer klaffenden Wunde am Kopf. Nur Stunden nach dem Fund präsentiert die italienische Polizei einen Verdächtigen.
Im Fall des US-Studenten, der tot im Fluss Tiber gefunden wurde, hat die Polizei einen 41-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Einem Bericht des britischen "Guardian" zufolge handelt es sich um einen in Rom lebenden Obdachlosen, der in der Nacht von der Polizei aufgegriffen wurde. Er werde verdächtigt, den 19-jährigen Studenten aus dem US-Bundesstaat Wisconsin ermordet und ausgeraubt zu haben, teilten die Behörden mit.
Die Leiche des jungen Amerikaners war am Montag an der Guglielmo-Marconi-Brücke in Rom angeschwemmt worden. Ein Kommilitone hatte ihn bereits am vergangenen Freitag - nach einem Abend mit elf Freunden in einer Bar - als vermisst gemeldet. Dem italienischen Blatt "Oggi" zufolge hatte die Clique nach dem Verschwinden des Freundes zunächst versucht, über einen Aufruf im Fernsehen und auf Facebook Hinweise auf seinen Aufenthaltsort zu bekommen. Auch die US-Botschaft sei eingeschaltet worden - doch vergeblich. 
Wie der Bruder des Toten dem "Guardian" unter Berufung auf die Ermittler berichtete, wurde der 19-Jährige am Montag mit einer Kopfwunde und Blut auf dem T-Shirt aufgefunden. Staatsanwalt Marcello Monteleone hat eine Autopsie angeordnet, um die Todesursache zweifelsfrei zu klären. Ein Raubmord sei laut Polizei aber sehr wahrscheinlich. Nach dem Verschwinden des Teenagers habe dessen Familie festgestellt, dass seine Kreditkarte mit rund 1700 Dollar belastet worden war - unter anderem für Einkäufe von Kleidung.
Unklar ist bisher, ob der Täter allein gehandelt hat oder Teil einer Gruppe war. Zeugen berichteten laut "Oggi", dass sie in der Tatnacht mehrere Personen gesehen hätten, die einen Körper von der Garibaldi-Brücke warfen. Diese liegt einige Kilometer flussaufwärts vom Fundort der Leiche.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein US-amerikanischer Student in der ewigen Stadt ermordet wird. Im Februar 2014 war die Leiche eines 21-Jährigen aus dem Bundesstaat Maine in einem Bahntunnel gefunden worden. Der junge Mann war zwei Tage zuvor bei einem Ausflug mit Freunden ins Nachtleben von Rom verschwunden.
Quelle: n-tv.de

 

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Bombenalarm in El-Al-Maschine: Eurofighter-Einsatz über Tirol (1.02/3)

Wien - Wegen einer Bombendrohung ist eine israelische Passagiermaschine am Dienstag über der Schweiz und Österreich kurzzeitig von Kampfflugzeugen begleitet worden. Eine Bombe an Bord des Fliegers wurde allerdings nicht gefunden, wie das israelische Außenministerium noch während des Fluges mitteilte.
Die Boeing 747 aus New York landete am Dienstagmittag (Ortszeit) planmäßig auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft El Al sagte.
Zwei Schweizer Kampfflugzeuge stiegen am Morgen um 8.30 Uhr im Gebiet von Schaffhausen nahe der deutschen Grenze zu dem Flugzeug der Gesellschaft El Al auf. Durch den Einsatz ließen zwei Überschallknalle die Schweizer Luft erzittern. Die Kampfjets nahmen die Linienmaschine an der französischen Grenze in Empfang und begleiteten sie bis zur österreichischen Grenze.
Im Tiroler Luftraum abgefangen
Nachdem die österreichischen Behörden von der Schweiz informiert worden waren, stiegen zwei Eurofighter zu einem Alarmstart auf, teilte ein Bundesheersprecher mit. Im österreichischen Luftraum wurde die Maschine im Tiroler Raum abgefangen und bis Villach begleitet.
Die Eurofighter hätten einen „technischen Einsatzflug“ der Priorität Alpha durchgeführt und seien bewaffnet gewesen, so der Bundesheersprecher. Es habe sich um eine scheinbare Notsituation gehandelt. Derartige Einsätze seien die „ureigenste Funktion“ der Eurofighter. Sie kämen pro Jahr 30 bis 50 Mal vor. Vor zwei Jahren habe es einen vergleichbaren Einsatz mit einem türkischen Passagierflugzeug gegeben
Anonyme Bombendrohung
Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums teilte unterdessen mit, das Flugzeug sei vollkommen unbeschädigt und planmäßig weiter unterwegs nach Tel Aviv. Bei den US-Flugbehörden sei eine anonyme Bombendrohung eingegangen, erklärte der Sprecher. Es sei behauptet worden, in der Küche des Flugzeugs befinde sich eine Bombe. Die USA hätten die Schweiz darüber informiert, während die Passagiermaschine in ihren Luftraum geflogen sei. „Eine Untersuchung hat ergeben, dass sich keine Bombe an Bord befindet, und das Flugzeug setzt seine Reise planmäßig fort“, sagte er weiter. (TT.com, APA)

 

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Uefa will keine spielenden Kinder auf dem Platz (1.02/3)

Es waren so schöne Bilder: Die Kinder der walisischen Spieler flitzten nach dem Viertelfinalsieg ihrer Väter auf den Platz und schossen - unter lautem Jubel der Fans - aufs Tor. Superstar Gareth Bale rannte auf dem Rasen mit seiner Tochter Alba Violet sogar um die Wette. Solche Szenen wird es nach dem Willen der Uefa-Funktionäre bei der Fußball-Europameisterschaft nun nicht mehr geben.
Zwar seien die Bilder der walisischen Jungen und Mädchen nach dem Erfolg gegen Belgien (3:1) "sehr schön" gewesen, sagte Turnierdirektor Martin Kallen am Dienstag in Paris. "Aber das ist eine Europameisterschaft und zumindest auf dem Rasen keine Familienveranstaltung. " Stadien seien außerdem nicht der sicherste Platz für Kinder.
Teammanager Oliver Bierhoff kann diese Entscheidung der Uefa nachvollziehen, wie er im DFB-Teamquartier sagte. "Mir persönlich ist es auch ein bisschen zu viel. " Der Kreis werde immer größer - aber die Mannschaft spiele als Mannschaft und solle auf dem Platz unter sich bleiben.
Andere sehen das nicht so. Die beiden Söhne des slowakischen Spielers Marek Hamsik kletterten nach der 0:3-Niederlage im Achtelfinale gegen Deutschland auf den Platz, schnappten sich den Ball und schossen immer wieder aufs Tor. "Das ist doch eine tolle Erfahrung für meine Söhne", sagte Hamsik nach dem Spiel. "Sie hatten viel Spaß vor den vielen Leuten. "
Die Kinder der Spieler waren für viele Fans bei dieser Europameisterschaft ein echter Höhepunkt am Rande der Spiele. Wenn Islands Ari Freyr Skúlason seine kleine Tochter Camilla mit riesigen rosa Kopfhörern auf den Arm nahm und knuddelte, wurde auch Fußball-Muffeln warm ums Herz. Dafür rückten aber andere - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung - etwas in den Hintergrund: die Spielerfrauen.
Während sich vor mehreren Jahren noch Prominenz wie Victoria Beckham oder Sylvie Meis - damals noch van der Vaart - auf den VIP-Tribünen tummelten, ging es bei dieser Europameisterschaft geradezu bodenständig zu. Etwa Thomas Müllers Frau Lisa reiste nicht nach Frankreich - die Dressurreiterin war wegen eigener Turniere verhindert. Auch Bastian Schweinsteigers Freundin, Tennis-Star Ana Ivanovic, wurde nicht gesehen.
Anders als bei vorangegangenen Turnieren machten sich in Frankreich die Frauen, Freundinnen und Kinder der Spieler bislang rar. Das liegt zum einen an der Entfernung zwischen dem Basisquartier in Évian und den Spielorten. Und zweitens an der wenigen freien Zeit der Spieler.
In den Stadien waren aber einige Familienmitglieder und Freundinnen dabei - so Mario Götzes Freundin Ann-Kathrin Brömmel oder die Partnerin von Manuel Neuer, Nina Weiss. Auch Mats Hummels holte sich regelmäßig nach dem Spiel ein Küsschen von Frau Cathy ab. Die Freundin von Julian Draxler, Lena Stiffel, flog nach dem Viertelfinale mit nach Évian - aber natürlich nicht mit dem Mannschaftsflieger. Der ist ausschließlich für das Team reserviert.
Bei den Italienern brachte das ungarische Model Viktoria Varga, Freundin von Graziano Pellè, etwas Glamour auf die Tribüne. Leonardo Bonucci bekam zum Hochzeitstag Überraschungsbesuch von seiner Frau Martina und Alessandro Florenzis Frau Ilenia reiste vor dem Viertelfinale spontan mit der erst drei Wochen alten Tochter Penelope an.
Wales-Superstar Bale sagte auf die Frage, wie wichtig der Familienbesuch ist: "Es war sehr wichtig. Wir tun hier unseren Job, arbeiten hart. Aber wenn die Zeit ist, müssen wir auch relaxen und unsere Familien sehen. "
Auf dem Platz dürfen die Spieler im Halbfinale gegen Portugal am Mittwoch dann nicht mehr mit ihren Kindern umhertollen. Auch Bilder der deutschen Mannschaft mit ihrem Nachwuchs - wie bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Brasilien - wird es nicht geben.

 

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Schloss Neuschwanstein: Chinesische Touristen vermisst (1.02/3)

Das Ehepaar wollte das Märchenschloss besuchen - und kehrte nicht mehr zu seiner Reisegruppe zurück. Jetzt stellt die Polizei die Suche nach dem Paar ein.
Drei Tage nach dem Verschwinden zweier chinesischer Touristen am Schloss Neuschwanstein hat die Polizei ihre Suchmaßnahmen eingestellt. "Alle für uns relevanten Punkte haben wir abgesucht", sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag. Dazu zählten auch Orte, die Urlauber üblicherweise aufsuchten.
Das vermisste Ehepaar ist Mitglied einer chinesischen Reisegruppe und war am Samstag gegen 16 Uhr ohne die Gruppe zum Schloss gegangen. Zum vereinbarten Zeitpunkt um 18 Uhr kamen der 37-Jährige und seine zwei Jahre ältere Frau nicht zum Treffpunkt. Zweieinhalb Stunden später alarmierte der Reiseleiter die Polizei , die seither unter anderem mit Hubschrauber sowie Wärmebildkamera, Suchhunden und alpinen Einsatzgruppen unterwegs war.
Die Reisegruppe setzte ihre Europatour nach Italien fort. Am Dienstag sollte ihr Rückflug in Amsterdam abheben. Die Polizei in Südschwaben steht nach Angaben des Sprechers auch mit der chinesischen Botschaft in Kontakt, so dass die Angehörigen der Vermissten informiert werden.
Jährlich besuchen mehr als 1,5 Millionen Menschen aus aller Welt das Schloss in Schwangau. "Immer wieder sind Touristen nicht zum verabredeten Zeitpunkt am Bus", sagte der Polizeisprecher. Dass sie über Tage auch via Handy nicht erreichbar sind, komme seltener vor. Nun bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise.

 

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Billa-Überfall: Auch Komplize zielte mit Waffe auf Polizei (1.02/3)

Der 63-Jährige lag mit einer Pistole im Bett und richtete sie gegen die Cobra-Beamten, als er in seiner Innenstadt-Wohnung verhaftet wurde. Er soll den Supermarkt-Räuber von Penzing chauffiert und beherbergt haben.
05.07.2016 | 12:40 | 
( DiePresse.com )
Der mutmaßliche Komplize des Supermarkträubers , der sich am Samstag in Wien-Penzing mit der Polizei eine Schießerei geliefert hat, war bei seiner Festnahme bis auf die Zähne bewaffnet. Als Beamte des Einsatzkommandos Cobra am Sonntag die Innenstadtwohnung stürmten, lag der 63-Jährige mit einer Pistole in der Hand im Bett und zielte auf die Polizisten, wie die Exekutive am Dienstag bekannt gab.
Auf dem Küchentisch lagen vier weitere Schusswaffen, darunter eine antike Steinschlossmuskete, zwei Gaspistolen, eine Leuchtpistole sowie sechs Messer und diverse Munition. Zudem wurden vier Granaten mit Zünder und Schwarzpulver in der Wohnung entdeckt.
Der Mann ist seit Dienstagvormittag in der Justizanstalt Wien-Josefstadt. Ob über ihn die U-Haft verhängt wird, wird sich vermutlich erst am Donnerstag entscheiden, teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn mit. Grundsätzlich ist dafür eine Frist von 48 Stunden ab der Einlieferung einzuhalten.
Der 63-Jährige ist kein unbeschriebenes Blatt, aber als Gewalttäter noch nicht in Erscheinung getreten. Er behauptete, das teilweise antike Kriegsmaterial "zu sammeln". Der Mann, der dem 49-jährigen Bosnier in seiner Mietswohnung Unterschlupf gewährte, wohnte in einer noblen Gegend nahe des Rudolfsparks in der Wiener City. Einer Beschäftigung war der Mann nicht nachgegangen.
Der 63-Jährige leugnete, von dem kriminellen Vorhaben des 49-Jährigen gewusst haben. Mit einem Carsharing-Auto chauffierte er den jüngeren Freund allerdings Samstagabend zu jenem Billa in der Hütteldorfer Straße, den der Bosnier überfallen hatte. In einem nahe gelegenen Lokal wollte er auf seinen Freund warten. Woher sich das Duo kannte, war noch Gegenstand von Ermittlungen, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Der 63-Jährige gab an, den jüngeren Bekannten des öfteren zu Freunden oder zum Einkaufen chauffiert zu haben.
Am Sonntag stürmten zehn Beamte der Cobra die Wohnung des 63-Jährigen, da der Bosnier bei ihm gemeldet war. Dabei zielte der im Bett liegende Verdächtige mit einer Pistole (Kaliber 9 mm) auf die Beamten, den Finger hatte er am Abzug, sagte Eidenberger. Auch nach mehrmaliger Aufforderung, die Waffe zur Seite zu legen, kam der 63-Jährige dieser nicht nach. Die Cobra-Beamte nahmen ihm die Pistole schlussendlich ab. Der mutmaßliche Komplize wurde bereits zwei Mal einvernommen. Noch im Laufe des Dienstags soll er dem Haftrichter vorgeführt werden, die Staatsanwaltschaft hat die U-Haft beantragt.
In der Zwischenzeit wurde der 49-Jährige Räuber, der von der Polizei erschossen wurde, obduziert. Ein vorläufiges Ergebnis zeigte, dass er durch mehrere Schüsse in Kopf und Körper ums Leben gekommen ist. Nähere Details - wie viele Schüsse er abgegeben bzw. welche Projektile ihn getroffen haben - soll ein Schusswaffengutachten klären, das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde.
Der Zustand des lebensgefährlich verletzten Polizisten, der am Montag nach Kärnten überstellt wurde, war am Dienstag unverändert kritisch.
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(APA)

 

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Grindel will nur einen UEFA-Kandidaten (1.00/3)

Paris. "Ich fürchte ansonsten, dass die UEFA in mehrere Lager zerbricht. Das wäre für den Kontinentalverband sehr schädlich", sagte der 54-Jährige der Bild-Zeitung.
Das DFB-Präsidium werde Ende August entscheiden, "wer von uns unterstützt wird", sagte Grindel, der "im Gespräch mit einigen Mitgliedern" des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) "klar dafür geworben" habe, keinen Zwei- oder Dreikampf um das Präsidentenamt entstehen zu lassen.
Allerdings deutet sich genau das an: Bereits jetzt haben der Niederländer Michael van Praag und der Slowene Aleksander Ceferin ihre Absichten erklärt, in Athen kandidieren zu wollen. Die Bewerbungsfrist endet am 20. Juli.
© 2016 SID
Der Ärger über den um knapp dreiZehntelsekunden verpassten Sieg war schnell verflogen. „Die Freude über meine erste WM-Medaille ist riesig“, sagte Alexander Bley.

 

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NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen - Osnabrück/Emsland (0.01/3)

Nach dem Brand in der Geflügelschlachterei Wiesenhof in Lohne (Landkreis Vechta) war monatelang unklar, wie viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Jetzt gibt es Fakten: Von den ursprünglich rund 750 festangestellten Mitarbeitern werden zum 1. August weitere 411 ihre Arbeit verlieren. Das sagte der Chef der Wiesenhof-Mutter PHW, Paul-Heinz Wesjohann, am Dienstag. 106 befristet Festangestellte mussten bereits Ende Juni gehen, ihre Verträge waren nicht verlängert worden. Außerdem hatten rund zwanzig Mitarbeiter von sich aus gekündigt. Damit verbleiben nun 213 festangestellte Mitarbeiter und 37 Leiharbeiter am Standort. Welche Arbeitnehmer gehen müssen, soll nach NDR Informationen erst in zwei Wochen feststehen.
"Die Vereinbarung tut sehr weh", sagte Betriebsratsvorsitzender Zafer Babacan. Es sei aber dennoch der bestmögliche Kompromiss. Die betroffenen Mitarbeiter sollen laut Wesjohann Abfindungen erhalten. Das sieht ein Sozialplan vor. Der PHW-Chef sagte auch, dass der Betrieb wieder aufgebaut werde. Das könne allerdings Jahre dauern. Im Fall der Wiederaufnahme der Produktion sollen die Betroffenen dann ein Rückkehrrecht erhalten.
Lange hatten Geschäftsleitung und Arbeitnehmerseite miteinander gerungen. Auf dem Gelände der Schlachterei arbeiteten zuletzt nach Firmenangaben seit April noch rund 350 der vormals rund 1.200 Mitarbeiter. Ende März waren die ersten Leiharbeiter entlassen worden.
Das Feuer bei Wiesenhof hatte am Ostermontag einen Großteil des Schlachthofes vernichtet - und hat nicht nur wegen des drohenden Verlusts der Arbeitsplätze erhebliche Auswirkungen auf die Stadt Lohne: Nachdem der Schlachtbetrieb weggefallen ist, erhöht sich die Abwassergebühr für die Einwohner drastisch. Vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) gab es ein entsprechendes Schreiben. Der Brief an die Lohner Einwohner liegt dem NDR vor. Darin kündigt der OOWV eine satte Erhöhung der Gebühr um ein Drittel an: Von 1,60 Euro pro Kubikmeter auf 2,21 Euro. Ein Durchschnittshaushalt zahlt damit künftig rund 70 Euro mehr pro Jahr. Begründet wird der Anstieg damit, dass alle Verursacher die Entsorgungskosten gemeinsam tragen. Das heißt: Fällt der Hauptverursacher aus, wird es für alle anderen entsprechend teurer. Eine Möglichkeit, den Wasserverband zu wechseln, gibt es nicht.
Der Sprecher des OOWV, Gunnar Meister, sagte dem NDR, die Lohner hätten auch viele Jahre vom günstigen Abwasserentgelt profitiert. Er versichert, dass sich die Abgabe wieder verringert, sobald die Schmutzwassermengen dauerhaft steigen. Das passiert aber nur, wenn Wiesenhof beim Wiederaufbau des Werks auf eine eigene Kläranlage verzichtet. Offenbar gibt es entsprechende Verhandlungen mit dem OOWV.

 

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Das Grusel-Geständnis des Kindermörders - Berlin - Bild.de (0.01/3)

► Die erste Zeugin ist Kriminalpolizistin Tatjana F. (44), die die Beschuldigten-Vernehmung am 29. Oktober 2015 durchführte, nachdem Silvio S. bereits seinen Eltern und Polizisten gestanden hatte, Mohamed entführt und getötet zu haben – und den Polizisten in seinem Auto eine Wäschewanne mit der Leiche des Kindes als Beweismittel präsentiert hatte.
Bei der Vernehmung in Luckenwalde wollte sich der Tatverdächtige zunächst nicht äußern, um 17.36 Uhr schließlich begann die Vernehmung, in Gegenwart seines Anwalts.
An Silvios Aussagen zum Tag, als er Mohamed vom überfüllten Gelände des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) entführte, erinnert sich die Kripo-Beamtin so: „Er gab Adresse vom LaGeSo ins Navi ein. Parkte in einer Nebenstraße. Sah sich um auf dem Gelände“.
Er sei stundenlang mit dem Kind im Auto umhergefahren und schließlich um 21 Uhr nach Hause. „Weil der Vater dann schläft und die Mutter vor dem Fernseher sitzt“, erinnert sich die Polizistin am Dienstag.
Dann beschreibt die Polizistin detailliert den Missbrauch und die Tat – Silvio S. habe währenddessen Pornofilme angeschaut und Mohamed zu sexuellen Handlungen aufgefordert. Weil das Kind sich wehrte, „quengelte und nach seiner Mutter quakte“ und schrie, sei Silvio S. „sauer geworden“ und habe das Kind „gewürgt, bis es ruhig war“.
Vierter Tag im Prozess gegen Silvio S.: Aldijana Januzi (29) hat am Montag gegen den Killer ihres kleinen Sohnes Mohamed (†4) ausgesagt.
Zweiter Tag im Prozess gegen Silvio S. Schwer zu ertragen: Der Kindermörder will die Obduktions-Fotos des toten Elias sehen. 
► Um aufkommenden Geruch zu überdecken, kaufte Silvio S. am Tag nach der Tat Mehl und Katzenstreu, das er in die Plastikwanne füllte. Bis zum 28. Oktober blieb seine Tat verborgen – an diesem Morgen entdeckte ihn seine Mutter in der Zeitung auf einem Fahndungsbild, mit dem die Polizei nach Mohameds Entführer suchte.
Wie er der Polizei damals sagte, habe er sich bereits in der Nacht entschieden, sich zu stellen und die Wanne mit der Leiche von der Kammer ins Auto gebracht. Dann habe er seine Nachtschicht angetreten.
„Es war schon bekannt geworden, dass er einen weiteren Menschen getötet hat“, sagt die Ermittlerin F. am Dienstag. Die Rede ist von Elias – der Sechsjährige war bereits am 8. August 2015 von einem Spielplatz in Potsdam spurlos verschwunden.
„Er saß im Schneidersitz auf der Pritsche in der Zelle, als wir ihn über seine Rechte belehrten. Orientiert und gefasst.“ In der Vernehmung in Anwesenheit des Verteidigers soll Silvio S. „feuchte Augen“ bekommen haben – ohne zu weinen. Beschrieb er sexuelle Handlungen, „grinste er, ein Augenlid zuckte“, so der Zeuge. 
► Bereits vergangene Woche hatten Polizisten gruselige Details ausgesagt: Im Haus von Silvio S. wurden diverse Masken, Knebel und SM-Zubehör sowie Hunderte aus Zeitungen ausgeschnittene Kinderköpfe gefunden, daneben handschriftliche Notizen wie „Junge Mädchen Messer“. Außerdem wurde Videomaterial sichergestellt, auf dem Silvio S. beim Sex mit einer Puppe zu sehen sein soll.
Tag 5 im Prozess gegen Silvio S., der Mohamed und Elias umgebracht haben soll. Heute sagen Beamte aus – und berichten gruselige Details.
Tag 6 im Prozess gegen Silvio S., der Mohamed und Elias umgebracht haben soll. Heute sagen weiter Polizeibeamte aus – darunter auch Rolf M. (41).
Tag 6 im Prozess gegen Silvio S., der zwei Jungen umgebracht haben soll. Wieder sagten Polizisten aus, außerdem wurden Asservate gezeigt.
Laut Anklage betäubte er Elias, will das Kind später missbrauchen. Weil der Sechsjährige sich wehrt, erwürgt er den Jungen. Die Leiche verscharrt er in seinem Schrebergarten. Wochen später soll er auch den vierjährigen Mohamed nach dessen Entführung missbraucht und ermordet haben.
Ein Urteil wird Ende Juli erwartet.
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Silvesternacht: Reker hält Einsatz der Stadt für fehlerlos

Nach der Silvesternacht hat Rekers positives Image allerdings Risse bekommen. So hatte es für ihre Empfehlung an Frauen, im Gedränge als Vorsichtsmaßnahme Abstand zu halten, viel Spott gegeben. Am Montag (04.07.2016) musste die Oberbürgermeisterin als Zeugin vor dem Untersuchungsausschuss aussagen. Und sorgte auch dort für Irritationen.
So behauptete Reker, die Stadt Köln habe in der Silvesternacht keine Fehler gemacht. Diese Aussage werden Rekers Beamte gerne hören, mehrere Zeugenaussagen sprechen aber dagegen.
Das Ordnungsamt der Stadt war am Silvesterabend für die Sicherung der Brücken über den Rhein zuständig. Auf der Hohenzollernbrücke, die vom Hauptbahnhof nach Deutz führt, kam es zu einer Massenpanik. Der Einsatzleiter der Bundespolizei berichtete vor dem Ausschuss von chaotischen Zuständen, die ihn an die Loveparade in Duisburg erinnert hätten. Menschen sprangen auf die Gleise, der Bahnverkehr musste über eine Stunde eingestellt werden. Das wiederum verschärfte die Lage im Bahnhof erheblich. Die Menschen konnten nicht mit Zügen wegfahren und wurden in der Enge leicht Opfer von Straftätern.

