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94 articles, 2016-07-18 18:01

 

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EU und Bundesregierung zur Türkei: Kein EU-Beitritt mit Todesstrafe (3.12/4)

Die Bundesregierung und auch die EU-Außenbeauftragte haben ihre Haltung deutlich gemacht: Sollte die Türkei die Todesstrafe wieder einführen, wären die Beitrittsgespräche vorbei. Die türkische Regierung verweist auf die Verfassung - und geht weiter gegen Soldaten und Staatsbedienstete vor.
Die Bundesregierung hat die Türkei vor der Wiedereinführung der Todesstrafe nach dem gescheiterten Putsch gewarnt und für den Fall das Aus der türkischen EU-Beitrittsgespräche angekündigt. "Deutschland und die EU haben eine klare Haltung: Wir lehnen die Todesstrafe kategorisch ab", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Die Einführung der Todesstrafe in der Türkei würde folglich das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen bedeuten. " Seibert sagte weiter, "einzelne Äußerungen aus der Türkei dazu sind besorgniserregend".
Nach dem Putschversuch hatte Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Möglichkeit einer Wiedereinführung der Todesstrafe angedeutet. Die Regierung werde mit der Opposition darüber beraten und eine Entscheidung treffen, sagte Erdogan. Die Türkei hatte die Todesstrafe im Jahr 2002 im Zuge ihres Strebens nach einer EU-Mitgliedschaft abgeschafft.
Wie die Bundesregierung schloss auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini einen EU-Beitritt der Türkei bei Wiedereinführung der Todesstrafe aus. "Kein Land kann Mitglied der EU werden, wenn es die Todesstrafe wieder einführt, lassen Sie mich da ganz klar sein", sagte Mogherini in Brüssel.
Der türkische Regierungschef Binali Yildirim sagte, man könne zwar die Forderungen des Volkes nicht ignorieren. Zur Wiedereinführung der Todesstrafe wäre allerdings eine Verfassungsänderung notwendig. Es wäre nicht richtig, jetzt übereilte Entscheidungen zu treffen. Für eine Verfassungsänderung fehlt der regierenden AKP aber die nötige Mehrheit.
Unterdessen geht die türkische Regierung weiter gegen mutmaßliche Putschisten vor. Insgesamt seien seit Samstag 7543 Menschen festgenommen worden, darunter 6038 Soldaten, sagte Yildirim. Auch sei damit begonnen worden, Staatsbedienstete mit Verbindungen zu den verantwortlichen terroristischen Organisationen "zu entfernen". Die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Berufung auf das türkische Innenministerium, insgesamt seien nach dem fehlgeschlagenen Putsch 8777 Staatsbedienstete ihrer Posten enthoben worden, darunter 30 Gouverneure und 52 Inspekteure.
Nach der Niederschlagung des Umsturzversuchs durch regierungstreue Soldaten und Polizisten hatte Präsident Erdogan ein hartes Vorgehen gegen die Putschisten sowie die "Säuberung" der Armee angekündigt. Er sprach von einem "Krebsgeschwür" im Staat, das es zu bekämpfen gelte. In diesem Zusammenhang erwog er auch die Wiedereinführung der Todesstrafe.
EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn äußerte beim EU-Außenministertreffen in Brüssel offen die Vermutung, dass die Reaktion Erdogans auf den versuchten Putsch, insbesondere die Welle der Verhaftungen, alles andere als spontan gewesen sei. "Es sieht jedenfalls so aus, als sei das geplant gewesen. Dass die Liste mit den zu Verhaftenden so schnell nach dem Putsch vorlag, deutet darauf hin, dass sie schon vorbereitet waren und dass ein bestimmter Moment genutzt werden soll. " Vor allem die schnelle Verhaftung hunderter Richter und Staatsanwälte stehe nicht im Einklang mit den Grundsätzen der Rechtstaatlichkeit, so Hahn.
Eine Gruppe von Militärs hatte in der Nacht zu Samstag vergeblich versucht, die Macht im Land zu übernehmen. Nach den Worten von Regierungschef Yildirim starben bei Kämpfen 208 Menschen. Darunter seien 60 Polizisten, drei Soldaten und 145 Zivilisten, sagt er. Zudem seien 1491 Personen verletzt worden. Yildirim machte keine Angaben zur Zahl der getöteten Putschisten. Zuvor war ihre Zahl mit 104 angegeben worden.
Yildirim sagte, man werde zwar "Rechnungen begleichen", sich dabei aber an die Gesetze halten. Zugleich fordert er die Bürger auf, die Armee oder Soldaten nicht anzugreifen.
ARD-Korrespondent Michael Schramm sieht in der Debatte um die Todesstrafe einen Versuch der Regierung, die Bevölkerung noch stärker an sich zu binden und im Wunsch nach Rache zu vereinen. Er glaubt allerdings nicht an eine tatsächliche gesetzlich verankerte Wiedereinführung. Die türkische Regierung würde dadurch nicht die EU-Beitrittsverhandlungen gefährden wollen, so Schramm.

 

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Europas Fußballer des Jahres: Drei Deutsche in den Top-Ten (2.06/4)

Seit 2011 wird der Beste Spieler Europas von der Uefa gekürt. Dazu befragt der europäische Fußballverband Journalisten in den 55 Mitgliedsverbänden der Uefa. Im vergangenen Jahr gewann Lionel Messi die Wahl. Er ist der einzige Spieler, der die Auszeichnung bisher zwei Mal erhielt. Außerdem gewannen auch schon Cristiano Ronaldo, Andres Iniesta und Franck Ribéry die Trophäe.
Der Sieger wird dieses Jahr am 25. August in Monaco bekannt gegeben. Noch können sich zehn Spieler Hoffnung machen, sich künftig als bester Spieler Europas bezeichnen zu dürfen. Aus diesen zehn bis dato best platzierten Spielern wird der Beste der Besten gewählt.
Unter ihnen befinden sich mit Thomas Müller, Toni Kroos und Manuel Neuer gleich drei deutsche Akteure. Obwohl sie nicht Europameister wurden, haben sie es unter die Top-Ten geschafft. Europameister Portugal stellt mit Ronaldo und Pepe am zweitmeisten Spieler. Komplettiert wird die Liste von Gareth Bale (Wales), Giabluigi Buffon (Italien), Lionel Messi (Argentinien), Luis Suarez (Uruguay) und Antione Griezmann (Frankreich). Theoretisch konnte jede Spieler gewählt werden, der für eine europäische Vereinsmannschaft spielt oder für die Nationalelf einer der 55 Uefa-Mitgliedsverbände.
Insgesamt wurden bei der Vorauswahl Stimmen für insgesamt 37 Spieler abgegeben. Auf Platz 25 landete beispielsweise Nordirlands EM-Held Will Grigg.

 

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Klose zurück nach Kaiserslautern? - Saison 2015/16 - Bild.de (1.08/4)

Bahnt sich da eine Sensation an?
Und jetzt das: Spielt Miro Klose (38) bald wieder für den Verein, wo er seine Profi-Karriere startete? Den 1. FC Kaiserslautern?
Es wäre die Sommer-Sensation!
Gries weiter: „Ob der Miro Klose in der Zweiten Liga spielen möchte, das mag ich bezweifeln. Aber zumindest probieren sollten wir es.“
Lionel Messi winkt anscheinend ein Mega-Vertrag beim FC Barcelona. Das berichten spanische Medien.
Noch ein Weltmeister nach England? Chelsea London hat laut „Daily Mirror“ ein Auge auf Shkodran Mustafi (24) geworfen.
Aber fragen kann man ja mal... Mal gucken, ob sich doch noch die Sommer-Sensation anbahnt.

 

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Buhrufe gegen Valls bei Schweigeminute für Anschlagsopfer von Nizza (1.02/4)

Bei einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags von Nizza ist die Trauer in wütende Proteste gegen die französische Regierung umgeschlagen. Ein Teil der Anwesenden buhte Premierminister Manuel Valls am Tatort auf dem Strandboulevard der Mittelmeer-Stadt aus. Nach dem neuen Anschlag mit 84 Todesopfern wird in Frankreich heftig darüber diskutiert, ob die Behörden genug für den Schutz der Bevölkerung vor Terrorangriffen getan haben.
Tausende Menschen versammelten sich am Montag auf der berühmten Strandpromenade, um der Opfer zu gedenken. Einige von ihnen bedachten Valls vorher und nachher mit Unmutsäußerungen, wie französische Medien berichteten und auf Videoaufnahmen zu sehen war. Feuerwehrleute und Rettungskräfte erhielten dagegen Applaus. Auch im Rest des Landes hielten Menschen in Erinnerung an die Opfer inne.
Die Opposition wirft der Regierung Versäumnisse nach den islamistischen Anschlägen des vergangenen Jahres vor. Es sei nicht alles getan worden, was seit dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» hätte getan werden müssen, sagte Ex-Präsident Nicolas Sarkozy am Sonntagabend in einem Interview des Fernsehsenders TF1. 
Präsident Hollande hielt dagegen und sprach bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts von einer «Verpflichtung zu Würde und Wahrheit». «Eine gewisse Zahl an Akteuren der politischen Klasse hat die Trauerperiode nicht respektiert», kritisierte Innenminister Bernard Cazeneuve, der auf mehrere neue Gesetze und Maßnahmen für den Anti-Terror-Kampf verwies.
Die Ermittler bemühten sich unterdessen weiter, die Hintergründe der mörderischen Lastwagenfahrt aufzuklären. Der 31-jährige Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel war am Donnerstag - dem französischen Nationalfeiertag - auf der Strandpromenade von Nizza mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast und hatte 84 Menschen getötet, bevor die Polizei ihn erschoss. 
Bislang haben die Behörden noch keinen Nachweis für eventuelle Verbindungen des Attentäters zu Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat (IS). «Das ist ein Anschlag, zu dem der Islamische Staat sich bekannt hat», sagte Innenminister Cazeneuve dem Radiosender RTL. «Jetzt müssen wir wissen, welche Verbindungen es gibt zwischen demjenigen, der diesen abscheulichen Anschlag begangen hat, und den Terror-Netzwerken. Und diese Verbindungen sind bisher von der Untersuchung nicht bewiesen.»   
Nizza ist ein weltberühmter Urlaubsort in Südfrankreich an der Côte d'Azur. Jedes Jahr reisen vier Millionen Menschen in die Stadt.
Schon im 19. Jahrhundert zog es internationale Gäste nach Nizza. Die Strandpromenade Promenade des Anglais (Promenade der Engländer) wurde nach einem englischen Geistlichen und dessen Schwager benannt, die 1824 einen ersten einfachen Pfad anlegten, der im Laufe der Jahrzehnte immer breiter und prachtvoller wurde.
Zur Zeit der Belle Epoque erreicht Nizza ihre Hoch-Zeit - Aristokraten und Privatiers aus aller Welt zieht es in die Stadt, angelockt vom milden Winter.
Ab den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts lockt Nizza auch immer mehr Sommergäste an.
Zwischen den Weltkriegen werden hunderte Häuser gebaut. Zahlreiche Künstler, Musiker und Schriftsteller zieht es in die Stadt. Luxushotels, Casinos und Paläste sprießen aus dem Boden.
Heute lockt Nizza jedes Jahr rund vier Millionen Besucher an. Trotzdem liegt die Arbeitslosigkeit deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Mit ihren 342.000 Einwohnern ist Nizza nach Paris, Marseille, Lyon und Toulouse die fünftgrößte Stadt Frankreichs. Der Großraum Nizza-Côte d'Azur mit seinen 45 Gemeinden zählt mehr als 500.000 Einwohner.
Sechs Personen aus dem Umfeld des Angreifers sitzen weiter in Polizeigewahrsam, eine weitere Person wurde nach Angaben aus Justizkreisen wieder freigelassen. Die Pariser Staatsanwaltschaft wollte bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag über den Stand der Ermittlungen informieren.

 

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5,86 Millionen Euro EU-Hilfe für Österreichs Milchbauern (1.02/4)

Brüssel - Österreichs Milchbauern werden weitere 5,68 Millionen Euro EU-Hilfe erhalten. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) erklärte beim EU-Agrarrat Montag in Brüssel, insgesamt gebe es für die Landwirte in diesem Bereich in der Europäischen Union ein Hilfspaket von 500 Mio. Euro.
Geteilt ist die Summe in 150 Millionen für ein Anreizsystem zur Mengenrücknahme von Milch und in 350 Mio. Euro für Extensivierungsmaßnahmen. Bei der Mengenrücknahme geht es darum, dass pro Liter nicht angelieferter Milch 14 Cent für die Bauern ausbezahlt werden. Dabei werde die Anlieferung im letzten Quartal des heurigen Jahres mit dem vierten Quartal 2015 verglichen. Mit einer Verdoppelung der Summe auf nationaler Ebene können die Milchbauern mit knapp zwölf Millionen Euro rechnen.
Ein Betrieb, der diese Möglichkeit in Anspruch nehmen will, muss sich über seine Molkerei anmelden. Er beantragt dann, für die nicht angelieferte Milch eine Prämie zu erhalten. Rupprechter will dabei national eine Grenze von mindestens zehn Prozent an Mengenrücknahme einziehen. Eine Grenze nach unten gebe es formal keine, ein Betrieb könnte also auch anstatt 100 Prozent vom Vorjahr nun 60 oder auch nur mehr 50 Prozent Milch erzeugen.
Bei einer Verdoppelung der 14 Cent je Liter Milch liege man mit 28 Cent derzeit auch über dem Erzeugerpreis von 27 Cent je Liter. Außerdem sei durch eine Milchmengen-Begrenzung auch ein Anziehen des niedrigen Preises zu erwarten. Dies wäre ein weiterer positiver Effekt, wenn die Milch künftig über 30 Cent je Liter kosten würde.
Gleichzeitig würde die Prämie für eine Mengenreduktion von Milch auch mit der Extensivierung der Produktion junktimiert. Dabei geht es beispielsweise um eine Verringerung des Viehbesatzes. Die Bauern hätten insgesamt in der EU seit der Russland-Krise 1,5 Mrd. Euro aus dem EU-Budget an Hilfen erhalten.
Darüber hinaus hofft Rupprechter auf neue Exportmärkte. Dabei geht es vor allem um Kanada, wobei dies vom Inkrafttreten des Freihandelsabkommens CETA mit der EU abhänge, und um China. Gerade der asiatische Raum sei an Qualitätsprodukten aus Österreich interessiert, verwies der Minister auf die Luxushotellerie beispielsweise in Peking. Dazu komme, dass die Schweiz als Konkurrent mit ihrem harten Franken im Wettbewerb derzeit stark unter Druck sei. (APA/dpa/AFP)

 

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Falsche Leiche im Grab: Bestatter verwechselte Tote (1.02/4)

Sitten – Die falsche Leiche hat ein Bestattungsunternehmer in der Schweiz beigesetzt. Beim Abholen des Toten aus dem Zentralinstitut der Walliser Spitäler sei es zu einer Verwechslung gekommen, bestätigte ein Verbandssprecher am Montag einen Bericht der Walliser Zeitung „ Le Nouvelliste “. Normalerweise würden erprobte Verfahren solche Verwechslungen verhindern. „Die Leichenschränke sind nummeriert und die Identität auf einem Armband festgehalten“, hieß es.
Die Verwechslung wurde entdeckt, als ein anderer Bestatter die sterblichen Überreste der bereits beerdigten Person abholen wollte. Daraufhin wurde der Sarg wieder aus der Erde geholt und korrekt bestattet. Für die betroffenen Familien war die Verwechslung ein schwerer Schlag, hieß es. (dpa)

 

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"Lücke" schließt Hannovers Sturmlücke (1.02/4)

Der wochenlange Ablösepoker um Niclas Füllkrug hat ein Ende. Bundesliga-Absteiger Hannover 96 hat am Montag Einigung mit dem 1. FC Nürnberg erzielt und den 23 Jahre alten Angreifer verpflichtet. Der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler unterzeichnete bei den Niedersachsen einen Vertrag bis 2020. Er erhält die Rückennummer 24. Angaben zur Ablösesumme machten die Vereine nicht. Der "Club" soll zuletzt 3,5 Millionen Euro gefordert haben. Für ihn sei der Wechsel zu den "Roten" eine "Herzensentscheidung", erklärte gebürtige Hannoveraner. "Mit dieser Verpflichtung haben wir für unsere Offensive eine weitere Option dazugewinnen können", freute sich Christian Möckel, Sportlicher Leiter des Zweitligisten, über den erfolgreichen Abschluss des Verhandlungsmarathons.
Füllkrug hatte in der vergangenen Saison mit 14 Toren und vier Vorlagen maßgeblich zum dritten Platz Nürnbergs in Liga zwei beigetragen. In den Relegationsspielen des "Clubs" gegen Eintracht Frankfurt (1:1 und 0:1) blieb der 23-Jährige allerdings glücklos. Zur neuen Saison hätte sich auch Werder Bremen die Dienste des Angreifers sichern können. Die Hanseaten zogen eine mit den Franken vereinbarte Rückkauf-Option jedoch nicht. Auch der Hamburger SV soll Medienberichten zufolge Interesse an "Lücke" gezeigt haben, wie Füllkrug wegen seiner Zahnlücke gerufen wird. Er selbst hatte jedoch seit Wochen keine Zweifel daran gelassen, an die Leine wecheln zu wollen. In Hannover lebt sowohl seine Familie als auch die seiner Frau. "Ich wollte unbedingt zu 96 und habe mich auch bewusst gegen Anfragen aus der Ersten Liga entschieden. Es war ein schneller und emotionaler Entschluss", erklärte der 23-Jährige.
Füllkrug ist nach Babacar Gueye (ES Troyes AC) der zweite Sturm-Neuzugang der "Roten". Die Niedersachsen hatten auf dieser Position noch Handlungsbedarf gesehen, da nach dem Abstieg sowohl Adam Szalai (zurück zur TSG Hoffenheim) als auch Hugo Almeida den Verein den Rücken kehrten. Letzterer scheint nun einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben. Nach übereinstimmenden Medienberichten aus Portugal steht der 32-Jährige unmittelbar vor einem Wechsel zu AEK Athen. Beim achtmaligen griechischen Meister soll der frühere Werder-Profi, der zur vergangenen Rückrunde von Anzhi Makhachkala zu 96 gekommen war, einen Zweijahresvertrag unterzeichnen, heißt es. Almeida war lediglich sieben Mal für die Norddeutschen aufgelaufen und erzielte ein Tor. Sein Vertrag hatte lediglich für die Bundesliga Gültigkeit, daher kassiert Hannover keine Ablöse für den Routinier.

 

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In der Erstaufnahme-Einrichtung - Streit unter Flüchtlingen endet im Krankenhaus (1.02/4)

20-Jähriger aus Mali am Kopf verletzt
Bei einem Streit in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im Fliegerhorst Fürstenfeldbrucker ist am Freitagabend ein 20 Jahre alter Mann aus Mali am Kopf verletzt worden. Nach Darstellung der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck hatte kurz vor Mitternacht zwischen dem Malier und einem 19-Jährigen aus Somalia eine Auseinandersetzung begonnen. Was dafür den Ausschlag gab, ist den Angaben zufolge noch unbekannt. Der 19-Jährige schlug den 20-Jährigen mit den Fäusten und warf sogar mit einem Feuerlöscher nach ihm. Der Malier wurde dabei so schwer am Kopf verletzt, dass er zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Polizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den Flüchtling aus Somalia aufgenommen.

 

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Tiroler SPÖ-Chef nach „Nazi“-Sager schuldig gesprochen (1.02/4)

Innsbruck, Wien – Nachdem der Tiroler SPÖ-Chef Ingo Mayr in zwei Kommentaren auf seiner Facebook-Seite den FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer sinngemäß als „Nazi“ bezeichnet hatte, wurde Mayr im Zivilprozess am Landesgericht Innsbruck schuldig gesprochen.
Mayr müsse „die wörtliche und/oder sinngleiche Behauptung“, der FPÖ-Politiker sei ein „Nazi“, unterlassen, zitierte Stutter aus dem Urteil. Aufgrund des Schuldspruchs müsse der SPÖ-Chef auch die Prozesskosten übernehmen. Diese beziffern sich auf rund 2.500 Euro. Außerdem habe Hofer auch Privatanklage gegen Mayr eingebracht, so der Gerichtssprecher. Der Prozess sei für den 29. Juli anberaumt.
Auf einen Kommentar eines Users, der Mayr zur Hofer-Wahl bewegen wollte, hatte dieser am Tag des ersten Wahldurchgangs geschrieben: „Damit kann ich nicht dienen. Auch für mich gilt Meinungs- und Wahlfreiheit. Und Nazis unterstütze ich nicht“. Am nächsten Tag folgte - nach mehreren kritischen Wortmeldungen anderer Facebook-Nutzer - ein weiterer Kommentar Mayrs, in dem er unter anderem meinte: „Ich hab‘ nicht gesagt, dass ein Drittel der Österreicher Nazis sind. Ich glaube nur, dass sie einen Nazi gewählt haben und ich weiß, dass ich das nicht machen werde...“
Zwei Tage später hatte sich Mayr in einer Aussendung für den „Nazi“-Sager entschuldigt - die Tiroler Tageszeitung berichtete. „Die Meldung war unpassend“, hatte Mayr mitgeteilt. „Ich entschuldige mich bei Norbert Hofer und allen, die sich durch meine Aussage angegriffen gefühlt haben“, so Mayr weiter.
FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger begrüßte das Urteil. „Ich erwarte mir nun von der SPÖ dringend eine Abrüstung der Worte, speziell im Hinblick auf den Urnengang am 2. Oktober“, teilte Abwerzger in einer Aussendung mit. (TT.com, APA)

 

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Linienbus hängt nach einem Unfall über Brückengeländer (1.02/4)

Der Obus war auf der Brücke an der Brühler Straße direkt über der Haltepunkt Solingen-Mitte durch das Geländer gebrochen. Er stürzte jedoch nicht in die Tiefe, sondern blieb mit der Vorderachse über dem Brückengeländer hängen.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin waren zum Zeitpunkt des Unfalls sechs Personen in dem Bus. Weder Fahrgäste noch der Busfahrer wurden verletzt. Sämtliche Personen konnten den Obus durch die Hintertür verlassen, die der Fahrer manuell öffnete.
Leichte Verletzungen erlitt ein am Unfall beteiligter Autofahrer. Ersten Informationen zufolge rammte dieser mit seinem Fahrzeug den Mundharmonikabus seitlich im Gelenkbereich. Der Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle über sein Stangentaxi, das durch den Zusammenprall nicht mehr lenkbar war.
Die Bahnstrecke der S-Bahn S7 ist seitdem gesperrt. Seit 11 Uhr ist ein provisorischer Schienenersatzverkehr eingerichtet. Vier Busse pendeln zwischen zwischen Solingen Hbf und Remscheid Hbf.
Im Laufe des Mittags soll der Bus geborgen werden. "Das wird voraussichtlich drei Stunden oder länger dauern", sagte die Sprecherin der Polizei.
Die Brühler Straße in Solingen bleibt mindestens für die Dauer der Bergungsarbeiten sowie bis zu einer Überprüfung der Brücke durch die Technischen Betriebe gesperrt. Die Mitarbeiter stellen fest, wie das Geländer kurzfristig gesichert und möglichst schnell wieder hergestellt werden kann.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

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Paar mit Eisenstange erschlagen: Großer Andrang bei Mordprozess (1.02/4)

Linz – Unter großem Medien- und Publikumsinteresse hat am Montag in Linz der Prozess gegen einen 41-Jährigen begonnen, der im Februar in Leonding (Bezirk Linz-Land) ein Nachbarehepaar mit einer Eisenstange erschlagen haben soll. Der Schwurgerichtssaal im Landesgericht war voll besetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vater zweier Kinder Doppelmord vor, die Verteidigung spricht von Totschlag.
Gerichtskiebitze und Nachbarn der Opfer und des Angeklagten waren zur Verhandlung gekommen, um zu erfahren, was den unbescholtenen Ingenieur am 13. Februar zu der Attacke getrieben hatte. Der Angeklagte hatte die beiden Pensionisten auf der Straße in der Nähe ihrer Häuser getroffen, holte eine Eisenstange von einer Baustelle und ging auf die zwei los. Diese wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie später starben. Ein Gutachten bescheinigt dem Täter Zurechnungsfähigkeit. Er sitzt seit dem Angriff in U-Haft. Dem Angriff auf den 74-jährigen Mann und seine 72-jährige Frau war ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit vorausgegangen.
Eröffnungsplädoyers am Vormittag
Die Eröffnungsplädoyers nahmen den gesamten Vormittag in Anspruch. Staatsanwalt Reinhard Steiner erklärte den Geschworenen ausführlich, warum der Angeklagte sehr wohl gemordet und nicht im Affekt zugeschlagen habe. Detailliert schilderte er, was sich an jenem Samstagnachmittag auf der Straße zugetragen hatte. Nach Ellbogenremplern zwischen den Pensionisten und dem Mann beim Vorbeigehen, soll die ältere Frau gemeint haben: „San‘s deppert wor‘n“. Darauf schlug der Beschimpfte zu, als das Paar am Boden lag, trat er mit Stahlschuhkappen auf die Köpfe ein. „Aber damit noch nicht genug“, so Steiner. Der Mann holte von der Baustelle eine zugespitzte Eisenstange, umfasste sie mit beiden Händen und stach mehrmals auf die Hilflosen ein. Der 74-Jährige und seine 72-jährige Frau überlebten nicht, sie starben später im Spital.
Die Tat habe ein Ausmaß an Brutalität, das „bemerkenswert und grausam ist“ und keineswegs als „Kurzschlussreaktion“ zu sehen sei. Auch sei der Angeklagte nicht aus einer allgemein begreiflichen Gemütsbewegung heraus gewalttätig geworden. Denn der seit Jahren schwelende Nachbarschaftsstreit sei keineswegs so dramatisch-bedrohlich gewesen, wie bisher kommuniziert worden sei, erklärte der Staatsanwalt. Denn außer Beschimpfungen und Beschwerden über den Lärm der Kinder habe es keine Handgreiflichkeiten oder gerichtliche Auseinandersetzungen gegeben.
Auch das psychiatrische Gutachten zeige vielmehr, dass der Gesundheitszustand seiner Frau den Angeklagten belastete, führte der Ankläger ins Treffen. Die unter Phobien und Ängsten leidende Gattin habe die Situation mit den Nachbarn als unerträglich empfunden. Sie habe Druck auf den Mann ausgeübt, wegzuziehen, die Scheidung in den Raum gestellt.
Verteidiger schilderte Nachbarschaftsstreit minutiös
Ganz anders die Sichtweise von Verteidiger Andreas Mauhart, der den Mandanten seit der gemeinsamen HTL-Zeit persönlich kennt. Er sprach sehr wohl davon, dass die Getöteten dem bescheidenen Mann seit Jahren das Leben mehr als schwer machten. Der eigentliche „Horror“ habe begonnen, als der Vater für sein erstgeborenes Kind eine Sandkiste im Garten aufstellte. Wenn der Bub darin spielte, seien die Nachbarn am Zaun gestanden und hätten sich gut hörbar über den Nachwuchs und die als labil geltende Mutter abfällig geäußert. Systematisch sei die junge Familie niedergemacht worden, so der Verteidiger.
Am 13. Februar sei der Vater dann auf der Straße übergeschnappt. Diesen „Knock-out“ wertete Mauhart nach der minutiösen Schilderung der Vorgeschichte als allgemein begreifliche Gemütslage. Dass der gelernte Ingenieur dann getötet habe, stritten weder er noch sein Mandant ab. „Natürlich muss sich der Mann, der leidenschaftlicher Fischer ist, aber den Fisch bis heute nicht töten kann, jeden Tag seine Hände anschauen, die getötet haben“, meinte der Jurist.
Die Tochter der Opfer hat sich als Privatbeteiligte dem Prozess angeschlossen und verlangt einen Teilschadenersatz von 53.000 Euro. Ab Mittag wird der Angeklagte aussagen.
Insgesamt sind für den für zwei Tage anberaumten Prozess 17 Zeugen geladen. Ein Urteil wird für Dienstag erwartet. Bei einem Schuldspruch droht dem Mann eine Gefängnisstrafe zwischen zehn Jahren und lebenslang. (APA/TT.com)

 

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Merkel empfängt Theresa May zu Antrittsbesuch - Politik Inland - Bild.de (0.02/4)

Merkel werde May um 17.30 Uhr mit militärischen Ehren empfangen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit. In dem anschließenden ersten gemeinsamen Gespräch werde es um die politische Entwicklung in der Türkei, die Flüchtlingsfrage sowie Fragen nach der Umsetzung des Votums der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union gehen.
Die neue britische Regierung strebt nach Angaben eines ihrer Mitglieder einen EU-Austritt zum Jahresbeginn 2019 an.
Clevere Personal-Schachzüge oder Chaos-Kabinett: Warum Europäer auf die neue britische Regierung so gespannt sind.
Es sei an Großbritannien, sich klar zu werden, wie es die Beziehungen zur EU künftig gestalten wolle, sagte Seibert.