 

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Elbphilharmonie-Karten: Der Schwarzmarkt boomt

Das jahrelange Chaos um den verzögerten Bau der Elbphilharmonie und die gestiegenen Kosten rückt in den Hintergrund. Jetzt geht es um die Musik: Viele Konzertliebhaber wollen sich nun Tickets für die ersten Veranstaltungen in dem neuen Konzerthaus sichern. Vor zwei Wochen - beim Vorverkaufsbeginn - war der Andrang groß. Wofür gibt es jetzt - knapp ein halbes Jahr vor der Eröffnung - überhaupt noch Karten? Und wer profitiert außerdem von der großen Nachfrage?
Lange Schlangen an den Ticketstellen, dauerbesetzte Telefonleitungen und überlastete Online-Server - so startete der Vorverkauf für die erste Elbphilharmonie-Saison vor zwei Wochen. Ein Andrang, den sich der Intendant des Hauses, Christoph Lieben-Seutter so erklärt: "Die Elbphilharmonie ist seit zehn Jahren eines der meistgefeierten und auch meistdiskutierten und meistumstrittenen Häuser in ganz Europa - und natürlich ist sie für Hamburg eine ganz, ganz große Geschichte. Und das ist sehr schön, wenn man merkt: Ja, die Elbphilharmonie ist nicht nur ein neues Wahrzeichen, sondern die Leute wollen da auch wirklich rein und das Haus erleben. "
Insgesamt stehen im ersten Halbjahr 2017 mehr als 300 Veranstaltungen auf dem Spielplan, darunter sind Auftritte vieler erstklassiger internationaler Orchester, zum Beispiel des Chicago Symphony Orchestra , der Wiener Philharmoniker und der Berliner Philharmoniker.
Bei der großen Nachfrage wundert es nicht, dass auch der Schwarzmarkt boomt. Tickets für einige der inzwischen ausverkauften Elbphilharmonie-Konzerte gibt es da noch - allerdings verlangen die Verkäufer ein Vielfaches vom Originalpreis. Bei der Online-Auktionsplattform Ebay gibt es beispielsweise zwei Karten für das Haydn-Konzert "Die Schöpfung" für stolze 199 Euro. Die höchste Preiskategorie im Vorverkauf lag bei 75 Euro pro Ticket. Für zwei Tickets für das Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti verlangt ein Verkäufer ein Mindestgebot von 420 Euro. Wer Paolo Conte in der Elbphilharmonie erleben möchte, zahlt auf der Weiterverkaufsplattform Viagogo für eine Karte 275 Euro. Für die Echtheit der Tickets gibt es keine Garantie.
Der illegale Handel mit Tickets ist auch Enno Isermann von der Hamburger Kulturbehörde ein Dorn im Auge: "Wir ärgern uns natürlich darüber, dass bei Ebay schon Tickets zu Mondpreisen verkauft werden und können nur dringend davor warnen, auf solche Sachen einzugehen. Es gibt immer noch ganz viele Möglichkeiten, auch günstig und legal an tolle Tickets zu kommen. "
Genauer gesagt: Für zwei Drittel der insgesamt 300 Veranstaltungen sind noch Tickets zu haben. Bleibt es in diesen Dimensionen, dann ist auch Lieben-Seutter nicht beunruhigt: "Im Unterschied zu Popmusik haben Sie in der Klassik in einer Stadt wie Hamburg im Jahr vielleicht momentan zehn Konzerte, die so gefragt sind, dass es sich überhaupt lohnt, Schwarzmarktangebote zu machen. In der Elbphilharmonie mag diese Anzahl steigen, falls sich die Elbphilharmonie zu einer so gefragten Location entwickeln sollte, dass wir laufend das Problem haben, dass es keine Karten mehr gibt. Dann werden wir sehr wohl Maßnahmen überlegen, um für alle Seiten das Bestmögliche zu erzielen. "
Nicht nur Klassik steht auf dem Spielplan - auch Konzerte anderer Genres, wie Jazz oder Weltmusik. So etwa die Berliner Punk-Avantgarde-Band Einstürzende Neubauten. Für das Konzert am 21. Januar waren alle Tickets nach wenigen Stunden vergriffen. Stichwort Schwarzmarkt: Auf Ebay gingen zwei Tickets für 318 Euro weg. Immerhin verspricht die Band auf ihrer Seite einen Trost: "Natürlich freuen wir uns sehr, dass uns so viele sehen wollen, aber es ist uns auch wohl bewusst, dass viele von euch vergeblich versucht haben ein Ticket zu erstehen und nun verstimmt sind. Da wir aber euch allen die Gelegenheit geben möchten, uns in dieser ungewöhnlichen Location zu erleben, haben wir mit dem Veranstalter ein Zusatzkonzert am selben Tag um 17 Uhr verabredet. "
Auch hier ist allerdings wieder Geduld und Glück gefragt: Die Tickets für das zweite Konzert der Einstürzenden Neubauten sind ab dem 12. Juli erhältlich. Und dann sicher wieder schnell weg.

 

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Roman "Der Überläufer" von Siegfried Lenz wird verfilmt

Bereits 1951 schrieb Siegfried Lenz die Geschichte eines Wehrmachtssoldaten, der zur Roten Armee desertiert. Doch erst heuer wurde sie veröffentlicht.
05.07.2016 | 14:43 | 
( DiePresse.com )
Der posthum veröffentlichte Roman "Der Überläufer" von Siegfried Lenz wird verfilmt. Produzent Stefan Raiser hat sich mit der Münchner Dreamtool Entertainment die Verfilmungsrechte an dem Bestseller gesichert, teilte der Hoffmann und Campe Verlag am Dienstag in Hamburg mit. Das Drehbuch für den Kinofilm schreibt Autor Bernd Lange, die Dreharbeiten beginnen 2018.
" Der Überläufer " stand nach seinem Erscheinen im Frühjahr wochenlang auf den Bestsellerlisten. Lenz (1926-2014) hatte den Roman über den Irrsinn des Krieges und einen Wehrmachtssoldaten, der zur Roten Armee desertiert, bereits 1951 fertiggestellt.
Damals wollte Hoffmann und Campe das Buch aus Sorge vor der politischen Stimmung im Kalten Krieg nicht drucken. Lenz behielt dann das Manuskript bis zu seinem Tod 2014 unter Verschluss. Der Roman wurde 2015 in den persönlichen Unterlagen entdeckt, die Lenz ein halbes Jahr vor seinem Tod dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach versprochen hatte.
Die Romanhandlung: Im letzten Kriegssommer 1944 kommt der Soldat Walter Proska aus Lyck in Masuren - Lenz' realem Geburtsort - vom Heimaturlaub wieder an die Ostfront. Der Zug wird gesprengt, Proska überlebt. Er kommt zu einer Einheit in den Sümpfen von Rokitno, die vom Süden Weißrusslands bis in den Nordwesten der Ukraine reichen. Die von der Front abgeschnittene Einheit überwacht eine Bahnstrecke, ein verlorener Posten. Immer wieder Partisanenüberfälle und Todesängste. Soldaten verlieren den Verstand, töten oder werden getötet. Schließlich desertieren Proska und ein Kamerad.
Lenz selbst hatte sich kurz vor Kriegsende im April 1945 in den Wäldern Dänemarks als Soldat davongemacht. Anlass war die Hinrichtung eines Kameraden gewesen, der sich aufgelehnt hatte. "Sie brauchten einen Toten, um uns an ihre Macht zu erinnern", schrieb Lenz in seinem autobiografischen Aufsatz "Ich zum Beispiel".
(APA/dpa)

 

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Microsoft-Chef kann sich Welt ohne Excel nicht vorstellen

Allerhand Produkte hat Microsoft in den gut 40 Jahren seines Bestehens auf den Markt gebracht. Eine Tabellenkalkulation hat es dem Unternehmens-Chef am meisten angetan.
Für Satya Nadella ist klar: "Das beste Produkt, das wir jemals hergestellt haben, ist Excel. " Für den Microsoft-Chef ist es undenkbar, sich eine Welt ohne Excel vorzustellen. Vor Excel hätten Zahlen für Menschen keinen Sinn ergeben, doch nun könne es jeder. Nadella sagte dies jüngst auf dem Aspen Ideas Festival im Gespräch mit Walter Isaacson , Präsident des Aspen Institute
Das erste Microsoft-Produkt – entwickelt von Mitgründer Bill Gates – sei ein BASIC-Interpreter gewesen. "Wir sind ein Unternehmen, das vor allem Tools herstellt", meint Nadella, und so solle es die nächsten zehn Jahre auch bleiben – auch wenn er selbst Spiele mag.
Es gehe darum, eine Vision zu verwirklichen, die sein vormaliger Vorgänger Gates sowie auch der verstorbene ehemalige Apple-Chef Steve Jobs gehabt hätten: Ein Unternehmen aufzubauen, das es Menschen ermöglicht, kreativ zu sein oder etwas herstellen zu können. Als er 1992 bei Microsoft angefangen habe, sei dort viel über das Ziel gesprochen worden, in jedes Heim einen PC zu bringen. Das sei innerhalb des Jahrzehnts auch gelungen. Nun gehe es darum, die Motivation oder das Ethos wiederzuentdecken, mit der der Personal Computer entwickelt wurde.
Die Tabellenkalkulation Microsoft Excel kam 1985 zunächst für Apple Macintosh auf den Markt und erwies sich dort als Verkaufsschlager. Die erste PC-Version wurde erst Ende 1987 fertig, zunächst für Windows 2.0 und dann für OS/2. 1989 wurde Excel zusammen mit der Textverarbeitung Word, der Präsentationssoftware PowerPoint und Microsoft Mail Teil des Pakets Microsoft Office.
An der Office-Entwicklung war Nadella, der 2014 zum Microsoft-Chef befördert wurde, in seiner Laufbahn in dem Software-Unternehmen beteiligt. Darüber war er auch für Bing und das Server-Geschäft verantwortlich, zuletzt vor seiner Thronbesteigung für das Cloud-Geschäft. Der im indischen Haiderabad geborene Nadella besaß als ersten eigenen Computer einen "Spectrum ZX80", wie aus dem Transkript des Gesprächs hervorgeht.
Kurz nach seinem Amtsantritt rief Nadella die Post-Post-PC-Ära aus, es gehe darum, das "nächste große Ding" zu schaffen. In Aspen sagte er nun etwas konkreter, es sei ein Fehler gewesen, sich zunächst rund um den PC auszurichten. Computing sei mittlerweile allgegenwärtig geworden, eine zentrale Rolle spiele dabei die Cloud. Diese ermögliche erst Mobilität. ( anw )

 

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Rezept "Selbst geräucherter Saibling mit gestovten Bohnen"

Mehr Rezepte der Kategorie "Fisch"
Selbst geräucherter Saibling mit gestovten Bohnen
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Erlebt das Deichbrand im N-JOY Festival Camp

Gewinnt bei N-JOY das Deluxe-Festival-Paket und feiert mit zwei Freunden und den Fanta 4, Beginner, Seeed, Sportfreunde Stiller...
Der Charme von aufstellbaren Klos und Gemeinschaftsduschen gehört ebenso zu Festivals wie epische Schlammsschlachten bei Regen. Dieses Jahr schnüren wir euch aber ein echtes Premium-Sorglos-Paket: Mit uns residiert ihr beim Deichbrand Festival vom 21. bis 24 Juli im exklusiven N-JOY Festival Camp!
Keine Party ohne die Sportfreunde Stiller. Die Indie-Rocker aus Germering geben euch mehr als nur "Ein Kompliment".
"Troy", "MfG" oder "Gebt uns ruhig die Schuld (den Rest könnt ihr behalten)" einmal live und lauthals mitsingen? Was hält euch davon ab? Die Fantas sind auch mit am Start.
Dancehall am Deich: Peter Fox und seine Band Seeed legen ebenfalls an.
Vielleicht das Comeback des Jahres - die Beginner bringen ihre neue Platte "Advanced Chemistry" mit.
Unter Paul dB+, Kalkito, Ikarus und Grenade veröffentlichte Techno-Produzent Paul Kalkbrenner schon Tracks. Zum Deichbrand erscheint er unter seinem Klarnamen.
Reggae und Ska-Punk aus Heidelberg: Irie Révoltés sind auf Festivals mehr als nur ein Geheimtipp.
Neulich legte Alle Farben bei uns in der N-JOY Morningshow auf. Nun bringt der Berliner seine Plattenteller mit auf den Deich.
"Grundlos" oder "Bombay Calling" sind nur zwei Hits von OK Kid aus Hessen. Festivalerfahrung haben sie mit ihrer Mische aus Pop und Hip-Hop schon auf dem Hurricane- und Southside Festival gesammelt.
Und natürlich fahrt ihr nicht alleine aufs Festival, sondern nehmt eure beiden besten Freunde mit!
Die genauen Teilnahmebedingungen lest ihr hier .
*- Pflichtfelder. Diese Felder müssen ausgefüllt werden.

 

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EU-US-Datentransfer: EU-Kommission will Datenschützer beim Privacy Shield außen vorhalten

Beim überarbeiteten Entwurf für ein transatlantisches Datenschutzschild hat die EU-Kommission die europäischen Datenschutzbeauftragten nicht um Rat gebeten. Aus ihren Reihen heißt es nun, dies sei der Sache nicht angemessen.
Neuer Wirbel um den geplanten Safe-Harbor-Nachfolger zum Datentransfer zwischen der EU und den USA: Über die jüngst ergänzte, nachverhandelte Fassung für ein "Privacy Shield" habe die EU-Kommission den Kreis der europäischen Datenschutzbeauftragten in Form der Artikel-29-Gruppe nicht einmal informiert, beklagte der Hamburgische Datenschützer Johannes Caspar gegenüber heise online. Die angepasste, ins Internet entfleuchte Version sei dem Gremium zwar inzwischen bekannt. Die Brüsseler Regierungseinrichtung habe aber bei der Gruppe "keine Stellungnahme hierzu abgefragt".
Der erste Entwurf ließ aus Sicht der nationalen Datenschutzbeauftragten noch viel zu wünschen übrig. Sorge machte ihnen vor allem, dass immer noch massenhaft Informationen im Dienste der öffentlichen Sicherheit gesammelt werden dürften. In der Neufassung behauptet die US-Seite nun, dass eine "massenhafte Datenerfassung" keine "unterschiedslose Massenüberwachung" darstelle.
"Mit Blick auf den staatlichen Zugriff auf Daten durch die US-Administration haben die Nachverhandlungen doch keine grundsätzlichen Verbesserungen des Datenschutzniveaus erbracht", kritisiert Caspar. Die genauen inhaltlichen Fragen müssten aber auf Ebene der Artikel-29-Gruppe erst geklärt werden, er wolle einer gemeinsamen Linie hier nicht vorgreifen.
Die Kommission will sich noch in dieser Woche grünes Licht für den löchrigen Schutzschild vom "Artikel-31"-Ausschuss der Mitgliedsstaaten geben lassen. Dieser entscheidet darüber, ob das Datenschutzniveau in Drittländern ausreichend ist und in diesem Fall die Unternehmensinformationen wieder ohne Sonderbestimmungen über den Atlantik fließen dürfen. Im Mai hatten sich die Vertreter der EU-Länder in dem Gremium noch nicht darauf verständigen können , die ursprüngliche Übereinkunft freizugeben. Diesmal sollen sie dem Vernehmen nach aber signalisiert haben, einlenken zu wollen.
"Die Verhandlungen im sogenannten Artikel-31-Verfahren zügig hinter verschlossenen Türen durchzuführen, ist wenig transparent und der Sache nicht angemessen", moniert Caspar. Der Datenschutzbeauftragte geht davon aus, dass dies allein "die öffentliche Diskussion über den Inhalt des Privacy Shield verzögern, nicht aber verhindern wird". Ob der schnelle Kompromiss, den die Kommission hier anstrebe, "tatsächlich die Rechtssicherheit bringt, die sich insbesondere viele Daten verarbeitende Unternehmen wünschen, erscheint von daher zweifelhaft".
Die Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) warnt derweil, dass Brüssel nicht einknicken dürfe. Die gegenüber dem Entwurf von Ende Februar vorgenommenen Änderungen für den transatlantischen Transfer von personenbezogenen Daten seien marginal geblieben. Sämtliche zentralen Argumente, weshalb der geplante Privacy Shield mit europäischen Grundrechten und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) im Widerspruch stehe, gälten weiter. So könnten Menschen zu "rechtlosen Objekten unkontrollierten Data-Minings" gemacht werden, einen wirksamen Rechtsschutz gewährten die USA nach wie vor nicht.
Ex-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger riet ebenfalls davon ab, den USA "einen Persilschein für ihre Massenüberwachung auszustellen". Die Bundesregierung sollte sich dem verweigern und eine öffentliche Debatte über den Verhandlungsstand führen, forderte die Ex-Justiministerin und Vorstandsmitglied der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung. Die Hinterzimmerpolitik untergrabe das Vertrauen in die EU. Der neue Entwurf werde vor dem EuGH keinen Bestand haben, "weil er mit unseren Grundrechten unvereinbar ist". Anfang Oktober hatten die Luxemburger Richter das Safe-Harbor-Abkommen kassiert, seitdem verhandeln Brüssel und Washington über eine rechtssichere Grundlage für den Datenfluss. ( jk )

 

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Die Liebestattoos der Stars

Auf den Handknöcheln von Johnny Depp war bis vor Kurzem das Wort "Slim" zu lesen. Der Spitzname seiner Ehefrau Amber Heard. Die will sich aber nun scheiden lassen und behauptet, Depp hätte sie geschlagen. Daraufhin ließ der Schauspieler sein Liebestattoo in "Scum" umändern, was soviel heißt wie "Abschaum". Depp ist bereits Wiederholungstäter. In den 90ern zierte ein "Winona forever" Tattoo seinen Oberarm, für seine damalige Freundin Winona Ryder. Doch die Beziehung war nicht für immer und aus dem Tattoo wurde "Wino forever". Na dann, Prost!
Er ist aber nicht der Einzige, der seine permanenten Liebesbeweise bereute. ...
... Auch Heidi Klum bedauerte ihre Tätowierung. 2008 ließ sie sich den Namen ihres Ehemannes Seal und vier Sterne für ihre vier Kinder stechen ...
2016 ist sie geschieden und der Name Seal durch mehrere Laser-Behandlungen fast verblasst. Die Sterne für ihre Kinder hat die Modelmama aber behalten.
Der Ex-Handballer Stefan Kretzschmar steht zu seinen Entscheidungen. Seit der Beziehung mit Schwimmerin Franziska van Almsick verschönert ihr Gesicht, in Form einer Madonnenstatue, seine stramme Wade. Trotz Trennung ließ Kretzschmar die Tätowierung nicht entfernen.
Victoria Beckham lässt sich sogar Tattoos entfernen, obwohl sie immer noch mit ihrem Ehemann verheiratet ist. Die Inititalen von David Beckham waren auf ihrem linken Handgelenk zu lesen...
... und sind mittlerweile fast verschwunden. Aber Posh Spice ließ sich auf ihrem anderen Handgelenk das Datum "8. Mai 2005" in römischen Ziffern stechen. An diesem Tag erneuerten sie und David ihr Eheversprechen. Zusätzlich tätowierte sie sich die Worte "De integro" - "noch einmal von Anfang".
Ehemann David ließ sich Victorias Namen auf den Unterarm stechen - auf Sanskrit. Dass sich dort ein kleiner Rechtschreibfehler eingeschlichen hat, stört Victoria hoffentlich nicht. Der Tätowierer schrieb nämlich "Vihctoria".
Bevor sie Brad Pitt begegnete, war Angelina Jolie schon einmal verheiratet: mit dem Schauspieler Billy Bob Thornton. Während der Ehe ließ sie sich seinen Namen und einen Drachen auf ihren Oberarm tätowieren.
Nach dem Ehe-Aus ließ sie sich die gestochene Liebeserklärung weglasern. Heute sind an der selben Stelle die Koordinaten der Geburtsorte ihrer sieben Kinder zu lesen.
Halle Berry ist tätowiert? Sichbar war es für die Öffentlichkeit bisher nicht. Den Namen ihres ersten Mannes David Justice ließ sie sich auf den Allerwertesten stechen. Nach der Scheidung verwandelte sich sein Name in eine Sonnenblume.
Mal sehen, in was sich das Gesicht von Til Lindemann verwandeln wird. Noch befindet es sich auf dem Unterarm seiner Ex-Freundin Sophia Thomalla. Vielleicht läßt es sich in das Gesicht ihres aktuellen Ehemanns umändern. Seit März 2016 ist Thomalla mit dem norwegischen Sänger Andy LaPlegua verheiratet.
Sänger Marc Terenzi ließ sich den Namen seiner Frau Sarah Connor auf den Oberarm tätowieren. Nach der Scheidung wurde ihr Name mit Rosen überstochen.
Sarah Connor scheint, im Gegensatz zu ihrem Ex-Mann, nicht dazuzulernen. Während der Ehe mit Terenzi zierten seine Initialen ihr Handgelenk. Nach dem Beziehungs-Aus ließ sie sich diese wieder entfernen. Seit 2010 ist sie mit ihrem Manager Florian Fischer zusammen. Für ihn ließ sie sich ein "F" auf den Rücken stechen. Na hoffentlich hält es diesmal wirklich für immer.
Bei ihnen hat es nicht gehalten. Bevor sich diese Elfe auf dem Knöchel von Schauspielerin Denise Richards niederlassen durfte, gehörte der Platz dem Namen "Charlie", für ihren Mann Charlie Sheen. Auch Sheen ließ sich den Namen seiner Frau aufs Handgelenk stechen. Seit der Trennung ist dort das Wort "Winning" zu lesen.
Der Liebes-Tattoo-Wahnsinn macht nicht einmal vor der Volksmusik halt. Seit 2010 schaut Helene Fischer in ihr eigenes Spiegelbild, wenn sie den Oberarm ihres Liebsten Florian Silbereisen betrachtet. Hoffentlich wird das Überstechen nicht so bald nötig.

 

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John McAfee steigt ins Bitcoin-Mining ein

Im großen Stil will John McAfee mit seiner Investmentfirma MGT Capital nach Bitcoins schürfen: Ein Mining-Rechenzentrum mit einer Leistung von bis zu 10 Petahash/s soll im US-Bundesstaat Washington entstehen.
Die von John McAfee geführte Investmentfirma MGT Capital will im Bundesstaat Washington ein Bitcoin-Mining-Rechenzentrum gründen. Mit speziell darauf ausgelegter Hardware und billigem Strom aus Wasserkraftwerken der Region sollen ab 1. August zunächst zwei Petahash/s an Miningleistung erreicht werden. Ein Ausbau bis 10 Petahash/s sei geplant. Die aktuelle Gesamtleistung des dezentralen Bitcoin-Netzwerks liegt laut Zählung von Blockchain.info bei rund 1389,66 Petahash/s.
Die aktuelle Preisentwicklung des Bitcoin – jüngst erreichte das Kryptogeld ein Zweijahreshoch – sowie die neuen ASIC-Chips aus 16-nm-Fertigung ließen das Investment lohnend erscheinen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein vorhergehender Test mit 100 Terahash/s Leistung habe das bestätigt. Zugleich soll das auch die Brücke für eventuelle Unternehmungen im gehypten Bereich der Blockchain-Anwendungen schlagen. John McAfee sprach hier insbesondere von künftigen Cyber-Sicherheits-Anwendungen, für die die Leistung der Mining-Rechner genutzt werden könne – welcher Art diese Anwendungen sein sollen, führte er nicht aus.
Über die Höhe der Investition wurde keine Angaben gemacht. Die wahrscheinlich an diesem Samstag anstehende Halbierung der Minerbelohnung von 25 auf 12,5 Bitcoin scheint die Investitionsfreude jedenfalls nicht zu bremsen. Konkurrenz wäre übrigens auch schon vor Ort im Bundesstaat Washington: Die Firma Megabigpower betreibt seit 2013 am Standort Wenatchee Mining-Rechenzentren , die Gesamtleistung liegt laut eigenen Angaben derzeit bei 2 Petahash/s.
Mit seiner Investmentgesellschaft MGT Capital will sich John McAfee ein Portfolio an Sicherheitsfirmen und Dienstleistern zusammenstellen. Aktuell stehte die Übernahme der Firmen D-Vasive und Demonsaw an, nach deren Abschluss ist die Umfirmierung auf den Namen "John McAfee Global Technologies“ geplant. Neben seinen Investmentplänen machte er kürzlich auch durch die Gründung einer politischen Partei namens Cyber Party von sich reden. McAfee hatte das gleichnamige Virenschutzunternehmen gegründet, das inzwischen in Intel aufgegangen ist. ( axk )

 

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"Toni Erdmann" für Filmpreis des EU-Parlaments nominiert

Die österreichische Koproduktion mit Peter Simonischek ist unter den zehn Finalisten für den Lux-Filmpreis.
05.07.2016 | 14:17 | 
( DiePresse.com )
Die österreichisch koproduzierte Tragikomödie "Toni Erdmann" der deutschen Regisseurin Maren Ade ist eine von zehn Nominierten für den Lux-Filmpreis des EU-Parlaments, die im Rahmen des Karlovy Vary Filmfestivals bekanntgegeben wurden. Ende Juli folgt die Shortlist mit drei Finalisten, ehe am 23. November der Gewinner feststeht.
In "Toni Erdmann" verkörpert Burgschauspieler Peter Simonischek den Alt-68er Winfried, der sich bei einem Besuch in Bukarest seiner entfremdeten, todernsten Tochter Ines (Sandra Hüller) mit falschen Zähnen und Perücken annähert.
Der bei den Filmfestspielen Cannes gefeierte Film startet am 15. Juli in den österreichischen Kinos.
Die Nominierten im Überblick:
Das Europäische Parlament zeichnet mit dem Lux-Preis heuer zum zehnten Mal Filme aus, die die Werte der europäischen Identität und die kulturelle Vielfalt Europas widerspiegeln oder den Blick für den EU-Integrationsprozess öffnen. Das soll ihnen helfen, "ein größeres Publikum zu erschließen und eine Debatte über Werte und soziale Themen in Europa anzuregen", so das Parlament.
Im Vorjahr wurde "Mustang" der türkischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven ausgezeichnet. Das Coming-of-Age-Drama über fünf Schwestern, die sich in ihrer nordtürkischen Heimat gesellschaftlichen Konventionen entziehen, schaffte es später auch unter die fünf Nominierten für den Auslands-Oscar.
>> www.luxprize.eu
(APA)

 

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Tennis Live-Ticker: Wimbledon; Simona Halep

05. Juli 2016 13:52 Wimbledon live Kerber muss eine unbequeme Aufgabe lösen
05. Juli 2016 13:38 Radsport Rekordjäger Cavendish im Tandem mit Aldag zu alter Stärke
05. Juli 2016 13:33 Fußball Betreten verboten! UEFA verbannt Kinder vom EM-Rasen
05. Juli 2016 13:31 Volleyball Volleyball-Meister Dresden verliert Michelle Bartsch
05. Juli 2016 13:18 Fußball UEFA verteidigt Internet-Sperre von Prödels Elfmeter-Video
05. Juli 2016 13:06 Fußball Bierhoff: Frankreich im EM-Halbfinale leicht favorisiert
05. Juli 2016 12:53 Motorsport Silverstone: Krisenmanagement bei Mercedes gefragt
05. Juli 2016 12:49 Fußball Allzweck-Arbeiter Höwedes wichtig wie nie - Löw: Gold wert für mich
05. Juli 2016 12:44 Fußball Portugals Pepe weiter nicht im Mannschaftstraining
05. Juli 2016 12:42 Fußball UEFA: Kinder sollten nicht auf die Spielfelder der Fußball-EM

 

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Von Gulasch bis Geld: Was Wahlbeisitzer "verdienen"

In den Bundesländern werden Wahlbeisitzer unterschiedlich entlohnt: Die Möglichkeiten reichen von einer Wurstsemmel bis 80 Euro.
05.07.2016 | 14:09 | 
( DiePresse.com )
In Österreich gibt es derzeit keine einheitliche Praxis, wie Wahlbeisitzer entlohnt werden. In manchen Kommunen gibt es allenfalls ein Essen, manche Gemeinden zahlen hingegen eine kleine finanzielle Entschädigung.
Sehr unterschiedlich begegnet man den Thema in Niederösterreich. "Eine Wurstsemmel und ein Coca Cola" war dort als Antwort ebenso zu hören wie "25 Euro und eine Jause". Letzteres gilt laut Auskunft aus dem Rathaus für Wiener Neustadt. In St. Pölten werden hingegen zwölf Euro pro anwesender Stunde bezahlt, teilte ein Rathaussprecher mit. Die Aufwendungen für Wahlkommissionen bezifferte er mit 50.000 bis 60.000 Euro.
In Wien erhalten Beisitzer am Wahltag eine sogenannte Funktionsgebühr in der Höhe von 45 Euro, sagte ein Sprecher des für die Wahlbehörde zuständigen Stadtrats Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Fungiert man als Beisitzer bei der Auszählung der Briefwahlkarten, gibt es 20 Euro. Verpflegung wird nicht zur Verfügung gestellt.
In Kärnten haben Wahlbeisitzer grundsätzlich Anspruch auf Gebühren nach dem Gebührenanspruchsgesetz. Laut Gerhard Jesernig, dem Leiter der Landeswahlbehörde, sind das der Fahrtkostenersatz, rund vier Euro für das Frühstück und 8,50 Euro für das Mittagessen. "Viele Gemeinden sind aber großzügig und zahlen mehr", meinte er. Es gebe aber auch Gemeinden, "wo das die Leute aus dem Ort für ein Mittagessen und zwei Getränke machen". In der Landeshauptstadt Klagenfurt bekommen Beisitzer jedenfalls 50 Euro (Wahlleiter und Stellvertreter bekommen 150 Euro oder 12 Stunden Zeitausgleich). Auch in Villach erhalten Beisitzer 50 Euro, Wahlleiter und Stellvertreter aber nur 80.
In der Steiermark hat man sich bisher an Vorgaben, wie sie im Gebührenanspruchsgesetz genannt werden, orientiert: Das heißt, dass Wahlbeisitzer mit dem Gegenwert eines Frühstücks (etwa vier Euro) und Mittag- und Abendessen (jeweils 8,50) - also etwa 21 Euro - entschädigt wurden, wurde am Dienstag mitgeteilt. Die Auszahlung muss jedoch beantragt werden.
Aus Tirol hieß es, es sei dem Land nicht bekannt, in welchem Ausmaß der Gebührenanspruch tatsächlich auf Gemeindeebene und Bezirksebene geltend gemacht werde. Dies habe über jene Wahlbehörde zu erfolgen, der der jeweilige Wahlleiter angehöre. Die Mitglieder der Landeswahlbehörde hätten zuletzt keinen Gebührenanspruch beim Landeswahlleiter geltend gemacht, auch nicht bei vergangenen Bundeswahlen.
In Vorarlberg hat noch kein Wahlbeisitzer der Landeswahlbehörde eine ihm nach dem Schöffengesetz zustehende Entschädigung für seine Tätigkeit am Wahltag beansprucht, teilte Andrea Schenkermayr von der zuständigen Abteilung im Bregenzer Landhaus mit. Entsprechende Rückmeldungen - die Betroffenen verzichteten auf Entschädigung - gab es auch von den Bezirkshauptmannschaften. Auf Gemeindeebene würden Entschädigungen eher nicht ausbezahlt, hieß es seitens des Vorarlberger Gemeindeverbands. Vorstellbar sei eher, dass Wahlbeisitzern ein Mittagessen oder Getränke spendiert werden. Landes- oder Gemeindebeamte, die bei einem Urnengang als Helfer tätig seien, bekämen die Arbeitszeit als Überstunden gutgeschrieben.
21,30 Euro Tagesgebühr stehen Wahlbeisitzern zu, sagte der Leiter des für Wahlen zuständigen Einwohner- und Standesamtes der Stadt Salzburg , Franz Schefbaumer. Man orientiere sich hier an der Entschädigung für Schöffen und Geschworene im Gebührenanspruchsgesetz des Bundes. Jede Gemeinde könne aber mehr bezahlen. So erhielten in der Mozartstadt die Beisitzer zuletzt 54 Euro, am Mittwoch soll im Gemeinderat allerdings eine Erhöhung auf 80 Euro beschlossen werden.
Oberösterreichs Landeswahlleiter Josef Gruber meinte, dass kaum einer der Mitwirkenden etwas für seine Arbeit verlange. Reichere Kommunen würden aber zahlen. Das Geld fließe entweder den Beisitzern zu oder letztlich den Parteien, die etwas drauflegen und dann eine gesellige Veranstaltung für ihre Leute organisieren. In anderen Gemeinden sei das Amt Ehrensache und werde maximal etwa "mit einem Gulasch und einem Bier, wenn alles beendet ist", abgegolten.
(APA)

 

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Belgischer Fehler ermöglichte Abdeslams Flucht

Die belgischen Behörden hatten Information über Radikalisierung von Paris-Attentäter nicht in die europäische Datenbank eingetragen.
05.07.2016 | 13:59 | 
( DiePresse.com )
Der inzwischen inhaftierte Terrorverdächtige Salah Abdeslam konnte nach Einschätzung französischer Parlamentarier wegen eines Fehlers der belgischen Behörden zunächst entkommen.
Die belgischen Dienste hätten Angaben zu Abdeslams Radikalisierung nicht in eine europäische Datenbank eingetragen, sagte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses der französischen Nationalversammlung, Georges Fenech, am Dienstag.
Abdeslam war in der Früh nach den Pariser Terroranschlägen vom 13. November auf dem Weg nach Belgien von französischen Polizisten kontrolliert worden. Diese ließen ihn jedoch nach einer längeren Kontrolle weiterfahren. Erst eine Stunde später erhielten sie aus Belgien die Information, dass Abdeslam im Verdacht stehe, sich dem Kampf islamistischer Extremisten anschließen zu wollen. Abdeslam wurde nach monatelanger Fahndung im März in Brüssel festgenommen und sitzt nun in französischer Untersuchungshaft.
Abdeslam soll nach Angaben eines anderen Verdächtigen außerdem eine wichtigere Rolle bei den Pariser Attentaten vom November gespielt haben, als er selbst einräumt. Das berichtet der belgische Sender VTM Nieuws unter Berufung auf Verhörprotokolle des Terrorverdächtigen Mohamed Abrini. Er gilt als einer der Hauptverdächtigen nach den Brüsseler Anschlägen vom März.
Abdeslam soll Abrini zufolge fast alle Beteiligten der Pariser Anschläge aus verschiedenen Orten in Europa geholt und zu ihren Verstecken gebracht haben. Er selbst, Abrini, habe mit ihnen in einer Wohnung übernachtet. Abdeslam sitzt inzwischen in Frankreich in Untersuchungshaft. Bei einer ersten Vernehmung dort schwieg er. Die Behörden gehen davon aus, dass er eine wichtige Funktion bei den Pariser Anschlägen hatte.
Abrinis Anwalt Stanislas Eskenazi sagte dem Sender RTBF am Dienstag, die Aussagen seines Mandanten seien als Annahmen zu verstehen, die lediglich die weiteren Ermittlungen bestätigen oder widerlegen könnten. Er beklagte die Indiskretion, die zur Weitergabe der eigentlich vertraulichen Informationen führte.
(APA/dpa)

 

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Ackermann-Brücke in Augsburg eingestürzt

Bei Abrissarbeiten ist in Augsburg ein Teil der Ackermann-Brücke eingestürzt. Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt.
Wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet, ist bei den Arbeiten ein Bagger mitsamt einem Brückenteil mehrere Meter tief gefallen. Nach Polizeiangaben wurden dabei zwei Bauarbeiter verletzt, Lebensgefahr besteht jedoch nicht.
Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist unklar. Die mehr als 50 Jahre alte Brücke wird seit einigen Tagen abgerissen.

 

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Nvidia bereitet Angriff vor: GeForce GTX 1060 soll AMD Radeon RX 480 schlagen

Nvidia will die GeForce GTX 1060 ab Mitte Juli verkaufen. Die Konkurrenzkarte soll Gerüchten zufolge schneller sein als die Radeon RX 480 und wesentlich sparsamer ausfallen.
Kurz nach der Enthüllung von AMDs Radeon RX 480 kocht die Gerüchteküche über: Nvidia will offenbar bereits am 7. Juli die GeForce GTX 1060 als Konkurrenzkarte zur Radeon RX 480 vorstellen. Schon Mitte Juli soll es die GeForce GTX 1060 zu kaufen geben; dabei geht man von einem Preis zwischen 250 und 300 US-Dollar für die Variante mit 6 GByte Videospeicher aus.
Die Spezifikationen der GeForce GTX 1060 stehen schon im Netz.
Bild: Videocardz
Die Spezifikationen der GeForce GTX 1060 sind bereits durchgesickert : Der Pascal-Grafikchip GP106 enthält demnach 1280 Shader-Rechenkerne, die im Turbo-Modus mit bis zu 1,7 GHz laufen. Der GDDR5-Speicher arbeitet mit 4000 MHz und erreicht über 192 Datenleitungen eine Transferrate von 192 GByte/s. Auf dem Papier ist die GeForce GTX 1060 auf den ersten Blick langsamer als die Radeon RX 480. Aus den durchgesickerten Nvidia-Folien geht hervor, dass die neue GeForce nicht nur schneller als die RX 480 sein soll, sondern wohl sogar eine GeForce GTX 980 leicht übertrifft.
Dabei beträgt die Thermal Design Power der GeForce GTX 1060 nur 120 Watt – also 30 Watt weniger, als AMD für die Radeon RX 480 angibt. Letztere überschreitet die TDP in Spielen sogar deutlich und zieht aus dem Mainboard-Steckplatz mehr, als die PCIe-Spezifikation erlaubt. AMD musste das zähneknirschend zugeben und behauptet, dass ein Treiber-Update hier für eine Lösung sorgen solle.
Die GeForce GTX 1060 kommt aufgrund ihrer niedrigen TDP mit nur einem sechspoligen PCIe-Stromstecker aus. Die als Founders Edition bezeichnete Referenzvariante gibt ihre Bildsignale über drei DisplayPorts v1.4, eine HDMI-2.0b-Buchse und einen Dual-Link-DVI-Anschluss aus. Via DisplayPort und HDMI steuert die GeForce GTX 1060 sogar Fernseher und Computermonitore mit Hochkonstrastbildern (High Dynamic Range/HDR) an. Erste HDR-Monitore sollen bis Ende 2016 erscheinen.
Im Unterschied zu bisherigen GeForce-Spielerkarten verzichtet Nvidia bei der Founders Edition auf einen SLI-Anschluss, was den Verbundvertrieb zweier Grafikkarte für höhere Spieleleistung unmöglich macht. Mitte Juli soll es nicht nur die Referenzvariante zu kaufen geben, sondern auch Modelle der Nvidia-Partner mit eigenentwickelten Kühlsystemen und höheren Taktraten. ( mfi )

 

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Hoher Gebäudeschaden nach Wohnungsbrand

53909 Zülpich (ots) - Einen Schaden im fünfstelligen Bereich verursachte ein Feuer am Montagnachmittag (17.15 Uhr) in einem Mehrfamilienhaus an der Stephanusstraße. Der Wohnungseigentümer hatte gegen 17.00 Uhr seine Wohnung verlassen. Kurz nach 17.00 Uhr kam ein weiterer Bewohner des Hauses zurück in seine Wohnung. Gegen 17.15 Uhr hörte er ein lautes Knallgeräusch und ging unmittelbar der Ursache nach. Er stellte in einer Wohnung des Erdgeschosses starke Rauchentwicklung fest. Er rannte ins Obergeschoss, half zwei neunzigjährigen Bewohnern aus dem Haus und informierte die Rettungskräfte. Der Brandort wurde beschlagnahmt und die Polizei ermittelt hinsichtlich der Brandursache. Ein technischer Defekt wird nicht ausgeschlossen.

 

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Ins Heck gefahren und abgehauen

Landau (ots) - 01.07.2016, 08.40 - 15 Uhr Bereits am Freitag ereignete sich auf dem Schotterparkplatz nahe dem Kindergarten in der Dörrenbergstraße ein Unfall, bei dem ein geparkter schwarzer Skoda im Heckbereich beschädigt wurde. Der Verursacher entzog sich seiner Verantwortung durch Flucht. Das beschädigte Auto stand an diesem Tag zweimal kurz auf dem Parkplatz, am Morgen zwischen 8.40 und 9 Uhr und am Nachmittag zwischen 14.50 und 15 Uhr. Sachdienliche Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 06341- 2870.

 

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Kater gestohlen

Landau (ots) - 02. - 04.07.2016 Die urlaubsbedingte Abwesenheit einer Familie nutzten am Wochenende zwei junge Männer, um einen Kater aus einem Wohnhaus in der Leipziger Straße zu entwenden. Eine Nachbarin hatte die Männer gesehen, als sie mit dem Kater auf dem Arm verschwanden. Wer etwas über den Verbleib der Katze sagen kann, möge sich bitte mit der Polizei unter der Telefonnummer 06341-2870 in Verbindung setzen.

 

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Heidenheim - Augen für Anderes / Nicht die Waren eines Geschäfts hatte am Montag in Heidenheim ein U

Ulm (ots) - Wie eine 20-Jährige später der Polizei schilderte, war sie gegen 18 Uhr beim Einkaufen. In dem Geschäft in der Wilhelmstraße legte sie ihren Geldbeutel in den Einkaufswagen. Den ließ sie auch mal kurz aus den Augen. Das kam einem Dieb gerade recht. Er schnappte sich die Geldbörse und verschwand. Ihn sucht jetzt das Polizeirevier Heidenheim (Tel. 07321/3220), das wegen des Diebstahls ermittelt. Die Polizei rät, Wertsachen immer im Blick zu haben, ansonsten am Körper zu tragen. Denn Diebe nutzen jede Gelegenheit.
++++++++++ 1216279
Wolfgang Jürgens, Tel. 0731/188-1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de

 

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Beim Abbiegen Fußgänger übersehen

53881 Euskirchen (ots) - Montagnachmittag (15.20 Uhr) befuhr eine 34-Jährige aus Euskirchen mit ihrem Pkw die Schallenbergstraße in Richtung Obere Burg. Nach eigenen Angaben wollte sie nach rechts abbiegen. Dabei übersah sie einen auf der Fahrbahn stehenden 68-Jährigen aus Euskirchen. Durch eine leichte Berührung mit dem Pkw wurde der Mann rücklings auf die Straße geworfen. Die Fahrzeugführerin wollte dem Verunfallten Erste Hilfe leisten. Dabei wurde sie aber verbal extrem beleidigt, sodass sie zur Hilfe ihren Lebensgefährten zur Unfallstelle bat. Sie erstattete gegen das Unfallopfer Strafanzeige wegen Beleidigung. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus.

 

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Präventionstag des Landkreises Vorpommern-Rügen

Stralsund (ots) - Am 08.07.2016 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr findet im Theater Stralsund der 2. Präventionstag des Landkreises Vorpommern-Rügen statt.
An 19 Informationsständen stellen sich verschiedene Präventionsprojekte des Landes Mecklenburg-Vorpommern vor.
Das Highlight des 2. Präventionstages wird die Aufführung des Präventionsmusicals "Lucys Magic Phone" sein. Zusammen mit den Präventionsberatern der Polizeiinspektion Stralsund, den Musikern des Landespolizeiorchesters, einem Theaterdramaturgen und dem Stralsunder performdance haben Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Marie-Curie-Regionalschule Stralsund das Musical einstudiert. Die öffentliche Aufführung beginnt um 12:00 Uhr im Theater Stralsund.
Am 09.07.2016, um 17:00 Uhr, wird das Musical "Lucys Magic Phone" ein zweites Mal im Stralsunder Theater aufgeführt.
Unterstützt werden der Präventionstag und das Präventionsprojekt durch den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern, die Sparkasse Vorpommern und die Demokratieaktie.
Weitere Informationen zum 2. Präventionstag des Landkreises Vorpommern-Rügen unter: http://www.lk-vr.de/Politik/Präventionsrat/Präventionstag.

 

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Polizei warnt vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren +++ Zeugen gesucht

Delmenhorst (ots) - Die Polizei warnt vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren, die am Montagnachmittag, gegen 16:00 Uhr eine ältere Frau in der Brahmsstraße beklaut haben. Drei Männer klingelten an der Haustür des Mehrfamilienhauses und gaben an, dass sie die Rauchmelder der Wohnung überprüfen wollen würden. Zwei Männer beschäftigen sich mit den Rauchmelden und lenkten die Geschädigte ab, während ein dritter und später dazu gestoßener Täter Schmuck im Wert von etwa 1000 Euro entwendete. Bei den Männern soll es sich um Deutsche im Alter von 30 bis 45 Jahren gehandelt haben. Zwei Täter hätten einen Blaumann ohne Aufschrift und ein weiterer eine blaue Hose getragen. Auffällig sei gewesen, dass ein Mann von untersetzter Statur und ein anderer sehr groß gewesen sei. Die Polizei rät Fremden gegenüber Skepsis walten zu lassen und - wenn Kontrolleure an der Haustür klingen - die Hausverwaltung zu kontaktieren ob Rauchmelder-Kontrollen angekündigt wurden. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte die Polizei. Hinweise zu dieser Tat werden unter 04221/15590 bei der Polizei in Delmenhorst erbeten.

 

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Schalke 04: Donis Avdijaj reist nach Meniskusverletzung aus China ab

Guangzhou/China (dpa) - Für Fußball-Profi Donis Avdijaj vom FC Schalke 04 ist die China-Reise vorzeitig beendet.
Der 19 Jahre alte Angreifer zog sich bei einer Fitness-Einheit vor dem ersten Testspiel des Fußball-Bundesligisten gegen den chinesischen Erstligisten Guangzhou R&F am Dienstag (13.30 MESZ) eine Meniskusverletzung zu und reist nach München. Dort sollen weitere Untersuchungen folgen, teilte der Revierclub mit. Avdijaj war zuletzt an Sturm Graz verliehen, gehört aber seit Anfang Juli wieder zum Kader des neuen Trainers Markus Weinzierl.

 

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Initiative von NRW und Hessen im Bundesrat: Härtere Strafen für illegale Autorennen?

Bislang droht Teilnehmern illegaler Autorennen eine eher übersichtliche Strafe. Das soll sich nach dem Willen von NRW und Hessen möglichst schnell ändern: Wenn es nach ihnen geht, stimmt der Bundesrat schon am Freitag über ihre Gesetzesinitiative ab.
Nordrhein-Westfalen und Hessen wollen viel höhere Strafen für Teilnehmer illegaler Autorennen. Der Bundesrat soll nach ihrem Willen am Freitag über einen Gesetzesantrag beider Länder abstimmen, der bis zu drei Jahre Haft und einen Führerscheinentzug für bis zu fünf Jahren vorsieht.
NRW-Justizminister Thomas Kutschaty sagte, die Verschärfung könne noch in diesem Jahr kommen. Dafür müssten alle Beteiligten und vor allem der Bundestag mitspielen, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Im Bundesrat erwarte er eine breite Zustimmung, weil schon viele Landesregierungen parteiübergreifend Zustimmung signalisiert hätten.
Noch sind die Strafen eher niedrig
Bisher müssen Teilnehmer illegaler Autorennen normalerweise ein Bußgeld von 400 Euro zahlen, und sie erhalten ein einmonatiges Fahrverbot. Veranstalter müssen mit eine Geldbuße von 500 Euro rechnen. "Das ist wirklichkeitsfremd", kritisierte Kutschaty in der "Rheinischen Post". Raserei sei "russisches Roulette, allerdings ist der Spieleinsatz das Leben der anderen".
In dem Gesetzentwurf heißt es dazu, die aktuellen Sanktionsmöglichkeiten hätten "kaum durchgreifende Abschreckungswirkung", auch weil nur ein kurzfristiges Fahrverbot möglich ist. Die Teilnahme solle daher zur Straftat heraufgestuft werden. Sie würde dann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet - und der Führerschein sei für Jahre weg, sagte Kutschaty der Zeitung. Wer bei den Rennen Menschen gefährde oder töte, müsse sogar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen.
Über dieses Thema berichtete Inforadio am 05. Juli 2016 um 07:53 Uhr.
Mehr zu diesem Thema: Weltatlas | Deutschland

 

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Die Presse - weit mehr als nur Schreivorlage für Pegida

Nicht erst seit den "Lügenpresse"-Rufen wird intensiv über den Zustand der Medien diskutiert. Hat das Internet wirklich alles verändert? Einige Analyseansätze.
Die freie Presse sei für die moderne Demokratie "unentbehrlich". Sie halte die Diskussion in Gang, beschaffe Informationen, nehme dazu Stellung und gebe Orientierung. So schlicht, so gut haben es einst die Bundesverfassungsrichter in ihrem Urteil zur Spiegel -Affäre formuliert. Das war im Jahr 1966.
Sind ihre Sätze heute nur noch die Spott- und Schreivorlage für Pegidisten? Sind sie nur museale Rhetorik, überholt und übertönt vom Gegoogel und Getwitter der vereinigten User aller Länder?
Glaubt man dem Autor Stefan Schulz, pfeift das Publikum auf die "normative Überhöhung", mit der Journalisten ihre Arbeit als Dienst an der Demokratie darstellen. Es lege wenig Wert auf diesen "ideologischen Schmuck", und auch nicht auf Seriosität. Das Vertrauen, das der Journalist früher unter dem Dach bekannter Medienmarken genossen habe, sei "fast gänzlich" in die Technologien abgewandert.
Schulz, der bei der FAZ gearbeitet hat und nun eine "Zeit nach der Zeitung" ausruft, zitiert eine Umfrage. Sie behauptet, Internet-Suchmaschinen hätten die traditionellen Medien als glaubwürdigste Quelle abgelöst. Kunststück. Suchmaschinen leisten ja etwas ganz anderes als eine (gedruckte oder digitale) Zeitung. Man kann diese Leistungen nicht gegeneinander ausspielen. Der Vergleich ist etwa so sinnvoll wie die Frage, ob die Menschen den Autobahnen mehr vertrauen als den Autos.
Eine Erosion des Vertrauens in "die" Medien mag ins Weltbild des jungen, ernüchterten Journalisten (oder Ex-Journalisten) Schulz passen, aber die Belege, die er liefert, sind dünn. Andere Studien belegen, dass viele Bürger weiterhin Wert auf einen seriösen Journalismus legen, der professionelle Standards einhält. Eine Umfrage, die Kollegen des Instituts für Publizistik in Mainz durchgeführt haben, zeigt beispielsweise, dass nur eine Minderheit denkt, man könne den Medien nicht vertrauen und diese berichteten nicht präzise.
Regt sich Unmut, so oft deshalb, weil die Medien den Standards mal besser, mal schlechter genügen. Das bedeutet: Die Standards sind den Menschen nicht egal. Jenseits der infamen Attacken à la "Lügenpresse" gibt es jede Menge berechtigte oder diskussionswürdige Kritik, und diese speist sich nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus demokratischer Wachheit. Viele Bürger wünschen sich auch heute das, was die Verfassungsrichter damals beschrieben haben: ordentliche Information, Diskussion und Orientierung.
Deshalb ist es weder altmodisch noch ideologisch, wenn Ulrich Wickert in einem Büchlein über die Macht und Verantwortung der Medien gleich zu Beginn Immanuel Kant und den Wahlspruch der Aufklärung zitiert. "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! " Ach, wie originell, mögen die naseweisen Post-Journalisten murren.
Natürlich kann man fragen, ob dem guten alten Tagesthemen-Mann bei einem Glas Rotwein nicht eine frischere Referenz hätte einfallen können. Nur: Stimmt es etwa nicht mehr, dass Journalisten kritisch sein sollen? Dass sie Gebrauch machen sollen von ihrer Vernunft - und so auch ihr Publikum, das ja nicht immer einig sein muss mit dem Journalisten.
Während Wickert am Ideal eines aufklärerischen Journalismus festhält und zeigt, wo es annähernd verwirklicht oder grob verletzt wird, wirkt der junge Schulz bereits resigniert. Er proklamiert eine "Nachrichtendiät", vom klassischen Journalismus verspricht er sich nicht mehr viel. Sein Buch ist gut geschrieben, aber der Gestus nervt. Es erweckt den Eindruck, als seien Verleger und Journalisten allesamt naiv, unfähig und von vorgestern. Es unterschlägt all die Anstrengungen, mit denen Verlage auch im Internet qualitativ hochwertige Stücke anbieten.
Es unterschlägt, wie Journalisten sich auf ihre Stärken besinnen und durch aufwendige Recherchen der Welt wichtige Informationen abtrotzen. Es unterschlägt, dass es immer noch eine große Zahl von Menschen gibt, die Nachrichten und Reportagen lesen wollen, die auf Papier gedruckt sind. Und dass von den anderen, die alles auf Bildschirmen lesen, keineswegs nur billigste, schnellste und schlechteste Ware verlangt wird.