 

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NDR.de - Kultur - Buch - Buch des Monats (0.01/4)

Fallwind
von Till Raether Seitenzahl: 480 Seiten Genre: Krimi Verlag: Rowohlt Bestellnummer: 978-3-499-27200-4 Preis: 14,99 €
Dieses Thema im Programm:
Neue Bücher |
21.07.2016 | 06:55 Uhr

 

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Die peinlichsten Erlebnisse der SZ-Magazin-Leser

Es war im vergangenen Jahrhundert, meine Freundin arbeitete in einer kleinen Apotheke. Es herrschte ein wunderbares Betriebsklima, der Chef war zum Knuddeln (ja, sowas gab's noch). Die angestellten Damen überlegten, was sie ihm zum Geburtstag schenken könnten. Mir waren ein paar Fotos von der Apotheke gelungen, die ungewöhnlich eingerichtet und dekoriert war. Um die Kolleginnen meiner Freundin zu überzeugen, fertigte ich ein großformatiges Fotoalbum an (mit 20x30 cm großen Fotos: Gegenlicht, Nachtbeleuchtung, all dieser Schnickschnack). Ich gab meiner Freundin das Album mit, um es im Kollegenkreis zu zeigen. Allerdings glaubte ich nur, dass es sich um das Album mit den Apotheken-Fotos handelte. Ich hatte nämlich seinerzeit mehrere großformatige Alben in Arbeit, äußerlich alle gleich. Und so schleppte sie ein vertauschtes Album mit: Aktfotos von ihr, die ich zu der Zeit (mit ihrem Wissen) gemacht hatte. Keine Pornos, aber immerhin Nacktfotos. Ich war am Abend, als sie von der Arbeit nach Hause kam, sehr neugierig: »Was haben Deine Kolleginnen denn zu dem Album gesagt? « – »Ooch, was haben sie gesagt? Du hast Dich aber gut gehalten…« Was der Chef zu seinem Geburtstag bekommen hat, wissen wir nicht mehr. München, Leopoldstraße, Mitte der 60er Jahre – ich bringe abends in meinem VW ein nettes Mädchen nach Hause und halte deswegen im Halteverbot. Wir sitzen noch im Auto und unterhalten uns ein paar Minuten, unbemerkt kommt ein Polizist und schreibt mich auf. Als ich dessen gewahr wurde, steige ich aus und fange an, mit dem Polizisten zu diskutieren, wie ich das bei »Knöllchen« immer versuche. Inzwischen steigt meine Begleiterin aus, gibt dem Polizisten rasch die geforderten 5 DM und verabschiedet sich. Und ich stand da, peinlich berührt, beschämt und wortlos. Unser Weg zum Schwimmtraining führte in den 60er Jahren vorbei an üppigen Erdbeerfeldern, Kirsch-, Äpfel-, Birnen- und Mirabellenbäumen. Ohne jedes Unrechtbewusstsein pflückten wir, je nach Jahreszeit, die Früchte in unsere Matchbeutel, um uns nach dem Training zu stärken. Eines Tages erwischte uns eine Gartenbesitzerin, als wir hoch oben im Baum die Kirschen pflückten. Flucht war nicht möglich. Doch statt den Feldschütz zu rufen oder unsere Eltern über unsere Missetat zu informieren, machte sie uns das Angebot, ihr  dafür am nächsten Tag bei der Ernte der Kirschbäume zu helfen, was wir dankbar versprachen. Tags darauf waren wir auch pünktlich zur Stelle. Die Frau stellte einige Körbe unter die Bäume, die sie nach ein paar Stunden, dann gefüllt, wieder abholen wollte. Als sie dann zurückkam, war sie ob unseres Fleißes sichtlich erfreut. Großmütig wollte sie uns ihre Dankbarkeit zeigen und jedem von uns ein paar Pfund Kirschen mitgeben. Als wir dazu jedoch unsere Matchbeutel öffneten und die Frau sah, dass diese schon randvoll mit Kirschen gefüllt waren, wäre ich vor Scham am liebsten im Erdboden versunken. Mir ist nicht mehr in Erinnerung wie die Frau auf die Situation reagierte, ich aber habe nie mehr im Leben auch nur das Geringste anderen weggenommen. Ich war 18, eine unerfahrene Schauspielerin und sollte meine erste große Rolle spielen. Mein älterer Kollege, nennen wir ihn Thomas, der den jungen Liebhaber meiner Film-Mutter spielte, war schön und groß und hatte dunkle Locken. Laut Drehbuch sollte ich versuchen, ihn zu verführen um die Mutter zu ärgern. Am Abend vor dem ersten Drehtag trafen wir uns im Restaurant des Hotels in dem wir drehten und  wohnten, um den Text durchzugehen. Und am Ende des des Dialogs sollte er mir ein Küsschen auf die Wange geben. Und das tat er! Beim Durchsprechen des Textes! Am Wirtshaustisch! Er ging dann bald auf sein Zimmer. Und ich? Ich war auf der Stelle verliebt! Ich schrieb ihm einen Zettel (»Ich habe mich in Dich verliebt«), schob ihn unter seiner Türe durch und ging nochmals ins Restaurant, wo der Regisseur inzwischen mit den anderen Kollegen zusammen saß und hörte ihn sagen: »Der Thomas? Der ist doch schwul! Der hat's doch erfunden! « Wie entsetzlich peinlich! Ich schlief schlecht. Am nächsten Morgen, beim Frühstück, nahm mich Thomas lieb, -brüderlich? väterlich? in den Arm und zwinkerte mir zu. Und die Szene, die wir geübt hatten wurde sehr schön. Trotzdem. Ich bin Diplom-Restauratorin für Steinobjekte. Noch während des Studiums habe ich als Ferienjob das Portal des Hauses eines recht wohlhabenden Chirurgen aus Hildesheim restauriert. Der Hausherr war sehr freundlich, hat ab und zu Getränke ausgegeben und sich mit uns unterhalten. In einer dieser Pausen sagte er »Vielleicht könnten Sie mich ja auch mal restaurieren! « Ich versuchte, schlagfertig auf diese Bemerkung zu reagieren, von der ich nicht sicher war, ob sie nur spaßig oder leicht anzüglich gemeint war und sagte: »Oh, das wird teuer! « Das sehr zögerliche, eher gequälte Lachen der anderen machte mit schlagartig meinen Fauxpas klar: Der Herr war von der Hüfte abwärts gelähmt und saß im Rollstuhl. Er hat allerdings noch am lautesten gelacht und es mir scheinbar nicht übel genommen. Vor über 30 Jahren kam ich mit meiner Frau im VW-Campingbus während unserer Skandinavien-Rundfahrt kurz nach 16 Uhr zum Schloss Skokloster (bei Stockholm). Leider war die Besichtigungszeit vorüber und wir mussten bei nasskaltem Wetter dort übernachten und bis 11 Uhr auf die nächste Öffnung warten. Während wir bei sehr kaltem Wetter (mit dicker Jacke) frierend vor dem Einlass warteten, standen zugleich zwei junge Männer vor uns: in kurzärmligen Hemden, auf schwedisch sich unterhaltend! Einer davon hatte eine ungewöhnlich große Nase. Aus Frust über die lange Wartezeit und des kalten Wetters habe ich meinen Ärger verbal »über Schweden mit großer Nase« ausgelassen... Wir kauften Tickets mit deutscher Führung; unser Führer war dann: jener junge Mann mit großer Nase! Ich wollte im Boden versinken. Ich habe mich natürlich sofort entschuldigt, der junge Mann hat sich nichts anmerken lassen. Der Wagen war brandneu. Glänzend sauber, silber metallic und mit Abstand das neueste Auto, dass ich jemals hatte. Ich war stolz und ganz aufgeregt. Habe früh Schluss gemacht, mein Kind abgeholt, schön eingeparkt, gleich eine Straße neben meiner und dann das: Ich bekam den Schlüssel nicht raus. Ich bin erst mal ganz ruhig geblieben. Ok, wir machen das noch mal. Hä? Das Auto geht auch nicht mehr an! Was ist das denn? Elektrischer Totalausfall? Von meinen alten Schlurren kannte ich das – wenn auf einmal gar nichts mehr geht, ist das was elektrisches. Nur konnte ich ja jetzt schlecht dieses Auto mit steckendem Zündschlüssel so stehen lassen. Sogar die Fenster waren offen und gingen nicht zu. Das Kind wurde quengelig. Ok, was soll es, ADAC anrufen. Zwar war ich kein Mitglied, aber es war sonst einfach keine Rettung in Sicht. »Jaaaa, so zwei, drei Stunden kann das dauern, heute ist viel los«, sagte der Mann am Ende der Leitung, »und Sie stehen ja nicht an der Autobahn. « Oh no. Inzwischen waren die netten Leute vom Restaurant neben der Bude auf uns aufmerksam geworden und haben das Kind mit Keksen und mich mit Cola versorgt. Ich mag überhaupt keine Cola, war aber so gerührt, dass ich nichts gesagt habe. Und dann haben wir gewartet. Viele Nachbarn kamen vorbei. Alle hatten sehr viel Mitleid. Ich hatte mittlerweile etwa 50 Leuten erklärt, was los war und konnte mein eigenes Gesabbel nicht mehr hören. Es war warm. Schließlich ist der Mann vom ADAC gekommen. Es muss schön sein, so viel Freude auszulösen bei der Arbeit. Er hat sich meinen sehr flüssig vorgetragenen Satz über den Schlüssel angehört und sich mal reingesetzt. Als er den Schalthebel von D auf P schob, umspielte seinen Mund ein Lächeln, von dem ich glaube, dass es neben Müdigkeit (er hatte einen langen Tag), Resignation und Belustigung auch ein bisschen Bosheit enthielt. Das Problem war gelöst. Automatikwagen springen nur an, wenn der Schalthebel auf P steht. Damit er nicht gleich losfährt, wenn man ihn anmacht. Und damit man den auch immer auf P stellt, wenn man parkt, kann man den Schlüssel sonst gar nicht rausziehen. Zur Sicherheit. Bei denn meisten Leuten funktioniert das wohl. Ich schwöre, das hat mir keiner gesagt. Glaube ich jedenfalls. Immerhin musste ich nichts bezahlen. »Was waaaaaar es denn? « haben 62 Leute mich dann und in den nächsten Tagen gefragt. »Was elektrisches«, habe ich gesagt. Und vor dem Restaurant habe ich erst mal ganz lange nicht geparkt. Japan. Tokio. Hotel Imperial. In diesem namhaften und damals größten Hotel der Stadt war ich zusammen mit einer Händlergruppe auf Einladung einer japanischen Fotoindustriefirma untergebracht. Ab Abreisetag wurden wir gebeten, unsere Koffer frühmorgens zur Abholung vor die Zimmertür zu stellen. Nur mit Unterhose und Unterhemd bekleidet, kam ich der Bitte nach – und stellte mit Entsetzen fest, dass die Tür hinter mir zuschlug. Ich war ausgesperrt. Vergeblich hoffte ich, dass ein vorbeikommender Gast einen Angestellten von meinermisslichen Lage verständigen könnte. Aus einem angebrachten Wandtelefon war nur ein japanischer Wortschwall zu vernehmen (es diente nur den Zimmermädchen zur gegenseitigen Verständigung.) Die Zeit verging und mir blieb nichts anderes übrig, als barfuß und nur mit Unterwäsche bekleidet in die mit vielen Gästen besetzte Hotelhalle zu laufen, um einen Angestellten zu bitten, meine Zimmertür aufzusperren. All die mich sahen, meinten sie mit Sicherheit, ich hätte sie nicht mehr alle. Als junger Vikar in einem schwäbischen Städtchen, neu in der Gemeinde. Ich machte – wie es üblich ist – Besuche bei alten Gemeindegliedern, die einen runden Geburtstagen feiern. Gewöhnlich hat man einem Piccolo dabei und eine Karte mit mehr oder weniger guten und frommen Wünschen. Er klingelt. Aus dem Dachfenster schaut eine jüngere Frau heraus, wohl die Tochter. Ihr Blick macht mich nicht gerade sicherer. »Ja, bitte? « – »Ich möchte Ihre Mutter besuchen und ihr zum Geburtstag gratulieren. « – »Aber Herr Vikar, die haben Sie doch letzte Woche selbst beerdigt! « Das Fenster wird geschlossen. Ein Loch tut sich nicht auf, die Flasche Sekt verschwindet im Mantel. Wenig später, bei einem Besuch im Krankenhaus im Mehrbettzimmer, liegt neben der gesuchten kranken Dame die Tochter der Verstorbenen. Es wird nur ein kurzer eisiger Blickaustausch. Meine Schwester und ich waren in einem Sportgeschäft, um Hand-Protektoren zum Inline-Skaten anzuprobieren. Zu diesem Zeitpunkt war ich (anders als heute) überhaupt nicht von der Nützlichkeit einer solchen Schutzausrüstung überzeugt. Beim Anprobieren fand ich, dass die Protektoren die Hände in eine unmögliche Position zwingen. Ich sagte »Guck mal, wie die Schiene hier verläuft, wenn ich so hinfalle, breche ich mir doch erst recht das Handgelenk! « Zuvor hatte ich mich schon darüber aufgeregt, dass bei diesen Artikeln aus asiatischer Produktion sogar links und rechts falsch ausgezeichnet waren. »Die Chinesen haben es halt nicht so mit dem L und dem R, haha... « Nachdem wir noch eine Weile weitergemeckert hatten, konnte eine Verkäuferin es wohl nicht mehr mit ansehen. Sie kam zu uns und sagte: »Entschuldigen Sie, Sie haben die verkehrtherum angezogen – die gehören andersrum.”Hannover vor einigen Jahren, in einem Biomarkt. Ich erblicke Gerhard Schröder, er war bereits Altkanzler, ich denke mir: Blöd, wenn ich nicht wenigstens mal grüße – schließlich weiß er ja, dass ich ihn kenne (ich schäme mich noch immer!). Nach kurzem Zögern nähere ich mich. »Ich wollte wenigstens mal guten Tag sagen! « Er reicht mir emotionslos die Hand, ich realisiere, wie sehr ich mich gerade blamiere, wünsche schnell einen schönen Tag und drehe ab. Ich bin mir sehr sicher, wie er über jetzt mich denkt; das will ich nicht auf mir sitzen lassen, finde den bedauernswerten Mann an einem anderen Regal, stürze ein zweites Mal auf ihn zu und entschuldige mich: Ich sei eigentlich gar nicht so, ich wisse nur nicht, wie ich mich verhalten solle, er könne ja davon ausgehen, dass man ihn kenne, und ich wisse nicht, wie…  Hier unterbricht er mich fast ohne Regung und erwidert: »Ganz normal, gaanz normal« – leicht irre lachend stimme ich ihm zu: »Ja, klar – ganz normal, natürlich. « Gekauft habe ich dann nichts mehr. Meinen beiden besten Freundinnen habe ich diese Geschichte erzählt und mir versprechen lassen, dass sie mich festbinden, sollte er uns noch einmal über den Weg laufen. Dieses zweite Mal ist mir nämlich so peinlich, dass ich mich dafür wieder entschuldigen möchte. Ein Teufelskreis.

 

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Rezept "Apfel-Schmand-Torte"

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Müßiggang im Überfluss

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Bei dem ÖSV-Skispringer war nach seinem schweren Trainingssturz am Kulm eine inkomplette Querschnittslähmung diagnostiziert worden.
Blamage für den FC Wacker: Im Elfmeterschießen verloren die Tiroler in der 369-Seelen-Gemeinde Mannsdorf. Damit stehen drei Tiroler Teams (Schwaz, Wattens, K...
Zwischen dem 5. und 21. August finden in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele 2016 statt. Österreichs Athleten wollen nach der Nullnummer 2012 wieder für Ed...
Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel macht sich im Ferrari auf die Jagd nach Champion Lewis Hamilton und Mercedes. Eine erneute Solofahrt der Silberpfeile i...
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Interviews, Porträts, Album-Kritiken: In der Rubrik Soundstube Tirol stellen wir lokale Künstler und Bands vor. Aber auch Neuigkeiten aus der Tiroler Musiksz...
Fehlkauf vermeiden, vorher informieren. Rezensionen zu den aktuellsten Spielen regelmäßig auf TT Online.
Termin: 21.07. - 05.08.2017
Gewinnen Sie 3x2 Eintrittskarten inkl. Meet and Greet für Nik P und Band am 26.11.2016 im Congress Innsbruck!
Der Juli lockt wieder mit einem Wohn TTräume-Gutschein im Wert von 500 Euro von AVANTI.

 

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Zwei oder drei Räder – womit fährt man besser? - Auto-News - Bild.de

Motorroller müssen nicht unbedingt nur zwei Räder haben wie der Kymco Downtown 350i. Denn es gibt auch Modelle mit drei Rädern, etwa den Quadro3.
Einen ganz entscheidenden Vorteil haben sie auf ihrer Seite, den vor allem Autofahrer bei ihrer Kaufentscheidung mit einbeziehen sollten.
Wie ist es aber mit dem Fahrspaß, Handlung und mit den Kosten? Womit also fährt man letztlich besser? BILD hat es ausprobiert.
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Pokemon macht Barkeeper zum Millionär - Digital - Bild.de

Ein Spiel hat das geschafft, wovon viele Eltern nur träumen können: Kinder UND Erwachsene vom Laptop und Macbook wegzulocken und in die frische Luft zu bringen – wenn auch nur aufs Smartphone starrend.
Das Spiel „Pokémon Go“ ist in kürzester Zeit mit einem einfachen Prinzip zum Milliarden-Erfolg geworden.
Doch wer verdient an dem Spiel, bei dem Sie per Handy bunte Monster in der echten Welt jagen? Lesen Sie alles hier mit BILDplus!
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Gericht: Deutschland darf Flüchtlinge nicht nach Ungarn abschieben

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat die Abschiebung eines syrischen Asylbewerbers nach Ungarn untersagt. Bereits 2014, als der Syrer über Ungarn nach Deutschland eingereist war, sei das ungarische Abschiebehaftsystem „in so erheblichem Maße mängelbehaftet gewesen“, dass dem Kläger dort beim Stellen eines Asylantrags „unmenschliche und erniedrigende
Behandlung“ gedroht hätte, heißt es in einem am Montag in Mannheim
veröffentlichten Urteil, wie AFP berichtet.
Damit ist die Bundesrepublik laut Urteil zuständig für den Syrer und kann sich nicht auf die sogenannte Dublin-II-Verordnung berufen: Nach europäischem Recht soll das Asylverfahren grundsätzlich in dem EU-Land eingeleitet werden, in das ein Flüchtling als erstes einreisten. Die Dublin-II-Verordnung der EU sieht daher vor, dass Flüchtlinge, die weiterreisen, wieder in das erste Land abgeschoben werden.

 

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Food-Upcycling: Die keine-Reste-Küche

Erbsenschoten-Pesto, Kopfsalat-Suppe, Papayakern-Pfeffer: Kerne, Schalen und Strünke gehören nicht in die Tonne, sondern in den Topf! Sie lassen sich zu überraschend köstlichen Speisen verarbeiten – außerdem stecken sie voller Vitamine.
Experten-Interview, Rezepte und Verwertungs-Tipps von Avocadokern-Smoothie bis Suppengewürz.
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Vom Babybauch bis zur Einschulung - Kind & Familie - Bild.de

Seit sechs Jahren begleitet BamS diese fünf Frauen. Beim ersten Treffen erzählten sie über ihre Schwangerschaft, jetzt werden ihre Kinder eingeschult.
Was in der Zwischenzeit alles passiert ist, wie sich ihre Beziehungen entwickelt haben und wie ihre Kleinen heranwachsen, verraten sie hier mit BILDplus.
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Türkei-Touristen unternehmen Tagesausflüge wie gewohnt

Den deutschen Touristen in den türkischen Badeorten am Mittelmeer bietet sich nach Angaben von Reiseveranstaltern weiterhin ein Bild der Normalität. "Es geht wirklich alles seinen gewohnten Gang", sagte eine Sprecherin des weltgrößten Reisekonzerns Tui am Montag in Hannover. "Aus Urlaubersicht herrscht Normalität", sagte auch ein Thomas-Cook-Sprecher.
Auch die Tagesausflüge aus den Hotels heraus zu Sehenswürdigkeiten laufen nach Angaben der Veranstalter wie gehabt. Diese Angebote nutzen wie gewohnt hunderte Touristen täglich, Absagen gebe es nicht, sagte die Tui-Sprecherin. Auch Umbuchungs- oder Stornierungswünsche für anstehende Türkeireisen gebe es nur "ganz vereinzelt".
Allein die Tui zählt derzeit etwa 18 000 Kunden in der Türkei. Beliebte türkische Urlaubsorte sind die Regionen Antalya, Bodrum und Izmir. Sie liegen im Süden und Westen des Landes am Mittelmeer.
Ähnlich ist das Bild bei Thomas Cook. Derzeit machen etwa 23 000 Reisende aus Deutschland mit Veranstaltern des Konzerns Urlaub in der Türkei. Etwa ein Dutzend sei am Samstag frühzeitig abgereist.
Die Metropolen Istanbul und Ankara sind von den Badestränden hunderte Kilometer entfernt. Das Auswärtige Amt empfiehlt angesichts der Lage in der Türkei: "Reisenden in Istanbul und Ankara wird bis zur vollständigen Klärung der Lage weiterhin zu äußerster Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auf öffentlichen Plätzen für Menschenansammlungen. (...) Aus anderen Teilen des Landes, insbesondere von der Mittelmeerküste, wurden keine besonderen Ereignisse gemeldet. "

 

 23 

ORF-Wahl: "Nähe zu Partei ist kein Disqualifikationsmerkmal"