 

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Zwei Serben in Korneuburg wegen Schlepperei verurteilt

Zwei Cousins wurden zu drei Jahren bzw. 22 Monaten unbedingtet Haft verurteilt, weil sie mit Flüchtlingen besetzten Fahrzeugen von Budapest nach Wien gefahren haben.
05.07.2016 | 13:47 | 
( DiePresse.com )
Zwei serbische Cousins (40 und 34) sind am Dienstag am Landesgericht Korneuburg wegen Schlepperei im Rahmen einer kriminellen Vereinigung rechtskräftig zu drei Jahren bzw. 22 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sie hatten sich schuldig bekannt, im Sommer 2015 einige Male als Fahrer in Konvois von mit Flüchtlingen besetzten Fahrzeugen von Budapest nach Wien fungiert zu haben.
Mildernd waren die Unbescholtenheit und die Geständnisse beider, erschwerend die mehrfache Qualifikation, führte Richterin Xenia Krapfenbauer zur Entscheidung des Schöffensenats aus. Im Fall des 40-Jährigen seien acht bis zehn Touren beweisbar gewesen, eine weitere Beteiligung aber nicht, es habe auch keine Anhaltspunkte für eine organisatorische Tätigkeit gegeben. Die Hochrechnungen von 1.500 Geschleppten hätten im Fall des - bereits verurteilten - Haupttäters der Gruppe gegolten.
Weiters habe das Gericht - so wie im ersten Verfahren in dem Fall - die Angeklagten nicht für qualvolle Zustände verantwortlich gemacht. Laut der Richterin waren die Menschen zwar beengt in den Wagen eingezwängt, aber nicht - wie aus massiven anderen Fällen bekannt - in lichtlosen und luftdicht abgeschlossenen Transportern eingepfercht.
(APA)

 

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Reform der Gewerbeordnung für Herbst 2016 angekündigt

Wien – Die Gewerbeordnung wird im Herbst reformiert, versprach die Regierungsspitze heute nach dem Ministerrat. Die Eckpunkte der Reform seien schon vereinbart. Ein einziger Gewerbeschein soll die Ausübung aller 440 freien Gewerbe ermöglichen, kündigte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) an. Die reglementierten Gewerbe sollen durchforstet und die Genehmigung von Betriebsanlagen erleichtert werden.
„Wer im Gewerbe tätig ist, muss derzeit im Schnitt vier andere Gewerbescheine mitschleppen“ sagte Mitterlehner. Künftig soll jeder, der einen Gewerbeschein für ein reglementiertes oder für ein freies Gewerbe hat, alle freien Tätigkeiten ausüben dürfen. Damit sollen jährlich etwa 40.000 behördliche Anmeldeverfahren wegfallen. Außerdem soll der Berufszugang zum reglementierten Gewerbe modernisiert werden. Fälle, wo ein Nageldesigner keine Fußnägel lackieren darf sollen dann wegfallen.
Verfahrensdauer soll reduziert werden
Weiters soll die Genehmigung von Anlagen mit geringem Gefährdungspotenzial erleichtert werden. Das betreffe Kaffee- und Gasthäuser, Konditoreien, Eissalons, Imbissstuben oder kleine Hotelbetriebe, so Mitterlehner. Auch solle die Bau-, Naturschutz-, Wasser- und gewerberechtliche Genehmigung künftig „aus einer Hand mit einem einzigen Bescheid“ erfolgen. Damit will man widersprüchliche Auflagen der Behörden vermeiden und die Verfahrensdauer reduzieren. Vorübergehende Tätigkeiten wie Pop-Up-Stores sollen keine Genehmigung nach dem Betriebsanlagenrecht mehr brauchen. Umwelt-, Hygiene und Arbeitsschutz solle aber weiter gelten.
Letztlich soll die gesamte Tätigkeit von der Gründung über die Finanzierung bis zum Anlageverfahren einfacher werden. Die ganze Gründung soll über eine Behörde erfolgen („one-stop-shop“). (APA)

 

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Fugenkratzer im Praxistest

Gras, Moos und Unkraut zwischen Gehwegpatten und Terrassenfliesen im Garten sind für viele ein Ärgernis. Mit einem Fugenkratzer soll sich das Grün leicht entfernen lassen. In einer Stichprobe macht Markt den Praxistest mit fünf Modellen:
Die Geräte werden ausprobiert von einem Garten- und Landschaftsbauern, einer Hobbygärtnerin und dem Chef eines Hausmeister-Services.
Zufrieden sind die Tester mit dem Wolf Garten Fugenkratzer KF-2K für circa 10 Euro. Gras, Moos und Unkraut lasse sich damit gründlich und schnell entfernen, wenn auch in gebückter Haltung. Die Hersteller der anderen Fugenkratzer versprechen zwar mehr Arbeitskomfort, die Handhabung und das Ergebnis überzeugen die Tester aber nicht.

 

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Die EU - Projektionsfläche für alles Schlechte

Die Kritik an der Kommission beim Freihandelsabkommen Ceta ist unberechtigt. Es geht nun um eine Grundsatzfrage: Wollen wir Freihandel überhaupt noch?
Die Debatte um Freihandelsabkommen steckt voller Halbwahrheiten. Die Kritiker der geplanten Verträge mit Kanada (Ceta) und den Vereinigten Staaten ( TTIP ) behaupten, dass damit die Demokratie in Europa ausgehebelt werde. Von einer Arroganz der Brüsseler Bürokraten ist die Rede, die den Willen der Bürger einfach ignoriere und möglichst schnell die Abkommen durchdrücken wolle. Da fegt ein Sturm der Entrüstung durchs Viertel, der sich immer stärker gegen Jean-Claude Juncker richtet. Dabei macht der Präsident der Europäischen Kommission lediglich seine Arbeit.
In der EU ist seine Behörde für die gemeinsame Handelspolitik zuständig. Die Mitgliedsstaaten haben es so entschieden. Sie haben sich ebenfalls bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel einstimmig dazu bekannt, die beiden Abkommen weiter anzustreben. Juncker hat die Staats- und Regierungschefs angesichts der öffentlichen Kritik gefragt, ob sie das überhaupt noch wollten - und er hat einen Abbruch der Verhandlungen angeboten. Das haben die Regierungschefs abgelehnt. Jetzt müssen die EU-Staaten allerdings auch akzeptieren, dass Juncker die 28 nationalen Parlamente nicht über Ceta abstimmen lassen will.
Doch im Vorfeld der Entscheidung, die am Dienstagnachmittag fallen könnte, gibt es massiven Widerstand. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hält Junckers Entscheidung für "unglaublich töricht". Das "dumme Durchdrücken von Ceta" werde alle Verschwörungstheorien zu den geplanten Freihandelsabkommen "explodieren" lassen. Da hat er wohl recht. Er selbst ist daran nicht ganz unschuldig. Statt sich aus wahlkampftaktischen und innerparteilichen Gründen auf die Seite derer zu schlagen, die "Brüssel" ein Demokratiedefizit vorwerfen, sollte auch Gabriel anerkennen, dass es ein demokratisch gewähltes Europäisches Parlament gibt, das in jedem Fall über die Verträge abstimmt. In der EU tritt kein Handelsabkommen in Kraft, das nicht von den europäischen Volksvertretern gebilligt wurde.
Jetzt kann man natürlich fragen, was eigentlich gegen eine zusätzliche Entscheidung des Bundestags spricht? So wäre ja eine noch breitere demokratische Basis gelegt. Das stimmt, aber bei Handelsabkommen geht es zunächst um eine juristische Frage: Nur wenn Ceta auch nationale Kompetenzen betrifft, müssen die nationalen Parlamente aller EU-Staaten abstimmen. Unter Juristen gehen die Meinungen auseinander, ob der Vertrag mit Kanada ein solch "gemischtes Abkommen" darstellt. Juncker selbst ist das "schnurzegal". Er hätte nur gerne eindeutige Belege für die gemischte Vertragsnatur. Am Ende steht es ohnehin jedem Mitgliedsstaat frei, die Frage vom Europäischen Gerichtshof klären zu lassen.

 

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Gerüchte über Van der Bellen: Grüne prüfen rechtliche Schritte

Dem Hofburg-Kandidaten wurde vermehrt unterstellt, an Demenz oder Krebs zu leiden. Van der Bellen selbst hat dem bereits widersprochen. Auch Grünen-Chefin Galwischnig betont: "Es geht ihm hervorragend. "
05.07.2016 | 13:44 | 
( DiePresse.com )
Seit Beginn des Bundespräsidenten-Wahlkampfs werden immer wieder Gerüchte verbreitet, wonach der grüne Kandidat Alexander Van der Bellen an Demenz oder einer Krebserkrankung leiden solle. Nun prüfen die Grünen rechtliche Schritte gegen die Verbreiter eben dieser Gerüchte. "Ich ärgere mich wahnsinnig", sagte Grünen-Chefin Eva Glawischnig am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Und: "Wir unterstützen natürlich das Team Van der Bellen bei der Richtigstellung. "
Welche rechtlichen Schritte man setzen könne, schaue man sich derzeit an. "Es gibt diese Gerüchte seit Beginn des Wahlkampfs, das ist eine ganz bewusste Strategie", befand die Parteichefin. Außerdem versicherte sie mit Verweis auf den 72-jährigen Van der Bellen: "Es geht ihm hervorragend. " Der Präsidentschaftskandidat hat den Gerüchten ebenfalls bereits im "Kurier" vehement widersprochen: "Fakt ist: Ich bin kerngesund. "
Wie der "Kurier" berichtet, will der Grün-Mandatar Karl Öllinger gerichtlich gegen den Betreiber des Profils, das entsprechende Meldungen verbreitetet, vorgehen. "Noch sichte ich das Material, um eine Anzeige einzubringen. Es geht unter anderem um den Verdacht der Verhetzung, um Verleumdung bis hin zur Amtsanmaßung", sagte Öllinger dem Blatt. Auch der Verein "Gemeinsam für Van der Bellen" prüfe rechtliche Schritte, hieß es am Dienstag.
>>> Öllinger im "Kurier"
(APA)

 

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Beat the Prof: Hast du Handy?

Oder heißt es im Kiez eher: Du Handy? Das ist ein ganz ein schwieriges Dialektequiz. Zwei Dozenten, 13 Fragen zu Kiezdeutsch, Schwäbisch oder Thüringisch: Beat the Prof!
Heike Wiese ist Professorin für Deutsche Sprache der Gegenwart an der Universität Potsdam. Zusammen mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ulrike Freywald hat sie zum neuen Dialekt "Kiezdeutsch" geforscht. Mehr dazu auch auf der Seite kiezdeutschkorpus.de.

 

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Cameron-Nachfolge: Wer kämpft gegen Theresa May?

Die Tories beginnen mit dem Auswahlprozess für das Premierminister-Amt. Ein Kandidat wird heute von der Liste gestrichen. Zwei Frauen gelten als Favoritinnen.
05.07.2016 | 13:40 | 
( DiePresse.com )
Ein Machtvakuum hat Großbritannien erfasst. Der Premier zurückgetreten, sein wegen des Brexits logischer, wenn auch umstrittener, Nachfolger, Boris Johnson, will nicht übernehmen. Die Opposition will ihren Chef Jeremy Corbyn loswerden und selbst die Populisten von UKIP müssen ohne ihre Galionsfigur Nigel Farage auskommen.
Da ist die Frage, wer denn das Verinigte Königreich durch die kommenden turbulenten Jahre führen wird, keine nebensächliche. Denn wer auch immer an die Macht kommt, er oder sie bestimmt maßgeblich wie bzw. ob die Verhandlungen mit der EU über den Austritt geführt werden.
Nach dem angekündigten Rücktritt von Premierminister David Cameron beginnt bei den britischen Konservativen die entscheidende Phase bei der Suche nach einer neuen Führung. Die Parlamentsabgeordneten haben am Dienstag das Auswahlverfahren gestartet, um einen neuen Parteivorsitzenden und damit auch einen neuen Premier zu finden.
Diese fünf haben ihren Hut in den Ring geworfen:
Als Favoritinnen gelten Innenministerin Theresa May und Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom, die auch die Unterstützung von Brexit-Wortführer Boris Johnson hat.
Zunächst werden die Tory-Abgeordneten in mehreren Wahlgängen drei der fünf Kandidaten eliminieren, dies dürfte sich bis in die nächste Woche hinziehen. Am Dienstagabend wird bereits derjehnige mit den wenigsten Stimmen von der Kandidatenliste gestrichen, mit größter Wahrscheinlichkeit wird es Liam Fox treffen. Später müssen die rund 150.000 Parteimitglieder über die zwei Spitzenreiter abstimmen. Bis spätestens September soll dann endgültig klar sein, wer Premierminister(in) wird.
May steht seit sechs Jahren an der Spitze des Innenministeriums. Sollte sie die nächste Regierungschefin werden, will May im Rahmen eines neuen Handelsabkommens mit Brüssel die Einwanderung von EU-Bürgern begrenzen. Das Votum der Briten für einen EU-Austritt sei auch eine deutliche Botschaft gegen die geltende Freizügigkeit gewesen, sagt die Favoritin in der Bewerberschar. Gleichzeitig bekräftigte May, dass es keinen "Zeitraum" für den Brexit gebe. Vor dem Referendum hatte sie für einen Verbleib Großbritanniens in der EU geworben, sie spielte aber während der Kampagne keine prominente Rolle. May empfiehlt sich der zerstrittenen Partei als Figur des Ausgleichs.
Der 48-jährige Justizminister hat mit seiner Kandidatur für allgemeine Überraschung gesorgt. Der ehemalige "The Times"-Journalist war unter Cameron bis 2014 Bildungsminister, nach der Wahl 2015 leitete er das Justizressort. Gove ist ein enger Freund und langjähriger Weggefährte Camerons - seine Entscheidung, dem Brexit-Lager beizutreten, war ein schwerer Schlag für den Tory-Chef. Im Gespann mit Brexit-Wortführer Boris Johnson galt Gove als der nüchternere, intellektuellere Vertreter der "Leave"-Kampagne. Mit seiner überraschenden Kandidatur als Cameron-Nachfolger erzwang Gove den Verzicht des ehemaligen Londoner Bürgermeisters Johnson auf das Amt. Im Falle seiner Wahl zum Premier will Gove nach eigenen Worten nicht vor dem kommenden Jahr den EU-Austritt einleiten.
Auch wenn er als erster seine Kandidatur bekannt gab, werden dem 43-jährigen Arbeitsminister wenig Chancen auf Camerons Nachfolge eingeräumt. Der Befürworter für einen EU-Verbleib ist erst seit dem Rücktritt von Iain Duncan Smith im März im Amt, davor war er als Minister für Wales zuständig. Crabb stammt aus Wales, er wuchs als Sohn einer alleinerziehenden Mutter in einer Sozialwohnung auf - ein ungewöhnlicher Lebenslauf in einer Partei, die von manchen als elitär kritisiert wird. Seine Kollegen schätzen den bekennenden Christen als liebenswürdig und gewissenhaft, zweifeln aber an seinen Führungsqualitäten.
Der ehemalige Verteidigungsminister und notorische Euroskeptiker gehört dem rechten Lager der Tories an. 2011 musste er wegen zweifelhafter Beziehungen zu einem befreundeten Lobbyisten sein Amt niederlegen. Vor elf Jahren hatte sich Fox schon einmal für das Amt des Premierministers beworben, den Sieg trug allerdings Cameron davon. Der 54-jährige ehemalige Arzt gilt als Außenseiter, kann aber auf die Unterstützung einiger Hardliner bei den Tories zählen.
Die Staatsekretärin im Energieministerium kündigte ihre Kandidatur auf Twitter unter dem Hashtag #FreshStart (Neustart) und mit der Aufforderung an, das "Beste aus den Möglichkeiten des Brexit" zu machen. Die 53-jährige ehemalige Bankerin und Fondsmanagerin gehörte zu den führenden Vertreter des "Leave"-Lagers. Nach dem Votum vom 23. Juni rief sie zur Feier von Großbritanniens "Unabhängigkeit" auf.
(APA/dpa)

 

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Wettfahrten auf Warnemünder Woche abgesagt

Das Programm der 79. Warnemünder Woche
Wettfahrten auf Warnemünder Woche abgesagt
Wetterkapriolen vor Warnemünde: Aufgrund von fehlendem Wind hat die Rennleitung den Laser-Cup abgebrochen. Weitere 300 Regatta-Boote blieben im Hafen - wegen einer Unwetterwarnung.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Radio MV |
04.07.2016 | 19:30 Uhr

 

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Merkel will unbedingt zum Halbfinale, aber … - Politik Inland - Bild.de

Angela Merkel (61, CDU) ist großer Fan unserer Nationalelf. Nach BILD-Informationen plant das Büro der Kanzlerin bereits seit Anfang der Woche den Besuch des Halbfinales zwischen Deutschland und Frankreich am Donnerstag in Marseille.
Allerding gibt es erhebliche Termin-Schwierigkeiten. BILD erklärt Merkels EM-Problem.

 

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Zahlen, bitte! 5330 Tonnen Glyphosat auf deutschen Äckern

Verbieten oder eingeschränkt zulassen? Die EU-Kommission wartet auf die wissenschaftlichen Ergebnisse der EU-Agentur für Chemische Produkte zum Einsatz von Glyphosat. Derweil wird ein interessanter Trend deutlich.
Weltweit regnen pro Jahr 720.000 Tonnen des Unkrautkillers Glyphosat auf die Felder, mehr als von jedem anderen Herbizid. In Deutschland wird mehr als ein Drittel aller Felder damit bespritzt. Gleichzeitig ist kein Mittel derart umstritten. Für die einen ist Glyphosat die größte Errungenschaft der modernen Pflanzenforschung, für Kritiker dagegen ein Verbrechen an Mensch und Umwelt. Sie prangern Schäden für die Artenvielfalt an, weil dem Gift nicht nur die Unkräuter, sondern auch alle anderen Pflanzen zum Opfer fallen. Vor allem aber fürchten sie eine krebserregende Wirkung. Für Kritiker kann daraus nur ein Verbot folgen. Doch Experten warnen: Die Abkehr ist nicht automatisch besser für die Umwelt, zudem kann sie teuer und sehr langwierig werden.
Während die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat um 18 Monate verlängert hat, deutet sich bereits jetzt ein Trend beim Einsatz an. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage des Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht, landeten im Jahr 2014 5330 Tonnen Glyphosat auf deutschen Äckern. 2012 waren es noch 5941 Tonnen, in der Landwirtschaft nimmt der Gebrauch also ab. Eine Wendung in die andere Richtung lässt sich beim privaten Einsatz des Herbizids erkennen, also bei den Haus- und Kleingärtnerbesitzern. Sie versprühten 2014 insgesamt 95 Tonnen auf ihre Flächen, 2012 waren es nur 40 Tonnen.
Quelle: Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Was wenn Glyphosat vom Markt verschwindet, was ist damit wirklich gewonnen? Im Vergleich zu anderen Herbiziden gilt Glyphosat als eher umweltschonend. "Es ist sehr schwer, neue Substanzen zu entwickeln, die vergleichbare Wirkungen wie Glyphosat erzielen und deutlich besser in Bezug auf Nebenwirkungen sind", sagt Lothar Willmitzer, Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie. Daher hat sich lange Zeit kaum ein Konzern an diese Aufgabe herangewagt. Das hat sich erst geändert, seit in den USA die ersten Unkräuter Resistenzen gegen Glyphosat herausbilden. Konzerne wie Syngenta, Bayer oder BASF haben ihre Aktivitäten in diesem Bereich inzwischen wieder hochgefahren. "Aber bis es Ergebnisse auf dem Markt gibt, kann es noch bis zu zehn Jahre dauern", sagt Willmitzer.
Gelb oder grün? Die gelbe Färbung links ist das Ergebnis einer Behandlung mit Glyphosat.
Bild: Ingo Bartussek/ Fotolia
Auf absehbare Zeit realistischer sind daher engere Vorgaben für den Einsatz von Glyphosat. Die EU-Kommission empfiehlt, beispielsweise den Einsatz in öffentlichen Parks und Spielplätzen zu minimieren und das Herbizid möglichst nicht kurz vor der Ernte zu spritzen. Diese sogenannte Sikkation ist in Deutschland bereits eingeschränkt, um Rückstände auf den Nahrungsmitteln möglichst zu vermeiden. Nun will die EU sie auch in anderen Ländern minimieren.
Der Markt für Glyphosat dürfte also ziemlich sicher schrumpfen. Am Ende wird das Pflanzengift sogar ganz verschwinden – wenn auch nicht zwangsläufig durch ein Verbot. "Wegen der Resistenzen, die sich inzwischen bei Unkräutern gegen Glyphosat bilden, wird das Mittel in vielleicht 15 Jahren sowieso vom Markt verschwunden sein", sagt Lothar Willmitzer. Spätestens dann stellt sich die Frage erneut: Was kommt danach?
Mehr zum Thema Glyphosat lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe der Technology Review (im Handel erhältlich oder im heise shop bestellbar).
( jle )

 

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Lift blieb stecken: Notfallpatient in Oberösterreich gestorben

Freistadt – Ein Notfallpatient ist am Montag in Freistadt in einem stecken gebliebenen Lift verstorben. Der 78-Jährige war während des Besuchs bei einem Hautarzt kollabiert, so das Rote Kreuz. Der Mediziner war bereits bei der Reanimation, als die Rettung eintraf. Die Helfer gehen davon aus, dass die Verzögerung bei der Rettung nicht für den Tod des Mannes verantwortlich ist.
Um den Patienten ins Spital zu bringen, wurde er auf eine Rolltrage gelegt. Sanitäter und Notarzt wollten mit ihm im Aufzug aus der Ordination zum Ausgang fahren, als die Technik streikte, berichtete die „Kronenzeitung“. Nach 30 Minuten hatte die Feuerwehr die Eingeschlossenen befreit. Der Mann war jedoch inzwischen gestorben. (APA)

 

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Früherer IS-Kämpfer vor Gericht: Urteil erwartet

Im Hamburger Prozess gegen ein früheres Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat die Bundesanwaltschaft heute eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert. Als besonders schwerwiegend wertete der Bundesanwalt in seinem Plädoyer die Mitwirkung des 27-Jährigen aus Bremen an einem Propagandavideo, in dem zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen wird und am Ende die Hinrichtung zweier syrischer Soldaten zu sehen ist. Der Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht Hamburg will sein Urteil am Nachmittag verkünden.
Angeklagt ist ein 27-Jähriger aus Bremen, der sich im vergangenen Jahr gut drei Monate für den IS in Syrien und Irak aufhielt. Ihm wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Zudem soll er gegen Waffengesetze verstoßen haben. Sein Verteidiger sprach sich für eine Strafe von einem Jahr und neun Monaten aus.
Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte mit seiner Aussage die Richtigkeit der Anklage bestätigt. Bereits bei der Bundesanwaltschaft hatte der Angeklagte so umfangreich ausgesagt, dass mehr als 700 Seiten Vernehmungsprotokolle zustande kamen. Gut drei Stunden dauerte seine erste Einlassung vor Gericht, wie NDR 90,3 berichtete.
Der Angeklagte, dessen Eltern aus Ghana stammen, war im Alter von 20 Jahren zum Islam konvertiert. Er radikalisierte sich in einem islamischen Verein und durch den Kontakt zu einem Islamisten, den er im Gefängnis kennengelernt hatte. Anfang April 2015 reiste er über die Türkei nach Syrien und begann eine militärische Ausbildung in einem IS-Camp. Nach zwei Monaten brach er die Ausbildung nach eigenen Angaben ab, weil er erkrankte. Zugleich begann er, seine Illusionen zu verlieren. "Menschlichkeit - das interessiert null im Islamischen Staat", sagte der Angeklagte. "Unschuldige Menschen kommen da ums Leben", so der 27-Jährige, "diese Ideologie ist einfach totaler Schwachsinn. "
Während er bereits auf der Suche nach einer zivilen Tätigkeit war, sei er von Kämpfern mit zu einer öffentlichen Hinrichtung in der syrischen Stadt Palmyra genommen worden. Sieben zivile Gefangene hätten Uniformen anziehen müssen. Als einer von ihnen anfing, seinen Glauben zu beteuern und Koransuren zu zitieren, sei er erschossen worden. Auch die übrigen sechs Gefangenen seien hingerichtet worden.
Er sei gefragt worden, ob er in einem Propagandavideo eine Rede auf Deutsch halten wolle, berichtete der Angeklagte weiter. Er habe in dem anschließenden Dreh aber nur eine Flagge gehalten. Wenige Wochen später sei er aus dem Gebiet des IS in die Türkei geflüchtet. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er im Juli 2015 am Flughafen Bremen festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Die deutsche Justiz hat bereits Dutzende Ermittlungs- und Strafverfahren gegen Unterstützer oder Kämpfer des Islamischen Staates eingeleitet. Erst am Montag hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Verurteilung von vier IS-Unterstützern zu Haftstrafen zwischen eineinhalb und fünfeinhalb Jahren bekannt gegeben. Im Dezember hatte das Oberlandesgericht Celle zwei Deutsch-Tunesier aus Wolfsburg wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung für vier Jahre und drei Monate beziehungsweise drei Jahre ins Gefängnis geschickt. Die beiden waren 2014 nach Syrien aufgebrochen, aber schon nach rund drei Monaten desillusioniert zurück nach Niedersachsen geflohen.
Mehr als 800 radikale Islamisten aus Deutschland haben sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden bislang auf den Weg in das Kampfgebiet in Syrien und Irak gemacht. Ein Drittel der Ausgereisten sei wieder zurückgekehrt. Aus Hamburg sind nach Einschätzung des Verfassungsschutzes seit 2012 rund 70 Dschihadisten in Richtung Syrien oder Nordirak gereist , um sich dort an den Kämpfen zu beteiligen. Mutmaßlich 20 kamen dabei ums Leben.

 

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In Bilk droht Dauerstau

In den großen Ferien wird in Düsseldorf traditionell besonders viel gebuddelt und gebaut. Das für die Straßen der Stadt zuständige Amt für Verkehrsmanagement arbeitet in dieser verkehrsärmeren Zeit an Straßen, Brücken, Radwegen und Gleisen. Das kostet nicht nur mehrere Millionen Euro, sondern mitunter auch die Nerven der Verkehrsteilnehmer, die Sperrungen und Umleitungen in Kauf nehmen müssen. Besonders schlimm könnte es in diesen Ferien im Stadtteil Bilk werden: Gleich drei Baustellen mit großen Sperrungen und Umleitungen sind dort geplant. Das könnte zu Dauerstau in den Stoßzeiten führen. Ein Überblick über die Maßnahmen in Düsseldorf.

 

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Lässt "Brüssel" die Nationalparlamente bei Ceta mitreden?

Sollte die Kommission verkünden, dass das Handelsabkommen mit Kanada ohne Ratifizierung der Parlamente vonstatten geht, wäre das der direkte Konfrontationskurs mit einigen EU-Staaten.
05.07.2016 | 13:25 | 
( DiePresse.com )
Die EU-Kommission verkündet heute in Straßburg, ob sie eine Beteiligung nationaler Parlamente bei der Billigung des Freihandelsabkommens Ceta mit Kanada zulassen will. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte beim EU-Gipfel vorige Woche erklärt, die Behörde sehe Ceta als reines EU-Abkommen und wolle daher keine direkte Mitentscheidung auf nationaler Ebene. Dies war auf massiven Protest in den Mitgliedstaaten gestoßen.
EU-Handelskommissarin Cecila Malmström soll am Nachmittag die Haltung der Kommission in Straßburg verkünden (15 Uhr).
Österreichs Kanzler Christian Kern (SPÖ) hatte vorige Woche seine Kritik an dem Vorschlag, die nationalen Parlamente bei der Ratifizierung des Handelspakets nicht einzubeziehen, bekräftigt. Wenn die EU darüber diskutiere, wie sie Vertrauen von der Bevölkerung zurückgewinne, "ist das kein guter Beginn, die nationalen Parlamente hier in die Ceta -Beschlussfassung nicht einzubeziehen", meinte er vorige Woche nach dem EU-Gipfel.
Vizekanzler Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hatte in einem Brief an die Handelsminister der 27 anderen EU-Länder bekräftigt, dass das EU-Kanada-Freihandelsabkommen von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden müsse.
Das Abkommen wird in jedem Fall aber vom EU-Parlament abgesegnet werden müssen, also von den gewählten Parlamentariern der noch 28 EU-Mitgliedstaaten.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bereits angekündigt, auf jeden Fall den Bundestag mit der Entscheidung zu befassen. Geändert werden kann der Beschluss der Kommission aber nur durch eine einstimmige Entscheidung im Rat der EU-Mitgliedstaaten.
(APA/Reuters)

 

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Jean-Claude Juncker kritisiert Brexit-Befürworter stark

Der Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hat im Europaparlament den Rücktritt des Brexit-Vorkämpfers Nigel Farage kritisiert. Die "strahlenden Brexit-Helden von gestern" seien die "traurigen Brexit-Helden von heute", sagte Juncker mit Blick auf Farage und den zweiten Anführer der Austrittskampagne, Boris Johnson.

 

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Streik bei Alitalia, auch Flüge nach Wien betroffen

Wien, Rom – Wegen eines vierstündigen Arbeitsausstands bei der italienischen Fluggesellschaft Alitalia heute, Dienstag, sind 142 Flüge gecancelt worden. Betroffen waren am Vormittag auch Flüge Rom-Wien-Rom, teilte die Alitalia auf APA-Anfrage mit. Der Ausstand wurde für die Zeit von 11 bis 15 Uhr ausgerufen.
Alitalia-Vorstandschef Cramer Ball entschuldigte sich in einem offenen Brief bei den Passagieren wegen den Unannehmlichkeiten und attackierte die Gewerkschaften. Der Streik richte sich gegen einige „Privilegien“ des Bordpersonals, die gestrichen werden sollen. Diese Privilegien sollen im Einklang mit allen anderen Fluggesellschaften der Welt gestrichen werden, berichtete Ball.
Der Alitalia-Chef hatte in den vergangenen Tagen das Alitalia-Personal zum Verzicht auf den Streik aufgerufen, um der verlustreichen Airline nicht zu schaden. Die Gewerkschaften blieben jedoch hart.
Belastet wird Italiens Flugverkehr auch von einem vierstündigen Streik von 11 bis 15 des Personals der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Meridiana. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen geplante Jobkürzungen. (APA)

 

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Großbritannien: Pfund auf neues 31-Jahres-Tief gefallen

Die britische Währung ist auf den tiefsten Stand seit 31 Jahren gefallen. Die Notenbank rechnet mit einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums nach dem Brexit-Votum.
05.07.2016 | 13:21 | 
( DiePresse.com )
Nach dem überraschenden Brexit-Votum der Briten sieht die britische Notenbank zahlreiche Stabilitätsrisiken für den Finanzsektor des Königreichs. Der Kurs des Pfund fiel im Handel mit dem US-Dollar deutlich und erreichte bei 1,3115 Dollar ein neues 31-Jahres-Tief.
Der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, rechnet mit einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Großbritannien nach dem Brexit-Votum. Um der Gefahr von Engpässen bei der Kreditvergabe vorzubeugen, setzte die Zentralbank eine wichtige Kreditregel für die Banken mit sofortiger Wirkung aus.
Vor dem Hintergrund der Meldungen aus Großbritannien traten positive Konjunkturdaten aus der Eurozone in den Hintergrund. Im gemeinsamen Währungsraum hatte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im Juni weniger als erwartet eingetrübt. Positiv überraschten vor allem Stimmungsdaten aus Italien und Spanien.
Die Stimmung bei den Unternehmen in Großbritannien hat sich nach dem Brexit-Votum massiv verschlechtert. Bei der jüngsten Umfrage der Forschungsinstitute YouGov und Centre for Economics and Business Research (CEBR) gaben 49 Prozent der Firmen an, den allgemeinen wirtschaftlichen Ausblick für die nächsten zwölf Monate pessimistisch zu betrachten.
Vor dem Referendum waren nur 25 Prozent dieser Ansicht. Insgesamt wurden 1.000 britische Unternehmen befragt. Die Ergebnisse wurden am Dienstag vorgestellt. 26 Prozent sahen für ihre eigenen Geschäftsaussichten schwarz nach 16 Prozent vor der Volksabstimmung.
(APA/Reuters)

 

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25 Jahre Arbeit für zwei Sekunden Messung

Wolfsburger Fußballprofi Malanda-Unfall: Gericht stellt Verfahren ein
Koordinierungsstelle in Niedersachsen Land will Druck auf Rechtsextreme verstärken
Alarm am Bremer Flughafen Sohn schmuggelt Spielzeugpistole in Flughafen
Einsiedler in Niedersachsen Mann lebt seit 54 Jahren allein im Wald

 

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„Ach, wenn sich Liebe doch lernen ließe“

Konzert in der Tui-Arena Die Red Hot Chili Peppers kommen nach Hannover
Neuer Intendant Chris Dercon Streit um Berliner Volksbühne
US-Schauspielerin Noel Neill Die erste Lois-Lane-Darstellerin ist tot
35. Jubiläum Werkstatt-Galerie Calenberg neu erfunden

 

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Biometrische Daten sollen schon bald Passwörter ersetzen

Marina del Rey - Klassische Passwörter sind durch die Leichtsinnigkeit vieler User im Web längst zu unsicher und werden deshalb in Kürze von biometrischer Technologie abgelöst. Dies zeigt eine aktuelle US-Studie des Unternehmens TeleSign.
Tempo und Gewohnheit
Für 69 Prozent der befragten Sicherheitsexperten sind Benutzernamen und dazugehörige Passwörter vieler User unsicher. Die Leichtsinnigkeit, gerade bei Social Media, ist enorm, denn nicht selten werden einfach Geburtsdatum oder Haustiernamen als Kennung genutzt. Aus diesem Grund nehmen drei von vier Usern an, dass bis 2025 Kennwörter und Co. komplett gegen neuere Technologien ausgetauscht werden.
Die neuen, auf dem Verhalten der Nutzer basierenden Methoden sprechen viele Firmen bereits jetzt an. Selbst Fingerabdruck und andere physische Informationen könnten über eine Datenbank ergaunert werden und fallen deshalb aus dem Interesse der Experten. Biometrische Technologie basiert dagegen beispielsweise auf Tipp-Geschwindigkeit, Druckstärke beim Tippen, Stimme oder typischen Maus-Bewegungen. Diese Details sind viel sicherer, denn das Kopieren individueller Eigenschaften, die zuvor ein Computer ausgewertet hat, ist nahezu unmöglich.
Schnelle Einführung möglich
Acht von zehn Befragten sind der Meinung, dass auf dem individuellen Verhalten basierende Mechanismen die Sicherheit der User-Accounts im Gegensatz zum jetzigen Standard deutlich erhöhen könnten. Rund 54 Prozent wollen die neuartige Technologie sogar bereits ab 2016 oder etwas später für ihre Internetseite einführen, um User vor Hacking zu schützen.
„Cybercrime, wie etwa das Eindringen in Accounts, betrifft jeden und bedeutet finanzielle Verluste, Kunden- und User-Schwund sowie Rufschäden. Um das versagende Passwort zu umgehen, müssen Konzerne zusätzliche Sicherheitstechnologien für Accounts hinzufügen, um User-Profile zu sichern“, erklärt Ryan Disraeli von TeleSign. (pte)

 

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Demenz - Essen gegen das Vergessen

Dass bestimmte Nahrungsmittel beim Denken helfen können, ist allgemein bekannt - nicht umsonst ist das Studentenfutter so beliebt. Doch nun zeigen Studien, dass einige Stoffe aus der Nahrung das Gehirn sogar vor Demenz schützen können. Eine besondere Bedeutung für den Schutz der Nervenzellen haben Omega-3-Fettsäuren. Der Körper kann sie nicht selbst produzieren, muss sie daher über die Nahrung aufnehmen. Der wichtigste Omega-3-Lieferant ist Fisch, schon 100 Gramm Lachs genügen, um eine Schutzwirkung gegen die Alzheimer-Krankheit zu erreichen.
Als flankierende Kost eignen sich am besten Gemüse der mediterranen Küche. Gesättigte Fettsäuren und fettes Fleisch sind dagegen nicht nur schädlich für Herz und Gefäße, sondern auch für das Gehirn. Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut steht schon lange im Verdacht, das Alzheimer-Risiko zu erhöhen. Fette aus Fleisch lassen den Cholesterinspiegel steigen und erhöhen langfristig das Demenz-Risiko. Gefährlich sind auch Transfettsäuren, die in gehärteten, hoch erhitzten Fetten vorkommen. Sie fördern die Entstehung sogenannter Amyloid-Plaques im Gehirn und lösen so dauerhafte Entzündungen im Kopf aus.
Doch es gibt auch Nährstoffe, die die Bildung dieser Plaques bremsen: pflanzliche Cholesterine (Phytosterole). Sie verdrängen im Gehirn zum Teil das vom Menschen selbst produzierte Cholesterin. So entfaltet besonders das Phytosterol Stigmasterol eine effektive Schutzwirkung gegen die Bildung der Amyloidplaques. Phytosterole sind zum Beispiel in Roggen, Dinkel und Soja enthalten, aber auch in vielen Obst- und Gemüsesorten. Wer Stigmasterol in konzentrierter Form zu sich nehmen möchte, sollte sich täglich einen grünen Smoothie aus Spinat, Salat oder Kräutern mit Obst zubereiten: flüssiges Hirnfutter, das auch noch hervorragend schmeckt.
Fleisch gehört nach den Ergebnissen der Forscher nur in Ausnahmefällen auf den Teller - und dann idealerweise Wildfleisch oder Bio-Weiderind. Denn nur wenn Tiere nicht im Stall gemästet werden, sondern wild ihr eigenes Futter suchen, reichern auch sie die gehirnschützenden Fettsäuren im Muskelfleisch an. Für eine ausreichende Omega-3-Versorgung empfehlen die Forscher Menschen über 60 Jahren Omega-3-Kapseln als Nahrungsergänzung. Sie sind auch als Alternative bei einer Unverträglichkeit oder Abneigung gegen Fisch gut geeignet. Besonders hoch sollte dabei der Gehalt der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) sein. Wichtig ist, dass diese Kapseln nur zu Mahlzeiten eingenommen werden und nicht dazwischen, denn dann nutzt sie der Körper einfach nur als Energiequelle und verbrennt die wertvollen Fettsäuren.

 

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Mourinho teilt bei Vorstellung gleich aus

Manchester. Andere noch nie. Mein letzter Titel ist erst ein Jahr her. " Ein direkter Seitenhieb gegen Arsenals Arsène Wenger, einen seiner Lieblingsfeinde.
Der Fortsetzung des Duells mit Manchester Citys neuem Teammanager Pep Guardiola sieht Mourinho gelassen entgegen. "Ich bin der Manager des größten englischen Klubs. Ich muss nicht zu sehr auf die anderen schauen", sagte der 53 Jahre alte Portugiese.
Auch zum Abschied von Klublegende Ryan Giggs bezog Mourinho klar Stellung. Der ehemalige Profi war zuletzt Assistenztrainer unter Louis van Gaal, verlässt den Klub aber nun nach 29 Jahren. "Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Ryan nicht mehr im Verein ist", sagte der zweimalige Champions-League-Sieger: "Er wollte meinen Job, aber die Klubbesitzer wollten mich. Das ist nicht mein Fehler. "
Während Mourinho bedauerte, in der kommenden Saison nur Europa League statt Königsklasse zu spielen, kündigte er nach Zlatan Ibrahimovic und Eric Bailly einen weiteren Zugang an: "Bald wird ein dritter Spieler offiziell sein. " Dies ist allerdings keine Überraschung, es wird Borussia Dortmunds Mittelfeld-Star Henrich Mchitarjan sein, dessen Abschied in Richtung Old Trafford der BVB bereits verkündet hat. Kostenpunkt: 42 Millionen Euro!
© 2016 SID

 

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Klavierduo spielt gratis bei Victor's Residenz

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Grazer Amokfahrt: Täter soll in psychiatrische Anstalt

Gut ein Jahr nach der blutigen Amokfahrt von Graz hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag für den Beschuldigten Alen R. einen Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht.
05.07.2016 | 13:08 |  Von MANFRED SEEH
( DiePresse.com )
Es kam wie erwartet: Nachdem ein psychiatrischer Obergutachter den Amokfahrer von Graz, Alen R. (27), für unzurechnungsfähig erklärt hatte, brachte nun die Staatsanwaltschaft Graz bei Gericht einen Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ein.
Laut Auskunft der Anklagebehörde stellt sich die rechtliche Situation nun so dar:
"Die Staatsanwaltschaft geht in ihrem Antrag davon aus, dass Alen R. am 20. Juni 2015 bei seiner Amokfahrt durch Graz unter dem Einfluss eines die Zurechnungsfähigkeit ausschließenden Zustandes, der auf einer geistigen oder seelischen Abartigkeit von höherem Grad, nämlich einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie bzw. wahnhaften Störung, beruht, drei Menschen getötet und über 100 weitere Menschen zu töten versucht hat, indem er mit seinem Fahrzeug mit teils hoher Geschwindigkeit und gezielt auf sie zufuhr und damit erfasste bzw. zu erfassen versuchte, wodurch diese teils tödliche, teils schwere und lebensgefährliche Verletzungen am Körper erlitten. "
Weiter heißt es wörtlich: "Beim Versuch blieb es nur deshalb, weil die Opfer rechtzeitig medizinisch behandelt wurden oder durch rasche Ausweichbewegungen einen Kontakt mit dem Fahrzeug vermeiden konnten. "
Zuvor hatten drei Sachverständige Alen R. begutachtet. Nachdem einer den Mann für zurechnungsfähig und einer für unzurechnungsfähig erklärt hatte, wurde, wie berichtet, ein Obergutachter bestellt. Dieser entschied eben auf Unzurechnungsfähigkeit.
Dazu sagt die Staatsanwaltschaft: "Bei allen drei Sachverständigen bestand jedoch Einigkeit darüber, dass der Beschuldigte die Taten unter dem Einfluss einer geistigen und seelischen Abartigkeit höheren Grades begangen hat und die Gefahr besteht, dass er weitere solche Taten begehen werde. "
Zur Erklärung: Ein im Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähiger Täter kann für seine Taten zwar nicht bestraft, bei bestehender, seiner Abnormität entspringender Gefährlichkeit aber vom Gericht in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden. Für unbestimmte Zeit - konkret: bis zur Heilung der Erkrankung. Schon jetzt ist Alen R. anstelle einer U-Haft in der Justiz-Sonderanstalt Göllersdorf in Niederösterreich untergebracht, wohin er nach dem letzten Gutachten verlegt wurde.
Wäre eine Mordanklage eingebracht worden (davon waren viele Beobachter ausgegangen - vor allem Angehörige von überlebenden Opfern oder auch Hinterbliebene), dann hätte R. mit lebenslanger Haft rechnen müssen. Schon für einen (einzigen) Mordversuch, könnte ein Geschworenengericht die Höchststrafe, eben "Lebenslang", verhängen. 
Das letzte Wort haben nun die Geschworenen beim Prozess. Wann dieser stattfindet, steht noch nicht fest. Die Geschworenen müssen sich nicht zwingend den psychiatrischen Gutachten anschließen.

 

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70 Jahre Bikini: skandalös, emanzipatorisch und sexy

Paris – Vier kleine Dreiecke und ein Stück Kordel: Selbst Mannequins wagten es nicht, den Zweiteiler vor 70 Jahren im Pariser Schwimmbad Molitor der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nur die Nackttänzerin Micheline Bernardini brachte den Mut auf, am 5. Juli 1946 erstmals den Bikini von Louis Réard vorzuführen. Der Designer benannte das Kleidungsstück nach dem Bikini-Atoll, dem Ort der amerikanischen Atomtests im Pazifik. Sein Entwurf erregte in der Modewelt großes Aufsehen.
Aus dem Bad im Art-Déco-Stil im Pariser Stadtviertel Auteuil ist heute ein Luxushotel mit Restaurant und Spa geworden. Der Bikini hingegen ist aus den Sommer- und Strandkollektionen nicht mehr wegzudenken – trotz Skandalen, Strandverboten und Prozessen.
Österreicher entwarf ersten Monokini
Microkini, Monokini, Mixkini, und Burkini. Den Zweiteiler, den Réard, der Franzose war ursprünglich Maschinenbau-Ingenieur, vorführen ließ, gibt es nicht nur in den verschiedensten Formen und Varianten. Auch sein Image hat sich im Laufe der Zeit geändert – von schamlos, skandalös bis sexy, sexistisch und emanzipatorisch. 
Der Microkini bedeckt nur das Nötigste. Ober- und Unterteil bestehen aus Stoff-Dreiecken. Zusammengehalten werden die Teile von Schnüren oder Kordeln. Bei vielen Modellen ist der Po vollkommen unbedeckt. Entstanden ist die minimalistische Badekleidung in den frühen 70er-Jahren – als Antwort auf das Nudismusverbot.
Der Monokini verzichtet auf das Oberteil. Entworfen wurde diese Oben-ohne-Mode im Jahr 1964 von dem Österreicher Rudi Gernreich. Die kühne Badeversion des Modedesigners löste damals internationale Entrüstung aus. Den Monokini gibt es heute auch in etwas stoffreicheren Ausführungen – mit Hosenträgern, die neben den Brustwarzen verlaufen.
Bond-Bikini um 60.000 Dollar versteigert
Beim Mixkini werden Oberteil und Hose getrennt erworben. Ob brauner String mit rotem Bügel-BH oder roter Tanga mit weißem Triangel-BH: Der Kombinationsfreude sind keine Grenzen gesetzt –je nach Geschmack und Laune.
Den Dr.-No-Bikini hat Ursula Andress berühmt gemacht. Dabei handelt es sich um einen Zweiteiler, dessen Hose einen Gürtel ziert. Die Schweizer Schauspielerin trat damit 1962 als Bondgirl in „James Bond jagt Dr. No“ auf. Im Jahr 2001 wurde der Zweiteiler auf einer Auktion für 60.000 Dollar versteigert – ein Rekord für ein Stück Badekleidung.
Auch der Tankini besteht aus zwei Teilen. Das Oberteil bedeckt einen Teil des Bauches und ist stets ärmellos. Der Name geht auf das Tank Top zurück, ein Oberteil in der Damen- und Herrenmode, bei dem die Ärmel fehlen.
Der Burkini gehört zu den jüngsten Varianten. Die Mischung aus Burka und Bikini geht auf die Designerin Aheda Zanetti zurück. Bei dem zweiteiligen Schwimmanzug mit integrierter Haube wird der ganze Körper bedeckt – nur Hände, Füße und Gesicht bleiben frei.
Der Mankini ist der Zweiteiler für den Mann. Dabei handelt es sich um eine Badehose mit Schulter- oder Hosenträgern. Bekannt wurde er durch die groteske Komödie „Borat“. Nicht an jedem Strand dürfen Männer in Mankinis die Sonne genießen. ( Von Sabine Glaubitz, dpa )

 

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Bankenabgabe soll nach Abschlagszahlung reduziert werden

Wien – Die österreichische Bankenabgabe wird auf ein mit Deutschland vergleichbares Niveau reduziert, davor müssen die heimischen Finanzinstitute aber noch eine Abschlagszahlung leisten, kündigte die Regierungsspitze am Dienstag an. Nach APA-Informationen geht es um eine Einmalzahlung in der Größenordnung von zwei bisherigen Jahren Bankenabgabe und damit rund eine Milliarde Euro.
Mit der Bankenabgabe „werden wir uns in den nächsten Tagen und Wochen noch auseinanderzusetzen haben“, so Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) nach dem Ministerrat. Aber Österreich sei wohl das einzige Land, wo die nationale Bankenabgabe zusätzlich zu den EU-Abgaben für die Einlagensicherung und die Bankenabwicklung eingehoben werde. „Wir überlegen eine Reduktion auf deutsches Niveau“, so Kern.
Ziel ist mehr Wettbewerbsfähigkeit
Die Abschlagszahlung wolle man für „wichtige Zukunftsinvestitionen“ nutzen, etwa für Bildung, Forschung und Entwicklung. Außerdem erwarte man sich von den Banken eine deutliche Stimulierung der Kreditvergabe und Gelder für Neugründungen.
Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) rechnet für kommende Woche mit einer Einigung. Zahlungen der österreichischen Banken in EU-Fonds, konkret die Einlagensicherung und die Absicherung für eine allfällige Bankenabwicklung (single resolution fund), sollen angerechnet werden.
Künftig will man „eine Bankenabgabe neu installieren, die im wesentlichen auf dem Grundprinzip der deutschen Regelung basiert“, so Schelling. Die Bankenabgabe neu solle „die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Banken im Verhältnis zu deutschen Banken wieder sicherstellen“. (APA)

 

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so rechtfertigt sie ihre Facebook-Postings