Dietmar Hoscher, der Vorsitzende des ORF-Stiftungsrates, hofft auf einen fairen Wettbewerb der Konzepte und möchte nicht in Sphären abgleiten, "die alle Beteiligten und vor allem den ORF selbst beschädigen".
18.07.2016 | 13:51 | 
( APA )
Drei Wochen sind es noch bis zur Wahl des Generaldirektors durch den ORF-Stiftungsrat am 9. August. Stiftungsratsvorsitzender Dietmar Hoscher hofft im APA-Interview, dass es in der verbleibenden Zeit bei einem fairen Wettbewerb der Konzepte bleibt und es nicht zur Beschädigung von Kandidaten oder ORF kommt.
Die Arbeit der bisherigen Geschäftsführung beurteilt Hoscher positiv, aber natürlich würden auch die Zukunftskonzepte der Bewerber zu beurteilen sein. Punkto Führung des ORF würde der Stiftungsratsvorsitzende kollegiale Elemente in der Entscheidungsfindung begrüßen, die gesetzlich vorgegebene Alleingeschäftsführung könne dabei aber nicht ausgeblendet werden. Die ORF-Technik hält Hoscher für einen "Kernbereich" des Medienunternehmens ORF.
Bild vergrößern Dietmar Hoscher, seit 2014 Vorsitzender des Stiftungrates. / Bild: ORF/Roman Zach-Kiesling
Nachfolgend das Interview im Wortlaut:
APA: Der ORF-Stiftungsrat bestellt am 9. August einen neuen Generaldirektor für die Geschäftsjahre 2017 bis 2021. Welche Herausforderungen warten auf den neuen ORF-Chef?
Hoscher: Die Herausforderungen waren schon bisher groß und sie werden nicht kleiner werden. Am Markt sind das die fortschreitende Fragmentierung und Digitalisierung, einhergehend mit dem ungleichen Wettbewerb mit den globalen Playern bis zu den deutschen Werbefenstern. Der ORF muss seine starke Position verteidigen und dazu neue Wege beschreiten, Stichwort Distribution und Plattformen. Wir müssen die Finanzierung des ORF sicherstellen und wir haben mit der Standort-Konsolidierung am Küniglberg ein riesiges Projekt zu stemmen, das alle Unternehmensbereiche stark in Anspruch nehmen wird, von der Technik über das Programm, Finanzen, Organisation bis zur Unternehmenskultur.
APA: Bisher haben der amtierende ORF-General Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl ihre Bewerbung angekündigt. In der öffentlichen Wahrnehmung herrscht der Eindruck eines Matches zwischen SPÖ und ÖVP. Welche Wahrnehmungen haben Sie von diesem "Wahlkampf"?
Hoscher: Jedes Mitglied des Stiftungsrats ist persönlich hinsichtlich seiner aktienrechtlichen Verpflichtungen gut beraten, den aus seiner Sicht bestgeeigneten Kandidaten beziehungsweise die bestgeeignete Kandidatin zu wählen. Ich hoffe sehr, dass es bei einem fairen Wettbewerb der Konzepte bleibt und nicht in Sphären abgeglitten wird, die alle Beteiligten und vor allem den ORF selbst beschädigen. Lassen Sie mich aber auch klar festhalten, dass eine Nähe zu einer demokratischen Partei, egal zu welcher, wohl auch kein Disqualifikationsmerkmal sein kann. Es als Match zwischen Parteien darzustellen, hieße demnach, den Kandidaten ihre fachliche Eignung abzusprechen.
APA: Unterschiedliche Herangehensweisen der Bewerber gibt es punkto Führung des Unternehmens. Wie ist Ihre Haltung in dieser Frage, soll der ORF von einem allein verantwortlichen Geschäftsführer geführt werden oder kollegial von einem Board?
Hoscher: Im geltenden ORF-Gesetz ist das klar geregelt, es sieht einen Alleingeschäftsführer mit allen Rechten und auch Pflichten vor. Wer immer sich bewirbt, muss diese Verantwortung auch auf sich nehmen. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass bisher autokratisch entschieden wurde, im Gegenteil, meinem Eindruck nach gab es bei nahezu allen wichtigen Fragen Konsens innerhalb der ORF-Geschäftsführung. Das schließt aber natürlich nicht aus, dass nach innen, zum Beispiel im Rahmen einer Geschäftsordnung, kollegiale Elemente der Entscheidungsfindung innerhalb der Geschäftsführung auch formal eingeführt und gestärkt werden. Es haben ja auch beide bisher bekannten Kandidaten bereits angekündigt, in diese Richtung Überlegungen anzustellen und das würde ich auch begrüßen. Aber eine Ausblendung gesetzlicher Vorgaben ist nicht möglich.
APA: Von Richard Grasl kennt man inzwischen auch die geplante Geschäftsverteilung. Er möchte die Direktionen stärker in Richtung Kunden und Produkte und weniger in Richtung interne Verwaltung aufstellen. Kaufmännische und Technische Direktion sind nicht mehr vorgesehen. Ein zukunftsweisendes Konzept?
Hoscher: Ich ersuche um Verständnis, dass ich vor dem Hearing keine Details von Konzepten einzelner Bewerberinnen oder Bewerber kommentieren möchte. Aber zum Grundsätzlichen: Die Technik ist ein Kernbereich eines elektronischen Medienunternehmens, das sich vom Selbstverständnis her als Content-Produzent und nicht als Abspielstation sieht. Das betrifft insbesondere den ORF - von der Produktion über die Distribution bis zur IT, gerade in den kommenden Jahren wird die Bedeutung - Stichwort Digitalisierung, Standort-Konsolidierung, Newsroom etc. - sogar noch zunehmen. Hier sehe ich eine der Kernaufgaben und -kompetenzen des ORF. Und was die Finanzen angeht, ist deren Bedeutung für ein Unternehmen dieser Größe und Komplexität ohnehin offensichtlich.
APA: Wie beurteilen Sie die Arbeit der Geschäftsführung seit der vergangenen ORF-Wahl und sehen Sie Gründe für einen Wechsel?
Hoscher: Ich beurteile die Bilanz der auslaufenden Periode durchwegs positiv, sowohl was den Generaldirektor als auch sein Führungsteam betrifft. Der ORF ist programmlich und finanziell gut aufgestellt, es gibt eine vom Stiftungsrat beschlossene Strategie und es ist in den letzten Jahren gelungen, den ORF aus einer breiten, öffentlichen bzw. politischen Debatte weitgehend herauszuhalten. Aber natürlich werden auch die Zukunftskonzepte der Bewerberinnen und Bewerber zu beurteilen sein.
APA: Nach welchen Kriterien werden Sie persönlich Ihre Wahlentscheidung treffen?
Hoscher: Auf Basis meiner Kenntnis der Qualifikation der Bewerber und Bewerberinnen, auf Basis von deren Konzepten für die Zukunft des Unternehmens aber auch auf Basis ihrer persönlichen Wertevorstellungen in Bezug auf den ORF.
APA: Wie wird der Stiftungsrat mit etwaigen Scherz-Bewerbungen umgehen, die "Staatskünstler" haben eine solche ja in den Raum gestellt?
Hoscher: Jedes Mitglied des Stiftungsrats hat das Recht, Bewerber zum Hearing und damit zur Wahl zu nominieren. Ich gehe davon aus, dass dabei rein fachliche Kriterien im Mittelpunkt stehen und nicht ein etwaiger Spaßfaktor. Es geht hier um die Zukunft des ORF und nicht um eine Show. Jedes zu seiner Zeit.
APA: Als Stiftungsratsvorsitzender würde Ihre Stimme bei etwaigen Enthaltungen und Stimmengleichstand quasi doppelt zählen. Werden Sie Ihr Dirimierungsrecht gegebenenfalls nutzen?
Hoscher: Dies kann ich mir gar nicht aussuchen. Kraft Gesetz entscheidet im Falle eines Stimmengleichstands automatisch die Stimme des Vorsitzenden.

 

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Crash mit Unbeteiligter in Köln: Frau bei illegalem Autorennen schwer verletzt

In der Kölner Innenstadt liefern sich ein 23 und ein 24 Jahre alter Mann ein illegales Autorennen. Zwischen den lebensgefährlichen Zickzack-Kurs gerät das Auto einer Unbeteiligten - sie kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Erneut ist bei einem illegalen Autorennen in Köln eine unbeteiligte Frau schwer verletzt worden. Zwei Autofahrer hätten sich ein Rennen geliefert, sagte ein Polizeisprecher. Die 23 und 24 Jahre alten Männer fuhren nach Darstellung der Ermittler viel zu schnell, überholten einander und rasten auf einer mehrspurigen Straße im Zickzack um andere Autos herum.
Als einer der beiden mit einem unbeteiligten Auto zusammenstieß, wurde die darin sitzende 66-jährige Beifahrerin schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Polizei beschlagnahmte die Führerscheine und die Autos der beiden Raser. Gegen sie werde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt, sagte der Sprecher.
In der Vergangenheit hatte es in Köln mehrere Autorennen gegeben, bei denen Unbeteiligte sogar tödlich verletzt wurden: Im Juli 2015 raste ein 26-Jähriger mit mehr als 100 Stundenkilometern durch die Kölner Innenstadt. Er erfasste einen 26-jährigen Radfahrer, der so schwer verletzt wurde, dass er starb.
Im April 2015 wurde eine 19 Jahre alte Radfahrerin tödlich verletzt, als zwei junge Männer um die Wette fuhren. Im März 2015 fuhr einer von zwei Rasern mit seinem Auto über eine rote Ampel und rammte ein Taxi. Ein Fahrgast darin erlag später seinen schweren Verletzungen.
Quelle: n-tv.de

 

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Beim Abriss ist viel Feingefühl gefragt

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Containerschifffahrt: Hapag-Lloyd fusioniert mit arabischem Rivalen

Die hamburgische Reederei Hapag-Lloyd fusioniert mit der United Arab Shipping Company (UASC). Hapag-Lloyd werde nach der Integration über
eine Flotte von 237 Schiffen verfügen und in den Kreis der fünf weltweit
größten Containerschiffreedereien aufrücken, teilte der Konzern mit. Die
Anteilseigner hätten die Verträge für den Zusammenschluss unterzeichnet.
Allerdings müssen sie noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Hapag-Lloyd erwartet nach eigenen Angaben, dass der Zusammenschluss bis Ende des Jahres vollzogen werden kann. Auch die Hapag-Lloyd-Hauptversammlung
muss sich im August noch mit dem Thema befassen. Dabei geht es um die
formale Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung, die wegen des
komplizierten Zusammenschlusses notwendig wird.
Mit ihrem schon vor einigen Monaten angekündigten
Zusammenschluss wollen die beiden Konzerne die Branchenkrise
bewältigen. Die Containerschifffahrt leidet seit einigen Jahren unter Überkapazitäten und sinkenden
Frachtraten. Für Hapag-Lloyd ist es bereits die zweite Fusion
binnen kurzer Zeit. Vor eineinhalb Jahren hatten die Hamburg die
Containersparte der Reederei CSAV aus Chile übernommen.
"Nach der erfolgreichen Integration von CSAV, die Mitte 2015
abgeschlossen wurde, ist diese Transaktion mit UASC ein weiterer
Meilenstein in der Geschichte von Hapag-Lloyd", sagte
Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen anlässlich der
Vertragsunterzeichnung. Auch Jorn Hinge, Präsident und CEO der arabischen UASC, begrüßte den Deal. UASC ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässig und gehört
mehrheitlich den Staatsfonds Saudi-Arabiens und Katars. Die global
tätige Reederei ist nach eigenen Angaben der dominierende Anbieter im
Mittleren Osten.
Die bisherigen Mehrheitsgesellschafter von UASC
werden mit 14 beziehungsweise 10 Prozent an Hapag-Lloyd
beteiligt. Damit bleibt nach Unternehmensangaben die chilenische
CSAV mit fast 23 Prozent größter Eigner von Hapag-Lloyd, gefolgt
von Hamburg mit rund 15 Prozent und dem Unternehmer
Klaus-Michael Kühne mit rund 14 Prozent.
Den Konzernangaben zufolge werden die kombinierten Flotten von Hapag-Lloyd
und UASC eine Transportkapazität von 1,6 Millionen
20-Fuß-Standardcontainern (sogenannte TEU) haben. Nach Zahlen des
Branchenfachdiensts Alphaliner wird das neue Unternehmen damit die
Evergreen Line überholen und in die weltweit fünftgrößte
Containerschiffreederei aufrücken. Hapag-Lloyd allein liegt derzeit auf Rang sechs, UASC auf dem elften Platz.
Hapag-Lloyd hatte im Mai zudem eine Allianz mit mehreren
asiatischen Konkurrenten angekündigt. Der aus sechs Partnern
geschmiedete Bund soll im April kommenden Jahres unter dem Namen
"THE Alliance" an den Start gehen.

 

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Strafvollzug in NRW: Zunehmende Probleme mit Maghreb-Häftlingen

Das geht aus einer am Montag in Düsseldorf veröffentlichten Antwort von NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervor. Die Zahl der Häftlinge aus Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien ist demnach in den NRW-Anstalten seit Ende 2010 um zwei Drittel auf 355 Insassen gestiegen, darunter 68 Jugendstrafgefangene. Mit 213 Häftlingen kommen die meisten aus Marokko.
Zu den Hauptproblemen zählten Verständigungsschwierigkeiten, teilte der Minister mit. In den NRW-Anstalten gebe es erst 14 arabisch sprechende Strafvollzugsbedienstete - 2010 waren es sogar nur zwei.
Zu den häufig aufgelisteten Auffälligkeiten gehöre auch forderndes Auftreten verbunden mit Androhung eines Suizids. Deshalb müssten sie "überproportional häufig" in besonders gesicherten Hafträumen untergebracht werden. Außerdem verzeichnen die Strafvollzugsanstalten Temperamentsausbrüche, Übergriffe auf Bedienstete, fehlende Akzeptanz gegenüber gesetzlichen Vorgaben und Regeln sowie "völlige Uneinsichtigkeit bei eigenem Fehlverhalten". 
Häufig bestehe bei den nordafrikanischen Gefangenen eine Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit, erklärte der Minister. Immer wieder komme es zu "handgreiflichen Aggressionen" und Übergriffe aus Bedienstete. Schwierigkeiten gebe es auch bei der Wiedereingliederung nach der Haft, da den Migranten oft der "soziale Empfangsraum fehle", weil ihre Familien im Herkunftsland lebten.

 

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Ob Bundesligarechte oder Scholl: Die ARD schweigt

Krampfhaft versucht der Sender, die Kosten geheim zu halten. Dabei lassen sich die Zahlen kaum unter der Decke halten.
In den vergangenen Wochen ist wieder einmal viel geschwiegen worden. Seitdem die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Fernsehrechte an der Bundesliga von der Saison 2017/18 an verkauft hat, sind die Verantwortlichen der ARD gewohnt wortkarg.
Sie, die regelmäßig und gerne von Transparenz sprechen, sie aber offenbar ungern mit Leben füllen, verraten die Ausgaben der ARD für die Bundesliga nicht und weisen durchgesickerte Zahlen als meilenweit von der Wahrheit entfernt zurück. Das funktioniert als Vernebelungstaktik ja schon dann, wenn der Frager seine Werte nicht bis in die zweite Nachkommastelle hinein korrekt referiert.
Die öffentlich-rechtlichen Sender begründen ihre strikte Verschwiegenheit damit, dass ihre Verhandlungsposition gewahrt bleiben müsse. Die werde bei zu viel Transparenz gefährdet, dann könnten Mitbewerber und Rechteverkäufer beim nächsten Mal mehr bieten oder mehr verlangen. Das hat der ARD-Programmdirektor Volker Herres erst vor einigen Tagen öffentlich betont.
Die Deutsche Fußball Liga, die ihrerseits im Spiel der Rekordsummen natürlich ganz andere Interessen vertritt als die ARD, hat kürzlich im Handelsblatt durchschimmern lassen, dass bei ihr das Thema Geheimhaltung nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehe.
Das aber beeindruckt die Wortführer im Anstaltenverbund herzlich wenig. Die konkreten Zahlen sollen auch weiter unter Verschluss bleiben, nur im Sinne des Gebührenzahlers natürlich; das gleiche gilt natürlich auch für die Honorare prominenter Sportexperten. Über die angeblichen Einkünfte von Mehmet Scholl und Oliver Kahn hatte es zuletzt Spekulationen gegeben; die Sender dementierten - die tatsächlichen Zahlen nannten sie nicht.
Nun verhält es sich aber in diesen Zeiten so, dass in einem vielarmigen Gebilde wie der ARD solch brisante Zahlen auf Dauer schwer geheim zu halten sind.
Aktuell liegen etwa rund 100 Gremienvertretern in den Rundfunkräten diverser Sender die entscheidenden Summen vor, die das Erste demnächst für Bundesligafußball ausgeben muss. Das ist nötig, weil die Rundfunkräte immer dann mitzuentscheiden haben, wenn sehr viel Geld ausgegeben wird.
Wer da allen Ernstes glaubt, etwas auf lange Sicht unter der Decke halten zu können, der holt bei einem Großbrand auch Löschwasser mit dem Einkaufsnetz herbei.

 

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Fünf Jungs in identischen Outfits: Boygroup Boys auf Weg zum Hit

Berlin – Ein bisschen Backstreet Boys, *NSYNC und Take That, dazu eine Prise Caught in the Act und East 17, vollendet mit einem Schuss Blue, Westlife und US5: So lassen sich die „Boygroup Boys“ wohl am besten beschreiben. Die fünf feschen Burschen – natürlich beste Freunde und Vertreter verschiedener ethnischer Gruppen – schmachten ihren Schmusesong „We Are The Boys“. Eine klassische Boyband – könnte man meinen.
Doch weit gefehlt: Bei dem Video, das auf YouTube gerade eifrig Klicks sammelt, handelt es sich um eine Persiflage auf die Boygroups der 90er. Ausgedacht hat sich das Projekt die Berliner Agentur DDB – um „auch mal für uns selbst zu werben“, wie es auf ihrer Homepage heißt. Dabei lassen die Macher kein einziges Klischee aus: Albernd durch die Straßen ziehen, mit dem Cabrio über die Brücke brausen, Tänze in Schnee und Regen, in der Werkstatt und im Flugzeughangar – und natürlich eine Oben-ohne-Szene. Die obligatorische Liebesgeschichte darf auch nicht fehlen. Einer singt, „die anderen sehen einfach gut aus und singen im Background“, heißt es im Text.
Wunderbar ironisch und mit viel Liebe zum Detail schmachtet sich das Quintett durch den gut dreieinhalb Minuten langen Song. Der geht – wie es sich für eine Boyband-Nummer gehört – natürlich ins Ohr. Tiefgründige Textzeilen sind darin nicht versteckt, aber dafür ein entlarvender Refrain: „Und jetzt der Chorus, bei dem wir immer tanzen. Wahllose Worte über eine Romanze. Fünf Typen in identischen Outfits. Wir haben keine Botschaft, aber wir rufen sie laut hinaus!“ ( smo )

 

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Prinz von Anhalt traut deutsches Paar

Als Pastor der Universal Life Church traute Frederic Prinz von Anhalt ein deutsches Paar in der Villa seiner 99-jährigen Frau Zsa Zsa Gabor.
18.07.2016 | 13:39 | 
( DiePresse.com )
Vor 30 Jahren gaben sich Frederic Prinz von Anhalt (73) und die Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor (99) in ihrer Villa im kalifornischen Bel Air das Ja-Wort. Nun traute der Wahlamerikaner als Pastor der Universal Life Church am selben Ort ein junges deutsches Paar.
Die Akkreditierung der überkonfessionellen Kirche habe er schon länger, aber dies sei seine erste Eheschließung gewesen, sagte von Anhalt am Sonntag (Ortszeit). Die Zeremonie am Samstag sei reibungslos verlaufen. Er könne sich vorstellen, "so eine Art Heiratsparadies" in der Luxusvilla aufzuziehen. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete am Montag darüber.
Das junge Paar - Alexander Wessel (22) und seine gleichaltrige Frau aus Hameln - durfte mehrere Tage im Haus des Prinzen und der seit Jahren bettlägerigen Zsa Zsa Gabor verbringen. Er hätte sich keinen schöneren Ort für die Trauung vorstellen können, sagte Wessel.
Das Paar kehrte am Montag wieder nach Deutschland zurück, um dort mit Freunden und Familie zu feiern. Wessel steht mit von Anhalt seit mehreren Jahren in Kontakt. Bei den Behörden in den USA läuft ein Antrag des Prinzen, ihn als Sohn zu adoptieren. Ähnlich wie bei Hochzeiten in Las Vegas sind Trauungen durch die Universal Life Church in den USA rechtlich anerkannt.
(APA/dpa)

 

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Belvedere: Dieter Bogner ist interimistischer Co-Geschäftsführer

Kulturminister Drozda möchte ein 4-Augen-Prinzip gewährleisten. Bogner soll das Haus bis zur Berufung der neuen Doppelspitze mit Agnes Husslein führen.
18.07.2016 | 13:36 | 
( DiePresse.com )
Der Kunsthistoriker und Museumsplaner Dieter Bogner wird mit dem heutigen Tag interimistischer kaufmännischer Geschäftsführer im Belvedere. Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) kündigte am Montag an, den 73-jährigen Wiener an die Seite von Agnes Husslein-Arco zu entsenden: "Damit wird unmittelbar in der Geschäftsführung des Belvedere ein gemeinsames 4-Augen-Prinzip umgesetzt. "
"Dieter Bogner wird mit seinem starken wirtschaftlichen Background und durch seine jahrzehntelange Erfahrung in der österreichischen und internationalen Kunst- und Museumsszene einen wichtigen Beitrag zur organisatorischen Neuaufstellung im Belvedere leisten", zeigte sich Drozda in einer Aussendung zuversichtlich. Das Belvedere-Kuratoriums hatte in der Vorwoche empfohlen, die wegen Verstößen gegen die hausinternen Compliance-Richtlinien angeschlagene Direktorin Husslein-Arco ihren zum Jahresende auslaufenden Vertrag erfüllen zu lassen. Drozda wollte dieser Empfehlung folgen und kündigte zugleich die Bestellung eines kaufmännischen Leiters an, der bis zur Berufung eines fixen Co-Geschäftsführers amtieren soll. Die Entscheidung über die neue Doppelspitze für das Belvedere soll dabei noch im Juli fallen.
Die Wahl für die interimistische Führung fiel nun auf den am 4. September 1942 geborenen Bogner. "Eine so wichtige Herausforderung liegt mir, und ich werde den Übergang bis zur Bestellung der neuen Doppelspitze im Belvedere vorbereiten", wird der Kulturmanager zitiert, der von der damaligen Kulturminister Claudia Schmied (SPÖ) 2007 zum Moderator des Diskussionsprozesses rund um eine Bundesmuseumsreform eingesetzt worden war.
Agnes Husslein-Arco über ihren Co-Geschäftsführer: "Ich begrüße die Bestellung von Herrn Dieter Bogner zum interimistischen kaufmännischen Geschäftsführer der Österreichischen Galerie Belvedere und freue mich auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Herr Bogner ist ein erfahrener Experte im Kunstbereich, den ich als Person sehr schätze und dem die bestmögliche Positionierung unseres Museums ein ebenso großes Anliegen ist, wie mir. "
Bogner hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert und im Familienunternehmen gearbeitet, bevor ein Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Archäologie in Wien und Paris anschloss. Neben einer Verpflichtung als Universitätsassistent in Wien war Bogner als selbstständiger Ausstellungskurator und Autor tätig. Darüber hinaus war er Mitbegründer des Instituts für Kulturwissenschaften in Wien.
Ende der 1980er-Jahre entwickelte er das Konzept für das neue Museumsquartier in Wien und war bis 1994 als Geschäftsführer der Museumsquartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft tätig. In Folge gründete der Kulturmanager die Firma bogner.cc, die sich der museologischen Fachplanung und Ausstellungsorganisation widmet. Zuletzt betreute Bogner die heuer erfolgte Neueröffnung des erweiterten Bündner Kunstmuseums Chur als museologischer Berater. Daneben war Bogner, der sich 2005 habilitiert hat, auch für sechzehn Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung, eine Funktion, die er 2013 übergab. Er leitet mit seiner Frau Gertraud den Kunstraum Buchberg am Kamp
Bekannt wurden Bogner und seine Gattin auch mit wiederholten Schenkungen an Museen, darunter das mumok oder das Wien Museum. Dem Belvedere vermachte er 2010 Arbeiten der österreichischen Malerin Hildegard Joos sowie den Nachlass von Marc Adrian geschenkt. Die damalige Schenkung Bogners umfasste das dokumentarische Archiv des Künstlers, 40 Werke sowie zahlreiche Studien auf Papier. 2007 erhielt das Ehepaar das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
(APA)

 

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Kritik an türkischer Reaktion: "Fast stalinistisch anmutende Säuberungsaktion"

Das Vorgehen gegen Putschisten in der Türkei sorgt in Deutschland für Kritik. Es gehe Erdogan wohl darum, diejenigen festzunehmen, die ohnehin im Fokus gewesen seien, so die Integrationsbeauftragte Özoguz. Kurden sehen eine fast "stalinistisch anmutende Säuberungsaktion".
Die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz hat die Türkei dazu aufgerufen, nach dem Putschversuch rechtsstaatliche Grundsätze einzuhalten. Es sehe derzeit so aus, als ginge es Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan darum, schnell diejenigen festzunehmen, die ohnehin im Fokus gewesen seien, sagte Özoguz im rbb-Inforadio. Trotzdem warne sie vor einem Abbruch aller Gespräche mit der Türkei über einen EU-Beitritt. Özoguz sagte weiter, es wäre gut, wenn gerade Deutschland mit seiner besonderen Stellung Ruhe bewahre und deutlich mache, dass weiter geredet werde. Die Menschen in der Türkei dürften nicht alleine gelassen werden.
Özoguz warnte davor, dass sich der Konflikt auf Deutschland ausweiten köntne. "Die innertürkischen Spannungen zwischen Nationalisten und Kurden oder Erdogan-Anhängern und -Gegnern dürfen nicht in Deutschland ausgetragen werden", sagte sie der Funke Mediengruppe. Die Ereignisse beunruhigten auch die in Deutschland lebenden türkischstämmigen Bürger, betonte die SPD-Politikerin. "Viele haben wie ich Familie, Freunde oder Bekannte in der Türkei. " In deutschen Städten hatten in der Nacht zum Samstag Tausende Menschen friedlich gegen den Umsturzversuch protestiert.
Das harte Vorgehen gegen mutmaßliche Putschisten wird auch von Verbänden und Vereinen in Deutschland kritisiert - teilweise mit drastischen Worten: Die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) warf der türkischen Regierung vor, sie nutze den "durch nichts zu rechtfertigenden Militärputsch" als willkommene Gelegenheit, "die Türkei in eine Präsidialdiktatur mit den Zügen eines Führerstaates umzuwandeln. " Der KGD-Vorsitzende Ali Ertan Toprak verwies auf eine Äußerung Erdogans, wonach der Putsch ein Geschenk Allahs sei und nun alle Oppositionellen den Zorn des Volkes zu spüren bekämen.
Toprak äußerte den Verdacht, "dass eine fast schon stalinistisch anmutende Säuberungsaktion, die einer paranoiden Hexenjagd gleicht, alleinig dazu dient, die Macht des Staatspräsidenten zu stärken". Mehr als fragwürdig wäre auch die nachträgliche Einführung der Todesstrafe für Delikte, die im Zusammenhang mit dem Putsch stehen könnten. "Ein solches Vorgehen hätte mit einem Rechtsstaat nichts mehr zu tun", erklärte Toprak.
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) forderte die türkische Regierung auf, den Anführern wie Unterstützern des Putschversuchs "die gerechte Strafe zuzuführen und dabei stets mit rechtsstaatlichen Mitteln vorzugehen". Gefragt sei "jetzt nicht Vergeltung und der erhobene Zeigefinger, sondern der Versöhner, der zusammen mit den demokratisch gewählten Repräsentanten der Türkei, Demokratie und Menschenrechte als universelle Werte betrachtet und der sich entschieden einer Spaltung im Lande mit allen rechtstaatlichen Mitteln entgegenstellt".
Der gescheiterte Militärputsch in der Türkei könnte laut der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer in Istanbul die Wirtschaft des Landes weiter beeinträchtigen. Zwar seien die "langfristigen Schäden" noch nicht absehbar, "aber diese Nacht wird Spuren hinterlassen", sagte Handelskammervorstand Jan Nöther dem "Handelsblatt". Nöther zeigte sich auch insgesamt besorgt um die Wirtschaft in dem Land, das in den vergangenen Monaten unter anderem von mehreren Anschlägen erschüttert worden war.
Einen generellen Rückzug deutscher Investoren aus der Türkei beobachtet die Handelskammer laut Nöther bisher nicht. Es sei aber "eine Zurückhaltung des Mittelstands mit Blick auf neue Engagements spürbar".

 

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Nach Putschversuch in der Türkei: "Keine Stabilisierung ohne Reformen"

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Anteil abgekauft: Der Pudel Club ist gerettet

Das Tauziehen um die halb abgebrannte Kult-Kneipe Golden Pudel Club scheint beendet zu sein: Eine gemeinnützige Stiftung hat den Anteil des Miteigentümers Wolf Richter gekauft, wie der Golden Pudel Club am Montag mitteilte. Und auch der Anteil des Musikers Rocko Schamoni werde irgendwann in die Gemeinnützigkeit übergehen, sagte Schamonis Anwalt Martin Klingner.
Das Dach des Hauses war Mitte Februar abgebrannt. Zuvor hatte es einen Streit zwischen den Eigentümern gegeben. Wolf Richter, der das Café "Oberstübchen" betrieben hatte, wollte das Gebäude am Fischmarkt zwangsversteigern lassen, um die Eigentumsgemeinschaft aufzulösen. Nach dem Brand wollte er jegliche Bauarbeiten verhindern. Ein für den 20. April angesetzter Versteigerungstermin war nach dem Brand aufgehoben worden , weil ein neues Gutachten erstellt werden musste.
Jetzt hieß es in einer Mitteilung der Club-Betreiber: "Mit größter Freude, Herzrasen & Wahnwitz darf der Golden Pudel Club verkünden: Das mit ihm verwachsene Stückchen Erde, mit dem Namen St. Pauli Fischmarkt 27, konnte den hitzigen Klauen einer drohenden Zwangsversteigerung entrissen werden! " In Zusammenarbeit mit der Mara & Holger Cassens Stiftung sei Wolf Richters Anteil erworben worden und könne nun "in eine Gemeinnützigkeit" überführt werden.
Das Haus am Fischmarkt gilt seit Langem als legendärer alternativer Szenetreff. Mehrmals hatte Anhänger des Clubs gegen die Versteigerung demonstriert. In der Mitteilung hieß es, somit "kann weiterhin an der kulturellen Bespielung und sozialen Idee gebastelt werden".