Auf den ersten Blick scheint der Fall klar, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Am Sonntag postete die AfD Bayern auf ihrem Facebook-Account eine Illustration, auf der sie kritisierte, wie unterschiedlich die Urteile bei Mord ausfallen. Dazu stellte sie zwei Fälle gegenüber: Den versuchten Mord an Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, für den der Täter 14 Jahre erhielt – und den Mord an einem Deutschthailänder namens Jonny K. 2012, für das die Täter höchstens vier Jahre erhalten hätten, so heißt es in dem Posting.
Doch stutzig macht bereits, wie die AfD sich diese Unterschiede erklärt. Im ersten Fall hatte der Täter keinen Migrationshintergrund, im zweiten Fall hatten die Täter einen. "Nach dem Gleichheitsgrundsatz dürfen weder die Prominenz des Opfers, noch die Herkunft der Täter eine Rolle spielen", heißt es unter dem Posting. Der Vorwurf lautet also: Menschen mit Migrationshintergrund werden milder bestraft.
Die Formulierungen führen in die Irre
Das Posting allerdings ist – mindestens – irreführend, da nachlässig formuliert. Der Todesfall Jonny K. hatte im Oktober 2012 deutschlandweit Schlagzeilen gemacht. Dieser war auf dem Alexanderplatz Berlin in eine gewalttätige Auseinandersetzung mit einer sechsköpfigen Gruppe geraten. Dabei wurde er zu Boden gerissen und mehrmals gegen den Kopf getreten, bis er bewusstlos war. Er starb einen Tag später wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn. Die sechs Täter wurden allerdings nicht wegen Mordes verurteilt, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung und in einem Fall wegen Körperverletzung mit Todesfolge (dieser bekam viereinhalb Jahre, nicht vier). Außerdem wurden die Täter zum Teil nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das erklärt, warum die Strafen geringer ausfielen als im Fall Reker. Und selbst das Urteil gegen den Reker-Attentäter wurde am Freitag von Prozessbeobachtern als eher milde eingestuft. Der Täter kam nur wegen einer schweren paranoid-narzisstischen Persönlichkeitsstörung um eine lebenslange Haftstrafe herum.  
Petr Bystron, Landesvorsitzender der AfD Bayern, will diese Unterscheidung zwischen versuchtem Mord und Körperverletzung mit Todesfolge allerdings nicht gelten lassen. Auf Anfrage unserer Redaktion teilt er per Mail mit: "Fakt ist, der Junge ist tot und die Täter haben Strafen unter 4 Jahren bekommen. Frau Reker lebt, der Täter hat 14 Jahre bekommen. Ich denke, diese Fakten sprechen ausreichend für sich. Wenn Sie versuchen, die Diskussion anderswohin zu verlagern, lenken Sie vom Wesentlichen nur ab. "
Er rechtfertigt das Posting so: "Mit dem Banner machen wir darauf aufmerksam, dass die AfD die einzige Partei ist, die sich für die Herabsenkung der Strafmündigkeit einsetzt. " In der Illustration wird allerdings das Alter der Täter gar nicht genannt, wohl aber, dass es im Reker-Fall ein Täter ohne Migrationshintergrund war, im anderen Fall Täter mit Migrationshintergrund.
AfD Bayern provozierte bereits vor einigen Tagen
"Das Alter und die Namen waren in der ursprünglichen Version drin, dann wurde wegen Platzmangel gekürzt und die Namen und Altersangaben wanderten in den Begleittext", erklärt Bystron. Für das Hauptanliegen, die Senkung der Strafmündigkeit, war also kein Platz, für den Hinweis, ob ein Migrationshintergrund vorlag, hingegen schon.
Doch auch im Begleittext gibt es keinen Hinweis auf das Alter der Täter. Auf erneute Nachfrage per Mail kündigt Bystron an, den Begleittext sofort korrigieren zu lassen. Das ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels allerdings noch nicht geschehen.
Dass die Postings der AfD Bayern mit Vorsicht zu betrachten sind, zeigt ein anderes Posting, mit dem sie kürzlich Schlagzeilen gemacht hatte. Ein syrischer Flüchtling hatte einen hohen Geldbetrag im Schrank seiner Wohnung gefunden und der Polizei übergeben. Die Polizei gab dazu eine Pressemitteilung heraus. Weil aber in den Zeitungsartikeln unterschiedliche Summen genannt wurden, kamen bei einigen Facebook-Usern Zweifel auf, ob die Geschichte überhaupt stimme. Dabei lässt sich das ganz einfach damit erklären, dass der Flüchtling Bargeld in Höhe von 50.000 Euro gefunden hatte und Sparbücher im Wert von über 100.000 Euro.
Die AfD Bayern griff diese Unsicherheit auf und postete eine Illustration bei Facebook. Dort schrieb sie: "Die Presse hat ein Problem: Niemand glaubt mehr ihre rührenden Flüchtlingsgeschichten. Wir hätten ein paar neue Ideen. " Daraufhin vervollständigte die Illustration den Satz "Syrischer Flüchtling findet... " mit Formulierungen wie "... Putzeimer in Abstellkammer und macht selbständig seine Bude sauber".
Dass diese Illustration den Syrer verunglimpft oder die AfD sogar den Wahrheitsgehalt der Geschichte anzweifelt, bestreitet Bystron: "Der ehrliche Finder des Betrages verdient in jedem Fall Respekt! " Ihm gehe es um etwas anderes: "Wir kritisieren eine unausgewogene Berichterstattung in den Medien, die oft geneigt sind, die positiven Aspekte der Zuwanderung zu überhöhen und die negativen eher zu bagatellisieren oder wie im Fall der Kölner Silvester-Nacht sogar völlig zu verschweigen. "
Das Posting ist mittlerweile verschwunden. "Warum die Banner gerade nicht online verfügbar sind, weiß ich nicht, dafür sind die Admins zuständig", sagt Bystron. "Das ist aber völlig gängige Praxis, manche Posts vorübergehend offline zu nehmen. " Auf Nachfrage, wer den Facebook-Account betreue, lässt die Geschäftsstelle wissen, dafür seien Ehrenamtliche zuständig.

 

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Rezension Dutschkismus: Wie Dutschke dachte

Als Wortführer der Studentenbewegung mischte Rudi Duschke die Republik auf. Carsten Prien versucht, die politische Vorstellungswelt des 68ers nachzuzeichnen.
Dieses Buch wirkt wie aus der Zeit gefallen. Die Begriffe, mit denen hantiert wird, muten seltsam antiquiert an. Vom "Kapitalverhältnis" ist beispielsweise die Rede, von "Klassenkampf" oder von der "Dialektik der Organisationsfrage". Worum geht es Carsten Prien, Jahrgang 1976, also eher kein unter Nostalgieverdacht stehender "Alt-Achtundsechziger"?
Mit seiner Studie erhebt er den Anspruch, "erstmals die Grundzüge des inneren Zusammenhangs von Dutschkes Gesamtwerk nachzuzeichnen". Er verortet Dutschke im "westlichen Marxismus", den er durch Denker wie Georg Lukács und insbesondere Karl Korsch als Antipoden eines "russischen oder 'leninistischen' Marxismus" geprägt sieht.
Zwar habe Dutschke selbst darauf verzichtet, "seine strategischen Überlegungen systematisch darzustellen", da er immer konkret und "situationsbezogen" gedacht habe. Gleichwohl benutzt Prien für dessen politische Vorstellungen den Begriff "Dutschkismus".
Das Wesen dieses "Dutschkismus" sieht Prien in der "notwendigen Einheit und historischen Gleichzeitigkeit von Kultur- und Basisrevolution". Diese Revolution ist für Dutschke gleichbedeutend mit der freiwilligen "Selbsttätigkeit der Massen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens".
Priens Versuch einer Rekonstruktion der politischen Theorie Dutschkes geht einher mit temperamentvollen Attacken gegen dessen Kritiker.
Vor allem Wolfgang Kraushaar vom renommierten Hamburger Institut für Sozialforschung, der den SDS-Aktivisten als "ideellen Begründer der Stadtguerilla" begreift, wird mit überzeugenden, einer seriösen Textkritik verpflichteten Argumenten belehrt, dass etwa Dutschkes Formulierung von einer "städtischen Guerillataktik" nach dessen Verständnis "jedes Momentes physischer, gar militärischer Gewalt entbehrt". Auch die Bemühungen, Dutschkes deutschlandpolitische Vorstellungen "nationalistisch zu vereinnahmen", weist Prien zurück.
Im zweiten Teil des Buches findet sich der von Prien eingeleitete Wiederabdruck eines Textes über die "allgemeine reale Staatssklaverei", den Dutschke zusammen mit Günter Berkhahn erstmals 1977/78 veröffentlicht hatte.
Diese historisch-materialistische Kritik der Sowjetunion bedient sich insbesondere des im orthodoxen Marxismus sowjetischer Lesart verständlicherweise verpönten Begriffs der "asiatischen Produktionsweise", in der ein despotischer Staat den "Überschuss" abschöpft, der den bäuerlichen Bedarf übersteigt.
Das Buch bietet eine konzise Einführung in die politische Ideenwelt Dutschkes. Es bietet gute Voraussetzungen für eine Wiederentdeckung dieses originellen Denkers.
Werner Bührer ist Historiker und lehrt an der TU München.

 

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Berlusconi aus Klinik entlassen: "Schmerzhafte Erfahrung"

Nach einer Herzoperation muss sich der frühere italienische Regierungschef in seiner Mailänder Residenz erholen.
05.07.2016 | 12:47 | 
( DiePresse.com )
Drei Wochen nach seiner Herzoperation ist Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi am Dienstag von der Mailänder San-Raffaele-Klink entlassen worden. Für ihn beginnt jetzt eine Konvaleszenzphase in seiner Residenz in Arcore bei Mailand.
"Es war eine sehr, sehr schmerzhafte Erfahrung. Ich dachte nicht, dass ich so viel leiden würde. Jetzt geht es mir ein bisschen besser. Zwei Monate Rehabilitation warten auf mich", sagte Berlusconi beim Verlassen der Klinik im Gespräch mit Journalisten, das vom Fernsehen übertragen wurde. Der frühere Premier wirkte stark abgemagert und mitgenommen. Er hoffe, dass er politisch noch Italien und den Italienern "nützlich" sein könne. "In Italien besteht ein äußerst besorgniserregender Mangel an politischen Leadern", klagte der 79-Jährige. Er hoffe, noch die Kraft zu haben, Politikern seinen Rat zu geben.
Der ehemalige Ministerpräsidenten war am 7. Juni in die Klinik eingeliefert worden, nachdem er über Herzprobleme geklagt hatte. Am 14. Juni wurde ihm eine künstliche Herzklappe eingesetzt..
(APA/dpa)

 

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Stichwahl-Wiederholung findet am 2. Oktober statt

Die Regierung hat sich auf ein Datum für den Urnengang geeinigt. Nun muss nur noch der Hauptausschuss des Nationalrats formal zustimmen.
05.07.2016 | 12:45 | 
( DiePresse.com )
Es ist entschieden: Nachdem der Verfassungsgerichtshof in der Vorwoche befunden hat, dass die Bundespräsidenten-Stichwahl wiederholt werden muss, steht nun bereits ein Termin fest. Es ist der 2. Oktober. Darauf hat sich die Bundesregierung am Dienstag verständigt. Das Datum hatte zuvor Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) im Ministerrat vorgeschlagen, Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) bestätigte anschließend, dass die Regierung dem Folge geleistet hat. „Sie können sich vorstellen, dass das eine vergleichbar einfache Übung war“, sagte der SPÖ-Bundesparteichef. 
Der Wahltermin für die erneute Stichwahl muss nun nur noch formal vom Hauptausschuss des Nationalrats abgesegnet werden. Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) hat aber bereits im Vorfeld angekündigt, dass dieser „unverzüglich“ tagen werde, sobald der Regierungsvorschlag vorliegt.
Noch offen ist, wann letztlich die Angelobung des neuen Staatsoberhauptes stattfinden wird. Aus dem Büro von Bures hieß es dazu am Dienstag nur, es werde nach dem Urnengang mindestens drei, eher vier Wochen oder länger dauern, bis diese vollzogen werden kann. Damit ist ziemlich wahrscheinlich, dass es am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, keinen Bundespräsidenten im Amt und somit wohl auch keine offene Hofburg geben wird.
Zur Diskussion, wie man die Parteien zur vermehrten Entsendung von Wahlbeisitzern motivieren könnte, gaben sich Kern und Mitterlehner unterdessen zurückhaltend. Allfällige Änderungen werde man jedenfalls nach der Wahl debattieren müssen, gaben sie zu verstehen. Kern betonte, es sei „mit Sicherheit" so, dass man das Wahlrecht diskutieren müsse. Das werde einen „intensiven Dialog" im Parlament notwendig machen.
Gefragt nach dem Vorschlag von Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer (ÖVP), der anregte, bei der Entsendung von Beisitzern säumige Parteien zu bestrafen , sagte Kern, er würde „ungern einen Einzelvorschlag herausnehme und diskutieren". Es gelte vielmehr, alle Vorschläge gemeinsam zu bewerten. Auch Mitterlehner betonte, es sei jetzt die Wahl „in Ruhe abzuwickeln". Danach solle man dann die Vorschläge mit Experten „sachlich diskutieren".
Angesprochen auf die Debatte um die Einladung von OSZE-Wahlbeobachtern sagte Kern, es gebe schon einen großen Unterschied, ob die Beobachtermissionen wie in der Vergangenheit behandelt werden - „oder ob wir da um Hilfe rufen für die 14 Wahlsprengel". Man sollte „wirklich aufpassen, dass das Vorgehensweisen sind, die unserem Ruf angemessen sind" - man sollte mit Augenmaß vorgehen, so der Kanzler. Mitterlehner betonte, es gebe im Endeffekt die Verpflichtung, Wahlbeobachter der OSZE einzuladen. Er und auch Kern seien sich einig in der Ansicht, dass Österreich kein „Bananenstaat" sei, „der um Hilfe ruft". Aber andererseits könne sich die Wahl natürlich jeder OSZE-Wahlbeobachter ansehen: "Soll sich halt jemand dazustellen und zuschauen. "
Wichtiger werde es sein, dass die einzelnen Wahlbehörden die vorliegenden Regeln einhalten, sagte Mitterlehner. Fehler wie in der Stichwahl dürften nicht noch einmal passieren. „Weil das waren rein technische Fehler, die locker vermieden hätten werden können", so der Vizekanzler. "Wenn man hört, es wird verdammt knapp, dann muss man auch verdammt genau sein", mahnte er.
(APA/Red.)

 

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Berlusconi: China-Konsortium will 400 Mio. in den AC Mailand investieren

Mailand. Er habe klare Garantien verlangt, sagte der ehemalige italienische Ministerpräsident.
Im vergangenen Herbst war ein geplanter Deal von Berlusconi mit dem thailändischen Investor Bee Taechaubol geplatzt. Berlusconi hatte zuletzt immer wieder zu verstehen gegeben, dass sich seine TV-Gruppe Fininvest den Klub nicht mehr leisten könne, dass er aber als Aktionär weiterhin im Verein das Sagen haben wolle.
© 2016 SID

 

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Digitale Agenda: Sorgenkinder Breitband, Bildung, Fachkräfte und E-Government

Der IT-Branchenverband Bitkom hat nach zwei Jahren eine recht positive Bilanz der digitalen Agenda der Bundesregierung gezogen. Über die Hälfte der Projekte seien umgesetzt, es blieben aber noch große Baustellen.
Eine "glatte 2" hat Bitkom-Präsident Thorsten Dirks am Dienstag der Bundesregierung für die bisherige Handhabe ihrer vor knapp zwei Jahre beschlossenen digitalen Agenda gegeben. 66 der 121 Einzelmaßnahmen, die von der Frequenzversteigerung , die 115-Behördennummer bis hin zum IT-Sicherheitsgesetz reichten, seien mittlerweile "abschließend umgesetzt". 46 seien noch in Arbeit, bei neun eher kleinen Vorhaben "ist noch nichts passiert".
Mit der Plattform Industrie 4.0 habe die Politik eine "wichtige Funktion übernommen", lobte Dirks. Auch das E-Health-Gesetz habe sich bereits im ersten Jahr gut entwickelt, auch wenn Wearables dabei noch unberücksichtigt geblieben seien. "Viel passiert" sei bei intelligenten Verkehrsnetzen mit dem digitalen Testfeld A9 , das die Industrie gerade mit Netztechnik und Sensorik ausrüste. Es sei nicht einfach gewesen, die Auto- und Zulieferbranche mit zusammenzubringen, aber Deutschland müsse hier Vorreiter sein. Selbst das Dauerstreitthema der Störerhaftung bei WLAN sei gelöst.
Thorsten Dirks (l.) und Bernhard Rohleder
Bild: heise online / Stefan Krempl
Mit dieser Bilanz dürfe sich aber niemand ausruhen, mahnte Dirks. Handlungsbedarf sieht er vor allem bei "digitalen Ökosystemen" mit schnellem Internet. "Der deutsche Mittelstand bewegt sich auf der Kriechspur", monierte Dirks. Selbst in Kinderzimmern werde mit höherem Tempo gesurft. Nur sieben Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen hätten Internet-Übertragungsraten von mehr als 50 MBit/s gebucht, noch weniger machten davon Gebrauch.
Die Branche habe seit 2000 etwa 170 Milliarden Euro in Breitbandausbau investiert. Das von der Regierung ausgerufene "Zwischenziel 50 MBit/s bis 2018" werde daher wohl erreicht. Wenig hält Dirks nun davon, "für das Jahr x" etwa ein Gigabit-Ziel auszurufen. Wichtiger sei es, sich an der tatsächlichen Nachfrage zu orientieren.
Dirks warb dafür "das Digitale in der Bildung zu stärken". Bund und Länder müssten hier stärker an einem Strang ziehen. Die größte Baustelle sei es, "unsere Verwaltung ins digitale Zeitalter zu überführen", da Deutschland beim E-Government weit zurückliege im europäischen Vergleich.
"2016 scheint ein gutes Jahr für die Branche zu werden", prognostizierte Dirks. Über 70 Prozent der dem Bitkom angeschlossenen Firmen hätten im ersten Halbjahr ihre Umsätze steigern können, der Bitkom-Index der Geschäftserwartung liege auf einem Spitzenwert. Für das Gesamtjahr müssten aber noch "unkalkulierbare Folgen wie Brexit " mit einberechnet werden.
"Wir erwarten eines der besten Jahre in der Informations- und Kommunikationstechnik", führte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder aus. Software und IT-Services seien die Segmente, die am stärksten wachsen, und auch die größten Beschäftigungspotenziale hätten. 56 Prozent der Unternehmen wollten Arbeitsplätze schaffen, nur sechs Prozent abbauen. Die Fachkräftesituation wurde von 64 Prozent der Unternehmen als Problem angesehen, vor einem Jahr waren es noch 51 Prozent. Gleichbleibend kritisierten 33 Prozent der vertretenen Unternehmen die politischen Rahmenbedingungen.
Der eco-Verband der Internetwirtschaft hatte der Regierung voriges Jahr noch ein schlechtes Zeugnis für die digitale Agenda ausgestellt und die beteiligten Ministerien zur Eile gemahnt. ( anw )

 

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Kaiserslautern: 22.000 Euro Strafe und Bewährungsverlängerung

Frankfurt/Main. Bis zu 8000 Euro dürfe der Traditionsklub für "sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen" verwenden, teilte der DFB am Dienstag mit.
Aufgrund der Vorfälle verlängerte das Sportgericht die Bewährungsfrist des bereits am 8. Februar gegen den FCK auf Bewährung verhängten Teilausschlusses der Zuschauer für ein Heimspiel bis zum 30. Juni 2017. Ursprünglich wäre die Bewährung am Ende des Jahres 2016 abgelaufen.
© 2016 SID

 

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RTL zeigt Racheporno gegen Willen des Opfers - TV - Bild.de

► In der RTL-Show „Die 10 pikantesten Geschichten der Welt“ vom 15. Juni holte Moderatorin Sonja Zietlow (48) die Geschichte der einst gedemütigten Dänin aus dem Giftschrank – mitsamt der entwendeten Fotos. Ohne Nachfrage und nahezu unverpixelt.
Schlagerstar Vanessa Mai wirft als Jurorin bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ hin. Darum!
Günther Jauch (59) kommen ab morgen neben „Wer wird Millionär?“ mit einer weiteren Rateshow ins TV: „500 – Die Quiz-Arena“.
Außerdem beschuldigte der Sender in dem Beitrag Holtens Ex-Freund. Dieser soll laut RTL die Fotos 2011 in Umlauf gebracht haben. Auch dagegen wehrt sich Holten: „Das ist eine Lüge und eine Diffamierung. Mein Ex-Freund hatte damit nichts zu tun.“
► RTL hat sich gegenüber der „Welt“ geäußert: „Sie über das erneute Aufgreifen ihrer Geschichte in ,Die 10 ...‘ im Juni 2016 nicht vorab informiert zu haben, war eindeutig ein Fehler von uns! Dafür haben wir uns bei ihr entschuldigt. Auch die Bebilderung des Beitrags mit einigen der sogenannten Rachebilder war ein klarer Fehler.“
Eine neue Regel soll verhindern, dass Sex-Fotos und Pornos ohne die Einwilligung der Beteiligten veröffentlicht werden.
Außerdem veröffentlichte er Emmas vollständigen Namen und ihre E-Mail-Adresse. Von diesem Tag an erhielt sie beleidigende Nachrichten von Männern, vom Teenager bis zum Familienvater, aus der ganzen Welt.
► Nach vier Jahren wehrte Emma Holten sich mit eigenen Nacktbildern! Sie ließ sich von der Fotografin Cecilie Bødker in ästhetischen und alltagsnahen Posen fotografieren. Die Bilder erschienen im Magazin „Friktion“. Einige sind auch auf Emmas Blog „Hysteria“ zu sehen.

 

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Nachwuchs für Blunt und Krasinski

Das zweite Mädchen der beiden Schauspieler ist bereits vor zwei Wochen zur Welt gekommen und heißt Violet.
05.07.2016 | 12:34 | 
( DiePresse.com )
Die britisch-amerikanische Schauspielerin Emily Blunt (33, "Der Teufel trägt Prada") und ihr Mann, US-Schauspieler John Krasinski (36, "Das Büro"), sind zum zweiten Mal Eltern geworden. Das kleine Mädchen sei bereits vor zwei Wochen geboren worden und heißt Violet, verkündete Krasinski am Montag (Ortszeit) auf Twitter.
Die beiden haben bereits eine gemeinsame Tochter: Hazel ist zwei Jahre alt. Blunt und Krasinski sind seit 2010 verheiratet. Blunt wurde mit Rollen in Filmen wie "Lachsfischen im Jemen", "Victoria, die junge Königin" und "Der Teufel trägt Prada" bekannt. 2007 wurde sie mit einem Golden Globe ausgezeichnet.
(APA/dpa)

 

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Elektroindustrie 2015 mit bestem Jahr seit 2008

Wien – Die Elektro- und Elektronikindustrie blickt zufrieden auf das Jahr 2015 zurück, für die Zukunft ist der Fachverband optimistisch. Der Produktionswert der Branche ist auf einen Rekordwert von 13,36 Mrd. Euro gestiegen, damit wurden erstmals die Zahlen des Vorkrisenniveaus von 2008 übertroffen. Auch die Mitarbeiteranzahl übersteigt 2015 wieder die Zahlen von 2008.
Die Elektroindustrie ist weiterhin stark vom Export geprägt, 80 Prozent werden ins Ausland verbracht. Für die beiden wichtigsten Exportmärkte, Deutschland und die USA, konnte ein Plus von 6,6 beziehungsweise 7,5 Prozent verzeichnet werden.
Elektronikbranche mit längeren Zyklen
FEEI- Geschäftsführer Lothar Roitner ist optimistisch für die Zukunft, da alle Indikatoren auf zusätzliches Wachstum hindeuten. Bei den elektronischen Bauteilen ergibt sich im ersten Quartal 2016 ein Plus von 1,4 Prozent, diese seien ein wichtiger Indikator für die gesamte Branche, meint Roitner. Er betont jedoch „die Elektronikbranche hat längere Zyklen als andere Wirtschaftszweige, daher ist Vorsicht angebracht bei der Interpretation von kurzfristigen Zeiträumen“.
Fachverbands-Obfrau Brigitte Ederer, ehemalige SPÖ-Spitzenpolitikern und Topmanagerin des Siemens-Konzerns, nutzt die heutige Jahrespressekonferenz für harsche Kritik an der Privatisierung der Telekom Austria unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser („war ein Fehler“) - und auch mit den „Brexit“-Frontleuten geht sie hart ins Gericht. „(Boris) Johnson und (Nigel) Farage verhalten sich unverantwortlich - das ärgert mich“, meint sie.
Branche mit politiver Einstellung zu TTIP
Die Folgen des „Brexit“ für die österreichischen Elektronikindustrie, seien im Moment schwer seriös prognostizierbar, so Roitner. Im Jahr 2015 wurden Güter im Wert von 436 Mio. Euro nach Großbritannien exportiert, das ist ein Anteil von 2,8 Prozent am gesamten Exportvolumen der Branche. Zur Frage wie es mit der Brexit-Situation weitergeht meint Ederer, sie hoffe, dass die Verhandlungen mit den Briten keine Rosinenpickerei werden.
Zur innenpolitischen Diskussion über das Freihandelsabkommen „TTIP“ erklärt Roitner: „Es werden die falschen Aspekte diskutiert“ und „man habe als exportorientierte Branche eine positive Einstellung zu Freihandelsabkommen“. Zur von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) angestoßenen Diskussion betont Ederer: „Wir müssen uns überlegen wie wir Sozialsysteme auch im Jahr 2050 finanzieren werden.“ (APA)

 

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Klimaverbände fordern Ausstieg: Zehntausende Todesfälle wegen Kohlekraft?

Klimaschützer warnen: Die Abhängigkeit von der Kohlekraft kostet uns unsere Gesundheit. Zehntausende Menschen in Europa sterben laut einer Studie jährlich an den Emissionen. Deutschland hat demnach EU-weit die meisten Kohlekraftopfer - aber auch die zweithöchsten Belastungen.
Ob sie Kohlekraft nutzen oder nicht, entscheiden die jeweiligen Länder für sich allein. Doch unter den Emissionen wie Feinstaubpartikeln und Treibhausgasen leiden auch die umliegenden Staaten. Vier Umweltverbände haben die Ausstöße und ihre Auswirkungen in der EU analysiert und berichten von jährlich 22.900 vorzeitigen Todesfällen sowie zehntausenden Herz- und Lungenkrankheitsfällen, die durch die Kohlekraftemissionen bedingt sind.
Der Bericht mit dem Titel "Europe's Dark Cloud" - zu deutsch "Europas dunkle Wolke" - stützt sich auf Auswertungen von 257 der insgesamt 280 europäischen Kohlekraftwerke. Demach belaufen sich die durch sie verursachten Gesundheitskosten jährlich auf bis zu 62,3 Milliarden Euro.
An der Spitze der Staaten, von denen die größten Belastungen ausgehen, sieht die Studie Polen. Die polnischen Kraftwerke sollen demnach jährlich für 5830 vorzeitige Todesfälle verantwortlich sein. Auf die Kappe deutscher Kraftwerke sollen 4350 Fälle gehen, das damit den zweithöchsten Ausstoß hat. Danach folgen Großbritannien mit 2860 Todesfällen, Rumänien (2170) und Bulgarien (1570).
Die fünf EU-Staaten, die am meisten unter den Kohleschadstoffen eigener und fremder Kraftwerke leiden, sind laut Bericht Deutschland, auf das von den 22.900 Todesfällen insgesamt 3630 entfallen, Großbritannien (2100), Polen (1860), Italien (1610) und Frankreich (1380).
An der Studie beteiligten sich der in Brüssel ansässige Umwelt- und Gesundheitsverband HEAL, die britische Umweltorganisation Sandbag, der Klimadachverband Climate Action Network (CAN) und die Umweltstiftung WWF. Die Verbände fordern angesichts der Gesundheitsschäden und des Klimawandels, so schnell wie möglich europaweit aus der Kohleenergie auszusteigen.
Der Report bestätigt erneut, dass unsere Abhängigkeit von Kohlestrom auf dem Rücken der Menschen ausgetragen wird und alle Europäer einen hohen gesundheitlichen Preis dafür zahlen", erklärte Julia Huscher von der Organisation HEAL. "Dass Deutschland das am stärksten betroffene Land in Europa ist, sollte die Bundesregierung zum Handeln bringen. "
Die WWF-Klimaschutzreferentin Viviane Raddatz forderte, Deutschland müsse einen "sozialverträglichen Fahrplan zum Ausstieg aus der Kohleverstromung vorlegen, der bis spätestens 2035 komplett umgesetzt wird".