 

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Ehefrau erwürgt: 32-Jähriger muss lebenslang in Haft

Weil er seine Ehefrau aus Eifersucht umgebracht hat, muss ein 32-Jähriger lebenslang hinter Gitter. Der Mann sei des versuchten Mordes in Tateinheit mit Totschlag schuldig, urteilte das Landgericht Regensburg am Montag. Der Richter sprach von einer Familientragödie und dem Ende wiederholter Gewalttaten. Besonders schlimm trifft es die drei Kinder des Paares. Sie müssten nun quasi als Vollwaisen aufwachsen, sagte der Richter.
Der 32-Jährige hatte seiner Frau ein Verhältnis mit einem anderen Mann unterstellt. Im November wollte er die 26-Jährige in der gemeinsamen Wohnung in Laaber (Landkreis Regensburg) erwürgen. Als die Frau aufwachte, forderte er ein Geständnis von ihr und wollte das Handy kontrollieren. Dann erwürgte er die 26-Jährige tatsächlich.
Ein Vernehmungsbeamter hatte im Prozess berichtet, dass der Ehemann gesagt hatte: "Ich habe von meinem Recht Gebrauch gemacht, meine Ehefrau zu töten. " Warum er ins Gefängnis komme, verstehe der Angeklagte nicht.
Die Familie mit den drei Kindern im Alter von drei bis acht Jahren wohnte seit Anfang September in Laaber. Nach der Tat war der Vater mit seiner dreijährigen Tochter zur Polizei gegangen und hatte sich gestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte auf Mord plädiert und eine lebenslange Haftstrafe gefordert.
Die Verteidigung sah nur gefährliche Körperverletzung und Totschlag - ohne jedoch ein konkretes Strafmaß für ihren Mandanten zu fordern. Das Gericht wertete den Angriff auf die schlafende Frau als versuchten Mord. Da sie sich später, als sie wach war, hätte wehren können, handele es sich um Totschlag.

 

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91-jährige Rollstuhlfahrerin wird von Auto überfahren und stirbt

Eine 91-jährige Rollstuhlfahrerin ist am Sonntagnachmittag bei Windach (Landkreis Landsberg) von einem Auto angefahren worden und erlag wenige Stunden später ihren schweren Verletzungen. Das teilt die Polizei mit. Die Frau war gegen 14.50 Uhr mit ihrem Rollstuhl auf der Kreisstraße 24, von der Münchener Straße in Windach kommend, in östlicher Richtung unterwegs. Als sie nach links auf die Ortsverbindungsstraße in Richtung Pflaumdorf abbiegen wollte, übersah sie ein entgegenkommendes Auto.

 

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Fitness-Tracker weiterhin mit hohen Sicherheitsrisiken

Eine Untersuchung von AV-Test zeigt, dass die Hersteller von Fitnessarmbändern dem Punkt Sicherheit weiterhin nicht ausreichende Beachtung schenken.
Das Testlabor AV-Test hat sich die sieben Fitness-Armbänder Basis Peak, Microsoft Band 2, Mobile Action Q-Band, Pebble Time, Runtastic Moment Elite, Striiv Fusion, Xiaomi MiBand auf zwei Fragestellungen hin angeschaut. Zum einen ging es darum, ob die erfassten Daten im Tracker und in der App aus der Sicht des privaten Nutzers sicher gegen das Ausspähen oder Abgreifen von Dritten sind. Zum anderen wurde untersucht, ob die Daten im Tracker oder in der App ausreichend gegen Manipulationen gesichert sind, um beispielweise von Krankenkassen genutzt werden zu können.
Jedes Fitness-Armband wurde insgesamt nach 10 Prüfpunkten untersucht, eingeteilt in die drei Bereiche Tracker, Applikation und Online-Kommunikation. Die Ergebnisse sind teilweise recht ernüchternd.
Pebble Time: Bei diesem Fitness-Armband fanden sich im Testvon AV-Test die wenigsten Risikopunkte.
Bild: Pebble
Da alle getesteten Fitness-Tracker zur Verbindung mit dem Smartphone Bluetooth Smart benutzen, wurde geprüft, ob die Geräte über das Funkprotokoll sichtbar – und damit eventuell trackbar – sind. Diese Sicherheit bieten laut AV-Test nur die Armbänder von Microsoft und Pebble. Mobile Action will das zwar auch können, ist aber dennoch auffindbar. Eine Abwehr gegen das Tracking ist die sogenannte "BLE-Privacy"-Funktion, bei der das Gerät immer wieder eine neue Mac-Adresse generiert. Diese Technik nutzt jedoch nur das Microsoft Band 2, alle anderen Testgeräte kennen die Technik nicht.
Das Band 2 gehört zudem zu den wenigen Geräten, die neben dem Basis Peak ein exklusives Bluetooth-Pairing nutzen, sodass der Tracker lässt nur Verbindung zu einem einzigen, bekannten Telefon zulässt. Die Pebble Time lässt zwar Verbindungen mit mehreren Geräten zu, aber jede davon muss der Nutzer manuell bestätigen; auch das ist sicher.
Das Xiaomi MiBand geht einen einfachen, aber ebenfalls sicheren Weg: nach einem geglückten Pairing ist es nicht mehr sichtbar und lässt keine weitere Verbindung zu. Die Armbänder von Striiv, Runtastic und Mobile Action nutzen keine verlässliche Technik, um auch Verbindungen mit fremden Geräten zu unterbinden. Die Authentifizierung nutzen wiederum nur 3 von 7 Produkten: Basis Peak, Microsoft Band 2 und Pebble Time.
Nur für die Produkte von Basis, Microsoft, Pebble und Xiaomi existiert für die im Tracker gespeicherten Daten eine Integritätssicherung oder ein Zugriffsschutz, sodass der Zugriff von Fremden verhindert und auch die Manipulation der Daten durch den Smartphone-Besitzer ausgeschlossen wird. Die schwache Authentifizierung des Geräts von Xiaomi ließ sich jedoch austricksen, sodass für einen Fremden möglich wäre, das Armband vibrieren zu lassen, Weckzeiten zu verändern oder gar den Tracker vollständig auf Werkseinstellungen zurückzusetzen.
Die Fitness-Tracker von Striiv und Mobile Action nutzen keine adäquate und funktionierende Authentifizierung oder andere Schutzmechanismen und sind so für Manipulationen anfällig. Bei der Striiv Fusion konnten die Werte für Körperabmessungen des Nutzers auf übermenschliche Werte geändert werden. Diese flossen dann direkt in die Berechnung von Distanz und Kalorienverbrauch ein. Beim Tracker von Mobile Action war es im Test ebenfalls möglich, die gespeicherten Nutzerinformationen zu Gewicht, Größe, Schrittweite usw. zu ändern. Diese Werte gingen dann auch direkt in die Berechnung des Kalorienverbrauchs und der zurückgelegten Strecke ein.
Testumgebung: Die Fitness-Tracker wurden mit dem Smartphone verbunden, die Hersteller-Apps untersucht, per Test-App versucht auszutricksen und die Verbindungen mit einem Proxy belauscht.
Bild: AV-Test
Auch wenn die Technik eines Trackers sicher ist, so kann die dazugehörige App auf dem Smartphone die Schwachstelle sein. So legte das Xiaomi MiBand tatsächlich eine ausführliche Log-Datei über die gesamte App-Aktivität in einem völlig offenen Bereich ab. In diesem Log stecken alle übermittelten Daten, sowie Nutzerinformationen, Alias, Körperabmessungen und vieles mehr, das auch für den Authentifizierungsprozess verwendet wird.
Bei der zweiten Prüfung geht es um die unsaubere Programmierung der Apps. Es wurde gecheckt, ob die Apps Code-Verschleierung (Obfuscation) nutzen. Auffällig waren hier laut AV-Test die Apps von Basis und von Runtastic, die Obfuscation nicht konsequent einsetzen. Die Produkte von Microsoft und Striiv verwenden Obfuscation sogar gar nicht. So können Angreifer Reverse-Engineering nutzen und nützliche Informationen abgreifen. Ein häufiger Programmierfehler war die Ausgabe von Log- oder Debug-Informationen.
Immerhin: Alle Verbindungen, die verschlüsselt sein sollten, sind es auch. Abgefangene offene HTTP-Verbindungen waren ohne Wert – und daher wohl unverschlüsselt.
Am Ende schnitten die Modelle Pebble Time, Basis Peak und Microsoft Band 2 am besten bei AV-Test ab, Runtastic, Striiv und Xiaomi sammelte wiederum am meisten Risikopunkte ein. Die umfangreiche Sicherheitsstudie zum Test der Fitness-Tracker lässt sich auch in einer PDF-Datei nachlesen, die das Labor ausgearbeitet hat. ( nij )

 

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Auch Beamter bei Einsatz gegen Randalierer angeschossen

Ein Mann, der mit Messern auf die Polizei losging, wurde am Sonntag in Wien-Ottakring erschossen. Dabei wurde auch ein Beamter getroffen. Der getötete Angreifer dürfte Private Probleme gehabt haben
18.07.2016 | 13:31 | 
( DiePresse.com )
Jener Mann, der am Sonntag nach einem Messerangriff auf Polizisten in Wien erschossen worden ist, hatte keine Vorstrafen und dürfte wegen privater Probleme ausgerastet sein. Trotz Aufforderungen, die zwei Messer fallen zu lassen, und einem Warnschuss sei der Mann nicht zurückgewichen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe sich um eine "sehr dynamische, lebensgefährliche Situation" gehandelt.
Bei dem Einsatz hat ein Polizist eine Schussverletzung am Oberschenkel davongetragen. "Ob es sich um einen Querschläger oder einen direkte Schuss handelt, wissen wir noch nicht, da die Erhebungen noch nicht abgeschlossen sind", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Das werde sich erst im Laufe der Woche zeigen. Der Polizist wurde am Sonntag operiert und ist noch im Krankenhaus.
Die Beamten waren am Sonntag gegen 6 Uhr in die Brüßlgasse in Wien-Ottakring gekommen, da der Postmitarbeiter in seiner Wohnung randaliert hatte. Laut Polizei waren die vier Polizisten gerade im Halbstock zwischen der zweiten und dritten Etage, als sie die halb offene Wohnungstür im dritten Stockwerk bemerkten.
Der Mann stürmte laut Polizei mit zwei circa 20 Zentimeter langen Fleischmessern in den Händen aus der Wohnung und in Richtung der Polizisten. Die Beamten forderten den Mann mehrmals auf, die Waffen fallen zu lassen. Der Tobende habe gebrüllt und sei nicht zurückgewichen. Auch nach einem Warnschuss habe sich der 37-Jährige weiter auf die Polizisten zubewegt. Zwischen Täter und Beamten habe nur noch eine "sehr geringe Distanz" bestanden, sagte Maierhofer. Die Polizisten schossen, der 37-Jährige starb noch an Ort und Stelle.
Wie viele der Einsatzkräfte geschossen haben und wie viele Schüsse gefallen sind, war am Montag nach wie vor unklar. Die 30 Jahre alte Ehefrau wurde mittlerweile einvernommen. Laut ihr und dem Umfeld des Verstorbenen gab es diverse private Probleme. Die Ehefrau sagte, der Mann sei an dem Tag in Rage und sehr aggressiv gewesen. Er habe in der Wohnung randaliert, Matratzen aufgeschlitzt und Mobiliar beschädigt, sie habe Angst gehabt. Als mögliches Motiv für den gewalttätigen Ausbruch und den Angriff auf die Polizisten vermutete sie, dass die Probleme am Sonntag alle zusammengekommen seien.
Ob der Beschuldigte alkoholisiert war oder unter Drogen stand, konnte die Polizei noch nicht sagen. Laut Aussagen der Ehefrau hatte er jedoch generell weder viel Alkohol getrunken, noch Suchtmittel konsumiert. Der Postangestellte hatte keine Vorstrafen und war der Polizei nicht bekannt.
(APA)

 

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Kein Nummernschild: Lady Gaga von Polizei angehalten

Jahrelang durfte die Sängerin nur mit einem Lernführerschein in Begleitung eines Erwachsenen fahren, seit zwei Wochen ist sie allein - und ohne Nummernschilder - unterwegs.
18.07.2016 | 13:29 | 
( DiePresse.com )
Lady Gaga (30) hat erst seit gut zwei Wochen den Führerschein, hat aber schon eine Verkehrskontrolle über sich ergehen lassen müssen. Auf Twitter schrieb sie am Samstag (Ortszeit): "Bin angehalten worden. Große Sache! " Den Grund für die Kontrolle verschwieg sie ihren Fans nicht: "Ich habe bis jetzt noch keine Nummernschilder für meinen neuen Pick-up bekommen! "
Neuwagen können im US-Bundesstaat Kalifornien auch mit einer vorläufigen Genehmigung gefahren werden, bevor die festen Kennzeichen angebracht werden. Erst Anfang Juli hatte die 30-Jährige "endlich" ihren Führerschein gemacht. "Die Schule ist vorbei", kommentierte sie das Ereignis auf Instagram. "Ich bin frei", freute sie sich. Jahrelang hatte sie nur mit einem Lernführerschein in Begleitung eines Erwachsenen fahren dürfen.
(APA/dpa)

 

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Vorsicht, jetzt wird's heiß! Das sind die Aussichten für die nächsten Tage

Der Sommer gleicht einer Achterbahnfahrt. Mal ist es warm, dann wieder kalt und dazwischen gibt es Regen. Jetzt wird es also wieder warm - genau genommen sogar heiß: Über 30 Grad sollen es am Mittwoch in Augsburg und der Region werden. Ideales Wetter für alle, die gerne Baden gehen, Eis essen oder bis in die Abendstunden im Freien sitzen.
Verantwortlich für die derzeitige Wetterlage ist ein Ableger eines Hochs über den Azoren, sagt der Diplom-Meteorologe Stefan Zender vom Wetterdienst Wetterkontor: "Das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa zapft warme Luft aus dem südeuropäischen Raum an, dadurch wird es hochsommerlich warm bei uns. "
Während sich heute noch einige Wolken halten und die Temperaturen auf bis zu 27 Grad steigen, melden die Vorhersagen für morgen in Augsburg und der Region Sonne satt. Laut dem Meteorologen erwärmt sich die Luft bei 13 Sonnenstunden auf bis zu 29 Grad, bevor am Mittwoch der wärmste Tag der Woche anvorsteht: "Dann scheint die Sonne bis zu 14 Stunden und die Temperaturen steigen auf über 30 Grad. "
Mit den Temperaturen erhöht sich jedoch auch die UV-Strahlung, warnt der Wetterexperte: "Der UV-Index für Dienstag liegt bei Stufe neun von zwölf, am Mittwoch kann er sogar noch einmal um einen Punkt auf Stufe zehn steigen. " Bereits bei Stufe acht ist Vorsicht geboten: Schon nach weniger als 20 Minuten ungeschütztem Sonnenbad besteht - je nach Hauttyp - akute Sonnenbrandgefahr.
Eine andere Gefahr lauert am Himmel. Es soll nämlich nicht nur warm werden, sondern auch schwül - und damit steigt das Gewitterrisiko. "Am Donnerstag erwartet uns zunehmend schwüles und wechselhaftes Wetter bei bis zu 28 Grad und einem hohen Schauer- und Gewitterrisiko", sagt Zender. Wie stark die Gewitter ausfallen und welchen Regionen betroffen sein werden, könne jetzt noch nicht gesagt werden. Der Experte rät, ab Mittwoch mögliche Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes im Auge zu behalten.
Zum Wochenende wird es dann vorübergehend etwas kühler. Doch der Sommer wäre nicht der Sommer, wenn es anschließend nicht wieder aufwärts ginge. "Die neue Woche startet freundlich mit geringem Schauerrisiko", kündigt Zender an. Die Achterbahnfahrt geht also weiter.

 

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Pferdekutsche stürzt in Kärnten in Fluss

Der Kutscher und sein Fahrgast sprangen rechtzeitig ab, das Pferd dürfte ertrunken sein.
18.07.2016 | 13:28 | 
( DiePresse.com )
Eine Pferdekutsche ist am Sonntagabend im Gemeindegebiet von Paternion (Bezirk Villach-Land) in die Drau gestürzt. Wie die Polizei in einer Aussendung mitteilte, waren ein 60-jähriger Landwirt und ein 45-jähriger Villacher mit der Kutsche auf dem Drauradweg unterwegs, als das Pferd plötzlich scheute und in Richtung Drau durchging. Die Männer sprangen ab, sie blieben unverletzt.
Das Pferd und die Kutsche sind von der Strömung mitgerissen worden. Die Suchaktion nach dem Gespann wurde am Sonntagabend abgebrochen und Montagvormittag fortgesetzt.
(APA)

 

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"Pokémon Go"-Erfinder John Hanke: Erst ein Aprilscherz

Dabei hat für John Hanke, Gründer des Augmented-Reality-Unternehmens Niantic, alles nur mit einem Aprilscherz begonnen.
Was für eine bescheuerte Idee! Mit dem Handy vor der Nase herumlaufen und in der realen Welt nach virtuellen Mini-Monstern suchen. Das muss ein Scherz sein. War es auch. Am 1. April 2014 gab es auf Google Maps die Pokémon Challenge, bei der die Nutzer unter Zuhilfenahme der virtuellen Landkarte Pikachu 149 Figuren finden sollten. Dem Sieger wurde eine Anstellung als Pokémon Master im Unternehmen versprochen. Solche Aprilscherze erlaubt sich das Unternehmen immer wieder, im vergangenen Jahr etwa wurde in die Landkarte das legendäre Computerspiel Pacman integriert.
John Hanke ist der Mann, der sich den Scherz damals erlaubt hat. Er ist Gründer und Chef der Firma Niantic Labs, nun weltweit bekannt als Entwickler des Augmented-Reality-Knallers Pokémon Go. "Wir haben schon damit gerechnet, dass dieses Spiel erfolgreich sein würde und haben die Infrastruktur dementsprechend auf viele Nutzer ausgelegt", sagte er dem Magazin Time : "Aber wir hätten niemals gedacht, dass es ein derartiger Erfolg werden würde. Wir basteln nun daran, dass auch wirklich alle Menschen spielen können, die spielen wollen. "
Hanke reist gerade durch Japan. Die vergangenen Tage seien die verrücktesten seines Lebens gewesen, sagt er: "Ich bin voller Adrenalin und auch ein bisschen durch den Wind, aber ich werde mich jetzt keinesfalls beschweren. "
Hanke, 49, war vor 20 Jahren bereits an der Entwicklung von Meridian 59 beteiligt, das erste Rollenspiel mit 3-D-Grafik, dass massenhaft Menschen gleichzeitig online spielen können. Danach entwickelte er mit seiner Firma Keyhole den Vorläufer von Google Earth, nach dem Verkauf an Google für 35 Millionen Dollar arbeitete er jahrelang am Kartendienst Google Maps und der Erweiterung Street View.
2010 gründete er innerhalb des Google-Konzerns Niantic, um neuartige Computerspiele zu entwickeln. Eines davon war Ingress im Jahr 2013, bei dem die Nutzer auf einer App andere Mitspieler herausfordern sollten, real existierende Gebiete zu erobern.
Es folgte der Aprilscherz, der derart erfolgreich war, dass Hanke der Pokémon Company und dem Mutterkonzern Nintendo eine Kooperation vorschlug. Was er nicht wusste: Pokémon-Geschäftsführer Tsunekazu Ishihara war ein begeisterter Ingress-Spieler. Und der mittlerweile verstorbene Nintendo-Chef Satoru Iwata suchte dringend nach einer Handy-Applikation für den Massenmarkt, weil sein Unternehmen die Smartphone-Revolution verschlafen hatte. "Wir mussten sehr wenig erklären, beide haben das Konzept sofort verstanden", sagt Hanke.
Als Google den Mutterkonzern Alphabet gründete, wurde Niantic ein eigenständiges Unternehmen und konnte frei von Restriktionen Kooperationen vereinbaren. Nintendo investierte 20 Millionen Dollar in die Entwicklung von Pokémon Go. "Es fügte sich wie von alleine zu einem stimmigen Bild zusammen", sagt Hanke.
Es gab nur ein kleines, ungewöhnliches Problem: Die Pokémon-Entwickler fanden Ingress wunderbar, die Niantic-Mitarbeiter dagegen waren Fans der Original-Pokémons. "Es gab hin und wieder heftige Debatten, aber es ist uns hoffentlich gelungen, den alten Spielen so treu wie möglich geblieben zu sein. "
Ob Pokémon Go durch die computergestützte Erweiterung der Realität tatsächlich die Videospiel-Branche revolutionieren kann oder doch nur ein kurzlebiger Hype bleibt, ist derzeit nicht abzusehen. Hanke jedenfalls hat bereits Pläne für die Zukunft des Spiels. Eine davon ist, dass die Spieler künftig nicht mehr mit dem Handy vor der Nase durch die Gegend laufen, sondern bei der Suche nach Pokémons eine Brille tragen sollen. "Zu Beginn werden diese Brillen wohl nur in geschlossenen Räumen funktionieren", sagt Hanke: "In zehn Jahren werden wir sie auch draußen einsetzen können. "

 

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Die schlimmsten Verletzungen des Fußballs - Fussball - Bild.de

Auf den ersten Blick schein es ganz harmlos. Im Stadtderby seines chinesischen Klubs Shanghai Shenhua gegen SIPG ist Demba Ba in einem Laufduell mit seinem Gegenspieler, als er plötzlich ins Straucheln gerät. Dabei tritt ihm sein Gegner unglücklich gegen das linke Bein. Schien- und Wadenbein sind sofort durch!
Die Horror-Szene gibt's hier im Video. Aber Vorsicht: Sehen Sie sich das Video nur an, wenn Sie starke Nerven und einen starken Magen haben!
Die Fans sahen, wie der damalige Bielefeld-Profi Ewald Lienen (62) nach einem Tritt von Werders Norbert Siegmann (63) mit einem rund 30 Zentimeter langem Oberschenkelriss auf dem Spielfeld lag und schrie.
Mit Siegmann, der damals nur Gelb bekam, ist er im Reinen: „Das Thema war schon ein paar Wochen später aus der Welt.“ Lienen hat das Schlitzer-Foul abgehakt.
Schon zur Pause wird Soto in die Mainzer Uni-Klinik transportiert. Ein Notarztwagen fährt hinter der Haupttribüne vor. Der Kolumbianer liegt auf einer Trage, wird von zwei Sanitätern und mehreren Ärzten begleitet. Bittere Diagnose zwei Stunden später: Subluxation des Knies – das Gelenk ist vollständig ausgerenkt. Folge: Vorderes Kreuzband und Innenband kaputt, Meniskus aus der Kapsel gerissen. Sotos Knie ist zerfetzt.
Erste Einschätzung der Mediziner vor Ort: Flums linkes Knie ist wohl völlig kaputt. Später die bittere Diagnose: Bruch der Kniescheibe.
Reinke heute: „Ich wollte aufstehen und weitermachen. Meine erste Sorge waren meine Zähne, dass die abgebrochen waren. Aber da war nichts, also wollte ich weiterspielen. Da sagte der Doktor: ,Setz dich mal hin, du hast schon zu viel Blut verloren. Vom VfB Stuttgart haben sich damals viele gemeldet, auch Stranzl hat sich entschuldigt.“
Seine Kollegen holten im Finale gegen Deutschland den Titel. Nach dem EM-Gewinn wurde Andersen beim Autokorso mit Gipsbein durch Kopenhagen gefahren. Seine Profi-Karriere beendete Andersen 1998 beim 1. FC Köln.
Die damalige Nummer 3 der Zweitliga-Mannschaft bekam in der 27. Minute beim Herauslaufen die Stollen von Buchbach-Verteidiger Stefan Alschinger (26) in den Kopf gerammt. Lerch erleidet ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, und musste noch in der Nacht in der Uniklinik Erlangen von einem Neuro-Chirurgen operiert werden.

 

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Günther Jauch trifft heute bei "500- Die Quiz-Arena" auf eine alte Bekannte

Drei Mal saß sie schon im Studio bei Günther Jauch. Drei Mal war sie kurz davor, ihren Kontostand mit ihrem Wissen aufzubesser. Doch die 58-jährige Christa Rupert, die 2009, 2013 und 2014 versuchte, bei "Wer wird Millionär" zu landen, hat es bisher nicht auf den Stuhl geschaffft.
Einen Stuhl hat sie zwar immernoch nicht inne, aber immerhin wird Rupert heute in der dritten Show von "500 - Die Quiz-Arena" auftreten. "Es ist eine Wahnsinns-Chance", sagt die Kandidatin, die auf der RTL -Homepage vorgestellt wird. Ganz getreu dem Konzept von RTL , eine Show mit echten Menschen zu machen. "Fast schon eine alte Bekannte" heißt es in dem Video auf RTL. Und Rupert verbindet noch etwas mit dem Quizmaster. Denn die zweifache Mutter und Günther Jauch haben einen gemeinsamen Bekannten, der die Hobbysängerin an eine Cover-Band vermittelt hat.
Nervös sei die 53-Jährige nicht, nur der Wettbewerbscharakter der Chance lässt ihren Puls höher schlagen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wer momentan noch den Kandidatenplatz belegt. Denn Dauerstudent Michael Marji war nicht nur der letzte Kandidat der ersten Show, er füllte auch die gesamte zweite Sendung. Erst 155 von den 500 Fragen hat er beantwortet. Die Chancen stehen also gut, dass auch die dritte Sendung, zumindest was die Kandidaten angeht, nicht viel Abwechslung bieten wird.
Und da setzten die Kritiker der neuen Günther Jauch-Show an, die probeweise nur aus fünf Sendungen bestehen soll. 500 Fragen seien viel zu viel. Die Medien fragen sich zurecht, ob die Zuschauer überhaupt noch einen anderen Kandidaten sehen werden. Auch das Regelwerk sei viel zu kompliziert. Die verschiedenen Spielmodi, wie die Duelle zwischen den Kontrahenten oder die Temporunden wirken laut T-Online so, als würden sie willkürlich eingesetzt werden.
Da die Kandidaten unter Zeitdruck stehen und jede Frage innerhalb von fünf Sekunden beantworten müssen, fehle es der Sendung laut der Welt an Niveau.

 

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HSV: HSV möchte U-Bahn-Anschluss

in
welcher Welt leben wir mittlerweile? Erst geht am Abend
des 14. Juli, des französischen Nationalfeiertags, ein Attentäter in Nizza
mit einem Lastwagen auf der Uferpromenade auf Menschenjagd, tötet mindestens 84 Menschen und verletzt mehr als 150
teilweise schwer.
Das
Entsetzen und die Trauer über diese Tat sind noch längst nicht gewichen, da
versuchen am nächsten Abend Teile des Militärs in der Türkei die Macht
zu übernehmen. Tags darauf erklärt die türkische Regierung den Pusch, dessen
Hintergründe noch nicht klar sind, für gescheitert. Anlass für
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdo ğ an nicht nur unliebsame Militärs zu entfernen, sondern
auch unliebsame Richter. Gegen unliebsame Journalisten ging der Staatschef
schon immer vor. Was nun aus der Türkei wird – wer weiß?, fragen sich auch hier
viele Menschen.
Und
hier, in Hamburg, tobt am selben Wochenende, hossa!, der Schlagermove,
feiern bis zu 370.000 Besucher, die Stimmung ist trotz vereinzelter Hin- und
Herpinkeleien "grandios". Trotzdem hätten sie ein dummes Gefühl, den Karneval
des Nordens zu feiern, nach Nizza, twittern manche Hamburger. Außerdem sind
beim Hamburg-Triathlon in der Stadt wieder Tausende Sportler und Zuschauer am
Start. Und dann ist da noch das 
Straßenfest der Altonale.
Aber,
Gott sei Dank!, sonst passiert nichts.
Na
ja, ein paar Dinge gab es doch noch.
Sie
riefen "Türkei, Türkei", sangen die Nationalhymne und schwenkten rote
Fahnen mit weißem Halbmond und Stern: Um die 1500 Menschen kamen in der
Nacht von Freitag auf Samstag vor dem türkischen Konsulat zusammen, als
sie von dem Militärputsch in der Türkei erfahren hatten. Der türkische
Generalkonsul Mehmet Fatih Ak kam daraufhin aus dem Haus und hielt eine
kurze Rede. Unter Beifall erklärte er, dass sich die Lage in der Türkei
beruhigt habe, berichteten Anwesende. Am Samstagabend versammelten sich vor dem
Konsulat wieder mehr als 2500 Demonstranten und hielten Fotos des
türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan in die Höhe. Aufgerufen dazu
hatte die Union Europäisch-Türkischer Demokraten, die der türkischen
Regierung nahesteht. Am Samstag waren wegen des Putsches mehrere Flüge nach
Istanbul gestrichen worden. Andere Flüge, etwa in den Urlaubsort Antalya,
waren nicht betroffen. Gestern normalisierte sich der Flugverkehr dann schon
wieder. Bislang berichten Reiseveranstalter auch nur von vereinzelten
Absagen und Rückreisewünschen. Gerade in den Badeorten sei die Lage ruhig.
Trotzdem kann man zum Beispiel bei der TUI gebuchte Reisen bis heute Abend noch
umbuchen oder stornieren. Wer einen Rückzieher macht, befindet sich in
prominenter Gesellschaft: Die HSV-Profis Pierre-Michel Lasogga, Aaron Hunt und
Dennis Diekmeier haben geplante Reisen in die Türkei kurzerhand abgesagt.
In
der vergangenen Woche berichteten wir von der ernüchternden
Ermittlungsbilanz des Bundeskriminalamtes zu den sexuellen Übergriffen auf
Frauen in deutschen Städten in der Silvesternacht. Nur wenige Täter konnten
überhaupt ermittelt werden, noch weniger kamen vor Gericht, nur vier wurden
bislang verurteilt. Nun steht seit Freitag ein 19-jähriger Afghane wegen
sexueller Nötigung und Körperverletzung vor dem Hamburger Landgericht. Er
soll am frühen Morgen der Silvesternacht in Stellingen eine ebenfalls
19-Jährige missbraucht haben. Was lässt sich dem Angeklagten Nasiri Z. konkret
nachweisen – und was nicht? Um diese Frage geht es bei dem Prozess. Die
Nacht verliere sich "zwischen Erinnerungsfetzen und Alkohol, in einer Mischung
aus nicht mehr wissen und nicht wissen wollen", schreibt Elke Spanner, die für
ZEIT ONLINE im Gerichtssaal war. Dabei sind die Spuren eindeutig: Die Frau
hatte Kratz- und Bisswunden am Hals, auf ihrem Körper war das Sperma eines
fremden Mannes. Die Wunden und damit die deutlichen Zeichen der Gewalt,
sagt Nasiri Z., seien nicht von ihm. Das seien zwei andere Männer gewesen. Er
sei erst anschließend mit der Frau in einen Park gegangen, dort hätten sie sich
hingelegt, umarmt und geküsst, er habe dann auf sie ejakuliert. Ist das
glaubhaft? Dieser Frage muss die Staatsanwaltschaft nun nachgehen. Mehr zu
dem Prozess und wie sich die neue Gesetzeslage ("Nein heißt nein")
künftig auf ähnliche Verfahren auswirken kann, lesen Sie hier
HSV- Fans kennen das Problem,
Konzertbesucher der Barclaycard-Arena auch: Wie kommt man hin – und
wieder weg? Die Anfahrt zum Stadion und zur Arena mit dem Auto ist nervig
und nicht ratsam, und mit den Öffentlichen ist es längst nicht so bequem wie
beim FC St. Pauli am Millerntor, wo einen die U-Bahn nur wenige Schritte
vom Geschehen entfernt ausspuckt. Nein, im Volkspark muss man von der
nächsten S-Bahn-Station mehr als einen Kilometer Fußmarsch zurücklegen
(vorausgesetzt, man findet den kürzesten Weg) oder sich in einen der übervollen
Shuttlebusse drängen. Abhilfe könnte endlich eine neue U-Bahn-Haltestelle
schaffen. Und für die machen sich HSV-Vorstand Frank Wettstein und
Barclaycard-Arena-Geschäftsführer Uwe Frommhold stark. Der Zeitpunkt ist
günstig, die Stadt plant gerade eine Erweiterung des Streckennetzes. Die
favorisierte Variante der HSV- und Arena-Verantwortlichen: eine Station
Volkspark/Arenen für die neue U5. Die Alternative wäre unzureichend: ein
Halt der S32 an der Stadionstraße, die allerdings fast so weit weg wäre wie die
bisherige Station in Stellingen. Noch in diesem Jahr soll der Senat
entscheiden, für welche Variante eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben
wird. Aber: Eine neue Haltestelle, das kann schon mal 15, 16, 17 Jahre dauern.
Wer weiß, was der HSV dann macht.
Plötzlich sind sie sind überall, ob auf der Mönckebergstraße
oder an der Elbe, im Bus, im Wald oder im Café: Diese Menschen, die ihr Smartphone
auffällig hoch und runter, nach rechts und links bewegen. Nein, sie wollen
nicht das fantastische Hamburger Wetter filmen, es sind Pokémon-Go-Spieler auf
der Suche nach dem nächsten Monster. Seit Mittwoch kann man die App in
Deutschland herunterladen – und das Fieber greift auch hier um sich. Allein die
Facebook-Seite Pokémon Go Hamburg hat schon mehr als 3500 Fans. Das
Besondere bei dem Game: Man hockt nicht im stillen Kämmerlein, sondern bewegt
sich in der Realität. Per Handykamera suchen die Spieler kleine Monster,
fangen diese und spielen gegeneinander in Kampfarenen oder füllen ihre
Ausrüstung an sogenannten Pokéstops auf. Das können Läden, Ämter oder auch
Straßenkreuzungen sein. Nach welchen Kriterien die
Spieleentwickler die Orte auswählen, an denen die Monster in der Kamera
auftauchen, ist bislang noch unklar. Diese Orte sind aber ohnehin so gut
besucht, dass es durch die Spieler zum Teil zu Tumulten kommt. In Kiel
etwa blockierten Jugendliche im Spielfieber den Eingang eines Restaurants,
worauf dessen Betreiber die Polizei rief. In der Lüneburger Heide verirrten
sich drei Spieler bei der Monsterjagd auf einen Truppenübungsplatz, wo gerade
mit scharfer Munition geschossen wurde. Sie und die Monster kamen mit dem
Schrecken davon. In Hamburg startet heute Abend um 19 Uhr in der Innenstadt
eine Nachtwanderung der Monsterjäger. Mehr als 400 haben sich über
Facebook angemeldet.
Liebe
auf den ersten Blick? Auf so etwas darf ein Sibirischer Tiger in Europa
nicht hoffen. Es kommt lediglich auf die passenden Gene an. Und so
konnte sich Tigerdame Maruschka nach dem Tod ihres Partners Leilak vor
gut einem Jahr auch nicht einfach einen neuen Mann an ihrer Seite aussuchen,
nicht einmal die Verantwortlichen im Tierpark Hagenbeck hatten darauf
einen Einfluss, nein, die Entscheidung traf allein die Zuchtkoordinatorin Joe Cook in London, weiß das "Hamburger Abendblatt". Jetzt ist er da, der
Auserwählte. Yasha heißt er und kommt aus Schweden. Im Moment streift
der Tigerkater noch im kleinen Gehege herum und lernt Maruschka durchs
sogenannte Schmusegitter kennen. Vielleicht reicht es ja wenigstens für
Liebe auf den zweiten Blick. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Authentisch italienisch
Die Poletto Winebar in Eppendorf ist eine Stätte für Weinfreunde. Aber langsam hat es sich herumgesprochen, dass man hier auch mittags einkehren kann. Zum Speed- oder Business-Lunch (13,90 oder 18,90 Euro) stehen auf der Tageskarte verschiedene Gerichte, die auch als Menü zu kombinieren sind. Als Vorspeisen etwa Rindercarpaccio (9,50 Euro), frischer Blattsalat mit gegrilltem Gemüse (7,90 Euro) oder die toskanische Fischsuppe (7,50 Euro) mit einem so konzentrierten Aroma, dass man vor Staunen innehält. Für diese Suppe verwende man die Karkassen des Drachenkopffisches, sie brächten die besten Fonds, erklärt Remigio Poletto auf Nachfrage. Unter den Hauptgerichten findet sich eine Liaison der italienischen und deutschen Küche: etwa Brasato mit Kartoffel-Möhren-Püree statt klassischer Polenta (13,50 Euro). Schön lange geschmort, zerfällt der Rinderbraten schon auf der Gabel. Oder ein Rotbarschfilet mit Gurkensalat (13,50 Euro). Das Besondere ist hier nicht unbedingt die Grissinikruste, sonder, dass der Fisch auf den Punkt gegart und noch leicht glasig ist. Zum dreigängigen Menü kann man noch ein Dessert wählen. Oder un caffè.
Poletto Winebar , Eppendorfer Weg 287, Mittagstisch, Dienstag bis Freitag, 12 bis 17 Uhr 

Stephanie Wilde
Ausstellung: Gelb und krumm, so soll sie sein, die Banane. Was Maler und
Fotografen in ihr sehen, zeigt die Schau "Die Banane im Visier der Kunst".
Die rund 60 Arbeiten sind noch bis 16. September zu sehen. Ob sich dann die
Schau "Der Apfel im Visier der Kunst" anschließt? Börsensaal der Handelskammer, Adolphsplatz
1, 9 bis 17 Uhr
Workshop: Hauptsache, verrückt! Das Crazy Bikes Projekt zeigt
Kindern und Jugendlichen, wie sich aus alten Fahrrädern (eigenen!) neue bauen
lassen. Centro Sociale, Sternstraße 2, 16 Uhr
Musik:
Ein bisschen
"Sister Act" bringt das Ensemble Jeremy Winston Chorale mit, wenn es
beim Konzert heißt: "Gospel meets Classic". Oh Happy Day! St. Petri,
Bei der Petrikirche 2, 19.30 Uhr
Lesung: Wenn Hamburger Schüler mithilfe von Autoren in die Tasten
hauen, kann sich das hören lassen: Beim Projekt Schulhausroman – große
Abschlusspräsentation stellen sie ihre Werke vor. Literaturhaus,
Schwanenwik 38, Dienstag, 19.30 Uhr
Konzert: Ganz oben steht der Singer-Songwriter Rob Lynch – wenn
er über den Dächern der Stadt sein Folk-Pop-Album "Baby, I’m A Runaway"
vorstellt. Uebel & Gefährlich, Le Dachgarten, Feldstraße 66, Mittwoch, 19
Uhr
Theater: Decke und Picknickkorb nicht vergessen! Das Theater
N. N. spielt auf der Freilichtbühne zwischen Heckengrün das Stück "Ein
Florentinerhut" von Eugène M. Labiche. Römischer Garten, Blankenese,
Donnerstag, Freitag und Samstag, 19.30 Uhr
Auf der Rolltreppe eines schwedischen Möbelhauses. Vor mir beschwert sich ein Mann bei seiner Frau: "Überall dieses ausländische Geschnatter! "
Gehört von Antje Fleischhauer
Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre
Meinung sagen, wissen Sie etwas, worüber wir unbedingt berichten sollten?
Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns
wieder, wenn Sie mögen!
Ihr
Mark Spörrle
PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter.
Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und
unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die
neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.

 

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Die zehn größten Risikofaktoren für den Schlaganfall

90 Prozent aller Schlaganfälle ließen sich durch Veränderungen des Lebensstils verhindern.
Neun von zehn Schlaganfällen ließen sich vermeiden, wenn die Menschen nur ihren individuellen Lebensstil verändern würden. Das ist die Bilanz einer Untersuchung von 27 000 Studienteilnehmern, die im Fachjournal The Lancet vorgestellt wurde. Die Experten identifizierten zehn vermeidbare Risikofaktoren, die für 90 Prozent der Hirnschläge weltweit verantwortlich sein sollen. Am häufigsten führe zu hoher Blutdruck zu lebensgefährlichen Durchblutungsstörungen im Gehirn, heißt es in einem Bericht der internationalen Interstroke-Studie.
Bluthochdruck ist demnach weltweit für 47,9 Prozent der Hirninfarkte verantwortlich. Mangelnde Bewegung führt zu 35,9 Prozent der Schlaganfälle. Fehlernährung, Übergewicht, Rauchen, Diabetes, Alkoholmissbrauch und Stress sind weitere bedeutende Risikofaktoren. Viele Menschen sind gleich von mehreren dieser Einflüsse betroffen, statistisch gesehen würden sie ihr Risiko bereits deutlich senken, wenn sie nur eines dieser Probleme angehen würden.
Von Region zu Region schwankt die Bedeutung eines Risikofaktors zum Teil erheblich. Wäre etwa der Druck in den Adern bei allen Europäern, Nordamerikanern oder Australiern im Normalbereich, würde dort gemäß der Interstroke-Daten die Zahl der Schlaganfälle um 38,8 Prozent sinken, in Südostasien könnten es sogar 59,6 Prozent sein. Der Einfluss von Alkoholmissbrauch ist auf dem afrikanischen Kontinent und in Asien mit je etwas über zehn Prozent der Schlaganfälle am größten. "Die wichtigste Botschaft aus diesen Daten ist, dass sich die meisten Schlaganfälle verhindern ließen", schreiben die neuseeländischen Neuroforscher Valery Feigin und Rita Krishnamurthi in einem begleitenden Kommentar. Und: "Alle Länder sollten Vorsorgemaßnahmen treffen. "

 

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18-Jähriger sucht Pokémon und überrascht Pärchen beim Sex

Im Neu-Ulmer Stadtteil Offenhausen machte sich in der Nacht auf Montag ein 18-Jähriger auf die Suche nach kleinen Monstern. Er spielte - wie so viele Menschen dieser Tage - Pokémon Go auf seinem Handy. Ziel der Anwendung, kurz zusammengefasst: kleine Taschenmonster finden und fangen.
Wie funktioniert "Pokémon Go"? Alle Infos zum Spiel  
Pokéstops und Arena: Woher kommen die Daten für "Pokémon Go"?
"Schon süchtig": Pokémon-Hype erreicht Augsburg und Region

 

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Interview mit Prediger Gülen : "Ich werde mich Erdogan niemals beugen"

Für den türkischen Präsidenten ist der Fall klar: Der islamische Geistliche Gülen, der seit Jahren im Exil in den USA lebt, steckt hinter dem gescheiterten Putschversuch. Der beteuert im ARD-Interview seine Unschuld.
Für den türkischen Präsidenten Erdogan ist er Staatsfeind Nummer Eins, Terrorist und Drahtzieher des Militärputsches: der islamische Geistliche Fethullah Gülen. Der beteuert im ARD-Interview seine Unschuld: "Ich bin mein Leben lang Gegner eines Militärputsches gewesen, ich bin Opfer des Militärs, habe in der Türkei im Gefängnis gesessen, ich war und bin absolut gegen einen gewaltsamen Umsturz. "
Das Chestnut Camp in Pennsylvania ist das Zentrum der Gülen-Stiftung. Hier im Exil in den USA lebt und lehrt Gülen seit 16 Jahren. Gülen ist konservativ, einflussreich, gilt als Prediger eines aufgeklärten Islams. Über Privatschulen ist die Gülen-Bewegung heute in 170 Ländern präsent.
Erdogan fordert von der US Regierung Gülens Auslieferung. US-Außenminister John Kerry forderte am Sonntag einen offiziellen Antrag und Beweise: "Um einem solchen Auslieferungsantrag stattzugeben, brauchten wir erst einmal solide Belege, die vor einem amerikanischen Gericht Bestand haben. "
Dazu sagt Gülen, er habe vollstes Vertrauen in die Institutonen der USA und stelle sich gerne einer internationalen Kommission: "Ich vertraue auf Gott - ich werde mich dem Unterdücker Erdogan niemals beugen. " Erdogan sei korrupt, von der Macht vergiftet und nutze nun die Gelegenheit, alle seine Gegner zu neutralisieren.

 

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USA sperren Luftraum für alle Maschinen von Turkish Airlines

Nach einer Entscheidung der US-Luftraumbehörde FAA werden alle Flüge der türkischen Luftfahrtgesellschaft Turkish Airlines (THY) von der Türkei aus in die USA bis September gesperrt. Als Begründung gibt die FAA den Terroranschlag und den Putschversuch in der Türkei an.
Damit werden bis September insgesamt 1.068 Flüge von THY ausfallen. „Unsere verantwortlichen Stellen befinden sich in Kontakt mit der FAA. Unser Botschafter in Washington und unser Außenminister unterstützen uns. Wen die Amerikaner unsere Sicherheitsvorkehrungen sehen, werden sie die Flüge wohl erlauben. Schließlich finden nach wie vor Flüge nach Tel Aviv und London, die beide besondere Sicherheitsvorkehrungen fordern, weiterhin statt“, zitiert  Haberturk  das THY-Vorstandsmitglied Ilker Ayci.
THY fliegt normalerweise neun Destinationen in den USA an. Dazu gehören Chicago, Boston, New York, San Francisco, Washington D. C., Miami, Chicago, Houston und Atlanta, berichtet  aero.de .
Die FAA soll spätestens am 15. August prüfen, ob das Einflugverbot für THY aufgehoben wird oder nicht.
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Hoschek: "Bye, bye Berlin"

"Schweren Herzens" schließt die österreichische Modemacherin Lena Hoschek am 30. Juli ihr Geschäft in der deutschen Hauptstadt.
18.07.2016 | 13:21 | 
( DiePresse.com )
Die steirische Modedesignerin Lena Hoschek sagt "Bye, bye Berlin". Die Kleidermacherin schließt ihren Store in der Kastanienallee in der deutschen Bundeshauptstadt am Samstag, 30. Juli, "schweren Herzens", wie sie am Freitag in einer Aussendung mitteilte.
Grund sei die Beendigung des Mietverhältnisses. Es habe sie sehr gefreut, Kunden in Berlin "begrüßen und beraten zu dürfen". Ihre Shops in Graz und Wien bleiben weiterhin geöffnet. Außerdem vertreibt sie ihre Kreationen auch weiter über einen Online-Shop.
(APA)

 

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Nickerchen im Kinosaal: Rentner nach Film eingeschlossen

Göllingen – Ein Nickerchen im Kinosaal hat zwei Rentner in eine missliche Lage gebracht. Sie schliefen am Sonntag während einer Vorstellung im Kloster Göllingen in Thüringen ein, wie eine Sprecherin der Polizei in Nordhausen am Montag sagte. Ihr Schlaf war offensichtlich so tief, dass sie nach Film-Ende nicht bemerkten, wie sich der Kinosaal leerte. Das Personal entdeckte den 70-Jährigen und seine 83 Jahre alte Begleiterin nicht und schloss das Gebäude ab. Als die Rentner aufwachten, riefen sie zunächst um Hilfe. Als auch das nicht half, warfen sie laut Polizei eine Scheibe der Tür ein. Das Personal schloss daraufhin die Tür auf. (dpa)

 

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Sicherheitslücke in den Ubuntu-Foren

Die offiziellen Ubuntu-Foren sind gehackt worden. Dabei wurden Daten von zwei Millionen Nutzern abgegriffen.
Wie Canonical mitteilt , sind die offiziellen Ubuntu-Foren gehackt worden. Dabei sollen die unbekannten Angreifer IP-Adressen, E-Mails und Benutzernamen von zwei Millionen Nutzern heruntergeladen haben. Passwörter sollen nicht zur Beute gehören, da Canonical beim Foren-Login auf das hauseigene Ubuntu Single Sign On setzt.
Zudem sei man sicher, dass die Angreifer keinen Zugriff auf die Ubuntu-Code-Repositories hatten. Inzwischen seien die Lücken beseitigt und der Zugriff auf die Foren ist wieder möglich.
Laut Canonical wurde das hauseigene Sicherheitsteam am 14. Juli darauf hingewiesen, dass jemand eine Kopie der Foren-Datenbank besitze. Nach einer Überprüfung wurde eine Sicherheitslücke im Zusammenhang mit einer SQL-Injection-Lücke in einem Add-On für die Forensoftware vBulletin gefunden. Das Forum wurde daraufhin abgeschaltet.
Statt Foren-Passwörtern im Klartext hat Canonical in der Datenbank eigenen Angaben zufolge nur gehashte und gesalzene Strings gespeichert. Zugriff auf die Ubuntu Single Sign On-Passwörter soll nicht möglich gewesen sein. Das Forum wurde bereits 2013 schon einmal gehackt. Damals kamen auch Passwörter abhanden. ( mls )

 

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Salzburger "Luft-80er" mindert Luftverschmutzung

Messungen zeigen fünf bis sechs Prozent weniger Stickstoffdioxid im Bereich des flexiblen Tempolimits auf der A1 bei der Stadt Salzburg.
18.07.2016 | 13:12 | 
( DiePresse.com )
Das flexible Tempolimit von 80 bzw. 100 km/h auf der Westautobahn im Bereich der Stadt Salzburg zeigt Wirkung. Es ist die einzige verkehrsnahe Messstelle im Bundesland, bei der die Luftverschmutzung mit Stockstoffdioxid innerhalb eines Jahres zurückging. Der Rückgang entspricht einer Totalsperre der Autobahn für drei Wochen im Jahr, hieß es am Montag bei einem Pressegespräch mit Umweltreferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler (Grüne).
Nicht ganz die halbe Zeit im Jahr (46 Prozent) sei das 80er-Limit aktiviert gewesen, dadurch konnte die NO2-Belastung (Stockstoffdioxid) um fünf bis sechs Prozent verringert werden. Das sei drei Viertel jener Reduktion, die eine permanente 80-km/h-Beschränkung gebracht hätte. Der Jahresmittelwert sank auf 48,7 Mikrogramm pro Kubikmeter. "Es war die am meisten belastete Messstelle und ist nun auf Platz drei zurückgefallen", sagte Rössler, die aber auch den Wermutstropfen ansprach: "Wir sind immer noch ein großes Stück vom Grenzwert entfernt. " Dieser liegt bei 35 Mikrogramm im Jahresmittel. Erreicht wurde auch ein Rückgang des CO2-Ausstoßes, und zwar um rund 700 Tonnen.
Sorgenkind Nummer 1 sei nun der Rudolfsplatz in der Stadt Salzburg. Hier sei die Stadt gefordert, wobei das Land Unterstützung anbiete, so Rössler. Sie appelliere an die Stadt, den Gesundheitsschutz ernst zu nehmen. Da eine Reduktion des Tempos am Rudolfsplatz nicht möglich sei, müsse wohl beim Mobilitätsverhalten angesetzt werden. Wie die Umweltreferentin allgemein darin die meisten Verbesserungsmöglichkeiten im eigenen Wirkungsbereich sieht, um der Luftverschmutzung entgegenzuwirken.
Die Hauptverantwortung sieht Rössler aber in der Autoindustrie. "Sie hat es nicht geschafft, die Grenzwerte einzuhalten, obwohl das technisch machbar ist. Ich verstehe nicht, wie eine ganze Branche so ungeschoren davon kommt. " Laut Alexander Kranabetter vom Referat Immissionsschutz halten die Motoren die Grenzwerte nur im Labor ein, auf der Straße überschreiten sie diese aber um bis zu 700 Prozent. "Der 80er wäre gar nicht notwendig, wenn die Autos die Grenzwerte einhalten würden", sagte er. Und Rössler: Eine Studie aus dem Vorjahr habe gezeigt, dass die Grenzewerte der Luftbelastung nicht überschritten werden würden, wenn die Autos die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten würden. Außerdem spricht sich die Grün-Politikerin für die Einführung einer Dieselsteuer aus, weil sich dadurch die Fahrzeugflotte auf den heimischen Straßen ändern würde.
(APA)

 

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Kartellamt: Lego stoppt Benachteiligung von Online-Händlern

Lego hat dem Bundeskartellamt zugesagt, künftig Online-Händlern im Einkauf die gleiche Rabatthöhe zuzusichern wie dem niedergelassenen Vertrieb.
Der dänische Spielzeughersteller Lego hat auf Druck des Bundeskartellamtes die Benachteiligung von Onlinehändlern in Deutschland beendet. Lego habe zugesagt, künftig Online-Händlern im Einkauf die gleiche Rabatthöhe zuzusichern wie dem niedergelassenen Vertrieb, teilte das Bundeskartellamt am Montag mit. Bisher hätten die Online-Händler vielfach niedrigere Rabatte bekommen.
Damit könnten laut Marktbeobachtern Preissenkungen für Lego-Produkte in Online-Plattformen möglich werden. Das dänische Unternehmen erklärte, das aktualisierte Rabattsystem entspreche den Vorstellungen des Bundeskartellamts. Es spiegele auch die neuesten Entwicklungen im Marktumfeld des Handels wider.
Die Wettbewerbshüter hatten schon mehrfach Markenhersteller verschiedener Branchen ermahnt, den Verkauf über das Internet nicht zu benachteiligen. Häufig steht bei den Unternehmen der Wunsch dahinter, den Wert der Marke nicht zu gefährden. Bei Lego wurden Rabatte etwa an den Regalmetern im Verkauf bemessen – wobei Online-Händler naturgemäß nicht mithalten können.
"Sehr viele Händler fahren inzwischen auch zweigleisig, um neben dem stationären Handel zusätzlich über den Online-Vertrieb neue Kunden zu gewinnen", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. "Solche Geschäftsmodelle müssen – mitunter auch zur Stützung des stationären Handels – möglich sein. " ( dpa ) /
( anw )