 

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Ausverkauf: Österreicher greifen bei Schnäppchen zu

Wien – Der Österreicher ist ein Schnäppchenjäger: Jeder Vierte lässt im Ausverkauf mehr als 300 Euro springen, sogar bei großer Hitze. Bei der Schnäppchenjagd am beliebtesten sind hierzulande Bekleidung (85 Prozent) und Schuhe (57 Prozent). Es gibt aber auch geschlechtsspezifische Schwerpunkte: Während fast jede Frau im „Sale“ Textilien einkauft, interessieren sich Männer daneben besonders für Sportartikel (31 Prozent) und Elektronik (29 Prozent). Weibliche Kunden kaufen auch gerne Accessoires (30 Prozent).
Die Mehrheit der Österreicher sucht spontan nach günstigen Angeboten (71 Prozent). Bei den Männern geht aber doch ein Drittel gut informiert auf Einkaufstour, bei den Frauen führen nur 20 Prozent Vorabrecherchen durch.
Rund zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) zieht es auf der Suche nach Sonderangeboten in Einkaufszentren. Jeder Zweite nutzt den Abverkauf aber auch online. Nur 14 Prozent bleiben vom Sommerschlussverkauf komplett unberührt und wollen gänzlich darauf verzichten.

 

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Künstliche Intelligenz: Google will Augenerkrankungen von Briten frühzeitig erkennen helfen

Viele Menschen müssten nicht erblinden, wenn ihre Erkrankungen frühzeitig erkannt werden. Die Google-Tochter DeepMind will mit maschinellem Lernen dabei helfen. Das Unternehmen geriet bereits in das Visier von Datenschützern.
Die Zusammenarbeit zwischen der Google-Tochter DeepMind und dem britischen Gesundheitswesen erstreckt sich nun auf ein weiteres Projekt. Ging es zunächst darum, akutes Nierenversagen rechtzeitig zu entdecken, sind nun Augenerkrankungen dran. Dafür sollen gut eine Million mit Optischer Kohärenztomografie (OCT) erstellte Scans von Augenhintergründen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert werden.
Dabei geht es darum, Auffälligkeiten besser finden zu können, die auf eine Diabetische Retinopathie oder auf eine altersbedingte Makuladegeneration hinweisen. Die bisherigen Diagnosemöglichkeiten seien nicht dafür geeignet, die komplexen OCT-Aufnahmen ausreichend zu analysieren, wie DeepMind schildert.
DeepMind ist in diesem Frühjahr in den Blickpunkt geraten, weil ihre Software AlphaGo den amtierenden Weltmeister im Brettspiel Go besiegt hatte. Die massenhafte Nierendiagnose geriet in die Kritik von Datenschützern, da keine separaten Register für Patienten mit Nierenproblemen existieren und DeepMind daher sämtliche Daten erhielt: neben den aktuellen Patientenakten zusätzlich alle Dokumente aus den vergangenen fünf Jahren sowie jene von der zentralen Sammelstelle aller britischen Krankenhausbehandlungen.
Im Gegensatz dazu sollen die Scans der Netzhäute allein geliefert und anonymisiert werden. Sie sollen dazu dienen, Diagnoseinstrumente mit Hilfe von maschinellem Lernen zu verbessert. Die Daten liefert das Londoner Moorfields Eye Hospital, nach Angaben von DeepMind eine der größten Augenkliniken Großbritanniens. Für Patienten, die nicht wollen, dass ihre Daten weitergegeben werden, besteht die Möglichkeit, per Opt-out zu widersprechen. Damit gewährleistet ist, dass die Daten nicht weitergegeben oder den ursprünglichen Zweck verwendet werden, wurde ein Aufseher eingesetzt.
Von altersbedingter Makuladegeneration (AMD), also dem Nachlassen der zentralen Sehschärfe, werden in Großbritannien im Jahr 2020 nach Schätzungen 2,5 Millionen Menschen betroffen sein. Die Forscher haben es besonders darauf abgesehen, die Fälle von feuchter AMD zu erkennen, da diese zwar etwa 15 Prozent der AMD-Fälle ausmachen, aber verhältnismäßig öfter zur Erblindung führen.
Ebenfalls erblinden könnten laut der Mitteilung 50 Prozent der Betroffenen mit Diabetischer Retinopathie. Dabei werden durch Diabetes mellitus auf Dauer kleine Blutgefäße in der Netzhaut geschädigt. 98 Prozent dieser Erkrankungen könnten behandelt werden, würden sie frühzeitig erkannt. Das soll mit maschinellem Lernen möglich werden. ( anw )

 

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EM-Aus von Mario Gomez könnte Mario Götzes letzte Chance sein

Mario Götze hatte seinen weißen Kopfhörer nur halb auf, seine Kulturtasche trug er lässig unter dem Arm. Er grüßte freundlich. Doch Fragen? Die hatte an den WM-Helden nach einem denkwürdigen Viertelfinal-Abend in Bordeaux niemand.
Das könnte sich durch die Verletzung von Mario Gomez bald wieder ändern. Doch nicht einmal das ist sicher. So weit ist es gekommen. Denn Bundestrainer Joachim Löw reagierte am Montag ausweichend auf die Frage, wer den verletzten Mittelstürmer im Halbfinale gegen Frankreich am Donnerstag (21.00/Live-Ticker) ersetzen könnte.
Option eins: Götze. Option zwei: der vielseitige und normalerweise rechts eingesetzte Thomas Müller. "Oder", sagte Löw, "vielleicht spielen wir ja auch mit zwei Stürmern. "
Zwischen den Zeilen ließ sich jedoch eine eindeutige Tendenz für Müller erkennen. Der Unterschied sei, "dass Mario nicht die Wege macht" wie Müller, erklärte der Bundestrainer: "Er ist anspielbar in den Zwischenräumen, wogegen Müller der Spieler ist, der in die Tiefe geht. "
Und genau das will Löw bei der EM sehen. Deshalb dürfte Löw nun Müller in die Spitze beordern, der normalerweise etwas zielstrebiger ist, auch wenn er bei der EURO noch nicht traf.
Und Mario Götze? "Natürlich träume ich davon, auch in Paris das Finaltor zu schießen", hatte er kurz vor der EM gesagt. Beim WM-Triumph vor zwei Jahren war ihm das im Endspiel gegen Argentinien gelungen. Damals war Götze der Held, er wurde praktisch unsterblich. Bei der EM war für ihn zuletzt aber längst wieder grauer Alltag angesagt.
Spötter sagen, Götze habe endlich seinen Platz aus dem Verein erobert: Allerdings meinen sie damit die Bank, auf der der 24-Jährige bei Bayern München im Endspurt der vergangenen Saison nach überstandener Verletzung meistens sitzen musste.
Bei der EM machte er die ersten beiden Spiele als "falsche Neun". Dann kam Gomez als "richtige Neun" - und überzeugte. Götze rutschte auf die linke Seite. Wurde im nächsten Spiel durch Julian Draxler übersetzt - und auch der überzeugte.
So schien sich Götze trotz ständigen Lobs von Löw auch bei der EM aus dem Team gespielt zu haben. Das Gomez-Aus bedeutet für ihn nun zumindest eine vage Hoffnung.
Dass in einem Turnier für einen die Stunde schlagen kann, der längst außen vor schien, weiß ja niemand so gut wie Götze. "Mal ist man der Hund, mal ist man der Baum", sagte er auch deshalb kürzlich.
Bei der WM stand Mario Götze in den ersten beiden Spielen in der Startelf. Er verlor seinen Platz, wurde bis zum Finale dreimal eingewechselt und einmal gar nicht gebraucht. Er wurde dann doch noch zum Helden. Und alle hatten viele Fragen.

 

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Hofburg-Wahl: Blecha kritisiert "weltfremden" VfGH

Der Entscheid der Höchstrichter, die Bundespräsidenten-Stichwahl zu wiederholen, sei "falsch" und "weltfremd", sagt der SPÖ-Seniorenchef.
05.07.2016 | 12:25 | 
( DiePresse.com )
Scharfe Kritik am Entscheid des Verfassungsgerichtshof (VfGH), die Bundespräsidenten-Stichwahl wiederholen zu lassen, kam am Dienstag von SPÖ-Seniorenchef Karl Blecha. Er nannte den Spruch der Höchstrichter "falsch" und "weltfremd". Es gebe keine Hinweise, dass es tatsächlich zu Rechtswidrigkeiten und Manipulationen gekommen sei.
Bei den festgestellten Verfahrensmängeln könne keinesfalls von einer "Rechtswidrigkeit des Wahlverfahrens" gesprochen werden, so Blecha in einer Aussendung. Der VfGH habe letztlich die Wahl aufgehoben, obwohl nicht einmal die Richter selbst an eine Manipulation glaubten: "Dass die Österreicher und Österreicherinnen am 2. Oktober erneut zum Urnengang aufgerufen werden, widerspricht dem Wählerwillen und gießt Öl in die schwelende Glut der derzeitigen Politikverdrossenheit. "
(APA)

 

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Als flotte Schnitte ins Single-Leben - Auto-News - Bild.de

Also baut ihn VW nun selbst und hübscht sein Äußeres so richtig fürs Single-Leben auf.
Beeindruckend: VW spielt gleich die ganze Klaviatur. Den Crafter wird es mit Doppel- oder Einzelkabine, als Fahrgestell für individuelle Aufbauten, als Kastenwagen oder Bus geben. Bei Frontantrieb wird der Motor quer installiert, bei Heckantrieb oder Allrad längs.
VW bietet zunächst ausschließlich Diesel-Motoren in Abstufungen von 102 bis 177 PS an. Serie ist ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe, gegen Aufpreis gibt es eine Acht-Gang-Automatik.
Vor allem aber wird der erste VW Crafter, der in Eigenregie gebaut wird, windschnittiger. VW spricht von einem cw-Wert von 0,33. Für ein Nutzfahrzeug schon rekordverdächtig.
Ein Bulli mit Bullen-Kräften! Dank eines Porsche-Turbomotors leistet der Oldtimer 530 PS! Temposchilder sind für ihn ein rotes Tuch.

 

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Zukunft der Europäischen Union: Schäubles Idee mit Sprengpotenzial

Wichtige Entscheidungen künftig lieber ohne die europäische Institutionen? Der Vorschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble schreckt nicht nur Opposition und Koalitionspartner auf. Experten fürchten eine Schwächung der EU.
Dass Wolfgang Schäuble ein überzeugter Europäer ist, bezweifelt kaum jemand auf dem Kontinent. Für seine Verdienste um die europäische Einigung wurde er mehrfach ausgezeichnet - zuletzt mit dem Aachener Karlspreis und dem Point-Alpha-Preis. Doch mit seinen Überlegungen über die Zukunft der EU irritierte der Bundesfinanzminister am Wochenende einige Beobachter.
Wichtige Entscheidungen könnten künftig vor allem die Mitgliedsstaaten und nicht mehr die EU-Institutionen vorantreiben, sagte Schäuble im Bericht aus Berlin. Um schneller "sichtbare Ergebnisse" zu liefern, müssten notfalls Länder mit Führungsverantwortung in bestimmten Fragen vorangehen, so der Finanzminister weiter - und rief damit einige Empörung hervor.
"Wolfgang Schäuble will ein Europa, in dem vor allem die Staats- und Regierungschefs entscheiden. Ich sehe das sehr skeptisch. Es hat bisher ja auch nicht überzeugt. Wir brauchen gestärkten Parlamentarismus und mehr Nachvollziehbarkeit in Brüssel und den Hauptstädten der Mitgliedstaaten", so Rebecca Harms, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im EU-Parlament zu tagesschau.de. Der Koalitionspartner SPD warf ihm vor, die europäischen Institutionen schwächen zu wollen. Wurde Schäuble etwa plötzlich zum EU-Gegner?
Rolf-Dieter Krause glaubt das nicht. Der langjährige Leiter des ARD-Studios in Brüssel hält Schäuble für einen der wenigen deutschen Minister, denen Europa wirklich am Herzen liege. "Der Vorschlag trägt dem Umstand Rechnung, dass man sich unter 28 Mitgliedsstaaten nicht mehr einigen kann", so Krause im Gespräch mit tagesschau.de.
Durch die Erweiterung der EU auf derzeit 28 Mitglieder sei die potenzielle Uneinigkeit zwischen den Ländern immer weiter gewachsen, erklärt Krause. Deshalb wolle Schäuble notfalls in wichtigen Bereichen nun mit einigen Ländern voran gehen. Für Krause kommt dieser Vorstoß nicht überraschend. "Die Frage, ob man mit 28 Mitgliedsstaaten die erforderlichen Integrationsschritte gehen kann, hat Schäuble schon vor mehr als 20 Jahren mit Nein beantwortet - auch wenn es damals noch gar keine 28 Mitglieder gab", sagt er.
Krause verweist damit auf das Schäuble-Lamers-Papier von 1994, in dem der CDU-Politiker schon damals das Konzept für ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorlegte. Ein Kerneuropa aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg sollte bei der Integration Tempo machen - wobei die Fortschritte auch immer den anderen Mitgliedsstaaten offenstehen sollten. Ist der Vorschlag vom Wochenende also nur eine Wiederholung eines mehr als zwei Jahrzehnte alten Plans?
Nikolai von Ondarza sieht das nicht so. "Das Schäuble-Lamers-Papier ging davon aus, dass die EU-Institutionen an den Fortschritten der Kerngruppe beteiligt wären", erklärt der stellvertretende Leiter der Forschungsgruppe EU/Europa der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit tagesschau.de. Schäubles Vorschlag vom Wochenende gehe darüber hinaus. "Er besagt: Wenn die EU-Institutionen sich nicht einigen können und die Mitgliedsstaaten sich nicht einigen können, dann handeln wir künftig außerhalb der Institutionen", erklärt Ondarza. "Das hat ein gehöriges Sprengpotenzial. Es schwächt die EU-Institutionen".
Prinzipiell sei es nicht ungewöhnlich, dass die Staats- und Regierungschefs auch außerhalb des EU-Rahmens zusammenarbeiten. Im Zuge der Griechenlandkrise sei etwa der Fiskalpakt, der die Regeln zur Durchsetzung der Haushaltskontrolle verschärft hat, außerhalb des EU-Rahmens geschlossen worden. Auch in der Sicherheitspolitik sei die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Nationalstaaten wichtiger als die Kooperation auf EU-Ebene.
Dieses Modell habe jedoch auch Grenzen: "Wenn der gesamte EU-Rahmen gebraucht wird, muss man auf die europäischen Institutionen zurückgreifen", sagt Ondarza. Ein Beispiel sei etwa die Bankenunion, die nationale Kompetenzen in der Finanzmarktaufsicht auf die europäische Ebene verlagerte. "Ohne EU-Gesetzgebung wäre das nicht möglich gewesen", so Ondarza.
Trotzdem ist es nicht selten, dass führende europäische Staatsmänner und -frauen ihre Vorstellungen lieber ohne die EU-Institutionen umsetzen wollen. "Politiker wie Angela Merkel möchten Prozesse in Brüssel unter der Kontrolle der Staats- und Regierungschefs halten", erklärt Wichard Woyke, Politikwissenschaftler und Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Seit Beginn des europäischen Projekts hätten sich Phasen der verstärkten Integration mit Zeiten abgewechselt, in denen die Entscheidungen vor allem in den Hauptstädten der Mitgliedsstaaten fielen. "In der Griechenlandkrise haben zum Beispiel vor allem die Nationalstaaten miteinander kooperiert. Bei der Europawahl 2014 hat hingegen das Aufstellen der beiden Spitzenkandidaten Juncker und Schulz zu einem mehr an Integration geführt. Schäubles Vorschlag zeigt, dass das Pendel jetzt wieder in die andere Richtung ausschlägt", sagt Woyke.
Dass ausgerechnet der Finanzminister nun mit einem Vorschlag zur Stärkung der Rolle der Mitgliedsstaaten vorgestoßen sei, überrascht den Politikwissenschaftler. Schließlich habe Schäuble in den vergangenen 30 Jahren für eine stärkere Integration gekämpft, so Woyke zu tagesschau.de. "Der Brexit hat ihn offensichtlich geschockt. "

 

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Oktoberfest: Keinen Zaun für die Wiesn

Nach einer heftigen Debatte scheitert Wiesn-Chef Josef Schmid mit seinem Vorschlag.
Auf dem nächsten Oktoberfest wird es keine mobilen Zäune für eine kurzfristige Komplettsperrung bei drohender Überfüllung geben. Der Wirtschaftsausschuss der Stadt München stimmte am Dienstag nach einer heftigen Debatte zwar einer Vorlage zu mehr Sicherheit auf dem Oktoberfest zu. Der umstrittene Vorschlag von Wiesn-Chef und Wirtschaftsreferent Josef Schmidt (CSU) war darin jedoch nicht mehr enthalten.
Schmid hatte die mobilen Zäune an der Theresienhöhe vorgeschlagen, um an extremen Tagen kurzzeitig eine Komplettsperrung zu ermöglichen. Denn an allen anderen Stellen ist das Gelände ohnehin bereits mit Bauzäunen und Schaustellerwagen fast ganz abgeriegelt.
Oberbürgermeister Dieter Reiter ( SPD ) sagte, die mobilen Zäune enthielten Unwägbarkeiten, die auch er "nicht auf die Seite schieben" könne. Beschlossen wurde aber, unter anderem die Zahl der Ordner zu erhöhen und an allen Zugängen stichprobenartig Taschen kontrollieren zu lassen.
Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD), der das Amt erst in der vergangenen Woche übernommen hatte, sprach sich in der Sitzung dafür aus, zumindest in diesem Jahr auf Zäune zu verzichten und stattdessen die Lage an den Brennpunkten direkt auf der Wiesn zu entschärfen. Derartige Absperrungen hätten sich zwar bei Sportveranstaltungen und Konzerten bewährt. Es sei aber nicht klar, ob diese auf dem Oktoberfest nicht sogar zu einer zusätzlichen Gefahr werden könnten, da die Menschen dort gleichzeitig hinein und hinaus drängten.

 

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250 Mio. Kinder leben in Chaos und Gewalt - Politik Ausland - Bild.de

Ein derartiges Ausmaß von Gewalt gegen Minderjährige habe es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben, heißt es in dem Jahresbericht 2016.
Die „neue Ära humanitärer Krisen“ ist demzufolge vor allem durch zwei Faktoren gekennzeichnet:
► Die Konflikte sind meistens nicht zeitlich begrenzt, sondern rauben Mädchen und Jungen oft ihre gesamte Kindheit, wie etwa in Afghanistan, Syrien, dem Südsudan oder Jemen.
► Immer häufiger wird gezielte Gewalt gegen Kinder als eine Art Kriegswaffe eingesetzt. 
„Uns liegen viele Berichte vor, wonach Scharfschützen bewusst Kinder anvisieren und Schulen, Kindergärten oder Spielplätze angegriffen werden“, sagt der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. Es gebe keinerlei moralische Grenzen mehr: Dass zum Beispiel Anschläge auf Schulen international geächtet sind, spiele für die Kriegführenden allem Anschein nach keine Rolle.
Allein 2014 habe es in Afghanistan 164 und im Irak 67 Angriffe auf Bildungseinrichtungen gegeben.
Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram zerstörte in Nigeria mehr als 1200 Schulen und tötete über 600 Lehrer.
Meist gehe es darum, den Widerstand der Bewohner zu brechen, um sie zu vertreiben und die politische Macht zu erobern.
Psychosoziale Angebote und Notschulen seien wichtige Mittel, um Kinder in Krisenregionen zu unterstützen und zu stabilisieren, betont das UN-Hilfswerk in dem Bericht mit dem Titel „Flüchtlingskindern helfen“. Denn der Besuch einer Schule vermittele Kindern ein Gefühl von Alltag und Normalität.
Doch im Jahr 2013 seien lediglich zwei Prozent der weltweiten Nothilfegelder in solche Projekte geflossen. Ein erfolgreiches Beispiel sei das von der Bundesregierung unterstützte Programm „No Lost Generation“, bei dem Kindern in Syrien und benachbarten Ländern Lernmaterial und damit Zugang zur Bildung bekämen.

 

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Alltagsfrage: Machen Nudeln WIRKLICH dick?

Diese Frucht gilt seit vielen Jahren als Geheimtipp für eine bessere Fettverbrennung. Ob das funktioniert, lesen Sie hier.
Zucker ist ungesund, Honig scheint eine leckere und vor allem natürliche, mineralstoffreiche Alternative zu sein. Aber ist das wirklich so?
Die meisten Menschen denken, dass Koffein den Geschmack von Kaffee maßgeblich beeinflusst – aber das ist ein Irrtum.

 

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640.000 Kinderpornos: Sechs Jahre Haft für „tickende Zeitbombe“

Innsbruck – Wegen schweren sexuellen Missbrauchs des Autoritätsverhältnisses und pornografischer Darstellung Minderjähriger wurde am Dienstag Mittag ein 42-jähriger Unterländer nicht rechtskräftig verurteilt.
Der Mann war über den Hinweis eines pädophilen Oberösterreichers, mit dem er Tausende einschlägige Bilder ausgetauscht hatte, ins Visier der Ermittler geraten. Dabei kamen Dimensionen hervor, die auch hartgesottene Polizisten erschütterten. Fanden sich bei dem Unterländer doch mindestens 640.000 Kinderpornodateien und dazu ebensolches Videomaterial mit einer Abspieldauer von nicht weniger als 62 Tagen.
Das sichergestellte Bildmaterial brachte zudem kam zudem ans Licht, dass der Unterländer im Jahr 2007 auch selbst einen Buben und ein Mädchen missbraucht hatte. Die Einvernahme des Buben wurde am Landesgericht per Video unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgeführt.
Der Angeklagte erklärte sich vor Richter Norbert Hofer zu den Vorwürfen teilgeständig. Er stritt aber zum Beispiel ab, die Kinder vor deren Missbrauch mit Medikamenten betäubt zu haben.
Der Schöffensenat verhängte über den mit leichter Einschränkung Zurechnungsfähigen sechs Jahre Haft. Dagegen erhob der 42-Jährige sofort Strafberufung. Die Staatsanwaltschaft gab kein Erklären zum Urteil ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Richter Hofer: „Seit 2008 sind Sie wegen Depressionen in Therapie. Von Ihrer ausgeprägten Pädophilie hatten Sie jedoch nie ein Wort erwähnt. Für mich sind Sie eine tickende Zeitbombe. Nur weil Sie kaum Zugang zu Kindern hatten, gab es in ihrem Umfeld wohl nicht mehr Opfer.“ (fell)

 

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Razzia in der Autobranche: Kartellamt ermittelt gegen deutsche Autobauer

Die Aushängeschilder der deutschen Automobilbranche sind ins Visier des Bundeskartellamts geraten, wie Reuters berichtet. Die Wettbewerbshüter gehen dem Verdacht illegaler Absprachen beim Einkauf von Stahl nach. Beamte der Behörde hätten deshalb m 23. Juni sechs Unternehmen der Branche durchsucht, teilte ein Sprecher des Kartellamts am Dienstag mit. Namen der betroffenen Konzerne nannte die Behörde wie üblich nicht. Die Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW räumten auf Nachfrage ein, durchsucht worden zu sein. Auch die Zulieferer ZF und Bosch waren Ziel der Razzien.
An den Durchsuchungen, die zeitgleich am 23. Juni über die Bühne gingen, beteiligten sich den Angaben der Wettbewerbshüter zufolge 50 Mitarbeiter der Behörde. Durchsuchungsbeschlüsse setzen einen Anfangsverdacht für einen Kartellrechtsverstoß voraus, bis zum Abschluss des Verfahrens gilt aber die Unschuldsvermutung. Bestätigt sich der Verdacht der Wettbewerbshüter, können sie mit empfindlichen Geldbußen reagieren.
Theoretisch kann das Kartellamt Firmen mit bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes belangen – in der Praxis schöpft die Behörde diesen Rahmen aber nicht aus. Die konkrete Höhe des Bußgeldes ist abhängig von der Schwere und der Dauer der Tat. Rekordbußgelder in einer Höhe von über 700 Millionen Euro verhängte die Behörde etwa 2003 gegen die Mitglieder eines Zement-Kartells. Gerichte reduzierten die Strafsumme später aber deutlich auf rund 400 Millionen Euro.
Für den Volkswagen-Konzern kommen die Ermittlungen zur Unzeit. Die Wolfsburger kämpfen weiter mit den Folgen der Abgasaffäre. Allein die Beilegung des Dieselskandals in den USA kostet den Autobauer mehr als 15 Milliarden Dollar.
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Schmerzhafte Lücken: BVB startet in "Saison des Umbruchs"

Dortmund. Der Mittelfeldspieler wird erst am 11. Juli ins Training einsteigen.
Auch die EM-Halbfinalisten Raphael Guerreiro (Portugal) und Julian Weigl (Deutschland) waren noch nicht dabei, ebenso Mikel Merino und Emre Mor (EM-Teilnahme mit der Türkei). Trainer Thomas Tuchel begrüßte aber zumindest die Zugänge Sebastian Rode (von Bayern München) und Ousmane Dembélé (Stade Rennes). Joo-Ho Park trainierte individuell.
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht trotz der schmerzhaften Abgänge von Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrich Mchitarjan gute Perspektiven für den BVB. "Diese Sisyphos-Arbeit ist für uns nicht neu - und es sei daran erinnert, dass wir in der Vergangenheit trotzdem immer wieder Endspiele erreicht und Titel gewonnen haben", sagte er der Bild-Zeitung.
Der Verlust von drei Stützen wird allerdings keineswegs spurlos am Vizemeister vorübergehen. "Fakt ist: "Wir stehen vor einer Saison des Umbruchs", betonte Watzke. Ziel bleibe dennoch die Champions-League-Qualifikation.
Eine Rückkehr des Nationalspielers Mario Götze von Bayern München werde derzeit nicht diskutiert: "Es gibt eine klare Aussage von Mario, dass er nächste Saison bei den Bayern bleiben will. Solange es keine neue Entwicklung gibt, beschäftigen wir uns nicht mit diesem Thema. "
Angesichts von 110 Millionen Euro Transfer-Einnahmen wird die Borussia definitiv noch ihren Kader verstärken. Interesse besteht unter anderem an Weltmeister André Schürrle (VfL Wolfsburg).
© 2016 SID

 

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Lauda: Hamilton randalierte in Team-Unterkunft - Formel 1 - Bild.de

Der neue Silber-Crash von Lewis Hamilton (31) und Nico Rosberg (31) in Spielberg/Österreich! Es kracht in der Formel 1. Und die Mercedes-Piloten liefern sich einen harten, schmutzigen Fight.
Das plauderte Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda (67) jetzt in einer Talkrunde bei „ServusTV“ in Österreich aus.
Nach dem Unfall verweigert Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton Rosberg die Aussprache.
Gerade ist die Formel 1 - trotz Italien-Elfer-Hitchcock und Island-Huhu bei der Fußball-EM – wieder in aller Munde.
Nach Nico Robergs Crash mit Lewis Hamilton platzt Mercedes-Teamchef Toto Wolff der Kragen: „Jetzt reichts’s! Ich will das nicht mehr sehen!“
Das Wortgefecht zwischen Benoit und Lauda war entbrannt, weil der Journalist die „Weichspültaktik“ von Mercedes (wo Rosberg und Hamilton angeblich immer wieder Frieden schließen) kritisierte. Lauda gab zu: „Der Weichspüler war nur eine Lügengeschichte.“ Also: Eine verlogene Freundschaft.
„ServusTV“ sendet später eine Pressemitteilung, in der Lauda so zitiert wird: „Lewis wird immer wilder, je mehr der Rosberg vorne ist. Ich war dabei, als er in Baku sein Hotelzimmer zertrümmert hat, weil er in die Mauer gefahren ist. Den Schaden hat er natürlich selbst bezahlt.“
Helm in die Ecke gepfeffert? Das hörte sich im TV noch anders an...
Hamilton war in Baku im Qualifying nach einem Fahrfehler in die Mauer gerast, im Rennen machte ihm ein technischer Defekt dann alle Chancen auf eine Aufholjagd zunichte. Er wurde Fünfter. Rosberg siegte.
Letzten Sonntag in Spielberg waren die beiden kurz vor dem Ziel auf der Strecke aneinandergeraten und verspielten einen so gut wie sicheren Doppelsieg. Rosberg fiel auf Platz vier zurück, Hamilton siegte.