 

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Parlamentsumbau: Erste Grabungsarbeiten auf dem Heldenplatz

Drei temporäre Pavillons werden als Ausweichquartiere errichtet. Die Erdarbeiten werden archäologisch begleitet.
18.07.2016 | 13:08 | 
( DiePresse.com )
Auf dem Wiener Heldenplatz haben erste Erdarbeiten für die Errichtung der Ausweichquartiere während der Parlamentssanierung begonnen. Es handelt sich um Vorbereitungsarbeiten für die Errichtung von drei temporären Pavillons (zwei auf dem Heldenplatz und einer im Bibliothekshof) mit deren Bau Ende September begonnen werden soll, heißt es in einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz.
Die eigentliche Sanierung des Parlamentsgebäudes wird im Sommer 2017 in Angriff genommen. Während der auf drei Jahre anberaumten Generalsanierung werden Nationalrat und Bundesrat in die Hofburg übersiedeln. Die drei Büro- und Sitzungshäuser auf dem Heldenplatz bzw. im Bibliothekshof sollen im Frühjahr 2017 fertiggestellt sein. Nach drei Jahren werden sie dann wieder abgebaut.
Auf dem Heldenplatz erfolgt jetzt der Erdaushub für die Fundamente, diese Arbeiten werden archäologisch begleitet. Da der Heldenplatz als Ganzes unter Denkmalschutz steht, müssen die geplanten Baumaßnahmen entsprechend sensibel erfolgen, heißt es in der Aussendung. Die Burghauptmannschaft hat bereits im Frühjahr eine geophysikalische Untersuchung des Platzes vornehmen lassen. Mittels Bodenradar wurde der Untergrund erforscht und bildlich dargestellt. Zugleich wurde eine umfassende Archivrecherche angestellt, indem Schrift- und Bildquellen zum Areal ausgewertet wurden. Ziel ist, das Baufeld bis in jene Tiefen, die für die Fundamente benötigt werden, freigeben zu können. Was bei den Grabungsarbeiten an historisch Relevantem zutage kommt, wird nach den gültigen Richtlinien der Denkmalpflege freigelegt, dokumentiert und gesichert.
(APA)

 

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Frankreich trauert nach Anschlag in Nizza: Schweigen, Blumen, Schuldzuweisungen

Tausende Menschen säumten die Uferpromenade in Nizza, Floristen bedeckten Blut mit Blumen, landesweit hat Frankreich mit einer Schweigeminute der Anschlags-Opfer gedacht. Viele wollten einfach innehalten - während die Politik längst wütend über die Schuldfrage streitet.
Frankreich trauert und hält inne - bei einer landesweiten Schweigeminute. In Nizza wird ein Kanonenschuss abgefeuert. Zehntausende Menschen stehen an der Uferpromenade, um der 84 Toten und der zahllosen Verletzten zu gedenken. Die politische Debatte über die Schuld an dem Anschlag, ist längst voll entbrannt.
Die Prom, wie die Einwohner von Nizza ihre Uferpromenade nennen, ist ein Blumenmeer. Dazu überall Kerzen, Stofftiere, Botschaften, die zum Frieden und zur nationalen Einheit mahnen. "Es ist enorm wichtig für uns, dass wir innehalten und schweigen", sagt eine Bewohnerin von Nizza. "Wir haben dieses Attentat erlebt und ehren auf diese Weise diejenigen, die von uns gegangen sind. "
Die Floristen von Nizza wollen ebenfalls die Toten ehren. Sie haben aus den zwei Kilometern Todesmeile eine Blumenmeile gemacht. "Wir hatten so viele Nachfragen nach Blumen", erzählt Frédérique, eine der Initiatorinnen der Aktion. "Und wir hatten moralisch große Bedenken, diese Blumen zu verkaufen. Also haben wir uns gesagt, 'lasst uns diese Blutflecken auf der Prom mit einem Blumenteppich bedecken'".
Weit weniger rücksichtsvoll gibt sich die politische Kaste in Frankreich - allen voran der Chef der konservativen Republikaner, Nicolas Sarkozy: "Sieben Attentate seit dem Anschlag auf Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt, fast 250 Tote seitdem", bilanziert Sarkozy. "Ich war Staatspräsident, ich weiß ganz genau, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gibt. "
Der Ex-Präsident befindet sich derzeit im Vorwahlkampf-Modus: In nicht einmal einem Jahr sind Präsidentschaftswahlen in Frankreich, und Sarkozy will es noch einmal wissen. Also setzte er noch eins drauf - wobei er fast genau die gleichen Worte verwendete wie die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen: "Ich weiss, dass man sich jetzt noch nicht die Köpfe einschlägt, da die Toten noch nicht einmal beerdigt sind. Aber weil es die Wahrheit ist, muss ich sagen, dass alles, was seit 18 Monaten dringend geboten gewesen wäre, nicht getan wurde. "
Diesen Vorwurf der Untätigkeit, den Sarkozy zur besten Sendezeit im Fernsehen erhoben hatte, konnten und wollten Premier- und Innenminister nicht auf sich sitzen lassen. "Wir haben drei Anti-Terror-Gesetze eingebracht und verabschiedet", erklärte Innenminister Bernard Cazeneuve nach der Sitzung des Sicherheitskabinetts. "Wir haben einiges getan: Webseiten, die zum Terror aufrufen, wurden geschlossen. Wir haben die Mittel für die Geheimdienste aufgestockt. Ich könnte unzählige Maßnahmen nennen, die in den letzten beiden Jahren ergriffen wurden, um einer Bedrohung zu begegnen, auf die Frankreich nicht vorbereitet war. "
Nur - auf diese jüngste Bedrohung war Frankreich eben auch nicht vorbereitet: Ein Lkw-Fahrer, den Geheimdiensten völlig unbekannt, der am Nationalfeiertag mit seinem Lkw in die Menge rast und 84 Menschen umbringt. "Dieser Tag ist besonders", sagte Verteidigungs-Minister Jean-Yves Le Drian. "Wir schweigen, denn es ist ein Tag der nationalen Trauer. "
Eine Minute Schweigen - dann wird die wütende Auseinandersetzung über die Schuldfrage und wie man solche und andere Anschläge in Zukunft verhindern kann, wieder losbrechen.

 

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So rettet der Zoo den Rothalsstrauß vorm Aussterben

Hannover. Grazil laufen die kleinen Nordafrikanischen Rothalsstrauße durch das Gehege im Zoo Hannover. Sechs Jungvögel sind im Frühjahr geschlüpft, die Eier wurden in einer Brutmaschine ausgebrütet. Die kleinen Strauße sind sehr wertvoll, denn in freier Wildbahn ist der größte Laufvogel der Welt vom Aussterben bedroht. Der Nachwuchs sucht immer noch Schutz unter der Wärmelampe im Stall. "Strauße sind sehr soziale Tiere. Ein älterer Vogel zeigt den Kleinen, wie sie zum Beispiel Futter picken müssen", sagt Biologin Maren Frerking vom Zoo Hannover.
Vor fünf Jahren hat der Zoo Hannover ein Erhaltungsprogramm für den Nordafrikanischen Rothalsstrauß angeregt. Ursprünglich war der Laufvogel fast über den gesamten nordafrikanischen Raum verbreitet. Doch dann wurde die Modewelt auf seine großen, außergewöhnlichen Federn aufmerksam. Intensive Bejagung, Wilderei und politische Unruhen haben den Bestand stark dezimiert. In freier Wildbahn gibt es nur noch wenige Hundert Rothalsstrauße, die meisten davon im Tschad.
"Wir züchten die Tiere, um auf die Bedrohung aufmerksam zu machen und einen kleinen Bestand in Europa zu haben", sagt Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer. Um die Zucht zu starten, war Biologin Frerking mit dem damaligen Zoologischen Leiter Heiner Engel nach Marokko geflogen. "Dort haben wir in Abstimmung mit allen Behörden Eier aus einem Nationalpark geholt", berichtet sie. Das Zeitfenster sei eng gewesen, die Eier mussten innerhalb von zwei Wochen aus den Nestern genommen werden – noch bevor Hahn und Henne sie bebrüten. Denn auch der Hahn ist für die Brut zuständig und äußerst wehrhaft, wenn ihm Eier aus dem Nest gestohlen werden.
Die kostbare und zerbrechliche Fracht wurde nach Hannover gebracht. Das ging nur mit einem Direktflug – also in einem Ferienflieger. Die Kartons hätten auf den Sitzplätzen D, E und F in Reihe 22 im Flugzeug gestanden, erzählt Frerking. "Zweimal mussten wir gebuchte Flüge wieder absagen, da keine Eier in den Nestern lagen", schildert die Biologin die Probleme beim "Eierklau für den Artenschutz".
In Hannover wurden die Eier in den Brüter gelegt. Die Mission war erfolgreich: Mittlerweile ist ein im Zoo geschlüpftes Paar geschlechtsreif – Henne Rana und Hahn Larbi, der nach dem Chefranger des marokkanischen Nationalparks benannt wurde. "Rana hat in diesem Jahr bereits 57 Eier gelegt, aber alle Eier können wir natürlich nicht ausbrüten", betont Hagenmeyer.
Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten sich sieben Küken nach etwa 42 Tagen in der Brutmaschine aus den Eiern gepickt – die "Generation Eins" im Zoo. Wenn die Kleinen mal erwachsen sind, haben sie eine Größe von bis zu 2,70 Meter, wiegen bis zu 150 Kilogramm und sind bis zu 70 Stundenkilometer schnell.
Außer dem Zoo Hannover beteiligen sich noch sechs Tierparks in Deutschland, England und den Niederlanden an der Zucht. Der Zoo arbeitet eng mit dem Sahara Conservation Fund (SCF) mit Sitz in der Schweiz zusammen. Die Organisation versucht unter extremsten Bedingungen, die verbliebenen Tiere zusammenzubringen, damit sie eine Chance haben, sich zu vermehren. Eier werden eingesammelt, ausgebrütet und die Jungen in geschützte Gebiete gebracht.
"Die Zuchterfolge für Nordafrikanische Rothalsstrauße innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms sind von absolut entscheidender Bedeutung für das künftige Überleben dieser Art. Der Wiederaufbau eines Bestands wird auf die Zusammenarbeit von Zoos, privaten Züchtern und Wildtiermanagement-Stationen in Marokko, Tunesien, Niger, Tschad und Senegal angewiesen sein", sagt Bill Houston, stellvertretender Vorsitzender des Sahara Conservation Fund.
Vier hannoversche Jungvögel haben ein neues Zuhause im Zoo Kronberg im Taunus gefunden. "Wir fangen mit der Zucht an», sagt Geschäftsführer Thomas Kauffels. Aus dem Altbestand an Straußen sei nur eine Henne übrig geblieben, deshalb beteilige sich der Zoo an dem Zuchtprogramm für Nordafrikanische Rothalsstrauße. "Die Zucht dauert natürlich, so etwas geht nur langsam", weiß Biologin Frerking, die das Europäische Zuchtbuch führt. Ihre Hoffnung ruht auf den munteren Jungvögeln, die durch das Gehege toben.
dpa

 

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30 Grad und mehr: „Burkhard“ bringt Tirol ins Schwitzen

Innsbruck – Es wird wieder heiß in Tirol: In den kommenden Tagen beschert Hoch „Burkhard“ dem ganzen Land strahlenden Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen.
Schon am Montag lösen sich die Wolken auf. Das Oberland und Osttirol bekommen die meisten Sonnenstunden ab, dort wird es auch am wärmsten: In Lienz und Landeck sind Höchstwerte von 28 Grad drin. Aber auch im Inntal und im Unterland klettern die Temperaturen auf über 20 Grad.
Am Dienstag und Mittwoch nimmt der Hochsommer dann richtig Fahrt auf: Wolken sind so gut wie keine zu sehen und die Sonne heizt die Luft auf Werte von 28 bis zu 33 Grad auf. „Die Hitzepole liegen diesmal in Westösterreich“, sagt Ubimet-Meteorologe Josef Lukas. „Speziell im Vorarlberger Rheintal sowie im Inntal in Tirol liegen die Höchstwerte zum Teil deutlich über der 30-Grad-Marke.“
Gewittergefahr steigt ab Donnerstag
Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt es nach derzeitigen Prognosen heiß. Aber es wird auch zunehmend schwüler. Das Hochdruckgebiet wandert weiter in Richtung Balkan. „Burkhard“ wird dann von einem mächtigen Tief über den Britischen Inseln abgelöst. Dieses bringt heiße und feuchte Mittelmeerluft in den Alpenraum.
„Vom Bergland ausgehend muss man ab Donnerstag wieder mit Regenschauern und Gewittern rechnen“, sagt Lukas. Am Freitagvormittag lockern die Wolken noch einmal auf, bis sich neue Gewitter zusammenbrauen. „Auch Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel sind zu befürchten“, warnt der Ubimet-Meteorologe. Die Höchsttemperaturen liegen in Tirol noch einmal bei 25 bis 28 Grad.
Nach den aktuellen Wettermodellen zieht die nächste Kaltfront dann am Samstag über Österreich hinweg. Für genauere Prognosen ist es aber noch zu früh. ( TT.com )

 

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Hitzewoche beginnt mit 35 Grad

Während sich das Thermometer am Montag landesweit zwischen 25 und 29 Grad einpendelt, werden am Dienstag Spitzenwerte zwischen 28 und 31, am Mittwoch sogar bis zu 35 Grad erwartet. Im Bergland bleibt es etwas kühler, aber auch dort werden am Mittwoch Temperaturen von bis zu 30 Grad erreicht. Am wärmsten werde es somit in der Kölner Bucht, kühler bleibe es im Bergischen Land und im Sauerland.
Wie der Deutsche Wetterdienst in Essen am Montagmorgen mitteilte, soll es in der ersten Wochenhälfte keinen Regen geben. Verantwortlich dafür ist Hoch "Burkhard", das sich nach Osten verschiebt. "Ab Mitte der Woche kommt heiße, subtropische Luft zu uns", sagte Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
In der Nacht zum Donnerstag ziehen dann von Westen her Wolken auf. Schauer und Gewitter beginnen am Niederrhein und breiten sich dann bis nach Westfalen aus. Laut DWD können sie zum Teil kräftig, vereinzelt auch unwetterartig ausfallen. In Gewitternähe kann es zu stürmischen Böen kommen. Die Temperaturen sinken in der Nacht auf 21 bis 17 Grad.
Der Donnerstag bringt weiter Regen und Gewitter, es drohen Starkregen und Hagel. Auch zum Ende der Woche bleibt es weiter warm, die Temperaturen erreichen immer noch bis zu 30 Grad.

 

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Anwalt der Eltern von Anneli sieht beide Entführer als Mördvergewaltigt

Neu-Delhi – Die Nebenklage im Dresdner Prozess gegen die mutmaßlichen Entführer der 17-jährigen Anneli-Marie hält beide Angeklagten für Mörder. Auch bei Norbert K., dem erpresserischer Menschenraub mit Todesfolge vorgeworfen wird, müsse Mord durch Unterlassen in Betracht gezogen werden, erklärte der Anwalt der Eltern des Opfers am Montag vor dem Landgericht Dresden. Es sei klar, dass Norbert K. gewusst habe, dass Markus B. das Mädchen töten wollte. Als B. die Jugendliche dann erstickte und erdrosselte, habe er nichts dagegen getan. B. steht bereits unter Mordverdacht.
Gegen die beiden Angeklagten wird seit Ende Mai verhandelt. Sie sollen die Unternehmertochter Anneli-Marie am 13. August 2015 im sächsischen Robschütz entführt und von ihrem Vater 1,2 Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Zu der Übergabe kam es jedoch nicht. B. soll am Tag danach die Gymnasiastin kaltblütig getötet haben – aus Angst vor Entdeckung. Der Prozess wird fortgesetzt. (APA/dpa)

 

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US-Außenminister Kerry setzt auf TTIP-Abschluss noch heuer

Brüssel - US-Außenminister John Kerry setzt trotz der Widerstände in Europa auf einen Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens mit der EU (TTIP) noch im heurigen Jahr. „Ich weiß, es hat einige Bemerkungen gegeben, dass TTIP nicht weiter verhandelt wird und es ein totes Pferd ist. Aber ich muss sagen, wir sehen das anders“.
Kerry erklärte beim EU-Außenrat in Brüssel am Montag, die Menschen müssten besser über TTIP informiert werden. Es gehe um „den Schutz der Arbeitsplätze, reglementarische Rechte, den Schutz von Umwelt. Wenn die Menschen über diese Tatsachen Bescheid wissen, können wir noch weitere Schritte ergreifen“.
Außerdem glaubt Kerry, dass auch angesichts der Brexit-Debatten „TTIP immer wichtiger wird. Damit eröffnet sich ein großer neuer Markt. Das ist auch die Möglichkeit, die negativen Auswirkungen, die sich aus den Austrittsverhandlungen Großbritanniens ergeben, zu bekämpfen.“
In einem historischen Abriss würdigte Kerry die Beziehungen zwischen den USA und Europa. „Was wir nicht vergessen dürfen, wir haben den Faschismus besiegt, damals das größte Übel der Welt“. Dann sei der Kommunismus gefallen, die Demokratien hätten sich immer mehr von Westen nach Osten ausgebreitet. „Wir sind Schulter an Schulter gestanden als wir die ethnischen Säuberungen am Balkan bekämpft haben und es hat den wirtschaftlichen Aufbau nach der sehr schwierigen Finanzkrise gegeben“. (APA)

 

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Comdirect: Kunden hatten Einblicke in andere Konten

Die Onlinebank Comdirect hatte in der Nacht und am frühen Morgen mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. So landeten Kunden nach dem
Einloggen ins Onlinebanking auf fremden Konten und konnten dort
alle Informationen abrufen. Dies berichtet das Handelsblatt und beruft sich dabei auf die Erfahrungen eines Redakteurs der Zeitung, der zeitweise vollen Zugriff auf ein fremdes Konto mit mehr als 50.000 Euro
Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonto erhalten hatte.
Nach Angaben der Bank werden regelmäßig in der Nacht zu Montag Softwareupdates eingespielt, so auch zu diesem Wochenbeginn. Eine Sprecherin bestätigte, dass es nach einem Softwareupdate in der Nacht technische Probleme gegeben habe. Was genau passiert sei und wie viele Comdirect-Kunden davon
betroffen waren, könne sie noch nicht sagen. "Wir prüfen das. "
Inzwischen wurden die Systeme sicherheitshalber am Vormittag neu gestartet.
Die Onlinebank, eine Tochterbank der Commerzbank, hat rund zwei Millionen Kunden. An diesem Vormittag konnten sie ihre Bank zeitweise nur per Telefon
oder Fax erreichen.
So wie die Kunden der Comdirect kennen auch die Kunden anderer Banken solche Probleme. Anfang Juni etwa hatte es eine technische Panne im Onlinebanking
der Deutschen Bank gegeben. Dort
waren Buchungen wie Überweisungen und Abbuchungen doppelt
ausgeführt worden. Weil ihre Konten damit überzogen wurden,
konnten viele Kunden am Automaten auch kein Geld
abheben.
Einen Grund für diese Pannen sehen Experten in der IT von Deutscher Bank, Commerzbank und Co. Die Informationstechnik vieler
deutscher Geldhäuser gilt als veraltet.

 

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Verbund: Mehr Gewinn, weniger Dividende

Der Stromkonzern Verbund hat seine Gewinnprognose erhöht und gleichzeitig die Ausschüttungsquote auf rund 30 Prozent gesenkt.
18.07.2016 | 12:53 | 
( DiePresse.com )
Der börsennotierte Stromkonzern Verbund hat für das Geschäftsjahr 2016 seine Gewinnprognose erhöht und gleichzeitig die Ausschüttungsquote von bisher rund 50 auf rund 30 Prozent gesenkt. Die Prognose für das Ebitda wurde von 750 auf 840 Mio. Euro und für den Konzerngewinn von 230 auf 270 Mio. Euro erhöht. Das bereinigte Konzernergebnis werde rund 290 (bisher: rund 230) Mio. Euro betragen.
"Die Anpassung des Ergebnisausblicks ist auf Kosteneinsparungen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen, ein höheres Ergebnis im Netzbereich sowie Verbesserungen im Stromgeschäft zurückzuführen", teilte der zu 51 Prozent im Besitz der Republik Österreich stehende Verbund am Montag in einer Ad hoc-Aussendung mit.
Die Eckpunkte des neuen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms umfassen neben Aufwandsreduktionen und Effizienzsteigerungen auch eine weitere Reduktion von rund 175 Stellen bis 2020. Beim Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwand behält der Verbund im Wesentlichen das Kostenniveau 2015 bis zum Jahr 2019 bei. Darüber hinaus werden die Wachstums- und Instandhaltungsinvestitionen für den Zeitraum 2016 bis 2019 von 1,5 auf 1,0 Mrd. Euro reduziert.
In diesem Zusammenhang wird auch die bisherige Dividendenpolitik geändert. Für das Geschäftsjahr 2016 werden nunmehr rund 30 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet. Bisher waren es rund 50 Prozent. Somit würde für 2016 trotz erhöhter Gewinnprognose weniger ausgeschüttet werden - nämlich rund 87 statt rund 115 Mio. Euro.
Die Bekanntgabe der Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2017 wird voraussichtlich im März 2017 im Rahmen der Ergebnisveröffentlichung 2016 erfolgen.
(APA)

 

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Kern will "Strategie für Deradikalisierung" entwickeln

Der Kanzler lädt die islamischen Verbänden in Österreich ein, zu "diskutieren, wie man zu einem ruhigen, vernünftigen Umgang" kommen könne.
18.07.2016 | 12:49 | 
( DiePresse.com )
Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sucht nach dem Terrorakt von Nizza das Gespräch mit den islamischen Verbänden in Österreich. Er wolle muslimische Vertreter in den kommenden Tagen einladen und "diskutieren, wie man zu einem ruhigen, vernünftigen Umgang" kommen kann, sagte Kern am Montag im Ö1-"Mittagsjournal".
Der Anschlag in Nizza, bei dem 84 Menschen getötet worden sind, habe sehr "betroffen gemacht", sagte der SPÖ-Bundesparteivorsitzende im ORF-Radio. Und er zeige, "dass es hier eine Trauergemeinschaft gibt, wo man nicht gemeinsam die Toten beweint, sondern das Misstrauen zwischen muslimischen Betroffenen und den anderen Betroffenen sät". Kerns Ansicht nach sei es daher "hoch an der Zeit, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie wir das Zusammenleben auch in Österreich organisieren wollen".
Die "islamischen Communities" trügen in der aktuellen Situation eine große Verantwortung. Es müsse einen "Beitrag zum gedeihlichen Zusammenleben auch von muslimischer Seite geben", erklärte der Kanzler. Die Lage habe sich zugespitzt. "Vor dem Hintergrund denke ich, das was wir bislang getan haben, war in Ordnung, aber es muss eine Strategie für die Deradikalisierung entwickelt werden. " Es gehe um die "Einhaltung von Grundregeln", sagte Kern.
Mit Blick auf die Lage nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei sagte Kern, dass das muslimische Land für Europa ein wichtiger Bündnispartner sei. Dies bedeute, dass man demokratiepolitische und rechtsstaatliche Standards einfordern müsse. "Es gibt einen Perspektive auf einen Beitrittsprozess, die in noch größere Ferne gerückt ist", sagte er in Bezug auf die EU-Beitrittsbestrebungen der Türkei. Die Einführung der Todesstrafe wäre etwa ein Zeichen dafür, dass die Türkei "kein Interesse am europäischen Grundkonsens" habe.
>>> Kern im Ö1-"Mittagsjournal"
(APA/Red.)

 

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Aids häufigste Todesursache bei jungen Afrikanern

Durban – Aids ist nach wie vor die häufigste Todesursache bei Jugendlichen in Afrika. „Trotz bemerkenswerter globaler Fortschritte beim Kampf gegen die HIV/Aids-Epidemie bleibt noch viel Arbeit, um Kinder und Jugendliche von Ansteckung, Krankheit und Tod zu schützen“, erklärte Unicef-Direktor Anthony Lake am Montag zum Auftakt der internationalen Aids-Konferenz in Durban.
Weltweit sei Aids die zweithäufigste Todesursache für Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren und in Afrika noch immer auf Platz eins, erklärte der Leiter des UNO-Kinderhilfswerks. Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl der Todesfälle wegen Aids bei 15- bis 19-Jährigen mehr als verdoppelt. Heute gebe es in dieser Altersgruppe weltweit 29 Neuinfektionen pro Stunde. Davon seien zu 65 Prozent Mädchen betroffen.
„In Sub-Sahara-Afrika, wo rund 70 Prozent der Menschen in der Welt mit Aids leben, waren drei von vier Jugendlichen, die sich 2015 mit HIV angesteckt haben, Mädchen“, erklärte Unicef. Rund 68 Prozent der rund 52.000 Jugendlichen, die von Unicef in 16 Ländern befragt wurden, wollten nicht auf Aids getestet werden aus Angst vor einem positiven Ergebnis und vor dem sozialen Stigma, das noch immer damit einhergeht. (APA/AFP)

 

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In Lederhosen und Turnschuhen Richtung Rio

Wien - Das österreichische Aufgebot für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro ist am Montag in Wien offiziell verabschiedet worden. In Ermangelung eines rechtmäßig gewählten Bundespräsidenten nahm diesmal Sportminister Hans Peter Doskozil gemeinsam mit ÖOC-Präsident Karl Stoss die Zeremonie in der Wiener Hofburg vor.
Nach einem Teamfoto im Burghof erfolgte im prunkvollen Zeremoniensaal der Präsidentschaftskanzlei die Vereidigung und Verabschiedung der in kurzen Lederhosen, Jeanstrachtenjacken und Sportschuhen angetretenen Delegation von rund 160 Personen.
ÖOC-Boss Stoss: „Können stolz sein“
Stoss, der Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) gratulierte den Athleten zur geschafften Qualifikation und wünschte seinem Team viel Erfolg für das Großereignis vom 5. bis 21. August. „Wir können stolz darauf sein, dass wir ein so tolles Team haben, das wir nach Rio de Janeiro mitnehmen dürfen“, sagte Stoss über die 68 Sportler. Das ÖOC habe im Vorfeld alles unternommen, „um euch die Vorbereitung so leicht, so gut und professionell wie mögich zu gestalten. Wir hoffen, dass alle Vorkehrungen und Anstrengungen, die wir mit euch getroffen haben, entsprechend Früchte tragen“, betonte Stoss.
Mit 42 Olympia-Neulingen verfüge man diesmal über besonders viele Debütanten. „Wir sind ein junges Team, ein erfolgshungriges Team, das gefällt uns.“ Er wolle aber mit Medaillenerwartungen keinen Druck ausüben, stellte der Vorarlberger klar. „Den macht sich ohnehin jeder Sportler selbst. Bleibt fokussiert und vergesst nicht, Momente wie den Einmarsch im Maracana zu genießen“, sagte Stoss.
Im Hinblick auf Sicherheits- und Vorsorgemaßnahmen gegen Zika habe man ebenfalls alles Denkmögliche unternommen, ergänzte er. Der ÖOC-Chef hob auch noch die nach den medaillenlosen London-Spielen erfolgte Schaffung des mit 20 Millionen Euro dotierten Förderprojektes Rio hervor und bedankte sich bei Sportminister Doskozil für diese Unterstützung.
Doskozil: „Werdet Österreich gut vertreten“
Der angesprochene Minister wünschte dem Team viel Erfolg und drückte seine Freude darüber aus, die Zeremonie leiten zu können. „Es ist für mich eine Ehre und ein besonderer Moment, unser Olympiateam verabschieden zu dürfen. Ihr habt viel geopfert, habt euch gut vorbereitet und ihr werdet Österreich gut vertreten“, betonte Doskozil. Er forderte die Delegation aber auch dazu auf, in Brasilien kritisch über den Tellerrand hinauszublicken. „Was wurde vor Ort gemacht? Was ist im Umfeld des Sports passiert? Das soll euch aber nicht beeinträchtigen.“
Abschließend verwies er auf den Fairness-Gedanken und bezeichnete die Sportler als nationale Symbole. „Die Jugend sieht zu euch auf. Spitzensport ist wesentlich, wenn wir Beispiel sein wollen - für die Kinder, für die Breite im Sport“, erklärte Doskozil, ehe er wieder an Stoss übergab. Dieser sprach stellvertretend für die Sportler den olympischen Eid und verabschiedete dann mit Doskozil alle anwesenden Athleten einzeln.
Die Vorhut des ÖOC mit Christoph Sieber, dem laut Stoss „Non-Playing-Captain“ und Chef de Mission, macht sich bereits am Dienstag auf den Weg nach Brasilien. Die ersten Sportler reisen am Samstag an. (APA)

 

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"Das ist genau das, was wir befürchtet haben"

Istanbul/Brüssel/Berlin. Die Bundesregierung schloss eine Aufnahme der Türkei in die EU aus, sollte Ankara die Todesstrafe wieder einführen. "Wir lehnen die Todesstrafe kategorisch ab. Ein Land, das die Todesstrafe hat, kann nicht Mitglied der Europäischen Union sein", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Überlegungen Erdogans für eine Rückkehr zur Todesstrafe bezeichnete er als "besorgniserregend". Die Türkei hatte die Todesstrafe 2004 gesetzlich abgeschafft.
Die Geschehnisse des gescheiterten Putschversuchs können Sie in unserem Liveticker nachlesen .
Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini stellte klar: "Kein Land kann Mitgliedstaat der EU werden, wenn es die Todesstrafe einführt. " Der Putschversuch sei keine Entschuldigung, die es erlaube, Grundrechte und rechtsstaatliche Prinzipien zu missachten. Der Umsturzversuch durch Teile des Militärs war in der Nacht zum Samstag niedergeschlagen worden , nachdem Erdogan die Bevölkerung zu Massenprotesten aufgerufen hatte. Bei den Kämpfen vornehmlich in Ankara und Istanbul waren etwa 300 Menschen - Putschisten, regierungstreue Sicherheitskräfte und Zivilisten - getötet worden.
Anführer der Putschisten soll nach Angaben aus Regierungskreisen der Ex-Luftwaffenchef Akin Öztürk gewesen sein. Neben Öztürk, der als "formaler Anführer der Junta" bezeichnt wird, wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mehr als 100 weitere Generäle aus den Streitkräften festgenommen. Als Hintermann sieht Erdogan den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, was dieser bestreitet.
Die türkische Regierung startete daraufhin eine "Säuberungsaktion" in Militär, Justiz und Sicherheitsbehörden. Knapp 3000 Angehörigen der Streitkräfte wurden festgenommen, fast 8000 Polizisten und 2700 Richter wurden abgesetzt.
EU-Kommissar Johannes Hahn zeigte sich speziell über die Festnahme von Richtern beunruhigt. "Das ist genau das, was wir befürchtet haben", sagte er in Brüssel. Er äußerte die Vermutung, dass die türkische Regierung ein Vorgehen gegen Gegner bereits länger geplant hatte. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sprach von der Gefahr einer Kehrtwende in der Türkei: "Wir müssen aufpassen, dass die türkischen Behörden kein System einrichten, das sich von der Demokratie abwendet. " Der neue britische Außenminister Boris Johnson kommentierte, alle Seiten sollten nun Zurückhaltung und Mäßigung zeigen.
In Istanbul zog die Regierung nach dem gescheiterten Putsch 1800 zusätzliche Spezialkräfte der Polizei zusammen. Diese Kräfte mit gepanzerten Fahrzeugen würden an strategisch wichtigen Einrichtungen und Straßen der größten Stadt des Landes eingesetzt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Der Polizeichef Istanbuls habe befohlen, unbekannte Hubschrauber ohne Vorwarnung abzuschießen.
In der Nacht zum Montag waren erneut zahlreiche Türken den Aufforderungen der Regierung gefolgt, sich auf Straßen und Plätzen zu versammeln, um diese nicht möglichen weiteren Putschisten zu überlassen. "Der Putsch wurde verhindert, doch wir können nicht sagen, dass die Gefahr vorbei ist", sagte Verteidigungsminister Fikri Isik.
Die USA haben von der Türkei noch kein offizielles Auslieferungsgesuch für Gülen erhalten. US-Außenminister John Kerry sagte am Rande eines Treffens mit EU-Amtskollegen in Brüssel, die USA würden einem solchen Gesuch nur nachkommen, wenn Beweise für eine Verwicklung von Gülen in den gescheiterten Putsch vorliegen. "Anschuldigungen reichen nicht", sagte Kerry.
dpa/RND

 

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Teilautonomer Mercedes-Bus erstmals auf Straße unterwegs

Daimler will nach 2020 teilautomatisierte Busse in Serie bauen. In Amsterdam führte der Stuttgarter Autobauer einen solchen Bus vor.
18.07.2016 | 12:43 | 
( DiePresse.com )
Daimler will nach seinen Lastwagen auch seine Busse mit weitreichenden Fahrerassistenzsystemen ausstatten. Auf einer 20 km langen Strecke in Amsterdam absolvierte der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot seine erste autonome Fahrt im Stadtverkehr. Der Bus hält an Haltestellen und Ampeln, fährt automatisch an und bremst für Fußgänger und Hindernisse, so Daimler. Der Fahrer an Bord überwacht zwar noch das System, wird dabei aber erheblich entlastet.
"Anfang des nächsten Jahrzehnts wollen wir damit in Serie gehen", sagte Spartenchef Hartmut Schick vor einer Veranstaltung in Amsterdam. Gut 200 Millionen Euro will Daimler bis 2020 in die Weiterentwicklung seiner Stadtbusse stecken.
"Unsere Pkw-Kollegen werden zuerst mit vollautomatischen Fahrzeugen in Städten unterwegs sein", sagte Schick. Überall auf der Welt wird über solche Technologien nachgedacht, die den Stadtverkehr flüssiger gestalten sollen. Der Stadtstaat Singapur beispielsweise will fahrerlose Taxis testen. Bis in Deutschland ein fahrerloser Bus auf den Straßen rollt, dürfte es hingegen dauern. Das deutsche Recht, das sich an das sogenannte Wiener Übereinkommen für den Straßenverkehr hält, erlaubt die komplette Kontrollabgabe der Autofahrer noch nicht.
Noch früher als im Stadtverkehr dürften Busse mit teilautonomen Systemen als Fernbusse auf Autobahnen im Einsatz sein. Auch dort werden allerdings andere die Vorreiterrolle einnehmen: "Die Lastwagen werden dabei bis Ende dieses Jahrzehnts den Anfang machen, wir kommen danach", sagte Schick.
Allerdings wird es nicht mehr so lange dauern, bis Stadtbusse auch elektrisch fahren können. 2018 plant Daimler einen rein elektrisch betriebenen Bus, der bei den Kosten mit einem Diesel vergleichbar sein soll. "Wir haben die kleinen Pilotprojekte in Städten gestoppt und entwickeln stattdessen für 2018 einen Elektrobus in Serie, der mit seinen Gesamtkosten über den Lebenszyklus an den Dieselbus herankommt", sagte Schick. "Die Batteriekapazitäten entwickeln sich aber so schnell nach oben, dass in Zukunft große Teile des Stadtverkehrs mit Elektrobussen dargestellt werden könnten. "
(APA)

 

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BVB geht den jungen und riskanten Weg

Thomas Tuchel hat ein Lieblingswort. Es heißt "neu". Borussia Dortmunds Trainer spricht in diesen Tagen oft von einem "Neuanfang", er sagt: "Wir müssen offen für neue Lösungen sein. " Oder er stellt fest: "Wir müssen uns nicht daran festhalten, was wir hatten, sondern etwas Neues erschaffen. "
Schon in seinem zweiten Jahr beim großen BVB steckt Tuchel in der Lage, die er vom kleinen FSV Mainz 05 kennt. Er muss den Abgang namhafter Spieler ausgleichen, indem er eine neue Mannschaft mit Talenten aufbaut.
In Dortmund darf er es allerdings auf einem ganz anderen Niveau tun. Die Wechsel von Mats Hummels (Bayern München), Henrik Mkhitaryan (Manchester United) und Ilkay Gündogan (Manchester City) spülen 107 Millionen Euro in die Kasse. Verpflichtet wurden Ousmane Dembele (19/Stade Rennes), Sebastian Rode (25/Bayern), Raphael Guerrero (22/FC Lorient), Marc Bartra (25/FC Barcelona), Emre Mor (18/Nordsjaelland) und Mikel Merino (20/Osasuna). Kurz vor der Verpflichtung steht Mario Götze (24/Bayern), möglicherweise kommt auch noch André Schürrle (25/Wolfsburg).
Spieler mit Perspektive
Das sind allesamt Spieler mit großer Perspektive, zwei (Götze und Schürrle) sind Fußballer, die zu Tuchels neuem Lieblingswort besonders gut passen. Die deutschen Nationalspieler suchen ihren persönlichen Neuanfang.
Das birgt Risiken. Tuchel weiß das, und er mahnt: "Wichtig ist, dass wir den Verlust und den Neuanfang anerkennen. " Der Abgang prägender Gestalten wird vielleicht den Dortmunder Stil verändern. Das meint der Coach, wenn er von "neuen Lösungen" spricht. Eine dieser Lösungen besteht in der gemeinsamen Begeisterung für die Sache. "Wir haben uns für ihre Persönlichkeit, ihre Lust, ihre Kreativität und das Leuchten in ihren Augen entschieden", sagt Tuchel über die Neuen. Und er fällt dann selbst in den Tonfall der Begeisterung. Er will das so.
Die Ansprüche des Vereins werden von den personellen Wechseln nicht berührt. Dortmund sieht sich weiterhin zumindest als erster Anwärter auf den Platz hinter den Bayern. Deren Vormachtstellung sieht der BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke regelrecht zementiert. Die Bayern seien nun "unantastbar", findet er. Das ist zunächst einmal korrekt. Auf lange Sicht wird sich Dortmund aber nicht damit abfinden - ganz gleich, was die Funktionäre dazu erklären.
Mit Sicherheit dürfen sie sich stark genug fühlen, die kleine interne Meisterschaft der Bayern-Verfolger erneut für sich entscheiden zu können. Mindestens ebenso sehr wie in der zurückliegenden Saison wird das davon abhängen, ob Tuchel die Leistungsfähigkeit seiner deutlich verjüngten Mannschaft auf den Platz bringt. Er hat seit dem vergangenen Sommer immerhin gezeigt, dass er einen Fußballverein regelrecht überarbeiten kann. Er hat das laufintensive Gegenpressing aus der Ära seines Vorgängers Jürgen Klopp mit vielen fußballerischen Feinheiten bereichert. Der BVB hat sich spielerisch unter Tuchels Leitung enorm entwickelt.
Chance und Risiko
Das taktische Händchen des Trainers und seine Gabe, aus der Gruppe mehr herauszuholen, als in jedem Einzelnen steckt, sind so wichtig wie die fußballerischen Qualitäten seiner jungen Europa-Auswahl. "Unser Weg ist jung und riskant, aber Risiko wird auch belohnt", erklärt Tuchel. Er sagt gar nicht erst: "Risiko kann belohnt werden. " Für ihn ist das keine Frage. Auf wesentlich bescheidenerem Niveau ist ihm in Mainz der Nachweis dafür bereits gelungen. Deswegen muss er nun keine schlaflosen Nächte haben.
Der neue BVB wird vermutlich an Angriffslust noch einmal zulegen. Dafür sprechen die Jugend und die Spielrichtung der Neuen. Selbst Abwehrspieler wie Marc Bartra und Raphael Guerrero beteiligen sich sehr gern am Aufbau. Das liegt in ihrer fußballerischen Natur. Und von Götze erwarten sie in Dortmund, dass er an alter Wirkungsstätte das Versprechen auf eine Weltkarriere einlöst, das er dort vor mehr als drei Jahren ablegte. Das ist eine große Chance für Borussia Dortmund, aber natürlich auch ein Risiko. "Es ist die richtige Option", findet Bayerns Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge. Er muss es ja wissen.

 

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Hamann rät Götze von Rückkehr zum BVB ab

Dortmund. Nach Dortmund zurückzugehen, ist der Weg des geringsten Widerstandes", sagte Hamann im Interview mit Sky Sport News HD.
Der Wechsel des 24-Jährigen vom deutschen Rekordmeister Bayern München zum BVB hängt nur noch von der Ablösesumme ab. Hamann glaubt ungeachtet seiner Bedenken, dass WM-Held Götze unter Trainer Thomas Tuchel zu alter Stärke zurückfinden kann: "Götze hat große Qualitäten, war aber zuletzt auch bei der EM enttäuschend. Wenn das einer hinbekommt, dann Thomas Tuchel. Ich denke, dass er viel Liebe und Zuneigung braucht und da ist Tuchel der richtige Trainer. "
© 2016 SID

 

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FCK-Boss Gries denkt über Klose-Rückkehr nach: "Wäre wie ein Jackpot"

Kaiserslautern. "Ich wäre - wie sagt man - mit Puder gepudert, wenn ich das nicht zumindest probieren würde", äußerte Gries in der SWR-Sportsendung Flutlicht: "Für den FCK wäre das wie ein Jackpot, das große Los. Ob der Miro Klose in der zweiten Liga spielen will, das wage ich zu bezweifeln. Aber zumindest probieren sollten wir es. "
Seit seinem Abschied vom italienischen Erstligisten Lazio Rom nach dem Ende der vergangenen Saison wurde der 137-malige Nationalspieler (71 Tore) schon mit diversen Klubs in Verbindung gebracht. Beim viermaligen deutschen Meister aus der Pfalz hatte der 38 Jahre alte WM-Rekordtorschütze im April 2000 sein Profidebüt gefeiert.
© 2016 SID

 

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Löwen an Ex-FCA-Star interessiert

Insgesamt 40 Spiele hat Hajime Hosogai zwischen 2010 und 2012 für den FC Augsburg bestritten. Der Japaner war unter Trainer Jos Luhukay eine der Stützen im Team des FCA. Die Schwaben hätten den Japaner auch noch gerne länger in ihren eigenen Reihen gewusst. Allerdings war der Defensivspezialist nur von Bayer Leverkusen ausgeliehen.
Nachdem er sich bei den Leverkusenern aber nicht durchsetzen konnte, zog er weiter zur Berliner Hertha. Dort hatte mittlerweile Luhukay das Sagen und holte seine alten Zögling wieder zu sich. Nachdem der Holländer aber gefeuert wurde, sank auch der Stern Hosogais. Unter Pal Dardai spielte er keine Rolle mehr und wechselte ein Jahr auf Leihbasis zu Bursaspor in die Türkei.
Nun suchen die Berliner erneut einen Abnehmer für den 30-Jährigen. Der Vertrag Hosogais läuft noch bis 2017, doch die Berliner würden ihn wohl ablösefrei ziehen lassen. Wie der Kicker berichtet, hat der TSV 1860 München Interesse an Hosogai angemeldet. Hosogai könnte den Löwen auch aufgrund seiner Vielseitigkeit weiterhelfen. Er kann sowohl Innen- wie auch Außenverteidiger spielen und zudem im zentralen Mittelfeld agieren.

 

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Überfall eines Verletzten auf Helfer frei erfunden

Die Beamten hätten von Anfang an Bedenken hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes gehabt, heißt es von Seiten der Polizei. Ein 22 Jahre alter Mann aus Willich-Schiefbahn war am vergangenen Montag zu den Ermittlern gekommen und hatte von einem Überfall auf offener Straße berichtet, bei dem er als Ersthelfer in eine Falle gelockt und dann verletzt und ausgeraubt worden sei. Er schilderte, ein Unbekannter habe ihn von hinten mit einem Messer angegriffen, als er sich über den vermeintlich Verletzten gebeugt habe.
Schon bei der Anzeigenaufnahme kamen den Polizisten Zweifel, da ein solcher Sachverhalt am hellichten Tag auf der belebten Landstraße zwischen Willich und Osterath sicher nicht unbeobachtet geblieben wäre. Die Polizei suchte deshalb Zeugen, jedoch ohne Erfolg.
Bei der Vernehmung des vermeintlichen Opfers kam dann heraus, dass der komplette Sachverhalt erfunden war. Als Grund gab er an, er habe persönlichen Stress gehabt und eine Auszeit von seiner Arbeit gebraucht. In der Vernehmung zeigte sich der Mann laut Polizei einsichtig und sein Handeln tat ihm leid. Ihm sei demnach auch bewusst, dass er mit dieser Aktion seine privaten Probleme nicht habe lösen können. Seine Arbeitsstelle hat er inzwischen gekündigt.
Durch seine falsche Aussage hat sich der Mann allerdings des Vortäuschens einer Straftat schuldig gemacht, es wurde Strafanzeige erstattet.

 

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Boris Johnson: Ja zu Europa, nein zur EU

Brexit-Wortführer  Boris Johnson  hat sich bei seinem ersten EU-Auftritt als neuer britischer Außenminister ungewöhnlich zurückhaltend gezeigt. Zum Auftakt des EU-Außenministertreffens in Brüssel verlor der frühere Londoner Bürgermeister kein schlechtes Wort über die Europäische Union. Zwar werde sein Land diese verlassen, es wolle aber weiter in "führender Rolle" in Europa mitwirken, sagte Johnson. "Das bedeutet in keinem Fall, dass wir Europa verlassen. "
Im Referendumswahlkampf hatte  Johnson  wiederholt mit
wenig diplomatischen Äußerungen für Aufsehen gesorgt. Einmal verglich er
sogar die Politik der EU mit der von Adolf Hitler. Zahlreiche
EU-Politiker hatten sich deswegen sehr kritisch zu seiner Ernennung als
Außenminister geäußert.
Nun betonte er den Willen zur weiteren Zusammenarbeit mit den Ländern der EU. Johnson verwies dabei auf den Anschlag in Nizza und die Kooperation der Sicherheitsbehörden. Die Europäer müssten ihre "Antwort auf Terrorismus miteinander abstimmen", sagte er. 
Johnson war bereits am Sonntagabend in Brüssel eingetroffen und hatte
die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini getroffen. Sie bewertete das Treffen als "guten Austausch" über die wichtigsten Themen
des Außenministertreffens, er sprach von einer "sehr guten
Unterhaltung". Ein gemeinsames Abendessen der beiden musste abgesagt werden, nachdem Johnson wegen
eines technischen Problems an seinem Flugzeug zu spät in Brüssel
eingetroffen war.
Bislang hat die britische Regierung ihren Austritt aus der Europäischen Union noch
nicht offiziell erklärt. Erst danach beginnt eine zweijährige Frist, in
der alles geregelt werden muss. Laut dem für Handelsverträge zuständigen Minister Liam Fox
bereitet sich Großbritannien auf einen Austritt zum 1. Januar 2019 vor.

 

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Kommission hält am Flüchtlingsabkommen mit der Türkei fest

Man hoffe, dass die Türkei ihre Zusagen einhalten kann. Sollte die Türkei die Todesstrafe einführen, würden die Beitrittsverhandlungen ausgesetzt.
18.07.2016 | 12:29 | 
( DiePresse.com )
Die EU-Kommission hält am Flüchtlingsabkommen mit der Türkei vom März fest. Man hoffe, dass die Regierung in Ankara ihre Zusagen genauso wie die EU weiter umsetze, sagte der Chefsprecher der Brüsseler Behörde. Umstritten sind die Voraussetzungen für die vereinbarte Visabefreiung für Türken bei der Einreise in die EU, die unter anderem eine Abmilderung der türkischen Anti-Terror-Gesetze vorsehen.
Auch die deutsche Regierung sah zunächst keine Auswirkungen des gescheiterten Putsches in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen. "Wir sind der Überzeugung, dass das getrennt zu sehen ist", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die EU werde ihre Zusagen aus dem Abkommen erfüllen. "Wir erwarten das auch von der Türkei. "
Die EU hat mit dem sogenannten Flüchtlingspakt einen komplizierten Tauschhandel mit der Türkei vereinbart. Die EU darf demnach alle Schutzsuchenden, die seit dem 20. März auf die griechischen Inseln übergesetzt sind, in die Türkei zurückschicken. Ausgenommen sind Asylbewerber, die nachweisen können, dass sie in der Türkei verfolgt werden. Für jeden zurückgeschickten Syrer darf seit dem 4. April ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen.
Im Gegenzug sollte die Visumpflicht für türkische Staatsbürger bei der Einreise in die Türkei ursprünglich ab Juli aufgehoben werden. Dieser Termin hat sich aber verschoben, weil die Türkei noch nicht alle 72 Bedingungen erfüllt hat, darunter die Reform der türkischen Anti-Terror-Gesetze.
Außenminister Sebastian Kurz hat die Lage in der Türkei nach dem Putschversuch der Militärs und den Repressionen seitens der Regierung von Ankara gegen Putschisten als "bedenkliche Entwicklung" bezeichnet. Natürlich sei der Putschversuch zu verurteilen, "aber genauso klar muss sein, dass er nicht als Freibrief für Willkür verwendet werden darf".
Kurz erklärte am Montag beim EU-Außenrat nach einem Treffen der 28 Minister mit ihrem amerikanischen Kollegen John Kerry, 6000 Verhaftungen mit 3000 Angehörigen der Justiz in der Türkei "sind aus unserer Sicht absolut inakzeptabel. Klar muss auch sein, wer die Todesstrafe einführt, hat definitiv keinen Platz in der EU. " Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Sonntag in Erwägung gezogen, die Todesstrafe wiedereinzuführen.
Auf die Frage, ob die Beitrittsverhandlungen angesichts der Geschehnisse weitergehen sollen, als wäre nichts gewesen, oder ob neue Bedingungen der EU definiert werden sollten, sagte Kurz : "Aus meiner Sicht darf Europa nicht tatenlos zusehen. Die Veränderungen in der Türkei sind sehr bedenklich. Die Türkei hat sich in den letzten Jahren ohnehin schon stetig weiter von Europa weg entwickelt. Unsere Aufgabe als Europa ist es, gerade wenn unsere Grundwerte verletzt werden, nicht wegzusehen, sondern sie aktiv zu thematisieren und Grenzen aufzuzeigen. "
Gleicher Meinung ist die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini: Sie hält eine Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union bei der Einführung der Todesstrafe unmöglich. "Kein Land kann EU-Mitglied werden, wenn es die Todesstrafe einführt", erklärte Mogherini am Montag. Außerdem sei die Türkei als Mitglied des Europarats "gehalten, sich an die Europäische Konvention über Menschenrechte zu halten. Das ist auch ganz eindeutig, so wie bei der Todesstrafe".
Die EU sei zudem die erste Institution gewesen, die gefordert habe, die legitimen Institutionen vor einem Putschversuch zu schützen. "Das darf aber kein Vorwand sein, dass sich ein Land von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit wegbewegt", so Mogherini.
US-Außenminister John Kerry mahnte die türkische Regierung bei dem Treffen in Brüssel, bei der Wiederherstellung von Recht und Ordnung nicht zu weit zu gehen. "Wir rufen die Regierung nachdrücklich dazu auf, ruhig zu bleiben, an der Rechtsstaatlichkeit festzuhalten und die demokratischen Institutionen zu respektieren. "
Zudem werde die Nato nun "ganz genau achten, was passiert. Ich hoffe, dass die Türkei das einhält, was sie immer wieder als Rückgrat des Landes angibt". Er habe drei Mal mit dem türkischen Außenminister gesprochen und "er hat ganz und voll die Absicht, die demokratischen Prozesse einzuhalten und die Rechtsstaatlichkeit. "
Bundeskanzler Christian Kern sagte auf Ö1, dass die Perspektive für den Beitrittsprozess nun in größere Ferne gerückt sei. Die Einführung der Todesstrafe wäre etwa ein Zeichen dafür, dass die Türkei "kein Interesse am europäischen Grundkonsens" habe.
Die Türkei sei für Europa ein wichtiger Bündnispartner in sicherheitspolitischen Fragen und in Fragen der Migrationsbewältigung. Dies könne jedoch keine Einbahnstraße sein, meinte Kern. "Wir brauchen die Türkei aber die Türkei braucht auch Europa. Das bedeutet, dass man demokratiepolitische und rechtsstaatliche Standards einfordern müsse.
(APA/Reuters)

 

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WM-Organisatoren präsentieren ersten Regional-Sponsor

Moskau. Die Geschäftsstrategie des Weltverbands FIFA bietet in sechs Teilen der Erde? Europa, Nordamerika, Südamerika, Naher Osten, Afrika, Asien? jeweils vier Pakete für sogenannte "regionale Förderer" an. So sollen auch Unternehmen zum Zuge kommen, die keine weltweiten Sponsoringpakete erwerben wollen.
Die regionalen Partner genießen laut FIFA die gleichen Vorteile wie alle anderen Sponsoren. Dazu gehören unter anderem die Präsenz auf Werbebanden, Zugang zu Eintrittskarten und Markenrechte. Die FIFA verhandelt derzeit mit weiteren Unternehmen.
© 2016 SID

 

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Fünf Verletzte nach schwerem Unfall im Zillertal

Fügen – Auf der Zillertalstraße (B169) kam es Montagvormittag zu einem schweren Verkehrsunfall. Laut Polizei waren vier Fahrzeuge beteiligt, fünf Personen wurden unbestimmten Grades verletzt. Alle Betroffenen waren jedoch ansprechbar und konnten selbst aus den Fahrzeugen aussteigen, hieß es.
Der Unfall ereignete sich gegen 10.30 Uhr in Fügen. Die Zillertalstraße war während der Aufräumarbeiten bis Mittag gesperrt. Fünf Polizeistreifen, die Feuerwehr und ein Notarzthubschrauber standen im Einsatz. Die Ermittlungen zum Unfallhergang sind im Gange. (TT.com)

 

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Karlsfeld - Mann schlägt Kontrahenten abgebrochene Flasche ins Gesicht

Der Vorfall ereignete sich am Karlsfelder See. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.
Zu einer heftigen Auseinandersetzung ist es nach Mitteilung der Polizei am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr am Karlsfelder See gekommen. Zwei Männer - der eine 23, der andere 32 - gerieten in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung eskalierte. In deren Verlauf brach der 23-Jährige eine Brieflasche ab und attackierte damit den 32-Jährigen im Gesichtsbereich. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert und operiert werden. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht. Der 23-Jährige wurde ebenfalls leicht verletzt. Der 23-Jährige wurde vorläufig festgenommen.
Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wird der 23-Jährige im Verlaufe des heuten Nachmittags dem zuständigen Haftrichter wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes vorgeführt.