 

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Bundespolizei nimmt Schleuserbande in NRW fest

Das bestätigte Armin Roggon, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf, auf Anfrage unserer Redaktion. Der WDR hatte zuerst darüber berichtet.
An der Razzia waren insgesamt 200 Beamte beteiligt. Darunter auch Spezialkräfte, weil damit gerechnet werden musste, auf bewaffneten Widerstand zu stoßen, so Roggon. 40 Objekte in Wuppertal, Solingen und Ratingen wurden bei der Aktion durchsucht.
Den mutmaßlichen Mitgliedern der Tätergruppe wird zur Last gelegt, im großen Stil Menschen verschiedener Nationalitäten über Ungarn und Österreich nach Deutschland eingeschleust zu haben. Der Bande konnten bislang 50 Schleusungen nachgewiesen werden, dabei wurden rund 250 Personen verdeckt über die Grenzen nach Deutschland gebracht, die meisten von ihnen waren Syrer. Pro Person kassierten die mutmaßlichen Täter 1500 Euro. 
Der Kopf der Bande, ein 48-jähriger Deutsch-Libanese, wurde laut Roggon in Wuppertal-Vohwinkel festgenommen. Er wurde bereits mit Haftbefehl gesucht. Außerdem wurden sechs weitere Personen festgenommen. Dabei handelt es sich um vier Männer (22, 22, 46, 54) sowie zwei Frauen (44, 45). 
Bei den übrigen Beschuldigten handelt es sich vorwiegend um Personen aus dem Raum Wuppertal, Solingen, Ratingen und zwei Städten im Saarland (Völklingen, Lebach). An diesen Orten wurden am Dienstagmorgen zeitgleich die Durchsuchungsbeschlüsse der Staatsanwaltschaft Wuppertal vollstreckt. Zahlreiche mutmaßliche Mitglieder der Tätergruppe gelten als gewalttätig. 
Die Beamten stellten in den durchsuchten Objekten USB-Sticks, Festplatten, Laptops, Sim-Karten, gefälschte Ausweisdokumente, über 10.000 Euro Bargeld sowie 36 Handys sicher.
Die Ermittler von Bundespolizei und die Staatsanwaltschaft Wuppertal gehen davon aus, dass die Beschuldigten die Schleusungen über die sogenannte Balkanroute gewerbsmäßig organisiert haben. Den Beschuldigten drohen mehrjährige Freiheitsstrafen.

 

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Leere Reihen bei Pellets-Gläubigerversammlung

Knapp fünf Monate nach der Insolvenz des Wismarer Brennstoffherstellers German Pellets hat in Schwerin die erste von vier Gläubigerversammlungen begonnen. Statt den erwarteten mehreren Hundert Gläubigern kamen allerdings nur wenige Dutzend in die Schweriner Sport- und Kongresshalle. Zahlreiche Gläubiger lassen sich gesammelt von wenigen Anwälten vertreten.
Insgesamt geht es um rund 280 Millionen Euro. Rund 17.000 Anleger sollen in German Pellets investiert haben, über vier unterschiedliche Anleihen und Genussrechte, jeweils mit hohen Renditeversprechen. Auf jeder der Versammlungen können die Gläubiger einen gemeinsamen Vertreter wählen, mehrere Rechtsanwälte aus ganz Deutschland kandidieren für dieses Amt. Sie sollen dann die Forderungen der Privatanleger anmelden für die eigentliche Gläubigerversammlung Anfang Oktober.
Zum Auftakt der vier Versammlungen will die Insolvenzverwalterin die Gläubiger über den Stand der Dinge informieren. Auf der ersten Versammlung geht es um diejenigen Wertpapiere, deren Besitzer German Pellets ursprünglich im April hätte auszahlen müssen - Umfang: rund 100 Millionen Euro. Welche Chancen die Anleger haben, ihr Geld zurückzubekommen, ist unklar.

 

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Vanessas Videopremiere zu „Meilenweit“

„Meilenweit“ heißt der Titel, der nach einer Mischung aus Schlager, Pop und ganz viel Fernweh klingt.
Mai zu BILD: „Ich habe schon viele meiner Ideen einbringen können. Aber so intensiv, wie an diesem Musikvideo, durfte ich noch nicht mitarbeiten. Das hat großen Spaß gemacht. Vor allem die traumhafte Kulisse der Salzberge hat mich fasziniert.“
„‚Meilenweit‘ war schon immer mein Lieblingssong. Es geht darum, mal aus dem Alltag auszubrechen, abzuschalten. Ich hoffe sehr, dass die Botschaft auch bei den Leuten ankommt“, schwärmt sie.
Schlagerstar Vanessa Mai wirft als Jurorin bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ hin. Darum!
Vanessa Mai (24) erobert die Herzen der Schlager-Fans gerade im Sturm. Darum könnte sie sogar Königin Helene Fischer vom Thron stoßen.
Mai zu BILD: „Mein Wunsch ist es, mit Songs wie diesem die Grenzen von Schlager noch ein bisschen zu sprengen. Ich mag dieses Schubladendenken nicht ‚Das ist Schlager, das ist Pop, das Electro‘.“

 

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Boliviens Nationaltrainer freigestellt

La Paz. Bolivien war bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.
In der WM-Qualifikation für Russland 2018 haben die bolivianischen Kicker außerdem in sechs Spielen erst drei Punkte geholt.
© 2016 SID

 

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Wechsel umstritten: Golden State machte Platz für Durant

Oakland (Kalifornien)/Oklahoma City (Oklahoma) – Um in ihrem Gehaltsgefüge Platz für den neuen Superstar Kevin Durant zu machen, haben sich die Golden State Warriors am Montag von Center Andrew Bogut und Flügelspieler Harrison Barnes getrennt. Beide Akteure wechseln innerhalb der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA vom neuen Starensemble aus Oakland zu den Dallas Mavericks.
Durants Verpflichtung hatte in der Liga am Montag ein kleines Erdbeben ausgelöst. Mit Stephen Curry, dem wertvollsten Spieler (MVP) der vergangenen Saison, Klay Thompson, Draymond Green und Durant verfügen die Warriors nun über vier Akteure, die es in der Vorsaison in die Riege der 15 besten NBA-Spieler (All-NBA Teams) geschafft haben. Schon ohne Durant hatten sie mit 73 Siegen in der regulären Saison zuletzt einen neuen Rekord markiert.
Während die Warriors im Oktober als klarer Titelfavorit in die neue Saison starten, gehen die Wogen bei Durants Ex-Team hoch. Fans der Oklahoma City Thunder verbrannten am Montag Trikots des 27-jährigen Olympiasiegers. Die Thunder waren im Mai nach 3:1-Führung in der „best of seven“-Finalserie der Western Conference mit drei Niederlagen in Serie ausgerechnet an Golden State gescheitert.
Die Clubführung rief die Fans trotz aller Enttäuschung zur Besonnenheit auf. „Kevin hat das Recht, seine Entscheidungen so zu treffen, wie sie ihm am besten erscheinen“, erklärte Thunder-Generalmanager Sam Presti. „Er hat sich dieses Recht erarbeitet.“ Durant hatte seine gesamte bisherige NBA-Karriere seit 2007 beim Club verbracht. Titel hat er für Oklahoma City aber keinen gewonnen.
Tim Duncan kann deren fünf sein Eigen nennen. Am Tag, als Durant seinen vielbeachteten Wechsel bekanntgab, war zu vernehmen, dass der Altmeister der San Antonio Spurs seine NBA-Karriere nach 19 Jahren beenden wird. Als Ersatz dürfte der Spanier Pau Gasol nach San Antonio kommen. Der bald 36-Jährige, zuletzt bei den Chicago Bulls engagiert, soll laut Medienangaben für zwei Jahre 30 Millionen Dollar (27 Mio. Euro) erhalten.
Gasol war zuletzt auch mit den Toronto Raptors, dem Team des Österreichers Jakob Pöltl, in Verbindung gebracht worden. Der zweifache NBA-Champion, der Spanien 2006 zum WM-Titel und zweimal zu Olympia-Silber geführt hat, spielt als Power Forward und Center dieselbe Position wie der 20-jährige Wiener. Dieser ist von den Raptors als erster Österreicher in der NBA im Draft an neunter Stelle ausgewählt worden. (APA/AFP/Reuters)

 

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Kostic sagt Ja zum HSV - Ablöse noch zu hoch

Das Interesse des Hamburger SV an einer Verpflichtung von Filip Kostic ist seit geraumer Zeit bekannt. Die Chancen der Hanseaten auf eine Verpflichtung des Linksaußen vom Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart schienen zunächst jedoch eher gering. Immerhin sollen auch Clubs wie Inter Mailand, der englische Meister Leicester City, der VfL Wolfsburg sowie der FC Valencia um den 23-Jährigen werben. Bei letzterem Verein war der Serbe Medienberichten zufolge sogar bereits zum Medizincheck. Doch weder die spanische Primera Divison noch eine Champions-League-Teilnahe mit Leicester üben auf Kostic den größten Reiz aus, sondern ein Engagement beim Erstliga-Gründungsmitglied. "Der HSV möchte Filip, Filip möchte zum HSV. Stuttgart kennt unsere Meinung. Filip und ich haben sie den Verantwortlichen beim VfB mitgeteilt. Jetzt müssen sich die Vereine einigen", erklärte Sedat Duraki, der Berater des Außenangreifers, der "Bild".
Momentan liegen die Hamburger und Stuttgarter in ihren Vorstellungen über die Ablösesumme für Kostic aber offenbar noch weit auseinander. Die Schwaben verlangen Medienberichten zufolge rund 17 Millionen Euro für den 23-Jährigen. Der HSV soll bislang nicht bereit sein, mehr als zwölf Millionen für den Serben an den VfB zu überweisen. Der Linksaußen, der vertraglich noch bis 2019 an den Absteiger gebunden ist, sitzt zwischen den Stühlen. Der Zweitligist will Kostic verkaufen, um finanziellen Spielraum zu gewinnen und hat ihm wegen der Wechsel-Verhandlungen Sonder-Urlaub gewährt. Mit den Hamburgern besteht zwar offenbar Einigung über ein Engagement. Aber sicher sein kann sich der Offensivmann noch lange nicht, dass sich sein Wunsch erfüllt.
Grundsätzlich wären die Hanseaten durch die von Investor Klaus-Michael Kühne für Transfers versprochenen Millionen zwar in der Lage, die VfB-Forderungen zu erfüllen. Doch Dietmar Beiersdorfer , Chef der HSV Fußball AG, will mit dem Geld des Milliardärs umsichtig haushalten. Denn Kostic soll nicht der letzte Sommerzugang werden. Um zu gewährleisten, dass die Mannschaft nach drei Jahren Abstiegskampf in Folge "den nächsten Schritt" machen kann, soll der Kader qualitativ erheblich aufgewertet werden. Bis dato wurden in Bobby Wood , Luca Waldschmidt und Bakery Jatta erst drei Feldspieler geholt, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit noch gar nicht (Wood, Jatta) oder wenig (Waldschmidt) unter Beweis gestellt haben. Hinzu kommt in Christian Mathenia ein begabter Keeper.

 

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Grimasse oder Grinsen? Emojis und ihre Missverständnisse

Berlin – Ist das nun ein breit grinsendes, zufriedenes Gesicht – oder eine zähnefletschende Grimasse? Das Emoji mit der Bezeichnung „grinsendes Gesicht mit lächelnden Augen“ verwirrt viele Nutzer, denn auf iPhones sieht es ganz anders aus als auf vielen anderen Smartphones – und soll doch eigentlich das gleiche sein. Emojis: Die kleinen, bunten Symbole haben massenweise den Eingang in die alltägliche Kommunikation gefunden, aber führen häufig zu Missverständnissen. Brauchen wir den Einheits-Look?
Die Erwartung in der Kommunikation sei, dass eine Botschaft so ankomme, wie man sie verschicke, sagt Medienpsychologin Sabrina Eimler, Professorin an der Hochschule Ruhr-West. „Wenn die Symbole dann unterschiedlich aussehen, ist das ein Problem. Da führt die technische Infrastruktur zu Fallstricken.“ Und die Rolle der Symbole ist nicht zu vernachlässigen. „Man achtet sehr stark auf nonverbale Kommunikation – und am Bildschirm fallen Emojis darunter.“
Missverständnisse sind häufig
Für manchen war der Untergang des Abendlandes eingeläutet, als die Oxford-Wörterbücher das Emoji „Gesicht mit Tränen der Freude“ zum „Wort des Jahres 2015“ machten. Doch es gibt kein Entkommen vor den bunten Symbolen, und das Wort des Jahres ist auf vielen Plattformen das meistgenutzte Emoji unter den 1800 Symbolen. Auf Instagram fand sich vergangenes Jahr in fast der Hälfte aller Texte ein Emoji, bei Facebooks Messenger in jeder zehnten mobil gesendeten Nachricht.
Aber Missverständnisse gibt es häufig. Forscher der Universität von Minnesota ließen kürzlich 300 Probanden eine Reihe von beliebten, menschlichen Emojis interpretieren. Die Uneinigkeit war groß, und zwar auch, wenn es um ein und dasselbe Emoji einer bestimmten Plattform ging. Welche Stimmung soll es nun ausdrücken? Größer noch war das Verwirrungs-Potenzial, wenn dann die verschiedenen Darstellungen dazukamen.
„Ich habe die neue iOs-Plattform heruntergeladen und ein paar nette Gesichter verschickt, und auf dem Handy meiner Frau kamen sie als Außerirdische an“, kommentierte ein Versuchsteilnehmer. „Die Jüngeren sind da eher sensibilisiert“, sagt Eimler. „Wenn da etwas irgendwie nicht passt, fragt man eher mal nach.“
Firmen entscheiden selbst über Aussehen
Die Empfehlung der US-amerikanischen Forscher, damit das nicht nötig ist: standardisierte Emojis. Tatsächlich gibt es eine Organisation, die sich um Standards kümmert. Das Unicode-Konsortium sorgt dafür, dass sich Computer gegenseitig verstehen, es erstellt Richtlinien für den Text in jeder modernen Software. Auch Emojis fallen unter die Regelungen – allerdings nur grob. Denn wie „auf dem Boden rollend vor Lachen“ in einem Programm von Samsung oder Facebook tatsächlich aussieht, entscheiden die Firmen selbst. Das Konsortium liefert nur die Beschreibungen und ein Beispiel für das Aussehen. So kommen die verschiedenen Stile zustande: Apples Design ist glänzend und schattiert, Googles matt und mit einheitlichen Farben.
Eine ständig wachsende Zahl an Emojis und ständig neue Looks auf den Plattformen – gibt es dafür überhaupt Bedarf? „Es kann enttäuschend sein, wenn es etwas, das dir etwas bedeutet, wie eine Sportart, ein Gericht, oder einen Beruf, nicht als Emoji gibt“, sagt Jeremy Burge, Betreiber des Online-Nachschlagewerks „ Emojipedia “. Seit Juni unter anderem neu dabei: niesendes Gesicht, Selfie-Pose, Adler, Radschlag. Burge dokumentiert die Emoji-Interpretationen von knapp 20 Plattformen und gehört mittlerweile selbst dem Unicode-Konsortium an.
Immerhin: „Der Trend geht eindeutig zu einer größeren Ähnlichkeit der Darstellungen“, sagt Burge. Android plane etwa, seine „Blob“-Emojis menschlicher zu machen und damit Apple anzugleichen. Aber ganz einheitliche Emojis? „Das würde sicherlich Missverständnisse reduzieren, aber ich bin mir nicht sicher, ob es einen klaren, technischen Weg gibt, das zu erreichen“, sagt Burge.
„Keine wirkliche Sprache“
Facebook nimmt die Probleme selbst in die Hand. Im Messenger sehen Emojis nun auf allen Plattformen gleich aus, egal ob auf Android-Smartphone, iPhone oder im Browser. Allerdings schafft ein einheitlicher Look nicht automatisch Verwirrung ab – dazu kommunizierten Menschen zu unterschiedlich, sagt Medienpsychologin Eimler. „Wenn man eine Person nicht gut kennt, weiß man vielleicht nicht: Die ist immer übermäßig fröhlich und benutzt deshalb ständig Tränen lachende Emojis.“
Müssen Emojis denn überhaupt eine universelle Sprache sein? Das Unicode-Konsortium winkt ab. „Emojis sind keine wirkliche Sprache. Sie haben keine Grammatik oder Vokabular, so dass sie keine geschriebene Sprache ersetzen können.“ (Von Kim Alexander Zickenheiner, dpa)

 

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Leverkusen: Hängepartie um Dragovic

Leverkusen. Laut österreichischen Medien hat Kiews Klubpräsident Igor Surkis den österreichischen Fußball-Nationalspieler aufgefordert, seinen EM-Urlaub auf der griechischen Insel Mykonos unverzüglich abzubrechen und ins Trainingslager von Dynamo im österreichischen Leutasch in Tirol zu reisen.
Medienberichten zufolge bietet Leverkusen für den 25-jährigen Dragovic, der 2013 für neun Millionen Euro vom Schweizer Klub FC Basel nach Kiew gewechselt war, rund zehn Millionen Ablöse. Das ist den Ukrainern offenbar zu wenig. Dragovic hat in Kiew noch einen bis 2018 gültigen Vertrag.
© 2016 SID

 

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Das magische Tor-Dreieck der Franzosen

Clairefontaine – Diese Statistik sagt einiges über den Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus. Antoine Griezmann: Vier Tore, Olivier Giroud: drei Tore, Dimitri Payet: drei Tore. Drei Spieler, zehn Treffer - von insgesamt elf, die Frankreichs Équipe tricolore bei der Heim-EM bis zum Halbfinale an diesem Donnerstag in Marseille erzielt hat. Zumindest zwei der drei neuen Tor-Garanten hätten sich das vor ein paar Monaten so nicht träumen lassen. Ein Blick auf das magische Tor-Dreieck der Franzosen:
„DER RETTER“ GRIEZMANN
Er verehrt David Beckham, und weil er das tut, spielt Antoine Griezmann vornehmlich in langen Trikots. Ständige Begleiter außerhalb des Platzes: Thermoskanne und Mate-Tee. Er ist Franzose, regt sich aber auf spanisch auf und lässt im Fußball-Manager-Spiel seinen kongenialen Auswahlkollegen Giroud auf der Bank. 25 Jahre jung, düpierte in der Champions League mit Atlético Madrid den FC Bayern, verlängerte während der EM seinen Kontrakt beim spanischen Hauptstadtclub bis Mitte 2021. Ist dribbelstark, mit seinen kurzen Schritten extrem flink, und besitzt mit seinen 1,76 Metern Körpergröße eine exzellente Kopfballtechnik.
DER NATIONALHELD PAYET
Geboren auf Réunion im Indischen Ozean. Nach dem 2:1 im Auftaktspiel gegen Rumänien wurde Payet schnell zum neuen Fußball-Heroen der Grande Nation auserkoren. Seit Oktober 2010 ist Payet Nationalspieler. 24 Länderspiele absolvierte er seitdem aber nur. Die Tatsache, dass er 37,5 Prozent davon in diesem Jahr bestritt, sagt einiges. Payet ist mittlerweile 29 Jahre alt, die EM ist sein erstes großes Turnier. Vor dem Auftaktmatch war nicht mal sicher, dass er in der Startformation stehen würde. Jetzt fürchten sich die Gegner vor ihm. Und in Marseille hat er, wie übrigens auch Trainer Didier Deschamps, ein Spiel in der alten Heimat. Der Wechsel von Olympique in die Premier League zu West Ham vor einem Jahr machte Payet erst zu dem, der er jetzt ist. „Eine Gabe des Himmels“, schrieb „France Football“.
DER (UN)GELIEBTE GIROUD
Dass „Gladiator“ zu seinen Lieblingsfilmen zählt, passt auch optisch. Ein Hüne von über 1,90 Metern mit Bart. Modellathlet. Nur keiner, auf den die französischen Fußball-Fans uneingeschränkt stehen. Ausgepfiffen wenige Tage vor dem EM-Auftakt. „Olivier ist kein Roboter, er ist auch nur ein Mensch“, betonte Deschamps. Dass dieser auf Karim Benzema in der Sturmspitze und Mathieu Valbuena im Mittelfeld wegen deren Verwicklungen in eine Erpressungsaffäre um ein Sex-Video verzichtete, eröffnete Giroud und Payet neue Möglichkeiten. „Ich stelle mir die Frage nicht, weil der eine da ist und der andere nicht“, antwortete Deschamps vor Turnierbeginn darauf, ob die Mannschaft mit Giroud genauso gut aufgestellt sei wie mit Benzema. Wie Payet nutzte auch Giroud seine Chance. (dpa)

 

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Eintracht Frankfurt verpflichtet Kroaten Rebic

Frankfurt/Main. Eintracht-Coach Niko Kovac kennt seinen Wunschspieler Rebic, WM-Teilnehmer von 2014, bereits aus seiner Zeit als kroatischer Nationaltrainer. Rebic sollte bereits am Dienstagnachmittag am Trainingsauftakt der Hessen nach der Sommerpause teilnehmen.
Der achtmalige Nationalspieler Rebic, der in der Saison 2014/2015 an RB Leipzig ausgeliehen war, ist nach den Angreifern Branimir Hrgota (Borussia Mönchengladbach) und Danny Blum (1. FC Nürnberg/beide ablösefrei) der dritte Neuzugang der Eintracht.
Die Verpflichtung des spanischen Mittelfeldspielers Omar Mascarell (23) von Real Madrid indes verzögert sich. Laut Manager Bruno Hübner wollen die Frankfurter in den nächsten Wochen noch zwei Innenverteidiger und einen Spieler für die linke Abwehrseite holen.
Am Wochenende war bekannt geworden, dass Abwehrchef Carlos Zambrano den deutschen Meister von 1959 verlässt. Der Peruaner wechselt für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von drei Millionen Euro zum russischen Erstligisten Rubin Kasan. Auch Defensivkraft Marco Russ fällt nach seiner Krebs-Operation noch lange aus.
© 2016 SID


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Created at 2016-07-05 18:00