 

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Prozess um brutale Raubserie: "Spur der Verwüstung und Angst"

Neun Männer stehen als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung, die sich selbst "Frosch-Bande" nennt, in Wiener Neustadt vor Gericht.
18.07.2016 | 12:25 | 
( DiePresse.com )
Wegen schweren Raubes im Rahmen einer kriminellen Vereinigung müssen sich seit Montag neun Angeklagte der "Frosch-Bande" am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Ihre finanzielle Notlage habe die Beschuldigten veranlasst, eine "Spur der Verwüstung und Angst" zu ziehen, sagte der Staatsanwalt zu Beginn der für vier Tage geplanten Schöffenverhandlung. Die Männer sollen unter anderem Opfer in deren Eigenheimen bei so genannten "Home Invasions" brutal überfallen haben: Zuerst wurden entlegene Häuser ausspioniert, dann stiegen die Verdächtigen ein und fesselten und malträtierten ihre Opfer.
Diese Spur zog sich von Juni bis zur Verhaftung im September 2015 laut dem Vertreter der Anklagebehörde nicht nur durch Österreich, sondern bis nach Deutschland und in die Schweiz. Der Begriff Berufsverbrecher treffe in diesem Verfahren zu, es handle sich zweifelsfrei um Kapitalverbrechen, betonte der Staatsanwalt. Alle Mitglieder der Bande stammen aus derselben Region und sind teilweise verwandt. Die Beschuldigten "haben Familien und Sorgepflichten, aber kein Einkommen oder Vermögen", so der Anklage-Vertreter.
Die Rumänen, 22 bis 53 Jahre alt, gingen bei den ihnen vorgeworfenen Raubüberfällen in unterschiedlicher Zusammensetzung in Niederösterreich und Oberösterreich bewaffnet und mit massiver Gewaltanwendung gegen meist ältere Hausbewohner vor. Zwei Opfer wurden dabei schwer verletzt. In einem Fall betrug die Beute - meist Schmuck und Bargeld - nur 30 Euro, in einem anderen lediglich 70 Euro. Angelastet werden den Rumänen auch Einbruchsdiebstähle, etwa in einen Imbissstand in Wien und in eine Gärtnerei im Mostviertel.
Die meisten der Angeklagten zeigten sich laut ihren Verteidigern zumindest teilweise geständig, ein 39-Jähriger bekannte sich nicht schuldig. Die Männer sind in Österreich bisher unbescholten, im europäischen Ausland jedoch - mit Ausnahme des 22-Jährigen - vorbestraft. Alle neun sitzen derzeit in U-Haft. Am späten Vormittag startete die Befragung des ersten Angeklagten. Der 44-Jährige gab an, dass die Männer vor allem abgelegene Häuser ausgesucht und diese vor den Raubüberfällen beobachtet hätten.
(APA)

 

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Indische Täter auf freiem Fuß: Vergewaltiger überfallen Opfer zweites Mal

Drei Jahre, nachdem eine junge Inderin von mehreren Männern missbraucht wurde, entführen und vergewaltigen die gleichen Männer ihr Opfer erneut: Der Fall sorgt in Indien für Empörung - auch weil das verschärfte Sexualstrafrecht wenig Wirkung zeigt.
Der Fall einer Studentin, die zwei Mal - teilweise von den gleichen Tätern - vergewaltigt worden ist, sorgt in Indien für Empörung: Die 21-Jährige, Angehörige der niedrigsten sozialen Kaste, war am vergangenen Mittwoch bewusstlos in den Büschen am Rande einer Schnellstraße bei Neu Delhi gefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Täter hatten sie in der Nähe ihres Colleges im Bundesstaat Haryana verschleppt und im Auto vergewaltigt.
Nach Angaben der Polizei liegt die junge Frau noch immer im Krankenhaus. "Sie hat alle fünf Täter identifiziert", sagte Polizei-Vizechef Pushpa Khatri. "Zwei von ihnen waren bereits an der Gruppenvergewaltigung beteiligt, deren Opfer sie 2013 wurde. " Die beiden Männer waren gegen Kaution auf freiem Fuß. Der Prozess gegen sie sollte demnächst beginnen.
Wie die Familie der jungen Frau berichtete, sollen die Männer bereits vor der Attacke vom vergangenen Mittwoch versucht haben, ihr Opfer einzuschüchtern. "Sie haben uns sogar Geld angeboten, wenn wir die Klage zurückziehen. Aber wir haben abgelehnt", erklärte der Bruder des Mädchens der Zeitung "Hindustan Times". Die Familie sei wegen anhaltender Belästigungen durch die Angeklagten sogar in eine andere Stadt umgezogen.
Nach Bekanntwerden der Massenvergewaltigung kam es im Distrikt Rohtak zu neuen Protesten gegen die anhaltende Gewalt gegen Frauen im Land. Schon vor vier Jahren hatte der Fall einer vergewaltigten 23-jährigen Studentin national und international Anteilnahme und Proteste ausgelöst. Sie war von mehreren Männern in einem Bus entführt, vergewaltigt und mit einer Eisenstange tödlich verletzt worden.
Infolge dessen hatte die indische Regierung eine Reform des Sexualstrafrechts beschlossen, die unter anderem härtere Strafen für die Täter und schnellere Verfahren vorsah. Dennoch kommt es immer wieder zu brutalen Attacken gegen junge Frauen. Allein im Jahr 2014 meldeten die Behörden laut der britischen Zeitung "Daily Mail" landesweit 36.735 Vergewaltigungen - doch die Dunkelziffer ist Aktivisten zufolge wesentlich höher. Viele Taten würden aus Angst gar nicht erst zur Anzeige gebracht.
Quelle: n-tv.de

 

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Berichte über Attentäter von Baton Rouge: Mutmaßlicher Täter war Irak-Veteran

Nach dem Anschlag auf Polizisten in Baton Rouge werden Details über den mutmaßlichen Täter bekannt. Die Polizei identifizierte den Schützen laut Medien als einen 29-jährigen afroamerikanischen Irak-Veteranen. Er soll zur Gegenwehr gegen Übergriffe auf Schwarze aufgerufen haben.
Erneut sind in den USA Polizisten durch Schüsse getötet worden. In Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana starben drei Beamte. Auch der Angreifer ist tot. Anders als zunächst angenommen geht die Polizei wohl nicht mehr von mehreren Schützen aus. Der Getötete sei vermutlich der Täter, teilte der Polizeichef von Louisana mit. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass er Komplizen gehabt habe. Zwei Verdächtige, die am Abend festgenommen worden waren, wurden später ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt. Angaben zum möglichen Motiv machte die Polizei nicht.
Bei dem Angreifer handelte es sich US-Medien zufolge um Gavin L., einen 29 Jahre alten Afroamerikaner aus Kansas City. Die "New York Times" schreibt, L. habe fünf Jahre als Marineinfanterist gedient und sei ein Jahr lang im Irak stationiert gewesen. Er bekam zudem mehrere Medaillen, darunter für Wohlverhalten.
In den vergangenen Tagen soll Gavin L. über Twitter mit Blick auf die jüngsten Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze zu Gegenwehr aufgerufen haben. Zudem soll er vor kurzem in Dallas gewesen sein, dem Schauplatz eines Heckenschützen-Angriffs auf Polizisten.
US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tat als feige. Gewalt gegen Polizisten sei "durch nichts zu rechtfertigen". Mit Verweis auf den Heckenschützen von Dallas fügte er hinzu, zum zweiten Mal binnen zwei Wochen seien "Polizisten, die jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen, um unseres zu schützen, in einem feigen und verwerflichen Angriff getötet worden, als sie ihre Arbeit taten". Derartige Angriffe auf Beamte, den Staat und die Zivilgesellschaft müssten aufhören: "Das ist schon zu oft geschehen. "
Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erklärte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, die USA seien "gespalten und außer Kontrolle". "Wir versuchen, den IS zu bekämpfen, und nun töten unsere eigenen Leute unsere Polizei. " Er fordere "Recht und Ordnung". Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton verurteilte die Attacke. Die tödlichen Schüsse seien ein Angriff "auf jeden von uns", erklärte sie. Es gebe keine Rechtfertigung für Attacken auf Männer und Frauen, die jeden Tag für den Schutz von Familien und Kommunen ihr Leben aufs Spiel setzten.
In Baton Rouge war Anfang Juli der afroamerikanische CD-Verkäufer Alton Sterling von der Polizei erschossen worden. Dieser und ein ähnlicher tödlicher Polizei-Einsatz gegen einen Schwarzen im Bundesstaat Minnesota hatten sowohl in Baton Rouge als auch landesweite Proteste ausgelöst. Bei einer dieser Demonstrationen wurden dann in der texanischen Stadt Dallas fünf Polizisten von einem Attentäter aus dem Hinterhalt erschossen. Der von der Polizei getötete Attentäter von Dallas, ein afroamerikanischer Afghanistan-Veteran, hatte gesagt, er habe gezielt weiße Polizisten töten wollen.

 

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Umfrage: Mehrheit will weiter Seehofer

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) lässt seine politische Zukunft auch nach einer für ihn positiven Umfrage offen. «Entscheidungserheblich ist das nicht - auch wenn man sich über Umfragen freut», sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Parteivorstandssitzung in München. In einer Infratest-dimap -Umfrage für die ARD hatten sich 51 Prozent der Befragten in Bayern dafür ausgesprochen, dass Seehofer bei der Landtagswahl 2018 noch einmal antritt.
«Das hat alles Unterhaltungswert», sagte Seehofer. Er verwies auf eine Fülle von Herausforderungen in den kommenden beiden Jahren: «Wir haben alle Hände voll zu tun.» Die Bundestagswahl nächstes Jahr werde «ein politisch ganz schwieriger Akt». Erst danach werde man sich «mit Karacho» auf die Landtagswahl zubewegen.
In der Umfrage hatten sich für den Fall, dass Seehofer nicht mehr antreten sollte, 43 Prozent der Befragten für Finanzminister Markus Söder als Nachfolger ausgesprochen. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner musste sich mit lediglich 23 Prozent zufrieden geben, der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, mit 10 Prozent.
Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU laut Umfrage auf 45 Prozent. Die SPD läge bei 17 Prozent, die Grünen könnten mit 13 Prozent und die Freien Wähler mit 5 Prozent rechnen. Die AfD würde mit 9 Prozent in den Landtag einziehen, die FDP knapp scheitern.
Infratest dimap hatte vom 11. bis zum 14. Juli 1000 Menschen in Bayern befragt. (dpa/lby)

 

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Verunglückter Skispringer Müller machte erste Schritte mit Krücke

Bad Häring - Die Rehabilitation des im Jänner beim Skifliegen am Kulm schwer verunglückten Skispringers Lukas Müller schreitet weiter voran. Der 24-jährige Kärntner machte bei seinem Reha-Aufenthalt in Bad Häring an einem Handlauf entlang erste Schritte mit einer Krücke. Ein Video davon stellte Müller am Sonntag auf Facebook. "Ich bin in der letzten Woche meiner Reha - mit neuem Spielzeug", schrieb er dazu.

 

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Heiningen - Stopp der Unfallflucht

Ulm (ots) - Ein am Samstag gegen 17.40 Uhr auf dem Wanderparkplatz Eichholz abgestellter grauer Audi RS wurde angefahren. Als der Fahrer nach einer Stunde zu seinem Audi kam, bemerkte er den Schaden von 1.500 Euro. Zeugen sollten sich bitte mit der Polizei in Göppingen in Verbindung setzen. Telefon 07161/63-2360.
Rudi Bauer, Telefon 0731/188-1111, E-Mail, ulm.pressestelle@polizei.bwl.de,1303815

 

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Technische Probleme bei Online-Bank Comdirect

Die Online-Bank Comdirect hat mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. "Wir haben technische Probleme bedingt durch eine Software-Einspielung", sagte ein Comdirect-Sprecher am Montag am Firmensitz in Quickborn. "Die Prüfungen laufen", ergänzte er. Nach Informationen des "Handelsblatts" landeten Nutzer nach dem Login nicht auf dem eigenen Konto, sondern auf fremden Konten. Der Unternehmenssprecher konnte hierzu nichts sagen.
Das "Handelsblatt" berichtete, ein Redakteur des Blattes habe den Fall rekonstruiert und Zugriff auf ein fremdes Konto mit mehr als 50 000 Euro Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonto erhalten.
Nach Angaben des Firmensprechers werden in der Nacht zu Montag regelmäßig Software-Updates eingespielt, so auch zu diesem Wochenbeginn. Die Online-Bank hat rund 2 Millionen Kunden.

 

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Wäschenbeuren- Angestellte abgelenkt

Ulm (ots) - Zwei Männer hatten am Samstagmorgen eine Ladeninhaberin in der Prof.-Kuhn-Straße so abgelenkt, dass sie in die Kasse greifen konnten. Anschließend flohen sie mit dem Geld, die genaue Höhe muss noch ermittelt werden, in einem Ford mit einem Kennzeichen aus dem Hochtaunuskreis (HG). Beide sind zirka 30 Jahre alt und schlank. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Weitere Hinweise bitte an die Polizei in Uhingen. Telefon 07161/93810.
Rudi Bauer, Telefon 0731/188-1111, E-Mail, ulm.pressestelle@polizei.bwl.de,1301886

 

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Unfall mit Totalschaden unter Alkoholeinfluss

Altenmoor (ots) - Samstagmorgen ist ein junger Mann auf der Landesstraße 118 in Altenmoor mit seinem Auto verunglückt. Wie sich herausstellte, stand der 19-Jährige unter erheblichem Alkoholeinfluss.
Kurz vor 09.00 Uhr war der aus dem Kreis Pinneberg Stammende auf der Landesstraße 118 in Richtung Kiebitzreihe unterwegs. In einer Linkskurve in Höhe Bullendorf 32 kam er aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und landete schließlich auf dem Dach in einem Graben. Verletzungen zog sich der Verunfallte dabei glücklicherweise nicht zu. Eingesetzte Beamte stellten bei dem 19-Jährigen Atemalkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest lieferte ein Ergebnis von 1,78 Promille, worauf die Einsatzkräfte die Entnahme einer Blutprobe anordneten. Den Führerschein des sichtlich betrübten und über sich selbst verärgerten Beschuldigten behielten die Beamten ein - den hatte der junge Mann erst in diesem Jahr erworben.
An dem Auto dürfte ein Totalschaden entstanden sein.
Gegen den Beschuldigten fertigten die Polizisten eine Anzeige wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge des Genusses alkoholischer Getränke.
Merle Neufeld

 

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Kommunen investieren mit Mitteln aus Programm KIP

Um Schulen und Krankenhäuser zu renovieren und Straßen zu reparieren, greifen zahlreiche Kommunen in Hessen auf das Investitionsprogramm KIP zurück. Insgesamt würden bisher 643 Projekte gefördert, sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Montag in Wiesbaden. Das Programm führt Mittel des Bundes und des Landes zusammen. Knapp ein Drittel stammt vom Bund, das Land stockt das Programm zum Teil mit Hilfe günstiger Darlehen auf. Gestartet wurde es im Februar mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Genutzt würden bisher rund 220 Millionen Euro davon.
Damit noch mehr Kommunen Geld abrufen können, sei die Anmeldefrist von Mitte Juni 2016 auf Ende des Jahres verlängert worden, sagte Schäfer. Unter anderem die Kommunalwahl habe Investitionspläne verzögert. 93 Kommunen hätten die ihnen zustehenden Gelder bereits vollständig genutzt.
Der hessische Städtetag zeigte sich zufrieden mit dem Programm: Viele Kommunen hätten dadurch Zuwendungen erhalten, sagte der geschäftsführende Direktor Stephan Gieseler: "Das Programm ist bei den hessischen Städten und Gemeinden gut angekommen. "

 

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Aprilia Motorroller gestohlen - Polizei sucht Zeugen

Dormagen-Horrem (ots) - In der Zeit von Freitag (15.07.), 05:00 Uhr, bis Samstag (16.07.), 13:00 Uhr, stahlen unbekannte Diebe an der Straße "Am Rath" einen Motorroller. Bei dem Kleinkraftrad handelt es sich um einen silbergrauen Roller der Marke Aprilia, Typ Sonic, mit dem Versicherungskennzeichen 325LSB. Hinweise zum Diebstahl oder zum Verbleib des Rollers nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02131-3000 entgegen.

 

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Pokémon-Spieler mit Joint festgenommen: "Darf ich das noch fertig machen? "

Die Polizei hat in München einen 30 Jahre alten Mann festgenommen. Beamte stellten Marihaunageruch fest, als sie ihm am frühen Samstagmorgen am Richard-Strauß-Brunnen in der Fußgängerzone begegneten. Kurz darauf stellte sich heraus: Der Mann war gerade mit einem Spiel auf seinem Handy beschäftigt und hielt dabei einen Joint in der Hand. So berichtet die Polizei am Montag.
Der Mann war so in sein Smartphone vertieft, dass er die Beamten nicht bemerkte. Als er angesprochen wurde, erschrak er und fragte: "Oh Shit, darf ich das noch schnell fertig machen? "
Wie funktioniert "Pokémon Go"? Alle Infos zum Spiel  
Pokéstops und Arena: Woher kommen die Daten für "Pokémon Go"?
"Schon süchtig": Pokémon-Hype erreicht Augsburg und Region

 

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Erschossener Polizist von Baton Rouge auf Facebook

Montrell L. Jackson war schwarz - genau wie der Mann, der ihn erschossen hat. Wenige Tage vor seinem Tod hatte er auf Facebook gebeten: "Lasst nicht den Hass euer Herz infizieren. "
Am Sonntag mussten in den USA wieder Polizisten sterben. In Baton Rouge, Louisiana, erschoss ein Mann drei Officer. Was den Schützen, der mittlerweile als Gavin Eugene Long identifiziert wurde, zu seiner Tat veranlasste, ist noch unklar. Handelte er aus Hass auf die Polizei , aus Wut über die Polizeigewalt gegen Schwarze - wie der Mann, der vor zehn Tagen in Dallas fünf weiße Polizisten getötet hatte?
Vieles spricht dafür: Ein Nutzer namens Gavin Long veröffentlichte vergangene Woche Videos in einem sozialen Netzwerk, in denen er zu einer blutigen Reaktion auf die jüngsten Tötungen Schwarzer aufrief. Wie die New York Times berichtet, weist alles darauf hin, dass es sich um den Täter handelt.
Einer der drei Männer, die Long erschossen hat, war selbst schwarz. Montrell L. Jackson, 32 Jahre alt, seit vier Monaten Vater eines Sohnes, trug seit zehn Jahren die Polizeiuniform. Erst vor wenigen Tagen hatte er auf Facebook seinen Gefühlen nach der Tötung des Schwarzen Alton Sterling in Baton Rouge durch Polizisten Ausdruck verliehen. "Ich bin körperlich und emotional erschöpft", schrieb er Anfang Juli.
Die Geschehnisse der folgenden Tage, als es zu gewaltsamen Protesten in Baton Rouge kam, hätten ihn durch und durch gefordert. "Ich schwöre bei Gott, dass ich diese Stadt liebe, aber ich frage mich, ob diese Stadt mich liebt. Wenn ich die Uniform trage, werde ich unangenehm und hasserfüllt angeschaut. Und wenn ich die Uniform nicht trage, halten mich manche für eine Gefahr. "
Über seine Stadt Baton Rouge schrieb er in dem nicht mehr einsehbaren Eintrag : "Bitte lasst nicht den Hass euer Herz infizieren. Diese Stadt MUSS und WIRD besser werden. Ich arbeite auf diesen Straßen. Wenn irgendwelche Demonstranten, Beamte, Familien oder wer auch immer mich sehen und eine Umarmung brauchen oder ein Gebet sagen wollen: Ich verstehe euch. "

 

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Kollegen als Freunde: Wie viel Vermischung ist gut?

In einer Arbeitswelt, in der immer häufiger geduzt wird, Kleiderordnungen lockerer werden und man zusammen auf einen After-Work-Drink geht, werden aus Kollegen leicht "Frollegen". Wie beeinflusst das die Qualität der Arbeit - und wie vertragen sich Freundschaft und Karriereambition?
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Kriminalität: Drei weitere US-Polizisten erschossen

Baton Rouge (dpa) - Nach dem erneuten Mord an Polizisten in den USA ist der alleinige Täter nach Medienberichten als afroamerikanischer Marine-Veteran identifiziert worden.
Laut der Militär-Personalakte des von US-Medien übereinstimmend genannten Mannes hatte der Unteroffizier fünf Jahre als Spezialist für Datennetzwerke gedient - davon gut ein halbes Jahr im Irak.
Der Täter hatte am Sonntagmorgen (Ortszeit) in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana das Feuer auf mehrere Polizisten eröffnet und drei von ihnen getötet. Drei weitere waren verletzt worden, einer von ihnen schwebte nach Angaben der Polizei weiter in Lebensgefahr.
Der Schütze wurde schließlich von Polizisten getötet. Er beging die Tat an seinem 29. Geburtstag, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Demnach kam er aus Kansas City im Bundesstaat Missouri - mehr als 1200 Kilometer von Baton Rouge entfernt.
Nach Angaben des Polizeichefs von Baton Rouge, Mike Edmonson, war gegen 8.40 Uhr Ortszeit am Sonntag in einer örtlichen Polizeizentrale ein Anruf eingegangen, nach dem ein schwarz gekleideter, maskierter Mann mit einem Gewehr eine Straße entlang ging. Zwei Minuten später seien Schüsse gefallen, die Polizisten weitere zwei Minuten darauf zu Boden gegangen. Um 8.48 Uhr sei der Schütze getötet worden.
Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zu Berichten, nach denen die Polizisten gezielt durch den Anruf in einen Hinterhalt gelockt worden waren. Zunächst war nach zwei möglichen Mittätern gefahndet worden.
US-Präsident Barack Obama verurteilte die Schüsse in Baton Rouge als "feige" Tat und rief die Amerikaner erneut zu einem Schulterschluss gegen Gewalt auf. Die Menschen sollten ihre Herzen öffnen und sich in ihren Äußerungen mäßigen, sagte er mit einem Seitenhieb auf den voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Donald Trump. Der hatte nach der Schießerei auf Twitter geschrieben: "Wie viele Angehörige der Strafverfolgungsbehörden und Leute müssen sterben, weil es unserem Land an Führung mangelt? Wir fordern Recht und Ordnung. "
Die Lage in Baton Rouge ist seit Tagen besonders angespannt: Dort war am 5. Juli der Afroamerikaner Alton Sterling von Polizisten erschossen worden, während er am Boden lag. Das und tödliche Polizeischüsse auf einen weiteren Schwarzen in Minnesota hatten in den USA eine Welle des Protestes gegen Polizeigewalt ausgelöst. In der Nacht zum 8. Juli erschoss in Dallas am Rande einer Demonstration ebenfalls ein schwarzer Ex-Soldat fünf Polizisten. Er verschanzte sich in einem Gebäude und gab nach Angaben der Polizei an, er sei wegen des Todes der zwei Schwarzen in den Tagen zuvor aufgebracht gewesen und habe weiße Polizisten töten wollen. Die Polizei tötete ihn mit einem Sprengsatz.
Der Schütze vom Sonntag hatte nach Medienberichten in einem YouTube-Video unter einem Pseudonym von einer Revolution gesprochen. Dafür sei es nötig, Blut zu vergießen, sagt der Mann in dem Video. In den USA werde am Unabhängigkeitstag der Kampf gegen die britischen Unterdrücker gefeiert, "aber wenn ein Afrikaner sich wehrt, ist das falsch". Das Video wurde am Tag der tödlichen Schüsse in Dallas hochgeladen. Der Mann gibt darin an, in Dallas zu sein.
Unter demselben Namen sind drei Selbsthilfe-Bücher für die "vollkommene Verwandlung" von Schwarzen erschienen, die beim Online-Kaufhaus Amazon erhältlich sind. Das dortige Profil des Autors beschreibt ihn unter anderem als Diätetiker und spirituellen Berater. Im letzten Beitrag eines Twitter-Kontos, das US-Medien ebenfalls ihm zuschreiben, hieß es am Samstagabend: "Nur weil du jeden Morgen aufwachst, heißt das nicht, dass du lebst. Und nur weil du deinen physischen Körper ablegst, heißt das nicht, dass du tot bist. "

 

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AK-Grillkohletest : Mehr Öko als vergangenes Jahr

Linz, Wien – Ein Grillkohletest der Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich ist bezüglich Ökologie besser als im vergangenen Jahr ausgefallen. Heuer trugen acht von 16 getesteten Produkten international anerkannte Umwelt-Siegel, die Material aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, unabhängige Kontrollen und damit den Schutz von Tropenwäldern garantieren. 2015 waren es nur fünf von 16.
In drei der getesteten Grillprodukte wurde laut Presseaussendung am Montag Holz aus Tropenwäldern gefunden, eines davon bestand sogar nur aus Tropenholz. Darüber hinaus enthielten sogar hochpreisige Qualitätsprodukte zum Teil günstigere Holzarten als auf der Verpackung angegeben - statt Buche wurden Eiche, Birke und Erle gefunden. Der Hinweis „mineralischer Ursprung“ auf Grillbriketts deutet auf Braunkohle hin, für deren Abbau bis heute ganze Landstriche abgebaggert, Orte umgesiedelt und erheblich ökologische Risiken eingegangen werden, machen die Konsumentenschützer aufmerksam.
Sie verweisen darauf, dass es auch nachhaltige Alternativen zu Tropenholz gibt: Kohle aus Kokosnussschalen oder Olivenkernen - sie sind ein reines Abfallprodukt. Wer regionale Produkte schätzt, kann bei einem der acht Köhler in Österreich ab Hof einkaufen, empfehlen die Konsumentenschützer. Ein Solargriller würde sogar weder Kohle, Strom noch Gas benötigen. (APA)

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